Man muss auch Gönnen Können steht ab sofort zum Preis von rund 10€ im Handel.
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Man muss auch Gönnen Können steht ab sofort zum Preis von rund 10€ im Handel.

Neuer Hit aus der Reihe "Klein & Fein" von Schmidt Spiele

Man muss auch Gönnen Können im Test: Das taktische Würfelspiel

  • vonSebastian Hamers
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Bei Gönnen Können ist nicht nur Glück, sondern auch taktische Planung gefragt. Das Würfelspiel zeichnet sich durch seine große Variabilität aus.

In der Reihe „Klein & Fein“ hat Schmidt Spiele schon bereits einige tolle Spiele veröffentlicht, die auf den ersten Blick simpel wirken, schließlich aber doch eine nicht zu knappe Spieltiefe bieten. Dazu zählt etwa das tetrisartige Brikks oder auch „Ganz schön clever“, das 2018 sogar für die Auszeichnung zum Kennerspiel des Jahres nominiert wurde. In diesem Frühjahr hat der Verlag seine Erfolgsreihe weiter ausgebaut. Mit „Man muss auch Gönnen können“ bleibt Schmidt Spiele seiner Linie treu. Das kleine Würfelspiel sieht einfach aus, hat es aber in sich. Bei Gönnen Können kommen auch fortgeschrittene Spieler auf ihre Kosten.

Das Prinzip „Würfeln und Ankreuzen“ findet sich bei Gönnen Können ebenfalls wieder. Statt einer fixen Vorgabe durch ein vorgefertigtes Blatt, stellt ihr euch in diesem Spiel euer Scoreboard in der laufenden Partie selbst zusammen. Vor Spielbeginn ist noch gar nicht klar, welche Würfelergebnisse für euch attraktiv sind. Dadurch wird das Spiel ziemlich variabel und vielseitig.

Gönnen Können im Test: Man gönnt sich ja sonst nichts

Läuft alles gut, dann liegt vor euch am Spielende eine Auslage aus 3x3 Karten. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg. Bei Spielbeginn erhaltet ihr vier Karten als Starthilfe, von denen ihr aber nur drei behalten und in eure Auslage legen dürft. Prinzipiell werden die Karten in zwei verschiedene Kategorien unterteilt. Mit den Wertungskarten sammelt ihr Siegpunkte, Bonuskarten gewähren euch Vorteile im laufenden Spiel. Bevor ihr Punkte kassiert oder die Vorteile einsetzt, müsst ihr die Karte aber erst freischalten.

Neue Karten für die eigene Auslage könnt ihr über den Markt erwerben.

Dies geschieht durch den Einsatz der fünf Würfel in unterschiedlichen Farben. Würfelergebnisse werden verwendet, um Felder auf den Karten anzukreuzen. Wurden alle Felder angekreuzt, habt ihr die Karte freigeschaltet und ihr dürft euch über eine Belohnung freuen. Als aktiver Spieler dürft ihr die Würfel bis zu dreimal werfen. Gewünschte Ergebnisse könnt ihr zwischenspeichern, indem ihr sie beiseitelegt und nur die verbleibenden Würfel neu werft. Spätestens nach dem dritten Wurf ist jedoch Schluss und ihr müsst die Ergebnisse so verwenden, wie sie gerade ausliegen. Bei jedem Nachwürfeln profitieren allerdings eure Mitspieler. Einen der nachgeworfenen Würfel dürfen sie als Ergebnis in ihrer eigenen Auslage verwenden.

A und O in Gönnen Können: Würfeln und Ankreuzen

Während eure Mitspieler einfach so einzelne Würfel verwenden dürfen, um ein Kreuz in ihrer Auslage zu machen, habt ihr es als aktiver Spieler schon etwas schwerer. Zwar dürft ihr alle fünf Würfel einsetzen, allerdings müsst ihr eine Aufgabe dafür auch komplettieren. Gelingt es euch nicht, mit den gewürfelten Ergebnissen eine Aufgabe vollständig abzuschließen, habt ihr wohl leider Pech gehabt. Glücklicherweise gibt es einige Alternativen, wie ihr mit den Würfeln doch noch eine Aktion durchführen könnt.

