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Born to be wild lässt sich problemlos mit den anderen Beasty-Bar-Ausgaben kombinieren.

Spaßiges Drängeln und Schieben in der Warteschlange

Beasty Bar - Born to be wild im Test: Der tierische Kartenspielspaß geht in die dritte Runde

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In der Beasty Bar steigt mal wieder eine tierisch geile Party. Da wollen alle dabei sein. Leider steht der dicke Gorilla an der Tür mal wieder im Weg.

In der Beasty Bar steigt mal wieder eine tierisch geile Party. Der halbe Dschungel hat sich jedenfalls auf den Weg gemacht, um es dort mal wieder so richtig krachen zu lassen. Leider hat sich wie immer ein dicker Gorilla vor der Tür breitgemacht. Als Türsteher lässt er längst nicht jeden feierwütigen Gast passieren. Nur schubweise gelangen die feierwütigen Tiere in die Bar. Um die Wartezeit zu verkürzen, wird in der Schlange vor der Bar reichlich geschoben und gedrängelt. Schließlich möchte jedes Tier beim nächsten Einlass mit dabei sein, um endlich die Tanzfläche zu stürmen. Jedes Tier weiß sich dabei mit seinen eigenen Waffen zu helfen.

Beasty Bar geht bereits in die dritte Runde. Dem erfolgreichen Debüt vor rund fünf Jahren folgte die Stand-Alone-Erweiterung „New Beasts in Town“. Ganz frisch im Handel steht jetzt Teil drei: Born to be wild! Das bewährte Grundprinzip des Originals bleibt erhalten. Neu hinzu kommen jedoch dreizehn neue Tiere. Sie alle haben das gleiche Ziel: sich möglichst schnell am dicken Gorilla vorbei in die Beasty Bar zu mogeln.

Altes Konzept mit neuen Tieren

Vor Spielbeginn legt ihr die Beasty Bar in Form einer Karte auf dem Spieltisch aus. Mit etwas Abstand platziert ihr noch die Gossenkarte. Dorthin werden die schwächlichen Tiere gekickt, wenn sie sich beim Vordrängeln in der Schlange besonders dämlich anstellen. Ganz nach Darwins Prinzip überleben nur die Stärksten… oder Schlauesten. Während sie in der Bar ordentlich abfeiern, bleiben die Schwächlinge in der Gosse zurück. Zwischen der Beasty Bar und der Gosse legt ihr reihum eure Tierkarten aus. Dort entsteht die Warteschlange. Sie wird erst abgebaut, wenn dort mindestens fünf Tiere auf den Einlass warten.

Erst wenn die Warteschlange lang genug ist, lässt der Gorilla die ersten beiden Tiere in der Reihe in die Bar.

Jeder Spieler erhält ein identisches Set aus dreizehn Tierkarten. Ihr könnt sie lediglich anhand der farblichen Hintergrundgestaltung unterscheiden. Bringt möglichst viele eurer eigenen Tiere in die Beasty Bar, um das Spiel zu gewinnen. Pro Runde habt ihr vier Tiere auf der Hand, von denen ihr eine an die hinterste Position in der Warteschlange anlegt. Die Tiere sind allerdings ziemlich ungeduldig, sie führen direkt eine Spezialaktion durch. Manche von ihnen sind sogar besonders unruhig und werden in jeder Spielrunde erneut aktiviert.

Du kommst hier nicht rein!

Stehen nach dem Schubsen und Drängeln tatsächlich fünf Tier brav in der Schlange, öffnet der Türsteher-Gorilla auch endlich die Tür der Beasty Bar. Er lässt jedoch nur die ersten beiden Tiere in der Schlange vorbei. Die beiden nächsten Tiere rücken in ihrer Position auf, während der Letzte in der Reihe einen Tritt in den Hintern bekommt und in der Gosse landet. Das arme Tier scheidet leider komplett aus dem Spiel aus.

Jeder Spieler erhält ein Set aus dreizehn Tierkarten.

Meist dauert es aber eine ganze Zeit, bis mal fünf Tiere wirklich stillstehen. Am mutmaßlich effektivsten kämpfen sich die starken Tiere, wie etwa die riesige Elefantessa, in der Warteschlange voran. Doch auch kleinere Tiere wie zum Beispiel der elegante Flamingo haben ihr ganz eigenen Tricks auf Lager. Eine gewisse Hackordnung gibt es im Tierreich aber natürlich schon. Jedes Tier wird ordentlich auf einer Stärkeskala zwischen null und zwölf Punkten einsortiert. Die bereits erwähnte Elefantessa ist mit zwölf Punkten der stärkste Barbesucher. Mit null Punkten ist das Beuteltier hingegen das erst einmal schwächste Glied in der Kette.

Chaos in der Warteschlange

Der Ablauf in Beasty Bar gestaltet sich ziemlich einfach. Seid ihr am Zug, legt ihr eine der vier Tierkarten von eurer Hand an das Ende der Warteschlange und führt die Aktion darauf aus. Anschließend wird geprüft, ob sich in der Schlange noch Tiere befinden, die sich in jeder Runde mit einer Aktion bemerkbar machen. Nachdem ihr auch diese Aktionen abgearbeitet habt, wird nun gecheckt, ob sich jetzt fünf Tiere in der Schlange befinden. Falls ja, werden nun Tiere aus der Wartereihe entfernt und in die Beasty Bar und in die Gosse befördert. Jetzt nur noch eine Karte nachziehen und schon ist der nächste Spieler an der Reihe.

