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Abgrundtief von Fantasy Flight Games erscheint über Asmodee und kostet 70-75€.

Fantasy Flight Games veröffentlicht mit Abgrundtief einen inoffiziellen Nachfolger zu Battlestar Galactica

Abgrundtief im Test: Das Cthulhu-Brettspiel mit Verräter-Mechanik

  • VonSebastian Hamers
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Keine Lust Mondpreise für Battlestar Galactica zu zahlen? Dann hat Fantasy Flight Games mit Abgrundtief nun eine echte Alternative.

Schiff ahoi! Die S.S. Atlantica, ein kleiner Passagierdampfer im frühen 20. Jahrhundert, tuckert gemütlich durch die unendlichen Weiten des Atlantiks. Ziel: Boston, Massachusetts. Die Überquerung des Ozeans wird jedoch sowohl für die Passagiere als auch für die Besatzung des Schiffs schon bald zu einem wahren Albtraum. In den Tiefen des Atlantiks braut sich eine finstre Macht zusammen, die nur ein Ziel verfolgt: den Untergang der S.S. Atlantica. Gemeinsam stemmen sich die Crewmitglieder gegen einen dämonischen Rivalen, dem sie eigentlich nicht gewachsen sind. Dabei nehmen sie zunächst gar nicht wahr, dass sich ihr größter Feind möglichweise sogar in den eigenen Reihen befindet.

Abgrundtief – aus SciFi wird Cthulhu-Horror

Ende der Nullerjahre veröffentlichte Fantasy Flight Games das Brettspiel zur beliebten SciFi-TV-Serie Battlestar Galactica und sorgte damit in Spielerkreisen für Begeisterung. Das Spiel integrierte eine Verräter-Mechanik, die für eine ganz besondere Atmosphäre am Spieltisch sorgte. Seinerzeit ging es um das Überleben an Bord eines Weltrauschiffs, das von einer feindlich gesonnen Alien-Spezies infiltriert wurde und somit den Fortbestand der Menschheit gefährdete. Wer sich Battlestar Galactica heute aneignen möchte, braucht allerdings eine dicke Brieftasche. Das Spiel wird bereits seit einigen Jahren nicht mehr vertrieben und erzielt auf Ebay & Co. entsprechend hohe Preise.

Das Spielbrett von Abgrundtief ist riesig und hat eine enorme Tischpräsenz.

Fantasy Flight hatte nun ein Einsehen mit der Brettspielgemeinde und veröffentlichte jüngst Abgrundtief, die geistige Schwester von Battlestar Galactica. Aufgrund der ausgelaufenen Lizenz musste das Szenario jedoch vom Weltraum in das oben beschriebene Cthulhu-Szenario verlegt werden. Abgrundtief ist keine 1:1-Adaption, weist allerdings schon recht viele Parallelen zur Vorlage auf. In Bezug auf die Gestaltung des Spielmaterials hat sich der Umzug auf jeden Fall gelohnt.

  • für 3-6 Spieler ab 14 Jahren
  • Spieldauer: 120-240 Minuten
  • Autor: Tony Fanchi
  • Verlag: Fantasy Flight Games/Asmodee
  • Preis: ca. 70-75€

Abgrundtief setzt auf hochwertiges Spielmaterial

Entblättert sich die S.S. Atlantica zum ersten Mal auf dem Spieltisch, ist sofort diese immense Tischpräsenz zu spüren. Das Schiff wird zwar nur zweidimensional als Schnittmuster auf dem Spielbrett dargestellt, weiß dafür mit bombastischen Ausmaßen zu überraschen. Das Schiff ist wirklich riesig und benötigt reichlich Platz. Diese benötigen auch die zahlreichen Miniaturen, die dem Spiel beiliegen. Über zwanzig detailreiche 3D-Modelle stellen die dunklen Streitkräfte aus den Tiefen des Meeres dar. Darunter befinden sich auch zwei besondere Highlights. Mutter Hydra und Vater Dagon, die beiden mächtigsten Tiefseekreaturen, kommen als überdimensionierte Miniaturen daher. Ihnen sieht man die Bedrohung, die von ihnen ausgeht, schon alleine äußerlich an.

