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Crash Test Bunnies kommt über den Moses-Verlag in den Handel und kostet rund 10€.

Analoger Funracer vom Moses-Verlag

Crash Test Bunnies im Test: Ein Mario Kart als Kartenspiel

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Crash Test Bunnies bedient sich an zahlreichen Funracer-Elementen. Auf der Rennpiste werden Münzen, Hindernisse und sogar Bananenschalen in Echtzeit überfahren.

Mario Kart als Kartenspiel? Klingt doch nach einer richtig guten Idee! Die offizielle Lizenz konnte der Moses-Verlag Big N allerdings nicht abringen. Stattdessen werden die süßen Crash Test Bunnies ins Rennen geschickt. In ihren Karts flitzen die Hasen über verwinkelte Strecken, sammeln dabei möglichst viele Coins ein und versuchen ihre Rivalen mit allen möglichen Tricks auf Distanz zu halten. In Crash Test Bunnies spielt Geschwindigkeit jedoch nicht nur thematisch, sondern auch spielmechanisch eine große Rolle. Die wilde Karten-Raserei läuft größtenteils in Echtzeit ab. Schnelligkeit und ein gutes Reaktionsvermögen sind gefragt.

Bei Spielbeginn erhält jeder Spieler ein Set aus zehn doppelseitigen Karten. Auf der Vorderseite seht ihr einen Teil der Rennstrecke. Der kleine Ausschnitt zeigt euch unterschiedliche Straßenführungen, etwa eine Kreuzung oder auch eine Weggabelung. Oft befinden sich auf der Strecke aber auch noch einige Hindernisse oder Goodies. Die Kartenrückseiten, auch Autoseiten genannt, geben euch hingegen verschiedene Optionen, euren Wagen in die gewünschte Richtung zu lenken. Links, rechts, geradeaus und der Joker-Turbo sind die Möglichkeiten, die euch eine Karte bieten kann. Auf jeder Karte befindet sich nur eines der Richtungssymbole. Gehen euch die Links-Karten aus, kann euer Kart folgerichtig auch nicht mehr nach links fahren.

Mario Kart mit Bunnies

Jedes Rennen beginnt mit der ersten Karte. Der Startspieler darf eine seiner Karten mit der Streckenseite nach oben ausspielen. Dann geht es auch schon direkt zur Sache. Guckt euch den Streckenverlauf auf der gespielten Karte an. Schnell scannt ihr dann die Autoseite eurer Handkarten. Durch das Ausspielen der Karte entscheidet ihr, in welche Richtung euer Kart fährt. Die gewählte Karte spielt ihr allerdings mit der Streckenseite nach oben aus. Dadurch wird euch sogleich der nächste Teil der Rennstrecke präsentiert.

Die Autoseite der Karten zeigt euch eine Richtung an, die ihr auf der Strecke einschlagen könnt.

Etwaige eingesammelte Goodies oder verursachte Crashs werden zunächst nicht weiter beachtet. Sie werden erst im Replay genauer betrachtet. Um die Dynamik des Rennens nicht zu stören, werden die Karten Schlag auf Schlag gespielt, ohne sich sofort mit den Auswirkungen zu befassen. Das Rennen endet, sobald der erste Spieler sein gesamtes Set aus zehn Karten in den Stapel gespielt hat. Für den schnellsten Spieler gibt es eine Belohnung von ein paar Münzen. Ob sich die Schnelligkeit aber tatsächlich bezahlt gemacht hat, erfahrt ihr erst jetzt.

Das Rennen im Replay

Nach dem Rennen wird der gesamte Kartenstapel herumgedreht und die Karten einzeln aufgedeckt. Jetzt könnt ihr gemeinsam nachsehen, wie gut ihr abgeschnitten habt. Dazu guckt ihr euch die einzelnen Streckenkarten an und überprüft, wie der Wagen in dem Streckenabschnitt gefahren ist. An der Farbe des Karts erkennt ihr, zu welchem Spieler das Rennauto gehört. Je nachdem in welche Richtung ihr gefahren seid, sammelt ihr Gegenstände ein, crasht in Hindernisse oder düst einfach weiter zum nächsten Streckenabschnitt.

In einem echten Funracer darf die Bananenschale natürlich nicht fehlen, ein echter Klassiker

Im besten Fall sammelt ihr auf der Strecke Bunny Coins ein, die harte Währung in Crash Test Bunnies. Am Spielende kommt es auf die Zahl der gesammelten Münzen an, wenn es darum geht, den Sieger des Spiels zu ermitteln. Deshalb solltet ihr es auch besser vermeiden, mit eurem Kart in ein Hindernis zu krachen. Barrikaden, Brezel-Mann, Gorilla, Oma und viele weitere Figuren stellen ein solches Hindernis dar. Jeder Zusammenstoß koset euch einen Bunny Coin.

