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Cross Clues von Blue Orange Games erscheint über Asmodee und kostet etwa 12€.

Blue Orange Games lässt euch mit Cross Clues um die Ecke denken

Cross Clues im Test: Das familienfreundliche Partyspiel

  • VonSebastian Hamers
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Cross Clues erinnert an das großartige Codenames, spielt sich aber deutlich actionreicher und richtet sich an die ganze Familie.

  • für 2-6 Spieler ab 7 Jahren
  • Spieldauer: 5-10 Minuten
  • Autor: Grégory Grard
  • Verlag: Blue Orange Games/Asmodee
  • Preis: ca. 12€

Geht es um moderne Partyspiele, dann fällt sehr schnell der Name Codenames. Mit Recht, denn nicht umsonst hat das auf den ersten Blick unscheinbare Kartenspiel die Auszeichnung „Spiel des Jahres 2016“ abgeräumt. Damit hat sich Codenames einen Platz im Olymp der Partyspiele bereits gesichert. Kann man also bedenkenlos zugreifen? Nicht ganz, denn ganz so kinderleicht spielt sich Codenames eben nicht. Um möglichst viele Begriffe mit einem einzigen Wort zusammenzufassen, dazu gehört eben doch eine Spur Wortakrobatik. Weniger wortgewandte Spieler kommen da schonmal schnell ins Schlingern. Eine noch etwas familienfreundlichere Variante könnte da vielleicht doch eher Cross Clues sein, das ganz frisch von Blue Orange Games veröffentlich wurde.

Cross Clues auf den Spuren von Codenames

Ihr kennt das großartige Codenames noch gar nicht? Die Regeln sind wirklich simpel. Vor euch liegen eine Vielzahl von Begriffskarten aus. Ihr teilt die Spieler dabei in zwei Teams auf, die pro Runde jeweils einen Erklärer stellen. Als Erklärer erhaltet ihr eine Übersicht, welche der ausgelegten Begrifflichkeiten ihr euren Teammitgliedern erläutern sollt. Das Problem dabei: für eure Erklärung steht euch lediglich ein einziges Wort zur Verfügung. Es ist also unmöglich, sämtliche Begriffe in einem Abwasch zu erklären. Ihr pirscht euch daher rundenweise nach vorne, um eure Aufgabe zu lösen. Das Team, das seine Mission als erstes gelöst hat, gewinnt die Partie. Ihr solltet daher versuchen, in jedem Durchlauf so viele Begriffe wie möglich zusammenzufassen, um als erstes ins Ziel zu kommen.

So sieht Cross Clues vor Spielbeginn aus. Jetzt kann es auch schon losgehen.

Diese Aufgabe ist allerdings gar nicht so leicht. Manchmal wollen die Begriffe eben so gar nicht zusammenpassen und man zermartert sich als Erklärer das Gehirn. Codenames macht sehr viel Spaß, fordert euren grauen Zellen aber auch so einiges ab. So manche Partie kann sich daher schon einmal ziehen wie Kaugummi, wenn die Beteiligten zu lange über ihre Erklärungsversuche nachgrübeln. Hier kann Cross Clues Abhilfe schaffen. Das Spiel macht Schluss mit ellenlangen Raterunden. Eine Partie dauert gerade einmal fünf bis maximal zehn Minuten.

Cross Clues = Codenames auf Speed?

Bei Cross Clues entfällt das Aufteilen der Spieler auf zwei Teams. Ihr spielt vollständig kooperativ und versucht euch gegenseitig die Begriffe zu erläutern. Vor Spielbeginn wird zunächst ein Koordinatensystem ausgelegt. Auf der seitlichen Achse befinden sich die Buchstaben von A bis D, oberhalb des Spielfelds legt ihr Zahlenkarten mit Werten von 1 bis 4 aus. Unter jede Buchstaben- und unter jede Zahlenkarte steckt ihr nun noch eine weitere Karte mit einem Begriff. Dann kann es auch schon losgehen.

Mit richtigen Antworten könnt ihr das Koordinatensystem in Cross Clues schnell füllen.

Jetzt nehmt ihr den Stapel mit den sechzehn Koordinatenkarten zur Hand. Jeder Spieler erhält eine dieser Karten, auf der sich eine Zahlen-Buchstaben-Kombination befindet. Ihr ermittelt nun die beiden Begriffe, die sich aus dem ausgelegten Koordinatensystem ergeben und versucht diese euren Mitspielern zu erklären. Ganz wie bei Codenames darf die Begriffserklärung jedoch nur aus einem Wort bestehen. Lauten eure Begriffe beispielsweise Mars und Kuchen, könnte euer Hinweis „Süßigkeit“ sein. In der Regel lassen sich die meisten Aufgaben ganz gut bewältigen. Das größte Problem stellt vielmehr der Zeitdruck dar.

