Carrera Crazy Driver Rudy Games Fucks Auto Rennen Verpackung
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Carrera Crazy Driver von Rudy Games ist für 2-4 Spieler ab 8 Jahren und kostet 30-35€.

Carrera Crazy Driver führt Brett- und Videospiel zusammen

Carrera Crazy Driver im Test: Das actionreiche Brettspiel für Racing-Fans

  • vonSebastian Hamers
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Mit dem Carrera Crazy Driver bleibt Rudy Games seinen Wurzeln treu. Das Brettspiel setzt auf eine starke Lizenz und auf eine interaktive App.

  • mit App-Unterstützung
  • für 2-4 Spieler ab 8 Jahren geeignet
  • offizielle Carrera-Lizenz
  • Preis: 30-35€

Wenn es um die Verschmelzung von Computer- und Brettspiel geht, dann sind die Linzer Spieleerfinder von Rudy Games ganz vorne mit dabei. In ihrer Ludografie finden sich ausschließlich Brettspiele wieder, die auf eine digitale Unterstützung in Form einer App setzen. Von diesem bewährten Konzept weicht Rudy Games natürlich auch in diesem Jahr nicht ab. Für ihre Herbstneuheit konnte man sich mit Carrera allerdings erstmals eine schlagkräftige Lizenz sichern. In Crazy Driver wird die Video- und Brettspielkombi durch die Hinzunahme eines Spielwaren-Faktors zu einem vielversprechenden Dreiklang ergänzt.

Carrera Crazy Driver lässt Kinderträume wahr werden

Für viele ist die Marke Carrera eng mit seligen Kindheitsträumen verknüpft. Wollte nicht jedes Kind so eine geile Carrerabahn, um sich mit den Kumpels rassige Duelle auf der Rennstrecke zu liefern? Das actiongeladene Spielgefühl soll sich jetzt natürlich auch im Brettspiel Crazy Driver widerspiegeln. Ganz wie bei den Spielzeugbahnen wird die Strecke aus einzelnen Teilen zusammengesetzt, so dass sich der Parcours immer wieder neugestalten lässt. Ihr kreiert die Strecke allerdings nicht völlig frei nach euren eigenen Vorstellungen, sondern wählt eine von zahlreichen vorgegebenen Aufbauten in der App.

Für echte Carrera-Fans ist aber natürlich nicht nur die Form der Rennpiste von Bedeutung, sondern auch die Wahl des Rennfahrzeugs. Vier Boliden in unterschiedlichen Farben und Formen stehen euch in Crazy Driver zur Verfügung. Zumindest rein regeltechnisch relevanter als die Fahrzeuge sind jedoch die Fahrer selbst. Jeder von ihnen verfügt über eine spektakuläre Sonderfähigkeit, die sich einmalig pro Rennen einsetzen lässt. Doch auch hinsichtlich ihrer Fähigkeiten als Fahrer unterscheiden sich die cartoonigen Charaktere recht stark voneinander.

In Carrera Crazy Driver ist kluges Schalten gefragt

Der Spielablauf von Crazy Driver erklärt sich beinahe von selbst. Die Begleit-App führt euch ziemlich sanft und komfortabel durch die Rennen. Das fängt schon bei der Ermittlung des Startspielers an. Der Gewinner eines kleinen Reaktionsspielchens darf mit seinem Rennwagen als erstes losflitzen. Zu Beginn jedes Spielzugs betätigt ihr zunächst die Gangschaltung, die stufenweise zwischen den Werten von null bis fünf verändert werden kann. Je höher der Gang, desto schneller wird euer Rennfahrzeug über die Strecke rasen. Ganz wie bei einem echten Rennwagen, lässt sich die Gangschaltung aber natürlich nicht in einem Zug von null und hundert umlegen. Ihr braucht also etwas Geduld. Pro Runde kann der Gang nur um eine Position verändert werden.

Die Rennstrecke in Carrera Crazy Driver setzt sich modular zusammen.

