Bei Clash of Rage kämpft ihr nicht nur gegen hochnäsige Elfen, sondern auch gegen eure lieben Mitspieler.
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Bei Clash of Rage kämpft ihr nicht nur gegen hochnäsige Elfen, sondern auch gegen eure lieben Mitspieler.

Neuer Verlag hat SciFi- und Fantasy-Geschichten im Fokus

GrimSpire: Verlag für fantastische Geschichten zeigt Neuheiten zur SPIEL.digital 2020

  • vonSebastian Hamers
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GrimSpire eigt sich in diesem Jahr erstmals auf der SPIEL. Aus dem Stand bringt der Verlag gleich über ein halbes Dutzend neuer Spiele in den Handel.

Der Herbst zieht langsam herauf und in seinem Schatten nähert sich auch die SPIEL, die größte Brettspiel-Messe der Welt. Wie jedes andere Massenevent, wandert die SPIEL im Jahr 2020 in den digitalen Raum. Auf Spieleneuheiten muss allerdings trotzdem niemand verzichten. Messebesucher dürfen sich auf eine locker vierstellige Zahl an neuen Brett- und Kartenspielen freuen. Zu erwarten sind zudem auch einige neue Player in der Szene, die zur SPIEL.digital erstmalig ihre Spiele einer breiten Öffentlichkeit präsentieren. Einer dieser Ersttäter ist GrimSpire. Für Gamer, Nerds und Fans von fantastischen Geschichten ist der Verlag aus Sachsen-Anhalt besonders interessant. Bei GrimSpire hat man sich voll und ganz auf Brettspiele mit SciFi- und Fantasy-Setting spezialisiert. Der Start von GrimSpire kann sich sehen lassen. Direkt vom Fleck stellt der Verlag gleich mal über ein halbes Dutzend Neuheiten in den virtuellen Messehallen aus.

Beim Artemis Projekt versucht ihr auf dem Jupiter einen neuen Lebensraum für eure Siedler zu erschaffen.

In den SciFi-Bereich fällt das Artemis-Projekt. Die Hintergrundgeschichte ist erstmal wenig originell. Die Menschheit ist mal wieder auf der Suche nach neuem Lebensraum. Diesmal wurde der Jupiter dazu auserkoren, den Menschen eine neue Heimat zu bieten. Ob dieser eine wirklich gute Wahl zum Aufbau einer neuen Zivilisation darstellt, ist allerdings ziemlich fraglich. Die Lebensbedingungen auf dem Jupiter sind nicht gerade optimal. Auf der Oberfläche erstreckt sich eine riesige Welt aus Eis. Leben kann sich dort eigentlich nicht entwickeln. Es gibt allerdings einen echten Hoffnungsschimmer. Unter der Eiskruste bahnen sich heiße Thermalquellen ihren Weg durch den Planeten. Als Projektleiter versucht ihr eure Kolonisten unter diesen widrigen Bedingungen auf dem Jupiter eine neue Heimat zu bieten. Dabei geht ihr allerdings nicht kooperativ zur Sache, sondern konkurriert vielmehr um die knappen Ressourcen, die ihr dem Planeten abtrotzen könnt. Das Artemis-Projekt ist ein Aufbauspiel mit SciFi-Setting, das euch vor extreme Aufgaben stellt.

Maximum Apocalypse: Invasion der Zombies, Mutanten, Roboter oder doch Aliens?

Statt Aufbauatmosphäre herrscht bei Maximum Apocalypse eher Untergangsstimmung. Spiele mit postapokalyptischem Setting sind ja nun wirklich keine Seltenheit mehr. Der dicke Klopper von GrimSpire zeichnet sich dabei allerdings durch seine enorme Vielseitigkeit aus. Mal wird die Oberfläche der zerstörten Welt von Zombies geflutet, mal treiben Roboter dort ihr Unwesen oder aber die Bedrohung kommt durch Mutanten oder Aliens ins Spiel. Als Überlebende agiert ihr dabei kooperativ und haltet euch gegenseitig den Rücken frei. Ihr erkundet die Umgebung, sucht nach wertvollen Relikten aus einer besseren Zeit. Dringend werden Waffen, Munition und natürlich Nahrung gebraucht, um euch gegen die Invasoren zu Wehr zu setzen. Dem Paket liegen unterschiedlichste Weltuntergangsszenarien bei, die ihr mit bis zu sechs Spielern gemeinsam ausprobieren könnt.

In Deranged verfolgt jeder Spieler ein eigenes Ziel. Dennoch versucht ihr gemeinsam in einer verfluchten Stadt zu überleben.

Ziemlich bedrohlich und spooky sieht auch die Neuheit Deranged aus. Die Ausgangssituation ist ziemlich pikant. Jeder Spieler verfolgt in Deranged ein eigenes geheimes Ziel. Dennoch seid ihr auf einander angewiesen, denn Überleben könnt ihr nur gemeinsam. Um den eigenen Auftrag zu erfüllen, müsst ihr also wohl oder übel zeitweise zusammenarbeiten. Die Stadt, in der ihr euch bewegt, erweist sich schnell als ziemlich gefährliches Terrain. Über euch baumelt zudem auch noch ein Damoklesschwert. Ihr werdet von einem Fluch bedroht, der euch alle in tollwütige Monster verwandelt. Ihr solltet euch also besser beeilen, wenn ihr nicht selbst als hirntote Bestien durch die Straßen der Stadt laufen möchtet.