Vor Spielbeginn werden bei Abgrundtief die Rollen verteilt. Hybrid oder Mensch? Was ist eure Aufgabe an Bord?

Ein kleiner Wehrmutstropfen ist hingegen die Gestaltung der zehn Spielercharaktere. Sie werden in Abgrundtief lediglich durch etwas unspektakuläre Pappaufsteller dargestellt. Dafür wurden die vier Anzeiger für die wichtigsten Ressourcen der S.S. Atlantica direkt ins Spielfeld eingebaut. Über einen Drehregler lassen sich diese komfortabel auf den aktuellen Stand bringen. Hinzu kommen natürlich noch haufenweise Spielkarten, die eure besonderen Fähigkeiten, Gegenstände und die Gefahren aus dem Ozean ins Spiel bringen.

Abgrundtief stellt die Vertrauensfrage

Bevor ihr in See stecht, müssen die Rollen unter den Spielern verteilt werden. Der große Teil der Schiffsreisenden gehört zur Besatzung, die ums Überleben kämpft. Einem Spieler wird jedoch die Funktion des Hybriden zugeteilt, der im Geheimen für die dunkle Seite agiert. Im weiteren Verlauf des Spiels wird möglicherweise sogar noch ein weiteres Crew-Mitglied infiltriert und wechselt auf halber Strecke nach Boston ins andere Lager. Für eine gesunde Vertrauensgrundlage an Bord sind das keine guten Voraussetzungen.

Diese vier Ressourcen sollten bei Abgrundtief nicht zu Neige gehen, sonst endet die Fahrt des Schiffs mit ihrem Untergang.

Dabei wäre Zusammenhalt in dieser Krisensituation von größter Bedeutung. Für die S.S. Atlantica droht das Ungemach von vielen Seiten. Die loyalen Menschen verlieren die Partie, wenn das Schiff zu schwer beschädigt wurde, euch eine der vier überlebenswichtigen Ressourcen ausgeht oder aber wenn die Wesen aus dem Ozean in Scharen an Deck stürmen. In Sicherheit befindet sich das Schiff erst, wenn es den sicheren Hafen von Boston erreicht hat. In diesem Fall gehen die Menschen als Sieger aus der Partie hervor.

Die Macht des Mythos in Abgrundtief

Doch bis dahin ist es ein langer Weg, bei dem viel Arbeit auf euch wartet. In jeder Runde wird eine Mythoskarte aktiviert. Sie steht für eine neue Katastrophe, die gerade wieder an Bord aufgetreten ist und die es zu bewältigen gilt. Die Probleme sind vielfältig und reichen von einem Leck im Rumpf, über Probleme mit der Lebensmittelrationierung bis hin zu einer Bombe, die angeblich irgendwo an Bord versteckt sein soll. Um das Schicksal noch einmal abzuwenden, müsst ihr gemeinsam eine Probe auf bestimmte Attribute ablegen.

Mutter Hydra und Vater Dagon sind die beiden Antagonisten in Abgrundtief.

In Abgrundtief greift ihr auf die Tugenden Stärke, Wille, Einfluss, Wahrnehmung und Wissen zurück. Die Charaktere verfügen – neben ihren individuellen Fertigkeiten – über einen unterschiedlich guten Zugriff auf diese Attribute. Zu einigen Ereignissen können sie so mal mehr und mal weniger zum Gelingen der Aufgabe beitragen. Um zu prüfen, ob die Crew die Krise in den Griff bekommt, darf jeder Spieler nun beliebig viele Attributskarten beitragen. Zum Schutz des Verräters werden selbstverständlich alle Karten dabei verdeckt gespielt.

Abgrundtief stellt euch auf die Probe

Die Mythoskarte zeigt an, welche Attributskarten zum Bewältigen des Vorfalls hilfreich sind. Alle anderen Attribute boykottieren die Mission hingegen und werden vom Gesamtergebnis abgezogen. Als Verräter habt ihr jetzt eine gute Gelegenheit so manche unliebsame Karte zur Probe beizutragen. Übertreibt ihr den Boykott aber zu sehr, kommen euch die anderen Crewmitglieder zu schnell auf die Schliche, so dass ihr dann nicht mehr im Schutz der Anonymität agieren könnt. Damit der Verräter nicht zu schnell auffliegt, werden zudem immer zwei zufällige Karten zur Probe beigesteuert. Im Notfall lässt sich so immer noch Unschuld vorheucheln und auf das „unglaubliche Pech“ verweisen.

