Xbox Scarlett: Letzte Konsole von Microsoft?

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Glaubt man Cristiano Amon, Chef des Unternehmens Qualcomm (Marktführer in 3G und mobilen Technologien) könnten die Xbox Scarlett und die PlayStation 5 die letzten physischen Konsolen sein. Danach würden Cloud-Dienste wie PlayStation Now, Microsofts Projekt xCloud oder die neueren Konkurrenten Google Stadia und Apple Arcade den Markt übernehmen. Ihre Vorteile durch mobiles Gaming auf serverbasierten Hochleistungsrechnern ist in Sachen Leistung schon jetzt den aktuellen Konsolen überlegen.

Nicht die erste Prognose dieser Art

Kritiker sehen in der Prognose von Amon nur eine Wiederholung dessen, was man bereits für Xbox One und PlayStation 4 vorhergesagte. Bereits 2012 sah man die Cloud-Dienste der klassischen Hardware überlegen, durchsetzen konnte sie sich offensichtlich jedoch nicht. Seitdem hat sich die Technologie jedoch stark verbessert. So erreichte Google Stadia eine Rechenleistung von 10,7 Teraflops (Berechnungen pro Sekunde mal eine Billionen) . Die momentanen Spitzenkonsolen PlaySation 4 Pro und Xbox One X kommen dabei nur auf 4,2, bzw. 6,0 Teraflops. Es wäre also gut möglich, dass Cloud-Dienste bald den Markt für Konsolen übernehmen. Dagegen würde jedoch zum Beispiel sprechen, dass momentan nur wenige diese Dienste nutzen, vor allem weil ohne eine stabile und schnelle Internetverbindung nichts geht.

Spiele würden sich stark verändern

Nach David Brevik, Mitgründer von Blizzard North und federführend bei den Diablo Spielen, prognostiziert aufgrund der Cloud-Dienste eine dunkle Zeit für die Spielindustrie. So teilte er sinngemäß auf Twitter mit:

„Ich bin sehr besorgt über die Zukunft des Spielemarktes. Bei all den neuen (Cloud) Diensten, wo Entwickler pro gespielte Minute bezahlt werden, wird sich dies radikal auf das Design von Spielermotivation und Verdrängungspraxis auswirken. Wenn ihr denkt, Free-to-Play sei schlimm, habt ihr noch gar nichts gesehen.“

Damit spricht Brevik die angekündigten Methoden an, wie Spieleentwickler in den neuen Diensten bezahlt werden. Um niedrigere Preise erzielen zu können, soll zum Beispiel pro gespielte Minute bezahlt werden. Das dies eine monumentale Veränderung des Game Designs mit sich bringen wird liegt auf der Hand. Weiter heißt es:

„Es gibt keinen Weg dies aufzuhalten. Solange Unternehmen wie Google und Apple ihre Initiativen fortführen, wird sich Gaming für immer verändern.“

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