Die finale Geschwindigkeit wird allerdings erst anschließend ermittelt. Sie unterliegt einem kleinen Zufallsfaktor, der in Form eines Spezialwürfels hinzukommt. Dieser weist lediglich Werte zwischen null und zwei Punkten auf. Das Ergebnis wird zur Stufe des aktuellen Gangs addiert, danach zieht ihr euren Rennwagen um die entsprechende Anzahl von Feldern auf der Strecke nach vorne. Allerdings solltet ihr in den Kurven eure Geschwindigkeit ein wenig zügeln. Brettert ihr zu schnell in einen kurvigen Streckenabschnitt, wird die Karosserie eures Wagens beschädigt. Kluge Fahrer schalten also rechtzeitig in einen niedrigen Gang runter, um ihr Fahrzeug im Rennen zu halten.

Blechschäden in Carrera Crazy Driver sorgen für Zeitverlust

In jeder Kurve liegt ein Speed-Limit-Marker. Dieser zeigt euch die maximale Geschwindigkeit an, die euer Rennwagen haben darf, ohne Schaden zu nehmen. Jeder überschüssige Geschwindigkeitspunkt führt zu einer Delle in der Karosserie. Ein paar Treffer kann das Fahrzeug problemlos einstecken. Habt ihr dem Wagen aber doch etwas zu viel zugemutet, kommt es zum Crash. Das Auto bleibt auf der Strecke liegen. Ihr stellt die Gangschaltung wieder auf die unterste Stufe und müsst den kompletten nächsten Spielzug für die Reparatur aufwenden, was doch einen ziemlich ärgerlichen Zeitverlust bedeutet.

Bei Carrera Crazy Driver solltet ihr den Speed in den Kurven am besten etwas drosseln.

Die Kurve ist daher der natürliche Feind des Rennfahrers. Doch auch die Rivalen auf der Rennstrecke stellen eine potentielle Gefahr für die Karosserie des Wagens dar, denn während des Rennens wird gerne und häufig gedrängelt. Aggressive Fahrer versuchen ihre Mitspieler mit einer gezielten Attacke von der Spur abzubringen und fügen den Konkurrenten damit Karosserieschaden zu. Einmal pro Zug dürft ihr eine eurer insgesamt vier Fertigkeiten aktivieren, zu denen auch das Drängeln gehört.

Vier verschiedene Charaktere in Carrera Crazy Driver

Die vier Charaktere in Carrera Crazy Driver sind in den insgesamt vier Disziplinen verschieden gut geschult. Um die Fertigkeit anzuwenden, muss zuvor eine Probe abgelegt werden. Dazu werft ihr den Fähigkeitenwürfel und prüft, ob das Ergebnis niedriger oder maximal genauso groß ist wie der Wert der durchgeführten Fertigkeit. Nur in diesem Fall gilt die Probe als bestanden. Eine gelungene Drängeln-Probe sorgt dafür, dass ein Fahrzeug auf dem gleichen Feld einen Schadenspunkt hinnehmen muss.

Bei Carrera Crazy Driver verwaltet jeder Spieler sein Rennauto auf einem eigenen Tableau.

Doch auch die anderen Fähigkeiten können sehr nützlich sein. Eine gelungene Schalten-Probe lässt euch die Gangschaltung ein weiteres Mal aktvieren. Die Fertigkeiten Top-Speed und Driften hingegen setzen das Fahrzeug um ein zusätzliches Feld nach vorne. Welche von diesen beiden Fähigkeiten verwendet werden muss, hängt davon ab, ob ihr euch aktuell in einer Kurve oder auf einer Geraden befindet. Weiterhin verfügt jeder Charakter in Crazy Driver über eine individuelle Spezialaktion, die sich pro Rennen aber nur einmalig verwenden lässt.

Micro-Games lockern bei Carrera Crazy Driver das Spielgeschehen auf

Durch die unterschiedlichen Spezialaktionen ist auf dem Spielfeld eigentlich immer ordentlich etwas los. Noch actionlastiger wird der Spielablauf durch die Begleit-App, die so manche Überraschung auf Lager hat. Sie dient nicht nur dem Spielaufbau, sondern wird auch während des Spiels regelmäßig zum Einsatz kommen. Auf dem Tablet oder Smartphone werden an bestimmten Stellen im Spiel witzige Micro-Games eingestreut, die oft nur wenige Sekunden dauern und ein wenig an die Minispielchen aus Wario Ware erinnern.