In Cross Clues spielt ihr gegen die Zeit

Dem Spiel liegt eine Sanduhr bei, die bei Spielbeginn aktiviert wird. Ihr müsst sämtliche Koordinatenkarten abgearbeitet haben, bevor die Sanduhr durchgelaufen ist, um das Spiel zu bezwingen. Euren Job müsst ihr also in rund fünf Minuten erledigt haben. In Cross Clues kann es mitunter ganz schön hektisch werden. Ihr müsst euch auch an keinerlei Reihenfolge halten. Fällt euch ein Wort ein, das eure beiden Begriffe gut zusammenfasst, könnt ihr den Hinweis einfach raushauen.

Cross Clues liegt auch eine Sanduhr bei. Etwa fünf Minuten bleiben euch, um eine Partie erfolgreich abzuschließen.

Eure Mitspieler dürfen sich jetzt kurz beraten und versuchen, die gesuchte Koordinate zu erraten. Bei Erfolg legt ihr die Karte an der passenden Stelle im Koordinatensystem aus und zieht eine neue Karte. Während der ganzen Prozedur wird das Spiel nicht unterbrochen. Der Sand rinnt weiterhin durchs Glas und setzt euch unter Druck. Es geht also direkt weiter mit der nächsten Aufgabe. Wird dabei eine falsche Koordinate genannt, kommt die Karte aus dem Spiel und wird als Misserfolg gewertet.

Familienfreundliches Cross Clues

Die Partie endet entweder wenn ihr alle Koordinatenkarten abgearbeitet habt oder die Sanduhr durchgelaufen ist. Jetzt müsst ihr nur noch zählen, wie viele Karten ihr erfolgreich erklärt habt. Aus einer kleinen Tabelle entnehmt ihr abschließend eure Bewertung. Ein gesamter Durchlauf dauert somit tatsächlich nur fünf Minuten: eine echter Spiele-Quickie! Cross Clues bietet beim Umfang aber noch eine kleine Modifikationsmöglichkeit an. Wenn euch die Aufgabe zu einfach erscheint, könnt ihr einfach eine weitere Zahl und einen weiteren Buchstaben ins Koordinatensystem aufnehmen. Das macht die ganze Angelegenheit schon etwas schwerer. Spielt ihr mit Kindern, beginnt ihr hingegen vielleicht erstmal mit einem 3x3-Raster.

Cross Clues liegen insgesamt 50 doppelseitige Wortkarten bei.

Cross Clues von Blue Orange Games erscheint über Asmodee im deutschsprachigen Handel. Das Spiel ist für zwei bis sechs Spieler ab sieben Jahren geeignet und kostet etwa 12€.

Fazit: Cross Clues spielt sich wie Codenames auf Speed und verdient sich damit diese Testwertung

Cross Clues spielt sich wie Codenames auf Speed und verdient sich damit diese Testwertung.

Cross Clues hat mich sofort an den modernen Klassiker Codenames erinnert. Nicht die schlechteste Referenz, handelt es sich doch immerhin um das Spiel des Jahres 2016. Auf meiner persönlichen Trackingliste stehen ebenfalls zahllose Partien des Spiels in seinen diversen Varianten. Egal ob Klassik, Pictures oder Duett… eine Runde Codenames geht eigentlich immer. Doch manchmal hat das Spiel eben auch seine Längen. Wenn sich die Grübelphasen der Hinweisgeber wieder einmal endlos in die Länge ziehen, verkommen die verbleibenden Spieler schnell zu Statisten. Bei Cross Clues ist deutlich mehr Action angesagt. Durch den Zeitdruck werden die ruhigen Passagen fast restlos eliminiert. Cross Clues ist zwar kurz, aber dafür sehr intensiv. Insgesamt bewegt sich der Schwierigkeitsgrad jedoch auf einem eher geringen Niveau, worauf bereits die Altersempfehlung ab sieben Jahren hindeutet. Geübte Codenames-Spieler werden nicht lange brauchen, um das erste perfekte Spiel hinzulegen. Im 5x5-Raster ist die Herausforderung immerhin etwas höher. Im Familienkreis kommen die Stärken von Cross Clues dafür voll zum Tragen. Jüngere Spieler können sich beim Knobeln ebenso gut beteiligen wie die Erwachsenen. Der heimische Küchentisch ist für Cross Clues daher wohl eher der geeignete Einsatzort als die nerdige Studentenbude.

ProCon
+ vollständig kooperativ- Wortakrobaten fühlen sich unterfordert
+ familienfreundlich
+ partytauglich
+ schnell erklärt

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