Die Tiere mit den niedrigen Zahlen sind zwar körperlich unterlegen, sie wissen sich aber auf andere Art und Weise zu helfen.

Beim Legen der Tiere müsst ihr schon einige Überlegungen anstrengen. Auch wenn Beasty Bar von seinem hohen Chaosfaktor lebt, ein paar taktische Kniffe sind auf jeden Fall möglich. Häufig ergeben sich auch witzige Reaktionsketten, so dass die gesamte Warteschlange ordentlich durchgewirbelt wird. Setzt ihr eure Handkarten geschickt ein, könnt ihr euren Tieren dabei helfen, in die Bar zu gelangen.

Viel Chaos, etwas Glück und eine Prise Taktik

Der Büffel etwa hat eine beeindruckende Stärke von zehn Punkten. In jeder Runde nimmt er das Tier vor sich in der Schlange auf die Hörner und befördert es direkt in die Gosse. Das aufgespießte Tier kommt somit direkt aus dem Spiel. Ein Okapi in der Reihe könnte die Dynamik des Büffels jedoch gehörig ausbremsen. Es kennt keinen Respekt, weder vor dem Büffel noch vor anderen Tieren. Egal wie stark das drängelnde Tier hinter ihm auch sein mag, er lässt es nicht vorbei. Das Okapi stellt sich stur in den Weg und verharrt ein seiner Position. Da hat selbst der starke Büffel keine Chance.

Diese drei feierwütigen Tiere können sich physisch gut durchsetzen, doch auch sie haben ihre Schwachpunkte.

Doch selbst so ein stures Vieh ist nicht gegen alle Feinde gefeit. Gefahr droht, wenn sich ein Faultier leise von hintern heranschleicht. Es überholt in jeder Runde ein Tier vor sich. Das Faultier ist dabei so stinkendfaul, dass sogar das Tier hinter ihm einnickt und dabei seine Fähigkeit außer Kraft setzt. Hat sich das Faultier also vor das Okapi geschoben, nickt es ein und verliert vorübergehend seine Block-Funktion. Dumm gelaufen, wenn der Büffel noch immer hinter ihm steht. Der Büffel nutzt in der nächsten Runde natürlich gleich seine Chance, nimmt das Okapi auf die Hörner und befördert es mit einem kräftigen Stoß in die Gosse.

Spaßiger 20-Minuten-Quickie

Szenen wie diese gibt es in Beasty Bar zuhauf. In der Warteschlange ist ständig was los und die Ereignisse überschlagen sich. Das macht das Spiel schwer auszurechnen, sorgt dafür aber für viele Lacher am Spieltisch. Dank der geringen Spieldauer von nur etwa zwanzig Minuten lässt sich über den recht hohen Glücksanteil auch gut hinwegsehen.

Born to be wild lässt sich problemlos mit den anderen Beasty-Bar-Ausgaben kombinieren.

Beasty Bar: Born to be wild kommt über den Zoch-Verlag in den Handel und ist ab sofort verfügbar. Preislich bewegt sich das Spiel mit 12-13€ ein klein wenig oberhalb des durchschnittlichen Kartenspielniveaus. Dafür erhaltet ihr jedoch auch übergroße Karten, mit denen das Spielen besonders viel Freude macht. Born to be wild lässt sich übrigens auch problemlos mit den beiden anderen Beasty-Bar-Varianten kombinieren. Wenn ihr mögt, könnt ihr euch sogar individuelle Decks aus allen drei Ausgaben zusammenstellen.

Fazit: Das neue Beasty Bar hat den Türsteher-Check bestanden und erhält die Note 7.5

So schneidet Beasty Bar – Born to be wild bei uns ab.

Das Kartenspiel Beasty Bar befindet sich bereits seit einigen Jahren in meiner Sammlung und wird regelmäßig wieder aus dem Spieleschank hervorgeholt. Das schaffen bei mir längst nicht alle Brett- oder Kartenspiele, schon gar nicht über eine so lange Zeit hinweg. Doch was macht den Reiz von Beasty Bar aus? Mit seinen einfachen Regeln und der kurzen Spieldauer ist die Losspiel-Hürde denkbar niedrig. Kein langes Regellesen, direkt Spaßhaben. In Beasty Bar ergeben sich ständig witzige Kombinationen, die oft gar nicht so vorhersehbar sind. Chaos ist in der Warteschlange vorprogrammiert. Zum Glück ist der Ablauf aber nicht vollständig vom Zufall geprägt. Es gibt schon einige Stellschrauben, an denen ihr drehen könnt, um eure Tiere ans Ziel zu führen. Mit purem Glück könnt ihr sicher auch das ein oder andere Tier in die Bar einschleusen, mit gutem taktischem Gespür erhöhen sich die Erfolgschancen allerdings doch erheblich. Insgesamt hat Beasty Bar einegute Mischung für anspruchsvolle Gelegenheitsspieler gefunden, an der aber auch Spieleexperten ihre Freude finden. Born to be wild spielt sich genauso flüssig und lustig wie seine beiden Vorgänger. Wenn ihr mit einem der anderen beiden Serienteile Spaß hattet, werdet ihr auch mit dem aktuellen Ableger zufrieden sein. Falls nicht, solltet ihr Beasty Bar unbedingt nachholen.

PROS

CONS

+ witzige Spielidee

- auf maximal vier Spieler begrenzt

+ geringe Einstiegshürde

+ übergroße Spielkarten

+ mit anderen Beasty-Bar-Ausgaben kombinierbar

+ kurze Spieldauer

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