Alles auf 1 Karte Wuerfel Farben Verpackung NSV Benndorf
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Alles auf 1 Karte erscheint über den Nürnberger Spielkartenverlag und kostet 10-13€.

Alles auf 1 Karte wandelt auf den Spuren von Qwixx

Alles auf 1 Karte im Test: So spielt sich der neue Benndorf

  • vonSebastian Hamers
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Steffen Benndorf und der Nürnberger Spielkartenverlag wollen das Qwixx-Prinzip mit „Alles auf 1 Karte“ sogar noch etwas vereinfachen.

  • für 2-4 Spieler ab 8 Jahren geeignet
  • Spieldauer: ca. 20 Minuten
  • Preis: 10-13€

Spieleautor Steffen Benndorf und der Nürnberger Spielkartenverlag haben wieder einmal gemeinsame Sache gemacht. Schon seit vielen Jahren ist der Spielerfinder einer der zuverlässigsten Lieferanten von neuen Spielen für den fränkischen Verlag. Sein bislang größter Coup dürfte wohl Qwixx gewesen sein, das im Jahr 2013 sogar zum „Spiel des Jahres“ nominiert wurde. Das ebenso einfache wie geniale Spielprinzip hat bis heute unzählige Ableger und Varianten hervorgebracht. Damit ist die Reihe vermutlich die ertragreichste Spielereihe für die Nürnberger. Die Erfolgsgeschichte könnte sich nun fortsetzen. Steffen Benndorf ist wieder auf dem Qwixx-Trip und hat ein neues Spiel aus dem Hut gezaubert, das seinem größten Hit spielerisch ganz nah kommt, sich aber sogar noch einfacher spielt. Alles auf 1 Karte – aber welche? Diese Frage werdet ihr euch beim Spielen der NSV-Neuheit regelmäßig stellen.

Wer schon einmal Qwixx gespielt hat, wird sich bei „Alles auf 1 Karte“ schnell zurechtfinden. Das Spielkonzept ist ganz ähnlich. Statt der verschiedenfarbigen Standardwürfel liegen der kleinen Spielschachtel nun fünf identische Würfel bei. Die Augenzahlen sind allerdings unterschiedlich farbigen Flächen gewichen. Diese verfügen zwar auch über diverse geometrische Formen, die jedoch nur der besseren optischen Unterscheidung der Farben selbst dienen.

Bei „Alles auf 1 Karte“ bleiben alle Spieler aktiv

Neben den Würfeln liegen dem Spiel noch 30 Spielkarten bei. Bei Spielbeginn erhält jeder Spieler zunächst zwei dieser Karten, die offen ausgelegt werden. Auf den Karten findet ihr nun auch die Farben wieder, die auf den Würfeln zu sehen sind. Pro Karte gilt es bis zu fünf Farbreihen zu komplettieren. Jeder passende Würfel steht für ein Kreuz, das ihr in der jeweiligen Reihe setzen dürft.

Bei „Alles auf 1 Karte“ sind nur die Farben auf den Würfeln relevant.

Wie bei Qwixx wird zwischen dem aktiven und den übrigen passiven Spielern unterschieden. Bei „Alles auf 1 Karte“ hält sich die Passivität jedoch in noch engeren Grenzen als bei seinem geistigen Bruder. Als aktiver Spieler werft ihr wie gehabt alle fünf Würfel. Nach dem bekannten Kniffel-Prinzip dürft ihr bis zu zweimal nachwerfen und dabei beliebig viele Würfel beiseitelegen. Erst nach dem dritten Würfeln ist euer Ergebnis final. Die gewürfelten Farbflächen dürfen nun von allen Spielern verwendet werden, um Kreuze auf ihren zwei Karten zu setzen.

„Alles auf 1 Karte“ besticht mit einfachen Regeln

Egal ob ihr gerade in der Rolle des aktiven oder des passiven Spielers seid, euch stehen sämtliche Würfel zur Verfügung, um eure Karten weiter auszufüllen. Damit die Angelegenheit nicht zu leicht wird, gibt es allerdings ein paar kleine Einschränkungen. Wie der Name des Spiels schon vermuten lässt, dürft ihr die Würfelergebnisse nicht auf beide Karten aufteilen. Sobald das gewürfelte Ergebnis feststeht, müsst ihr euch für eine Karte entscheiden.

Bei „Alles auf 1 Karte“ macht ihr nur die vollständig ausgefüllten Reihen zu Punkten.

Weiterhin ist es euch nicht erlaubt, einzelne Würfel einfach verfallen zu lassen. Wollt ihr also beispielsweise die gelben Würfel werten, müsst ihr sie auch alle auf der gewählten Karte unterbringen können. Auf jeder Spielkarte fällt die Zusammensetzung der Farbreihen ein wenig anders aus. Eine der sechs Farben fehlt immer komplett, die anderen fünf Farbreihen bestehen aus zwei bis maximal sechs Ankreuzfeldern.

