Punktesalat besteht aus insgesamt 108 doppelseitigen Karten.
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Punktesalat besteht aus insgesamt 108 doppelseitigen Karten.

Gesunder Gemüsemix für Spieler

Punktesalat im Test: Das knackig frische Kartenspiel

  • vonSebastian Hamers
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In Punktesalat sammelt ihr nicht nur buntes Gemüse für euren Salat, sondern auch noch nach den passenden Rezepturen.

In der Welt der Brettspiele ist der Begriff „Punktesalat“ nicht unbedingt positiv besetzt. Er wird gerne von Spielern verwendet, wenn die Siegpunkte bei der Schlusswertung aus vielen unterschiedlichen Quellen zusammengetragen werden. Mit dieser bunten Mixtur von Punkten, dem Punktesalat, wird abschließend der Sieger des Spiels ermittelt. Nicht selten führt dies dazu, dass sich der Gewinner selbst kurz vor Spielende nicht so recht abzeichnen mag, da niemand einen echten Überblick über den aktuellen Punktestand hat. Das neue Kartenspiel von Pegasusspiele nimmt den Begriff des Punktesalats ziemlich wörtlich und macht ihn direkt zum wesentlichen Spielprinzip. Wer sichert sich die besten Salatrezepte und sammelt dazu auch noch die passenden Zutaten? Die schönste Salatmischung wird mit dem Spielsieg belohnt.

Punktesalat besteht aus 108 doppelseitigen Karten. Auf der Vorderseite seht ihr immer eines von insgesamt sechs Gemüsesorten: Möhren, Tomaten, Salat, Zwiebeln, Kohl und Paprika. Die Kartenrückseite bietet euch eine Möglichkeit, wie ihr gesammeltes Gemüse zu Punkten weiterverarbeiten könnt. Im Spielverlauf müsst ihr sowohl Gemüsesorten sammeln, als auch die Wertungsrückseiten. Denn erst die Mischung aus beiden macht einen guten Punktesalat aus.

Punktesalat fix für eine schnelle Zubereitung

Das Spiel kann ohne große Vorbereitungszeit beginnen. Ihr teilt die Karten in drei gleichgroße Stapel auf und legt dabei zunächst die Wertungsseite nach oben. Pro Stapel deckt ihr jetzt noch zwei Karten auf, so dass die Gemüseseite sichtbar wird. Vor euch liegt nun der Markt, der sechs Gemüsekarten zur Auswahl bietet. Die Zutaten liegen bereit, das Rezeptbuch ist gezückt. Es kann also direkt losgehen mit der Punktejagd.

Im Spielverlauf sammelt ihr unterschiedliche Gemüsesorten, die Zutaten für eure Salatmischung.

Ziemlich locker und fluffig gestaltet sich ebenso der Spielablauf. Seid ihr am Zug, dürft ihr euch entweder zwei Gemüsekarten vom Markt holen oder aber ihr entscheidet euch für eine der drei offen ausliegenden Wertungskarten. Anschießend ist auch schon der nächste Spieler an der Reihe. So rotiert das Spiel angenehm flüssig durch die Runde. Lange Wartezeiten auf den eigenen Zug sollten sich also kaum einstellen, selbst wenn ihr Punktesalat in einer größeren Gruppe von bis zu sechs Spielern spielt.

Beim Punktesalat kommt es auf die richtige Mischung an

Das gesammelte Gemüse legt ihr am besten gut sortiert vor euch ab. So habt ihr immer einen guten Überblick, welche und wie viele Zutaten ihr bereits für euren Salat im Vorrat habt. Entscheidet ihr euch für zwei Gemüsekarten füllt ihr den Markt direkt wieder vollständig auf. Der nächste Spieler in der Reihenfolge kann somit also wieder aus dem Vollen schöpfen. Nehmt ihr eine Wertungskarte, legt ihr diese nebeneinander ab, da ihr die Wertungsbedingungen stets gut im Auge behalten müsst.

Erst durch die Wertungskarten könnt ihr eure Zutaten zu Punkten weiterverarbeiten.

Jeder der 108 Wertungskarten zeigt euch tatsächliche eine andere Wertungsbedingung. Manchmal gibt es Siepunkte für eine bestimmte Gemüsesorte, mal ist eine ausgewählte Kombination von Gemüsearten gefordert. Es gibt auch einige Wertungskarten, die das Sammeln von gleich mehreren Zutaten belohnt. Allerdings hat diese Vielfältigkeit auch einen Preis. Sie bestrafen die Anhäufung eines anderen Gemüses mit Minuspunkten. Hin und wieder müsst ihr sogar die Zutatensammlungen der Mitspieler beobachten, wenn es beispielsweise Punkte für den größten oder den kleinsten Vorrat von einem bestimmten Gemüse gibt. Ihr seht schon, für eine gute Punktausbeute kommt es auf die richtige Mischung von Gemüse- und Wertungskarten an.