Vorsicht Bananenschale

Nicht ganz ungefährlich sind auch die Bananenschalen, die irgendwie auf die Rennstrecke gelangt sind. Kritisch wird es allerdings nur, wenn ihr mit eurem Gefährt einen Turbo gezündet habt. Der Turbo ist eigentlich ein ganz praktisches Gadget. Wird er aktiviert, müsst ihr euch erst im Replay für eine Richtung entscheiden. Befindet sich aber eine Bananenschale auf der Strecke, wird euch der Turbo zum Verhängnis und ihr verliert eine Münze.

Per Würfelwurf könnt ihr euch Power-Ups für euer Fahrzeug sichern.

Einen Zufallsfaktor bringt der Bonus-Würfel ins Spiel. Der Würfel kann genauso wie Coins im Rennverlauf eingesammelt werden. Ihr dürft den Würfel einmal werfen und den erwürfelten Effekt direkt ausführen. Über den Würfel habt ihr auch die Chance, euer Kart mit ein paar ganz besonderen Power-Ups aufzumotzen.

Power-Ups für das Bunny-Mobil

Ziemlich praktisch ist beispielsweise das Anti-Bananen-System, kurz ABS. Dank des ABS könnt ihr auch mit dem Turbo problemlos über eine Bananenschale brettern. Mit dem Kescher hingegen stibitzt ihr Bunny Coins der anderen Spieler, wenn sie gegen ein Hindernis gedonnert sind. Würfelt ihr die Rakete, wird diese sofort aktiviert. Der Spieler mit den meisten Münzen verliert sofort zwei Bunny Coins. Nicht jedes Power-Up hat also zwingend positive Auswirkungen für euch.

Crash Test Bunnies kommt über den Moses-Verlag in den Handel und kostet rund 10€.

Wenn ihr die gesamte Rennstrecke im Replay bearbeitet habt, erhält jeder Spieler seine Karten zurück auf die Hand und es kann in die zweite Runde gehen. Crash Test Bunnies wird über drei Rennen gespielt. Nach Abschluss der dritten Etappe zählt ihr nur noch eure Bunny Coins zusammen, um den Sieger des Spiels zu ermitteln.

Crash Test Bunnies ist für zwei bis vier Spieler ab acht Jahren geeignet. Eine Partie mit drei Etappen dauert in der Regel nicht viel länger als eine Viertelstunde. Das Spiel wurde über den Moses-Verlag veröffentlicht und kostet etwa 10€.

Fazit: Die Rennleitung gibt für die Crash Test Bunnies folgendes Testurteil

Crash Test Bunnies: Wie fällt der Schaden im Test aus?

Ein Funracer lässt sich tatsächlich auch als Kartenspiel realisieren. Eine starke Lizenz wie Mario Kart hätte dem Spiel zwar sicherlich nicht geschadet, aber auch die knuffigen Crash Test Bunnies können sich sehen lassen. Das Spielgefühl von Crash Test Bunnies kommt dem eines Funracers für die Konsole schon recht nah. Das liegt natürlich insbesondere am hektischen Spielverlauf. Schnelligkeit ist Trumpf. Wenn ihr zuerst alle Karten in den Stapel gespielt habt, winkt euch ein kleiner Bonus. Doch ein gutes Auge und Antizipation sind mindestens ebenso gefragt. Wenn ihr einfach nur stumpf eure Karten in die Tischmitte werft, werdet ihr in Crash Test Bunnies keinen Blumentopf gewinnen. Wer unter Zeitdruck schnell gute Entscheidungen trifft, ist klar im Vorteil. Ein gewisser Chaosfaktor gehört aber zu einem guten Funracer ebenso dazu. Im Spielverlauf passieren regelmäßig ungeplante Aktionen, die für viel Gelächter und Schadenfreude sorgen. Besonders cool sind zudem die Power-Ups, mit denen ihr eure Karts pimpen könnt. Damit stehen die Crash Test Bunnies in der Tradition von Big Ns Mario Kart. Es gibt sicherlich schlechtere Vorbilder…

PROS

CONS

+ viele Elemente aus Funracer-Spielen

- mit vielen Spielern sehr chaotisch

+ Spielen in Echtzeit

+ Power-Ups für Rennkarts

+ süße Crash Test Bunnies

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