Ohne Tablet oder Smartphone läuft nichts bei Carrera Crazy Driver.

Auf einigen Feldern der Rennstrecke seht ihr ein Gamepad-Symbol. Sobald ein Fahrer ein solches Feld passiert, wird eines dieser Minispiele ausgelöst. In vielen Spielen kommen sogar gleich alle Spieler zum Einsatz. Als Zwischenereignis werden beispielsweise eure Fahrercockpits massiv mit Schlamm gespitzt, so dass ihr nicht weiterfahren könnt. Im Minispiel reinigt ihr also erstmal eure Frontscheiben durch hektisches Wischen auf dem Tablet. Der Spieler, der seine Scheibe als letztes gesäubert hat, muss anschließend einen kleinen Malus in Kauf nehmen.

Carrera Crazy Driver bietet familienfreundliche Unterhaltung

Neben den Minispielen und den Fähigkeiten der Fahrer kommt mit den Aktionskarten noch ein weiterer Faktor hinzu, um den Rennausgang zu beeinflussen. Passiert ihr mit eurem Rennauto bestimmte Streckenabschnitte, erhaltet ihr eine Aktionskarte als Bonus. Mit den Aktionskarten könnt ihr euren Mitspielern ordentlich in die Suppe spucken. Plötzlich verändert sich der Gang eines Konkurrenten auf magische Weise um zwei Stufen, eine Fähigkeit wird um eine Stufe dauerhaft gesenkt oder ihr dürft einem Mitspieler einen Schadenspunkt an der Karosserie zufügen. Einige Aktionskarten zielen hingegen nicht auf die Gegner ab, sondern gewähren euch selbst einen kleinen Bonus.

Carrera Crazy Driver wird durch einige 3D-Elemente optisch aufgewertet.

Es gibt somit also einige Möglichkeiten, die ihr in die Waagschale werfen könnt, um als erster Fahrer durchs Ziel zu gehen. Die Spieldauer kann je nach gewählter Strecke ein wenig variieren. Pro Rennen solltet ihr aber ungefähr zwischen 30 und 60 Minuten einplanen. Carrera Crazy Driver von Rudy Games ist für zwei bis vier Spieler ab acht Jahren geeignet und ist ab sofort im Handel zum Preis von 30-35€ zu finden.

Fazit: Mit actionlastigem Gameplay und witzigen Mini-Spielen schafft es Carrera Crazy Driver auf eine Testwertung von

Mit actionlastigem Gameplay und witzigen Mini-Spielen schafft es Carrera Crazy Driver auf eine Testwertung von

Rudy Games hat schon oft bewiesen, dass sich die Vorzüge von Video- und Brettspiel gut miteinander kombinieren lassen. Dies hat auch in Carrera Crazy Driver wieder sehr gut funktioniert, vor allem wenn sich ein paar jünger Rennfahrer unter den Mitspielern befinden. Diese sind sicherlich die Kernzielgruppe des Spiels. Die Regeln sind eingängig und werden anhand eines Tutorials sehr anschaulich präsentiert. Ihr könnt praktisch direkt mit dem Spielen loslegen, ohne auch nur einen Blick in das vierseitige Regelheft geworfen zu haben. Carrera Crazy Driver kann vor allem mit seinem actionlastigen Gameplay auftrumpfen. Auf der Rennstrecke ist eigentlich immer was los. Es wird gedriftet und gedrängelt was das Zeug hält. Die zahlreichen und unterhaltsamen Mingames lockern das Spielgeschehen dabei angenehm auf. Zusätzlich wird die Stimmung noch durch die Aktionskarten angeheizt, die für noch mehr Interaktion unter den Spielern und für eine nicht zu kleine Portion Schadenfreude sorgen. Gerade wenn man seinen ärgsten Rivalen in letzter Sekunde noch überholt oder mit einer gezielten Drängel-Attacke von der Strecke pustet, kochen die Emotionen hoch. Spannende Momente wie diese machen Carrera Crazy Driver zu einem besonderen Erlebnis am Familientisch.

ProCon
+ tolle Integration der App- konfliktreiches Erlebnis
+ kein Regellesen erforderlich
+ actionlastiges Gameplay
+ hohe Interaktion

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