Bei Abgrundtief muss die Gruppe immer wieder Proben bestehen. Diese wird mitunter durch den Verräter boykottiert.

Je nachdem, ob die Probe erfolgreich abgewickelt wurde, treten nun die Konsequenzen aus dem Ergebnis in Kraft. Manchmal haben bestimmte Charaktere sogar noch eine Wahl zwischen verschiedenen Optionen, die sich zum Wohl oder Unwohl der Gruppe einsetzen lassen. Über die Mythoskarte werden außerdem die Wesen aus dem Atlantik aktiviert. Die unmittelbarste Gefahr geht von den Tiefen Wesen aus. Diese Kreaturen können das Wasser verlassen und stürmen immer wieder an Deck. Dort machen sie sich mit Vorliebe über die Crewmitglieder und Passagiere her oder richten ihren Schaden direkt am Schiff an.

Mutter Hydra und Vater Dogon sind die Antagonisten in Abgrundtief

Ebenfalls ziemlich aggressiv ist die riesige Unterwasserkreatur Mutter Hydra. Der Besuch an Bord bleibt ihr zwar verwehrt, dafür richtet sie ihren Schaden direkt am Schiffsrumpf an. Vater Dagons Aufgabe ist hingegen die Vermehrung der Tiefen Wesen. Seine Aktivierung bringt immer direkt zwei neue Kreaturen ins Spiel, die sich schon bald auf den Weg zu euch aufs Schiff machen werden. Egal wie sich der entstandene Schaden gestaltet, dringender Handlungsbedarf herrscht eigentlich immer.

Bei Abgrundtief treibt ihr die Fahrt des Schiffs als auch das Ritual der Verbannung nach vorne.

Beschädigungen am Schiff dulden keinen langen Aufschub. Erneut müssen Proben auf bestimmte Attribute abgelegt werden, um den Schaden zu reparieren. Richten die Unterwasserkreaturen zu viele Beschädigungen an, wurde die S.S. Atlantica versenkt. Zum Problem können ebenso die überwältigen Passagiere werden. Jeder Verlust eines Bordgastes bedeutet auch einen Verlust einer zufälligen Ressource, ohne die das Schiff nicht weiter betrieben werden kann. Wird gar ein Spielercharakter angegriffen, landet dieser möglicherweise auf der Krankenstation. In der nächsten Runde wird der attackierte Charakter zwar wieder aktiv, kann aber zunächst auf weniger Handkarten zurückgreifen.

Abgrundtief mit beklemmender Katastrophenstimmung

Ihr müsst euch also mit aller Macht gegen die Bedrohung aus der Tiefe stemmen. Ein wichtiges Mittel dazu sind die bereits erwähnten Attributskarten. Diese lassen sich nicht nur zu den Proben beitragen, sondern verfügen zudem über individuelle Fähigkeiten. Da jeder Charakter über eine andere Zusammenstellung von Attributskarten verfügt, werden so auch die Stärken und Schwächen der einzelnen Figuren deutlich. Weitere Spezialfähigkeiten finden sich zudem auf den Charakterblättern wieder, mit denen die Einsatzmöglichkeiten noch weiter individualisiert werden.

Der Kapitän versucht ein Tiefes Wesen auszuschalten. Der Kampf ist ein wichtiges Element bei Abgrundtief.

Der Angriff gehört natürlich ebenso zu den Aktionsmöglichkeiten, die euch in der eigenen Runde zur Verfügung stehen. Per Würfelwurf wird entschieden, ob ihr ein Tiefes Wesen an Bord überwältigen konntet und es somit des Spielfelds verweist. Hin und wieder lohnt es sich zudem, einen der hilflosen Passagiere an Deck zu retten. Dazu nehmt ihr einfach das Passagierplättchen vom Spielbrett und legt es zurück in den Vorrat. Nun ist der Passagier wieder sicher vor den Angriffen der Tiefen Wesen, was euch später vielleicht eine lebenswichtige Ressource rettet.