Auf der Baustelle könnt ihr euch Würfel für den nächsten Wurf zurücklegen und somit sichern.

Nach dem dritten Würfeln dürft ihr zwei beliebige Würfelergebnisse eintragen, um damit Kreuze in eurer Auslage durchzuführen, auch ohne einen Auftrag zu komplettieren. Damit seid ihr beim nächsten Mal schon etwas besser vorbereitet und habt eine bessere Chance, eine Karte freizuschalten. Als zweite Option dürft ihr stattdessen auch entweder eine Wertungs- oder eine Bonuskarte ziehen und sie direkt in eure Auslage legen. Beide Möglichkeiten sind allerdings tatsächlich erst erlaubt, wenn ihr zweimal nachgewürfelt und somit den Mitspielern die Chance auf eigene Kreuze eröffnet habt. Man muss auch Gönnen Können.

Flexible Auslage: Die Spielbedingungen von Gönnen Können

Nach Abschluss eures Zuges gebt ihr dann die Würfel an den nächsten Spieler in der Reihe weiter, werdet selbst zum passiven Spieler und hofft nun, dass euch der Mitspieler den ein oder anderen Würfel gönnt. Mit jedem Kreuz nähert ihr euch dem Ziel, eine Aufgabe abzuschließen. Einige Karten lassen sich mit den fünf Würfeln allein auch gar nicht finalisieren, da sie sechs oder sogar noch mehr Felder zum Ankreuzen aufweisen.

Die Bonuskarten geben euch keine Punkte, helfen euch aber mit anderen Vorteilen weiter.

Um ein Feld anzukreuzen, müsst ihr bestimmte Bedingungen erfüllen. Einige fordern den Einsatz eines bestimmten Farbwürfels, manchmal benötigt ihr Paare oder Drillinge mit dem gleichen Wert oder sie müssen in aufsteigender Größenordnung eingesetzt werden. Im Spiel gibt es also einen ziemlich bunten Mix an Aufgaben, die ihr erfüllen müsst. Im Spielverlauf wird eure Auslage stetig anwachsen, füllt am Spielende aber maximal ein Raster von 3x3 Karten aus. Neue Karten erhaltet ihr entweder durch das Nachziehen von Karten nach dem dritten Wurf oder aber über den Marktplatz.

Zentrum von Gönnen Können: Marktplatz für neue Karten

Auf dem Spieltisch wird schon zu Spielbeginn eine Marktleiste ausgelegt. Oberhalb dieser Leiste befindet sich eine offene Auslage mit vier Wertungskarten, unterhalb könnt ihr ebenso viele Bonuskarten erwerben. Je nach Position einer Karte an der Marktleiste könnt ihr sie für einen gewürfelten Drilling oder Vierling kaufen. Nach dem Kauf wandert die neue Karte direkt in eure persönliche Auslage. Die Karte kann auch sofort eingesetzt werden und für Punkte oder Boni sorgen.

Gönnen Können bietet euch auch einen Modus für Solospieler. Knackt ihr die notwendigen Punkte in der angegebenen Rundenzahl?

Für eine gute Punktausbeute spielt dabei auch die Position einer Karte in der Auslage eine gewichtige Rolle. Über die Wertungskarten erhaltet ihr niemals eine fixe Siegpunktzahl. Wie viele Siegpunkte euch eine Wertungskarte einbringt, hängt immer an einer vorgegebenen Bedingung. Punkte kann es beispielsweise geben, wenn ihr orthogonal angrenzende Karten abgeschlossen habt oder sie eine bestimmte Farbe aufweisen. Manchmal gibt es Punkte für komplette Sets aus allen fünf Farben, mal gilt es hingegen Zeilen und Reihen abzuschließen. Wie ihr seht, es lohnt sich auf jeden Fall die Positionen der einzelnen Karten im eigenen Raster gut zu überlegen.