Arenakämpfe mit Super Fantasy Brawl

Nach so viel Aufregung ist mit Super Fantasy Brawl etwas Entspannung und Zerstreuung angesagt. In diesem Miniaturenspiel übernehmt ihr die Kontrolle über ein Team aus jeweils drei individuellen Kämpfern, mit denen ihr euch gegenseitig auf die Mappe kloppt. Jeder Kämpfer verfügt über ein eigenes Profil aus Aktions- und Bewegungsstilen, die in einem Kartendeck zusammengefasst werden. Das Spiel zeichnet sich insbesondere durch sein flottes Gameplay aus. Lange Wartezeiten auf den eigenen Zug sind also nicht zu erwarten. Mit 30 Minuten Spieldauer lässt sich eine Partie auch vergleichsweise schnell abhandeln.

Bei Clash of Rage kämpft ihr nicht nur gegen hochnäsige Elfen, sondern auch gegen eure lieben Mitspieler.

In Fantasy-Gefilden fischt auch Clash of Rage, das ebenfalls auf den Einsatz von detailverliebten Miniaturen setzt. Die Welt von Clash of Rage wird von Elfen beherrscht. Die Spitzohren haben sich in ihrer Führungsrolle allerdings nicht sonderlich beliebt gemacht. Im Untergrund regt sich bereits der Widerstand. Jeder Spieler übernimmt die Kontrolle über ein eigenes Volk, das sich langsam an das Hoheitsgebiet der Elfen heranpirscht. Wenn die Luft für die Elfen dünn wird, stehen sich dann auch schon bald die Armeen der Spieler gegenüber, jetzt kann die Schlacht erst so richtig beginnen. Jedes Volk verfügt über einzigartige Spezialfähigkeiten. Zudem sammelt ihr mächtiges Equipment, mit denen ihr eure Krieger immer weiter verbessern könnt.

Krieg der Welten: Das Brettspiel zum SciFi-Klassiker

Vor allem an Science-Fiction-Fans richtet sich hingegen Krieg der Welten: Die zweite Welle. Als Grundlage des Spiels dient der Buchklassiker von H.G. Wells, der 2005 auch verfilmt wurde. Das Spiel setzt nach den Geschehnissen der originalen Handlung an. Damals konnte ein Angriff der Marsianer noch einmal abgewehrt werden. Jetzt kehren die Aliens allerdings mit einer zweiten Welle zur Erde zurück. Erneut steht die Menschheit am Scheideweg. In diesem Sci-Fi-Drama steuert ein Spieler die Attacken der Marsianer, Spieler zwei lenkt die Geschicke der Menschen. Letztere versuchen, den Angriffe der Invasoren lange genug standzuhalten. So zwingen sie die Marsianer zum erneuten Rückzug in ihre Welt.

The Few and Cursed entführt euch in ein alternatives Wild-West-Setting mit Endzeitstimmung.

Futuristisch geht es mit Terminator Genisys: Aufstieg des Widerstands weiter. Statt euch gegenseitig das Leben schwer zu machen, dürft ihr in diesem Miniaturenspiel wieder kooperativ loslegen. Das Spiel ist mit der offiziellen Terminator-Lizenz ausgestattet. Entsprechend finden sich die bekannten Charaktere der Kino-Blockbuster auch im Brettspiel wieder. Gemeinsam erlebt ihr eine ordentliche Zahl verschiedener Szenarien, die sich mit dem Missionsgenerator nochmal kräftig erweitern lässt. Mal sehen, wie gut Terminator Genisys die düstere Atmosphäre der Filme einfangen kann. Das üppige Material hinterlässt aber schon jetzt einen guten Eindruck.

Als achten und letzten Titel hat GrimSpire noch das Deckbauspiel The Few and Cursed: Eine Handvoll Verdammte auf der Liste der Neuheiten für 2020. Wie der Name des Spiels schon erahnen lässt, werdet ihr diesmal in den Wilden Westen entführt. Das Spiel basiert auf der bekannten Comicbuch-Reihe, die sich weniger durch klassisches Wild-West-Feeling auszeichnet, sondern einen besonders düsteren Weg eingeschlagen hat. The Few and Curse erzählt die Geschichte einer postapokalyptischen Welt, auf der es bereits seit Dekaden kaum noch Wasser gibt. Die Oberfläche der Welt sowie ihre Bewohner haben sich dadurch ziemlich verändert. Mit euren Charakteren erkundet ihr die Wüste und jagt dort die Desperados, um das lukrative Kopfgeld zu kassieren. Fans von Spaghetti-Western könnten mit The Few and Cursed auf ihre Kosten kommen.

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