Kleine taktische Winkelzüge beim Punktesalat

Bei Spielbeginn lässt sich natürlich noch nicht genau absehen, welche Gemüsesorten euch am Ende die meisten Punkte einbringen. Eure Strategie entwickelt sich erst im Verlauf der Partie. Je nachdem, wie sich die Gelegenheiten ergeben, müsst ihr immer wieder improvisieren und eure Taktik anpassen. Es kommt nicht selten vor, dass sich eine vielversprechende Wertungskarte im Nachhinein als unvorteilhaft erweist.

Punktesalat besteht aus insgesamt 108 doppelseitigen Karten.

Glücklicherweise macht es euch Punktesalat nicht allzu schwer, kleinere Fehler noch zu korrigieren. Als freie Aktion dürft ihr eine Wertungskarten herumdrehen und sie auf die Gemüseseite legen. Das frische Gemüse fügt ihr einfach euren Vorräten hinzu. So mancher Fauxpas lässt sich so im Verlauf des Spiels noch ausbügeln. Dennoch wird euch Punktesalat ein paar knifflige Entscheidungen abfordern, wenn es darum geht, euren Punktestand zu optimieren. Zahlreiche Optionen im Spiel sind vielversprechend.

Schlusswertung endet mit einem Punktesalat

Wenn alle 108 Karten unter den Spielern verteilt wurden, endet das Spiel und es kommt zur Schlusswertung. Hier gilt zu beachten, dass jede Gemüsekarte für jede Wertungskarte verwendet wird. Fordern mehrere Wertungskarten den Einsatz von Möhren, müsst ihr die gesammelten Gemüsekarten also nicht unter den Wertungskarten aufteilen, sie gelten einfach für alle Wertungen.

Punktesalat kommt über Pegasusspiele in den Handel und kostet etwa 13€.

Punktesalat kommt über Pegasusspiele in den Handel und kostet etwa 13€.

Außerdem dürfen die Wertungskarten auch mehrfach erfüllt werden. Bringt euch ein Set aus Möhre, Salat und Tomate acht Siegpunkte ein, verdoppelt ihr den Betrag, wenn ihr zwei Zutaten jeder Art gesammelt habt. Auf diese Art und Weise könnt ihr aus einer einzigen Karte, schnell jede Menge Punkte rausholen. Am Ende addiert ihr nur noch die Punkte, die ihr für jede einzelne Wertungskarte erhalten habt, um den Sieger zu ermitteln.

Punktesalat ist ein schnelles Kartenspiel für zwei bis sechs Spieler ab acht Jahren. Für eine Partie solltet ihr zwischen einer Viertel- und einer halben Stunde einplanen. Das Spiel kommt über Pegasusspiele in den Handel und kostet etwa 13€.

Fazit: Der Punktesalat erhält die folgende knackig frische Testwertung

Punktesalat im Test: So schneidet das frühlingsfrische Kartenspiel ab.

Vor meiner ersten Partie Punktesalat war ich nur wenig motiviert. Weder Cover noch der kleine Klappentext regten mich sonderlich dazu an, diesem Titel eine echte Chance zu geben. Selbst die ersten Züge spielte ich noch ein wenig missmutig vor mir her. Nach ein paar Minuten war meine Stimmung aber komplett gekippt. Ich hatte realisiert, dass Punktesalat taktisch viel mehr zu bieten hat, als es zunächst den Anschein erweckt. Dabei bietet jeder Zug eigentlich nur zwei Optionen. Nehme ich eine Wertungskarte oder aber erweitere ich meine Gemüsevorräte? Letztlich kommt es auf die Kombination aus beiden Faktoren an. Es ist wichtig, dass ihr eine gute Mischung findet. Denn letztlich nutzt euch ein reichhaltiges Angebot an frischen Zutaten nichts, wenn es euch an den passenden Wertungsmöglichkeiten mangelt. Umgekehrt helfen natürlich auch die Wertungskarten nicht weiter, wenn sie nicht mit den richtigen Gemüsesorten bedient werden können. Ihr müsst in der Lage sein, ad hoc auf neue Situationen zu reagieren, denn die Kartenauslage ist sehr dynamisch und ändert sich mit jedem Zug. Genau darin liegt die große Herausforderung von Punktesalat. Dynamisch ist nicht nur die Kartenauslage, sondern auch der Spielablauf selbst. Die Züge spielen sich kurz und knackig, so dass die Karten ziemlich flüssig unter den Spielern aufgeteilt werden. Die Mischung aus einfachen Regeln, schnellem Spielablauf und den taktischen Möglichkeiten sorgen dafür, dass Punktesalat eine breite Zielgruppe und somit hoffentlich auch viele Fans findet. Verdient hätte es das kleine Kartenspiel auf alle Fälle.

ProsCons
+ für bis zu sechs Spieler geeignet- optisch eher schlicht
+ flüssiger Spielablauf
+ Kartenauslage mit dynamischer Gestaltung
+ fordert spontane Änderungen der taktischen Marschroute

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