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Dungeons, Dice & Danger erscheint über Ravensburger und kostet ca. 25€.

Alea und Ravensburger veröffentlichen das Roll-and-Write-Spiel Dungeons, Dice & Danger

Dungeons, Dice & Danger im Test: So spielt sich das neue Spiel von Richard Garfield

  • VonSebastian Hamers
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Auf Richard Garfields Konto geht nicht nur Magic: The Gathering, sondern auch viele andere Titel… wie Dungeons, Dice & Danger!

Wenn Richard Garfield ein neues Brettspiel veröffentlicht, werden die meisten Spieler hellhörig. Zurecht, denn mit Magic: The Gathering hat der amerikanische Spieleentwickler einen Meilenstein kreiert. Den Autor auf sein bekanntestes Werk zu reduzieren, würde seinem Schaffen jedoch nicht gerecht. Auf sein Konto gehen bekannte Spiele wie King of Tokyo, Android: Netrunner oder Der Große Dalmuti. Jetzt möchte Richard Garfield seine Fans wieder in Fantasy-Gefilde entführen. In seinem neuen Roll-and-Write-Spiel Dungeons, Dice & Danger versucht ihr möglichst viele Schätze aus einem von Monstern durchseuchten Kerker zu stehlen.

Dungeons, Dice & Danger: Ein Roll-and-Write für Fantasy-Fans

Wie es bei Roll-and-Write-Spielen so üblich ist, wird die Spielumgebung auch in Dungeons, Dice & Danger ziemlich abstrakt dargestellt. Sämtliche Abläufe im Spiel werden auf einem Papierblock durchgeführt. Dieser ist gleichzeitig auch das zentrale Element im Spiel. Der Verpackung liegen zwei doppelseitig bedruckte Blöcke mit jeweils 100 Abenteuern bei. Hinzu kommen lediglich noch fünf Würfel sowie vier Bleistifte. Trotz des nicht gerade üppigen Spielmaterials wartet das Spiel gleich mit vier unterschiedlichen Szenarien für euch auf. Die Abenteuer unterscheiden sich nicht nur inhaltlich, sondern auch hinsichtlich ihres Schwierigkeitsgrads.

In Dungeons, Dice & Danger spielt sich das gesamte Geschehen auf dem Papier ab.

In jedem Szenario seht ihr den vorgedruckten Dungeon, der verschlungene Pfade zu den Schätzen und Monstern schlägt. Bedeutsam sind vor allem die Zahlen, mit denen jedes einzelne Feld auf dem Bogen markiert ist. Durch das Ankreuzen der Felder wandert euer Held durch die Räume, um sich schon bald die Taschen voller Gold zu stecken. An dieser Stelle kommen die fünf Würfel, vier weiße und ein schwarzer, ins Spiel. Als aktiver Spieler werft ihr alle fünf Würfel und hofft, dass euch die Glücksgöttin hold ist.

  • für 1-4 Spieler ab 12 Jahren
  • Spieldauer: 30-45 Minuten
  • Autor: Richard Garfield
  • Verlag: Alea/Ravensburger
  • Preis: ca. 25€

Kerkererkundung in Dungeons, Dice & Danger

Die Dungeonfelder weisen Zahlen zwischen zwei und zwölf auf. Um ein Feld auf dem Block anzukreuzen, müsst ihr Würfelpaare zusammenstellen, die eine passende Summe bilden. Die gewählten Felder dürfen sich allerdings nicht einfach irgendwo im Dungeon befinden. Entweder befinden sie sich in einem Startbereich des Kerkers oder liegen benachbart zu einem bereits aktivierten Feld. Um die Wartezeit auf den eigenen Zug kurz zu halten, profitieren alle Spieler von dem gewürfelten Wurf. Lediglich der schwarze Würfel steht dem aktiven Spieler exklusiv zur Verfügung.

In Dungeons, Dice & Danger blockieren Kreaturen den Weg zu den wertvollsten Schätzen.

Egal ob aktiv oder passiv, zwei Kreuze sollten möglichst immer gesetzt werden. Neue Kreuze treiben schließlich den Spielfortschritt voran, schützen euch aber auch vor dem Verlust von Lebensenergie. Nicht gesetzte Kreuze richten einen Schadenspunkt an, der euch am Spielende Minuspunkte kosten kann. Entschärft wird diese Situation durch die Spezialfähigkeit, über die jeder Spieler bereits zu Spielbeginn verfügt. Bis zu dreimal darf man als passiver Spieler ebenfalls vom schwarzen Würfel Gebrauch machen.

Dungeons, Dice & Danger ruft zur Monsterhatz auf

Insbesondere habt ihr es bei der Erkundung des Dungeons natürlich auf die Felder mit den Schätzen abgesehen. Diese lassen euer Siegpunktkonto in die Höhe schnellen. Gleiches gilt jedoch auch für die zahlreichen Monster, die den Dungeon bewachen. Besiegt ihr eine Kreatur winkt euch eine Belohnung. Ebenso wird jetzt der Weg frei zu bislang verschlossenen Räumen des Kerkers. Es hilft also nichts, irgendwann müsst ihr euch dem Kampf mit den Monstern wohl stellen müssen. Der Ablauf des Kampfes ist im Grunde fast so einfach wie das Ankreuzen eines Feldes, birgt aber doch ein paar Besonderheiten.

