Über das Spielbrett erhaltet eine dritte Option, um Kreuze auf eurem Blatt zu tätigen.
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Über das Spielbrett erhaltet eine dritte Option, um Kreuze auf eurem Blatt zu tätigen.

Moderner Klassiker jetzt auch als Brettspiel

Qwixx On Board im Test: Das Würfelspiel jetzt auch mit Brett

  • vonSebastian Hamers
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Der Nürnberger Spielkartenverlag betreibt mit Qwixx wieder Produktpflege. Wir haben gecheckt, ob sich das Brett positiv auf das Spiel auswirkt.

Es ist wohl schon so ziemlich jeder Spieler einmal über eine Ausgabe des modernen Würfelspiel-Klassikers Qwixx gestolpert. Gefühlt veröffentlicht der Nürnberger Spielkartenverlag jährlich eine neue Ausgabe ihres Bestsellers. Neben der Originalfassung schafften es beispielsweise noch eine Kartenspielvariante, eine XL-Fassung, ein Zwei-Personen-Spiel sowie natürlich zahllose Zusatzblöcke mit einigen Abwandlungen ihren Weg in den Handel. Im letzten Herbst stand Qwixx erneut auf der Liste der Neuerscheinungen. Ab sofort gibt es Qwixx auch als Brettspiel. Für Qwixx On Board ist der Verlag sogar von seiner klassischen Schachtelgröße abgewichen. Unter dem Strich bleibt das neue Qwixx aber immer schon ein schlankes Brettspiel und passt somit perfekt in die Middys-Sparte des Verlags.

Spielerisch entfernt sich Qwixx On Board gar nicht so weit weg von seinen Wurzeln. Das macht der erste Blick in die Anleitung schnell deutlich. Kenner des Originals müssen sich lediglich die ersten beiden Seiten des Regelwerks zu Gemüte führen. Nach spätestens drei Minuten seid ihr startklar. Doch selbst wenn ihr tatsächlich mit Qwixx noch nie in Kontakt gekommen seid, sowas soll es ja geben, benötigt ihr keine lange Vorbereitungszeit. Die Originalregeln lassen sich ebenso in wenigen Minuten erlernen.

Brettspiel bleibt seinen Wurzeln treu

Im Mittelpunkt des Spiels stehen noch immer die insgesamt sechs Würfel: je ein Würfel in den Farben rot, gelb, grün und blau, hinzu kommen noch zwei neutrale weiße Würfel. Jeder Spieler erhält vor Spielbeginn ein Ankreuzblättchen mit vier Farbreihen. Dort finden sich auch die Farben der Würfel wieder. Die rote und die gelbe Reihe zeigen euch Ziffern zwischen zwei und zwölf in aufsteigender Reihenfolge, bei grün und blau seht ihr die Zahlen in umgekehrter Abfolge. Eure Aufgabe besteht darin, auf dem Blatt möglichst viele Kreuze zu setzen.

Wie beim Original müsst ihr immer noch möglichst viele Felder auf eurem Blatt ankreuzen.

Dazu werden zunächst alle sechs Würfel geworfen. Das geworfene Ergebnis eröffnet euch gleich mehrere Optionen. Zuerst addiert ihr die Ergebnisse auf den beiden weißen Würfeln. Jeder Spieler darf nun das Ergebnis in einer beliebigen Farbreihe ankreuzen. Der aktive Spieler hat zusätzlich noch die Möglichkeit, einen weißen Würfel mit einem beliebigen Farbwürfel zu kombinieren. Die Gesamtsumme darf er verwenden, um ein Kreuz in der entsprechenden Farbreihe zu setzen. Könnt oder wollt ihr als aktiver Spieler kein Feld ankreuzen, müsst ihr einen Fehlwurf in Kauf nehmen, der euch am Spielende Minuspunkte einbringt.

Extras auf dem Brett

Beim Ankreuzen müsst ihr nicht zwingend mit dem ersten Feld in einer Reihe beginnen. Ihr dürft beliebig viele Felder überspringen. Allerdings gibt es später kein Zurück mehr. Einmal übersprungene Felder in der Reihe können zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr angekreuzt werden. So müsst ihr euch also immer gut überlegen, ob ihr ein oder gleich mehrere Felder überspringen möchtet. Denn am Ende gilt: je mehr Kreuze in einer Reihe, desto höher fällt die Punkteausbeute aus. Soweit gleicht das Brettspiel noch ganz dem Original. Zusätzliche Optionen eröffnet euch allerdings das kleine Spielbrett, auf dem jeder Spieler eine eigene Figur platziert.