Wie viel Einfluss nimmt planbares Glück auf Gönnen Können?

Von den Bonuskarten dürft ihr euch keine Siegpunkte erhoffen. Schaltet ihr eine Bonuskarte frei, unterstützen sie euch jedoch bei der Erfüllung der weiteren Aufgaben. Der Vorteil einer freigeschalteten Bonuskarte lässt sich in der Regel dreimal nutzen. Mit dem Bonus könnt ihr Würfelergebnisse modifizieren, die Farbe eines Würfels verändern oder als passiver Spieler einen zweiten nachgeworfenen Würfel verwenden. Einige Bonuskarten lassen euch sogar nach der Freischaltung die Farbe der Karte selbst bestimmen. Auf diesem Weg könnt ihr die Ausbeute der Wertungskarten wunderbar optimieren.

Man muss auch Gönnen Können steht ab sofort zum Preis von rund 10€ im Handel.

Das Ende der Partie wird eingeleitet, wenn ein Spieler seine neunte Karte gekauft und somit seine Auslage komplettiert hat. Die laufende Runde wird dann noch beendet und nach einer finalen Spielrunde kann dann auch die Endwertung durchgeführt werden. Je nach Spielerzahl müsst ihr dafür etwa 20-45 Minuten einplanen. Gönnen Können lässt sich mit einer kleine Regelvariante auch prima im Solomodus spielen. „Man muss auch Gönnen Können“ ist für ein bis vier Spieler ab acht Jahren geeignet. Ihr findet es ab sofort zum Preis von rund 10€ im Handel.

Fazit des Tests: Gönnen Können erwürfelt sich die folgende Note

Man muss auch Gönnen Können im Test: Taktisches Würfelspiel mit Top-Note.

Mit der Klein&Fein-Reihe von Schmidt Spiele hatte ich schon sehr viel Freude. Vor allem mit „Ganz schön clever“ habe ich doch viel mehr Zeit verbracht, als mit so manchem taktischen Schwergewicht. „Man muss auch Gönnen Können“ spielt sich nochmal etwas anspruchsvoller und fordert euch strategisch mehr ab. Einfach drauflosspielen funktioniert zwar auch bei Gönnen Können, für einen vorzeigbaren Highscore braucht ihr aber schon etwas Planung. Der Clou des Spiels liegt in seiner großen Variabilität. Während es bei den meisten anderen Spielen mit Würfel- und Ankreuzmechanik einen vorgefertigten Bogen gibt, wird dieser bei Gönnen Können erst im laufenden Spiel erstellt. Auf die Gestaltung der persönlichen Auslage könnt ihr zudem selbst Einfluss nehmen. Ihr könnt besonders gut passende Karten vom Markt erwerben und eurem Punktekonto so gezielt einen ordentlichen Boost verpassen. Jede Aktion will also gut geplant sein. Die vielen Möglichkeiten der taktischen Planung hat aber auch seine Schattenseiten. Gönnen können spielt sich nicht mehr ganz so flüssig und geschmeidig wie „Ganz schön clever“. Der Spielfluss wird immer wieder etwas unterbrochen, da mehr Zeit für die weitere Planung benötigt wird. Dieser kleine Makel ist allerdings leicht zu verschmerzen, da auch die passiven Spieler immer gut beschäftigt werden und auf einen Abstauber hoffen können. Aus diesen Gründen hat mir „Man muss auch Gönnen Können“ ziemlich gut gefallen und rangiert auf meiner Hitliste der Würfelspiele derzeit ziemlich weit oben.

Pros

Cons

+ keine vorgefertigten Bögen mehr

- kleine Schwächen beim Material

+ eigene Auslage im Spiel selbst gestalten

+ mit Solomodus

+ passive Spieler sind am Spiel beteiligt

+ Würfelspiel mit taktischen Möglichkeiten

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