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Framework im Test: Neues Knobelspiel à la Rosenberg

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Von: Sebastian Hamers

Framework Rahmen Verpackung Schachtel Artwork Rosenberg
Framework erscheint über Edition Spielwiese und Pegasusspiele. Kostenpunkt: ca. 30€. © Pegasusspiele

Auf Nova Luna folgt Framework. Wir haben den neuen Rosenberg für euch gespielt und verraten, ob sich die Anschaffung lohnt.

Uwe Rosenberg? Kennt doch jeder! Zumindest in eingefleischten Spielerkreisen. Auf das Konto des ostfriesischen Kreativkopfs gehen moderne Klassiker wie Agricola, Bohnanza oder Patchwork. Letzteres steht als Paradebeispiel für ein Brettspiel-Genre, das Rosenberg in den letzten Jahren regelmäßig bedient hat. Lege- und Puzzlespiele scheinen aktuell zu seinen großen Favoriten zu gehören. Und auch in 2022 steht wieder eine dazu passende Brettspiel-Neuheit von Uwe Rosenberg in den Startlöchern. In Framework dürfen einmal mehr wieder fleißig Plättchen gelegt, Teile gepuzzelt und Knoten ins Gehirn gewunden werden.

Framework vs. Nova Luna

Der Stil von Framework erinnert direkt an Nova Luna, das ebenfalls aus Rosenbergs Feder stammt und vor gut zwei Jahren im ingame-Test mit einer cleveren Puzzlemechanik und einfachen Regeln überzeugte. Erneut geht es darum, als erster Spieler einen Satz Holzscheiben loszuwerden, indem man sie – den Regeln gemäß – auf den viereckigen Plättchen in der eigenen Auslage unterbringt. Im Falle von Framework gelingt dies nun noch einfacher, da die die pfiffige Auswahlmechanik der Plättchen von Nova Luna komplett wegrationalisiert wurde.

Framework Beutel Sack Plaettchen Rahmen Auftraege Aufgaben
Bei Framework werden rundenweise Plättchen aus einem blickdichten Beutel gezogen. © Pegasusspiele

Diesmal kommt ihr deutlich schneller an eure Plättchen. Der Startspieler greift in einen blickdichten Beutel und holt ein Plättchen mehr zum Vorschein als Personen am Spiel teilnehmen. Jeder von euch fischt sich nun der Reihe nach ein Plättchen und legt es in die eigene Auslage. Das verbleibende Teil geht an den Startspieler, der dieses nun ebenfalls bei sich anlegt. Die nächste Runde beginnt mit einem neuen Startspieler und die Prozedur wird wiederholt. Die Partie wird solange fortgeführt, bis entweder alle Plättchen aus dem Beutel verbaut wurden oder ein Spieler seine gesamten Holzsteine loswerden konnte.

Puzzeln mit Framework

Doch wie kommen die Holzsteinchen nun auf die Plättchen? Die Regeln sind wirklich simpel. Auf den Plättchen seht ihr die namensgebenden Rahmen in diversen Farben, die ihr zur Erfüllung von Aufträgen benötigt. Diese befinden sich ebenfalls auf den Plättchen. Sie weisen euch an, eine gewisse Anzahl von Rahmen in vorgegebener Menge miteinander zu verketten. Legt ihr etwa drei Plättchen mit grüner Umrandung benachbart zu einander, gelten diese als verbunden. Einige Felder verfügen gar über zwei oder gar drei Rahmen. Das hilft euch natürlich, die geforderte Anzahl schneller zu erreichen.

Framework Plaettchen Rahmen Holzscheiben Scheiben Aufgaben Vierecke Kreise Zahlen
Wer in Framework zuerst alle Holzscheiben ablegt, gewinnt die Partie. © Pegasusspiele

Etwaige andersfarbige Rahmen stellen beim Erstellen von Verbindungen kein Hindernis dar. Im Gegenteil, manchmal lassen sich auf diese Weise sogar mehrere Aufgaben miteinander verquicken, so dass ihr gleich mehrere Steine auf einen Schlag loswerden könnt. Es sind gerade diese Synergien, die Framework zu einer echten Herausforderung für Knobel-Akrobaten werden lässt. Manchmal ist es verblüffend, wie schnell alle Steine in der eigenen Auslage ihren Platz finden.