Punktesammeln in „Alles auf 1 Karte“

Insgesamt könnt ihr auf einer Spielkarte genau zwanzig Felder aktivieren. Dazu wird es allerdings nur in den seltensten Fällen kommen. Eine Karte wird als abgeschlossen gewertet, wenn mindestens drei Reihen komplett ausgefüllt wurden. In der Regel werden daher also einige Felder leer bleiben. Nur mit etwas Glück und gutem Timing könnte es gelingen, die Farbreihen zu einem großen Teil vorauszufüllen und dann mit einem finalen Wurf allesamt zu vervollständigen. In diesem Fall winkt euch dann eine stattliche Punktzahl als Belohnung.

Bei drei abgeschlossenen Reihen kommt es bei „Alles auf 1 Karte“ zu einer Wertung.

Die Abrechnung ist denkbar einfach. Pro Kreuz erhaltet ihr einen Punkt. Dies gilt jedoch nur dann, wenn ihr die Reihe auch vollständig ausgefüllt habt. Unabgeschlossene Reihen sind immer null Punkte wert. Auf jeder Karte befinden sich zudem immer zwei Farbreihen, die euch einen Bonus von zwei Punkten gewähren, wenn sie komplettiert wurden. Habt ihr alle beide dieser Reihen vervollständigt, erhaltet ihr dafür sogar insgesamt fünf Punkte. Im seltenen Idealfall lassen sich so aus einer Karte maximal 25 Punkte herausquetschen.

„Alles auf 1 Karte“ als unterhaltsamer Spiele-Quickie

Sobald eine Karte abgeschlossen wurde, wird sie beiseitegelegt. Auf ihr dürfen ab sofort keine Würfelergebnisse mehr eingetragen werden. Dafür zieht ihr vom Nachziehstapel direkt eine neue Karte als Ersatz, so dass ihr immer zwei Karten gleichzeitig bearbeiten könnt. Das Spiel endet, wenn der erste Spieler vier Karten abgeschlossen hat. Etwaige komplettierte Farbreihen auf nicht abgeschlossenen Karten dürfen jetzt ebenfalls noch gewertet werden. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt die Partie.

„Alles auf 1 Karte“ wird mit 30 abwischbaren Karten geliefert. Die vier Stifte gibt es gleich mit dazu.

Das Regelwerk von „Alles auf 1 Karte“ schlägt noch eine Spielvariante für fortgeschrittene Spieler vor. Die Regeln ändern sich dadurch kaum. Jeder Spieler bearbeitet jetzt allerdings direkt drei Karten gleichzeitig. Außerdem werden neue Karten nicht einfach per Zufall vom Nachziehstapel gezogen, sondern aus einer offenen Auslage. Mit dieser kleinen Abwandlung wird das Spiel eine Spur taktischer, ohne das Spielgefühl wesentlich zu verändern.

„Alles auf 1 Karte“ ist für zwei bis vier Spieler ab acht Jahren geeignet. Für eine Partie müsst ihr ungefähr zwanzig Minuten als Spieldauer einkalkulieren. Das Spiel ist über den Nürnberger Spielkartenverlag erschienen. Ihr findet es ab sofort zum Preis von 10-13€ im Handel.

Fazit: Einfache Regeln, schneller Spielablauf und das Spielgefühl von Qwixx verhelfen „Alles auf 1 Karte“ zu dieser Testwertung

Einfache Regeln, schneller Spielablauf und das Spielgefühl von Qwixx verhelfen „Alles auf 1 Karte“ zu dieser Testwertung.

„Alles auf 1 Karte – aber auf welche?“ ist ein spielerisches Leichtgewicht. Die Regeln sind sehr eingängig, so dass die Einstiegshürde sogar noch eine Spur unter Qwixx anzusiedeln ist. Die Bedeutung der Zahlen wurde in „Alles auf 1 Karte“ kurzerhand wegrationalisiert. Dafür beackert jeder Spieler nun direkt zwei Spielfelder gleichzeitig. Diese kleine Veränderung verleiht dem Spiel genug Eigenständigkeit, dass sich eine Anschaffung selbst dann noch lohnt, wenn bei euch vielleicht schon die ein oder andere Qwixx-Schachtel im Schrank steht. „Alles auf 1 Karte“ fühlt sich frisch an, so wie seinerzeit Qwixx, das mit seinem lockerleichten Spielprinzip den Brettspiel-Markt eroberte. Der neueste Benndorf-Streich ist in Sachen Nachhaltigkeit seinem Vorbild sogar überlegen. Einen Abreißblock sucht ihr in „Alles auf 1 Karte“ vergebens. Alle Einträge werden direkt auf den Spielkarten vorgenommen, die über eine abwischbare Vorderseite verfügen. In der Spielschachtel befinden sich sogar vier passende wasserlösliche Stifte. Damit stehen zahlreichen Partien „Alles auf 1 Karte“ nichts mehr im Wege.

ProCon
+ nahezu keine Wartezeiten auf den eigenen Zug- grafisch ziemlich schlicht
+ einfache Regeln
+ nachhaltige Spielmaterialien
+ flüssiger Spielablauf

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