Kapitän und Buchwächter in Abgrundtief

Bei allen Katastrophen an Bord, so gibt euch Abgrundtief auch den ein oder anderen Hoffnungsschimmer. Auf der S.S. Atlantica arbeitete eine Passagierin offenbar bereits an einem Ritual, um die Bedrohung aus dem Ozean abzuwenden. Leider wurde die Dame tot in der Schiffskapelle aufgefunden. Ob da wohl bereits der Verräter am Werk war? Hinterlassen hat sie jedenfalls einen dicken Wälzer mit Zaubersprüchen. Unter den Crewmitglieder wird schnell eine Person ausfindig gemacht, die sich mit dem Werk auseinandersetzen soll. Ein Spieler erhält somit Zugriff auf einen Stapel mit zwanzig Zauberkarten. Der Buchwächter ist nun in der Lage, diese mächtigen Zauber zu wirken. Allerdings birgt das Zaubern so manche Gefahr. Da ihr mit der Handhabung des Buchs nicht sonderlich vertraut seid, steht immer auch die geistige Gesundheit der Besatzung auf dem Spiel.

In Abgrundtief hat nur der Buchwächter Zugriff auf mächtige Zaubersprüche.

Nicht auszudenken, wenn das Buch in die Hände des Verräters gerät… Es kann allerdings sogar noch dicker kommen. Ein Spieler schlüpft in die Rolle des Kapitäns, der an Bord viele bedeutsame Entscheidungen im Alleingang fällt. Die vermutlich wichtigste wird bei der Abwicklung jeder Mythoskarte getroffen. Mit dieser werden viele Aktionen der Tiefen Wesen geregelt, allerdings auch der Fortschritt der S.S. Atlantica auf ihrem Weg nach Boston. Als Kapitän zieht ihr im Geheimen zwei Etappenzielkarten und entscheide euch für eine davon. Auf den Karten wird angegeben, wie viele Seemeilen das Schiff vorangekommen ist. Häufig treten zudem weitere negative Effekte auf. Wenn ihr also bereits gedacht habt, dass ein Buchwächter als Verräter ein Problem darstellen könnte, habt ihr noch keinen Verräter im Amt des Kapitäns erlebt. Glücklicherweise können sämtliche Ämter bei Misstrauen als vakant erklärt und neu besetzt werden. Die Verräter müssen also weiterhin Vorsicht walten lassen.

Das große Ritual in Abgrundtief

Manchmal lässt euch eine Mythoskarte auch das Ritual der ursprünglichen Buchwächterin vorantreiben. Ein erfolgreich durchgeführtes Ritual führt zu einer Größeren Verbannung und verschafft euch im Kampf gegen die Tiefseemonster wieder etwas Luft. Sämtliche Tiefe Wesen werden vom Deck und von den Wasserfeldern gefegt, sogar Mutter Hydra und Vater Dagon wandern vorläufig in die Tiefe des Atlantiks zurück. Das Ritual fordert allerdings auch seinen Tribut. Alle Charaktere, die sich nicht unter Deck befinden, werden überwältigt und wachen in der nächsten Runde auf der Krankenstation auf. Es ist Zeit, sich für den nächsten Ansturm der Kreaturen aus dem Meer zu rüsten.

In Abgrundtief stehen euch zehn unterschiedliche Charaktere mit individuellen Fähigkeiten zur Auswahl.

Gleiches gilt natürlich auch für die Verräter an Bord. Wenn sich das Schiff langsam dem Hafen nähert, entledigen sie sich möglicherweise ihrer Anonymität, um den Untergang der S.S. Atlantica noch etwas offensiver zu befeuern. In der Rolle eines Verräters könnt ihr euch jederzeit dazu entscheiden, euch zu enttarnen. Ab sofort dürft ihr andere Charaktere direkt attackieren und erhaltet Zugriff auf besondere Verrat-Karten, mit denen sich weiterer Schaden anrichten lässt. Natürlich hat das Leben als enttarnter Verräter auch seine Schattenseiten. An den gemeinschaftlichen Proben könnt ihr euch nur noch sehr eingeschränkt beteiligen, außerdem werden nun die Mitspieler sicherlich versuchen, euch zeitnah auf die Krankenstation zu befördern.