Die farbigen Würfel dürfen bei der Brettspiel-Version natürlich auch nicht fehlen.

Das Spielfeld ist doppelseitig bedruckt und zeigt euch zwei unterschiedliche Anordnungen von Zifferfeldern in den vier Qwixx-Farben. Als aktiver Spieler steht euch jetzt noch eine dritte Option zur Verfügung. Ihr dürft eure Spielfigur um ein bis fünf Felder noch vorne bewegen. Allerdings müsst ihr das Feld, auf dem ihr landet, jetzt auf eurem Block ankreuzen oder es bereits angekreuzt haben. Mit Hilfe des Spielbretts könnt ihr so in einem Zug gleich bis zu drei Kreuze setzen.

Taktischer Mehrwert

Qwixx-typisch darf eure Spielfigur natürlich niemals rückwärts gezogen werden. Auch auf dem Brett sind einmal übersprungene Felder nicht mehr nutzbar. Für euer Punktekonto ist es aber ohnehin positiv, wenn ihr die Figur möglichst weit nach vorne zieht. Je nach Position der Figur bei Spielende könnt ihr auf diese Weise nochmals bis zu zwanzig Sonderpunkte erhalten.

Über das Spielbrett erhaltet eine dritte Option, um Kreuze auf eurem Blatt zu tätigen.

Das Spielfeld bringt zudem auch noch eine zusätzliche Möglichkeit mit, das Spielende herbeizuführen. Sobald eine Figur auf einem der letzten fünf Felder des Spielfelds landet, sind alle weiteren Spieler noch genau einmal an der Reihe. Dann endet das Spiel mit der Endabrechnung. Das Spielende kann allerdings auch weiterhin durch die klassischen Regeln eingeläutet werden. Muss ein Spieler den vierten Fehlwurf hinnehmen, endet das Spiel sofort. Gleiches gilt, wenn insgesamt zwei Farbreihen abgeschlossen wurden. Dies geschieht, wenn ein Spieler das letzte Feld in der Farbreihe abgestrichen hat.

Eine Partie dauert meist auch gar nicht sonderlich lange. Die auf der Verpackung angegebenen zwanzig Minuten werden nur selten überschritten. Qwixx On Board ist für zwei bis vier Spieler ab acht Jahren geeignet. Das Spiel steht bereits seit dem Herbst im Handel und kostet etwa 10€.

Fazit: Diese Note erwürfelt sich Qwixx On Board im Test

Qwixx on Board im Test: So gut ist die Brettspiel-Variante des Würfel-Klassikers.

Qwixx ist einfach nicht totzukriegen. Auch fast acht Jahre nach der Erstveröffentlichung wird das Spiel in vielen Runden immer wieder hervorgekramt. Qwixx beweist eindrucksvoll, dass klassische Würfelspiele eben doch sehr viel Spaß machen können. Das Spiel bietet trotz seiner kinderleichten Regeln eine gute Portion Taktik und spielt sich zudem auch besonders flüssig. Wartezeiten auf den eigenen Zug? Nicht bei Qwixx, hier ist jeder Spieler jederzeit aktiv. Dieses dicke Plus ist Qwixx über die ganzen Jahre, quer durch alle Varianten erhalten geblieben. Glücklicherweise ist Autor Steffen Benndorf auch beim jüngsten Spross Qwixx On Board nicht von diesen Erfolgsgaranten abgewichen. Bei der Brettspiel-Version bleiben die Regeln des Originals zu einhundert Prozent erhalten. Das Spielbrett spendiert den Qwixx-Fans lediglich nochmal ein kleines Bonbon. Mit dem Brett erhält der aktive Spieler eine dritte Option, um auf seinem Blatt ein Kreuz zu setzen. Dadurch werden die taktischen Möglichkeiten etwas erweitert. Wer gut vorplant, kann Fehlwürfe damit nahezu ausschließen. Das Spielbrett ist somit eine sinnvolle Ergänzung zum Würfelspiel-Klassiker. Das kleine Plus an Taktik hat dem Spiel gutgetan. Ich würde daher die Brettspielversion dem Original den Vorzug geben. Bei einem Preis von rund 10€ können da auch Besitzer des Standard-Qwixx ruhig nochmal zugreifen.

Pros

Cons

+ bewährtes Konzept bleibt erhalten      

- nimmt etwas mehr Platz ein als das Original   

+ Spielbrett bietet taktischen Mehrwert  

+ keine Wartezeiten

+ einfache Regeln  

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