Übersichtliches Aufgabenspektrum in Framework

Im Prinzip lassen sich sämtliche Aufgaben in Framework nach dem gleichen Muster lösen. Es gibt allerdings ein paar Besonderheiten, die es zu beachten gilt. Einige Plättchen verfügen gleich über mehrere Aufgaben. Ihr müsst euch dabei nicht für die Erfüllung eines einzigen Auftrags entscheiden, sondern dürft durchaus auch mehrere von ihnen erfüllen. Manchmal wird euch sogar ein wenig Spielraum gelassen, indem ihr zwischen zwei Farben wählen oder diese gar miteinander kombinieren dürft. Selbstredend ist die Zahl der geforderten Verkettungen in diesen Fällen immer etwas höher. 

Framework Aufgaben Auftraege Rahmen Plaettchen.
In Framework müsst ihr genau darauf achten, an welche Stelle die Plättchen in die Auslage gelegt werden. © Pegasusspiele

Einige Aufträge fordern gleich die Erschließung von zwei Dutzend benachbarter Rahmenfelder. Kein leichtes Unterfangen, doch der hohe Aufwand kann sich schnell rentieren, wenn die passenden Synergien dadurch erschlossen werden. Deshalb solltet ihr euch immer gut überlegen, wo ihr welches Plättchen in eure Auslage integriert. Plättchen mit vielen Rahmen sind zwar hilfreich bei der lückenlosen Verbindung von Farbarealen, bringen dafür aber selbst weniger oder gar keine eigenen Aufträge mit ins Spiel. Andersherum gibt es Plättchen mit mehreren Aufträgen. Auf diesen können gleich mehrere Holzsteine abgelegt werden, weisen dann allerdings manchmal keinen einzigen Rahmen auf.

Die Quadratur des Kreises in Framework

Mit zunehmender Größe der Auslage wird die Situation immer unübersichtlicher, bietet aber auch mehr Möglichkeiten, weitere Holzscheiben loszuwerden. Macht euch einfach davon frei, jeden Auftrag erfüllen zu können. Es wird euch nicht gelingen. Zumal durch das Ziehen der Plättchen ohnehin ein ordentlicher Zufallsfaktor mitschwingt. In Framework gilt es einfach, das Beste aus der gegebenen Situation rauszuholen.

Framework Rahmenplaettchen Plaettchen
Insgesamt liegen Framework 120 Rahmenplättchen bei. © Pegasusspiele

Das trifft auch für den Solo-Modus zu, der eine gute Ergänzung zur Mehrspielerpartie darstellt. Die Regeln sind weitgehend identisch. Allerdings seid ihr diesmal auf eine Auslage aus 5x5 Plättchen limitiert. Dies wird in der Regel kaum ausreichen, um sämtliche Holzscheiben unterzubringen. Sobald die fünfundzwanzig Plättchen vor euch liegen, darf die Auslage erweitert werden. Jedes zusätzlich ausgelegte Plättchen bringt euch nun jedoch einen Minuspunkt ein. Je weniger Minuspunkte, desto besser das Endergebnis.

Framework von Uwe Rosenberg ist für ein bis vier Spieler ab acht Jahren geeignet. Eine Partie dauert rund eine halbe Stunde. Das Spiel kommt über die Edition Spielwiese und Pegasusspiele in den Handel und kostet etwa 30€.

Fazit: Wir haben für Framework diese ingame-Testwertung ausgeknobelt

Wertungsgrafik Framework
Die bewährte Rosenberg-Formel sichert Framework wieder eine gute ingame-Testwertung. © ingame.de

Fans von Lege- und Puzzlespielen werden sich vielleicht schon den ein oder anderen Rosenberg-Titel angeeignet haben. Diese werden auch von Framework nicht enttäuscht. Einmal mehr puzzelt es sich entspannt und flüssig runter, fordert dabei dennoch ordentlich eure grauen Zellen. Im Gegensatz zum inoffiziellen Vorgänger Nova Luna wurde Framework auf das Wesentliche reduziert, was sich angenehm auf den Spielfluss auswirkt. Dazu trägt auch das leicht entschlackte Artwork bei, das dabei hilft, im Gewusel der Grafiken wenigstens halbwegs den Überblick zu behalten. Trotz der vielen kleinen Vereinfachungen motiviert das Puzzeln und Legen wie eh und je. Wenn sich mehrere Stränge zu einem großen Ganzen vereinen und gleich mehrere Holzsteine abgelegt werden dürfen, dann fühlt sich Framework sehr befriedigend an. Und wenn einem das Glück mal so gar nicht in die Karten spielt? Dann spielt sich eine Partie auch so schnell runter, dass man gerne noch einen zweiten Durchlauf nachschiebt.

ProCon
+ einfache Regeln- große Ähnlichkeit zu anderen Rosenberg-Spielen
+ bewährte Puzzlemechanik
+ mit Solo-Modus
+ regt die grauen Zellen an

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