Bei Abgrundtief herrscht eine Stimmung des Misstrauens

Die loyalen Crewmitglieder sind indes allerdings nicht gezwungen, auf die Enttarnung des Verräters zu warten. Über das Aktionsfeld des Kapitänsquartiers könnt ihr einen verdächtigen Mitspieler mittels einer Probe in die Brig verweisen. Ein Charakter in der Brig verliert mit sofortiger Wirkung das Kapitänsamt und kann natürlich ebenso nicht mehr Wächter über das Zauberbuch sein. Diese Rollen müssen daher direkt neu vergeben werden. Der eingesperrte Charakter wird indes in seiner Zelle nicht tatenlos abwarten, sondern aktiv versuchen, seinem Gefängnis zu entfliehen. Auch hier wird wieder eine Probe fällig. Als enttarnter Verräter wird euch die Flucht aus der Brig übrigens deutlich leichter gemacht, ein weiterer Vorteil der Enttarnung.

Bei Abgrundtief wurde ein Charakter in die Brig verbannt. Doch ist er wirklich der Verräter?

Je nach Verlauf des Abenteuers dauert die Überfahrt nach Boston zwischen zwei und vier Stunden. Ein wenig Sitzfleisch solltet ihr für eine Partie Abgrundtief also schon mitbringen. Das Spiel ist für drei bis sechs Personen ab vierzehn Jahren ausgelegt. Ihr findet es ab sofort zum Preis von rund 70-75€ im Handel.

Fazit: Abgrundtief tritt erfolgreich das Erbe von Battlestar Galactica an und verdient sich so diese ingame-Testwertung

Abgrundtief kann dank dichter Gruselatmosphäre diese schaurig-schöne ingame-Testwertung abgreifen.

Battlestar Galactica, die Mutter aller Verräter-Spiele, hat endlich einen würdigen Nachfolger bekommen. Aufgrund der fehlenden Lizenz wurde das Setting zwar in ein Cthulhu-Szenario verfrachtet, doch ansonsten finden sich durchaus viele Parallelen zwischen den beiden Titeln. Der Spielablauf ist spannend von der ersten Minute an und wird geprägt durch ein ständiges Misstrauen der Spieler untereinander. Praktisch jeder am Tisch könnte der Verräter sein, da sich die Mechanik immer etwas schützend vor den infiltrierten Spieler stellt. Dennoch wandelt ihr als Paktierer mit den Tiefseekreaturen auf einem schmalen Grat. Boykottiert ihr die Aktionen der loyalen Crew etwas zu enthusiastisch, findet ihr euch schnell in der Brig wieder. Als Kämpfer ums Überleben taucht ihr wiederum ganz tief in eine sehr atmosphärische Untergangsstimmung ein. Die Fahrt der S.S. Atlantica ist geprägt von Krisen und Katastrophen. Es brennt nahezu an allen Ecken und Enden, praktisch ständig taucht irgendwo an Bord an neues Problem auf. Der Gedanke, zusätzlich noch einen Verräter unter euch zu wissen, ist angesichts der Situation ziemlich beängstigend. Diese packende Stimmung steigert sich mit zunehmender Spieldauer und durchläuft dabei zahlreiche Wendepunkte im Spiel. Dazu zählt die Durchführung des Rituals, das Gefangennahme eines Charakters in der Brig und natürlich auch die Enttarnung des Verräters. Diese und viele andere Momente sorgen dafür, dass Abgrundtief die Spannung für die gesamte Partie extrem hochhalten kann. So vergeht selbst eine Spieldauer von zwei bis vier Stunden wie im Flug.

ProCon
+ tolle Ausstattung- Spielercharaktere nur als Pappaufsteller
+ intensive Gruselatmosphäre
+ spannende Verräter-Mechanik
+ verständliches Regelwerk
+ thematisch sehr stark

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