Bleistift und Würfel sind eure Waffen in Dungeons, Dice & Danger.

Um ein Monster anzugreifen, müsst ihr natürlich erstmal in seine Nähe gelangen. Mindestens ein direkt benachbartes Feld muss also angekreuzt sein. Jetzt dürft ihr dem Gegner mit den passenden Würfelergebnissen Schadenspunkte zufügen. Ein Monster beißt natürlich nicht direkt nach dem ersten Treffer ins Gras. Einige von ihnen beweisen echte Nehmerqualitäten und müssen etliche Male getroffen werden, bevor sie besiegt werden. Ihr könnt euch das Leben ein wenig leichter machen, indem ihr bestimmte Aktivierungsfelder rund um das Monster aufsucht. Sie schalten weitere Würfelergebnisse frei, mit denen die Kreatur ab sofort getroffen werden kann. Von Vorteil ist es auf jeden Fall, einen Gegner vor allen anderen Mitspielern zu bezwingen. Denn nun fällt die Belohnung deutlich höher aus.

Loot sammeln in Dungeons, Dice & Danger

Wie es sich für einen ordentlich Dungeon gehört, finden sich dort aber nicht nur Monster und Schätze. Auf den Plünderzügen entdeckt ihr auch so manchen Gegenstand, mit dem es sich fortan etwas leichter durch die Gänge bewegen lässt. Neue Ausrüstung warten in Schatztruhen auf euch, die überall im Dungeon verstreut liegen. Kreuzt ihr das jeweilige Feld an, dürft ihr euch über ein Goodie eurer Wahl freuen. Ein Heiltrank beschert euch drei zusätzliche Lebenspunkte und mit einer Fackel dürft ihr zwei zusätzliche Felder ankreuzen, ohne die passende Summe gewürfelt zu haben. Als drittes Gimmick dürft ihr euch noch über zusätzliche Verwendungen des schwarzen Würfels als passiver Spieler freuen.

Schatztruhen schalten in Dungeons, Dice & Danger mächtige Gegenstände frei.

Die Partie endet, sobald jedes Monster im Dungeon mindestens einmal von einem beliebigen Spieler besiegt wurde. Dann müssen nur noch schnell die gesammelten Siegpunkte verglichen werden, um den Sieger des Spiels zu ermitteln. Für einen Durchlauf müsst ihr ungefähr 30-45 Minuten einplanen. Da alle Spieler parallel das eigene Dungeon bearbeiten, erhöht sich die Spieldauer mit steigender Teilnehmerzahl kaum. Wer mag, kann sich sogar alleine in die Tiefen des Dungeons wagen. Dungeons, Dice & Danger erscheint über das Alea-Label von Ravensburger und ist ab sofort im Handel zum Preis von rund 25€ zu finden.

Fazit: Wir haben uns mit Dungeons, Dice & Danger auf Schatzsuche begeben und dabei diese ingame-Testwertung gelootet

Wir haben uns mit Dungeons, Dice & Danger auf Schatzsuche begeben und dabei diese ingame-Testwertung gelootet.

Dungeons, Dice & Danger ist natürlich nicht mit Richard Garfields Magic: The Gathering zu vergleichen. Möchte man das Sammelkartenspiel meistern, benötigt man fast schon ein kleines Studium. Bei Dungeons, Dice & Danger könnt ihr euch problemlos auch mal ohne große Vorbereitungszeit in den Dungeon wagen. Die Regeln sind innerhalb weniger Minuten erklärt, so fühlen sich selbst Fantasy-Neulinge schnell im Dungeon pudelwohl. Gerade das erste Abenteuer ist ein guter Einstieg in Garfields Fantasywelt. Die fortführenden Szenarien sind da schon etwas kniffliger, da hier noch etwas speziellere Konstellationen gefordert werden. Da der Würfeleinsatz im Mittelpunkt des Spiels steht, ist der Glücksfaktor natürlich recht hoch. Dungeons, Dice & Danger bietet aber dennoch ein paar taktische Möglichkeiten, um dem Glück etwas auf die Sprünge zu helfen. Es spielt schon eine Rolle, wie die Kreuze gesetzt werden. Geschickte Dungeon-Helden bewegen sich so, dass sie die Gefahr eines Lebensenergieverlusts minimieren und setzen ebenso klug die gesammelten Ausrüstungsgegenstände ein. Es kann auch nicht schaden, die Züge der Mitspieler im Blick zu behalten, um die dicksten Monster möglichst als erstes zu plätten. Am besten gefallen hat mir jedoch das entspannte Spielgefühl. Jeder Zug, egal ob als aktiver oder passiver Spieler, treibt den eigenen Fortschritt nach vorne. Nur selten entsteht das Gefühl, bei der Erkundung des Dungeons nicht voranzukommen. Durch das parallele Abhandeln der Spielzüge kommt Dungeons, Dice & Danger auch nahezu ohne Wartezeiten aus. Es gibt also viele gute Gründe, den neuen Garfield einmal auszuprobieren.

ProCon
+ 4 verschiedene Szenarien- Papierblöcke statt abwischbarer Tableaus
+ zugängliches Regelwerk
+ kaum Wartezeiten
+ auch alleine spielbar

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