Roboter ist über den Nürnberger Spielkartenverlag erschienen und kostet zwischen 8€ und 10€.
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Roboter ist über den Nürnberger Spielkartenverlag erschienen und kostet zwischen 8€ und 10€.

Kooperatives Kinderspiel mit pädagogischem Mehrwert

Roboter im Test: Mit Karten spielerisch lernen

  • vonSebastian Hamers
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Roboter vom Nürnberger Spielkartenverlag stand auf der Nominierungsliste zum Kinderspiel des Jahres. Doch was ist dran am Spiel rund um den süßen Roboter?

Die Preisverleihung zum „Spiel des Jahres“ ist für die gesamte Brettspiel-Branche von großer Bedeutung. Entsprechend groß ist der Rummel, wenn im Sommer die Ergebnisse der Jury präsentiert werden. Bei eingefleischten Brettspielfans geht dabei das Kinderspiel des Jahres aber leider etwas unter. Ein Blick über den eigenen Tellerrand kann aber sicher nicht schaden. Schließlich werden mit den Kinderspielen die Brettspiel-Nerds von morgen herangezüchtet. Auf die Nominierungsliste und damit unter die Top 3 hat es Roboter vom Nürnberger Spielkartenverlag geschafft. Im Vergleich zum Gewinner Speedy Roll hat der Kandidat vom NSV gleich zwei Vorteile: das Spiel fällt sowohl preislich als auch in Sachen Lagerplatz ist Roboter ziemlich genügsam.

Der Verlag aus dem schönen Frankenland pflegt die eigene Kinderlinie weiter. Zu erkennen am gelben Banner steht jetzt bereits das vierte Spiel der Reihe im Handel. Mit der Nominierung zum Kinderspiel des Jahres ist dem Verlag jetzt ein kleiner Coup gelungen. Doch was ist dran am kleinen Kartenspiel rund um den süßen Roboter?

Kooperativer Spielspaß mit Roboter

Als Spiel für Kinder verfügt Roboter natürlich über eine nicht zu komplexe Spielidee. Dem Spiel liegen zwölf übergroße Karten bei, die von beiden Seiten bedruckt sind. Auf der Kartenvorderseite seht ihr eine Rennstrecke, über die sich der Roboter bewegt. Entlang der Piste befinden sich diverse Gegenstände, die ihr möglichst punktgenau ansteuern sollt. Diese Aufgabe kann nur gemeinsam als Team bewältigt werden.

Der kleine Roboter bewegt sich entlang der Rennstrecke. Doch an welchem Gegenstand steuert er an?

Ein Spieler übernimmt dabei immer die Kontrolle über den Roboter. Sein „Beep!“ gibt das Startzeichen und der Roboter setzt sich in Bewegung. Allerdings nur in den Gedanken der Spieler. Es gibt keine Figur, die sich über die Rennstrecke bewegt. Ein zweites „Beep!“ lässt den Roboter anhalten. Das Rateteam muss nun gemeinsam entscheiden, an welchem Gegenstand wir uns nun wohl gerade befinden.

Roboter mit drei Geschwindigkeitsstufen

Der Roboterspieler versucht seine Mitspieler zu einem ganz bestimmten Gegenstand zu lotsen. Welches Ziel angesteuert werden soll, kann auf der Kartenrückseite abgelesen werden. Damit es nicht ganz so leicht wird, bewegt sich der Roboter in drei verschiedenen Geschwindigkeitsstufen. Mal bewegt sich der kleine Blechkasten im Schneckentempo nach vorne, mal in normaler Geschwindigkeit oder aber er saust raketenschnell über die Rennstrecke.

Die Kartenrückseite macht Angaben zum Ziel des Roboters und zu seiner Geschwindigkeit.

Die meisten Punkte werden ausgeschüttet, wenn das Team den Aufenthaltsort des Roboters richtig erraten hat. Doch auch für eine kleine Abweichung gibt es noch einen Punkt. Der Punktestand wird ganz einfach über die beiliegenden blauen Holzchips festgehalten. Gespielt wird über elf Runden, wobei immer ein anderer Spieler die Kontrolle über den Roboter übernimmt. So kommt jeder einmal in den Genuss, den Roboter zu steuern.

Anpassbarer Schwierigkeitsgrad bei Roboter

Die Aufgabe liest sich auf dem Papier leichter, als sie tatsächlich ist. Die größten Schwierigkeiten stellen die verschiedenen Vorstellungen von Geschwindigkeit und Zeit der einzelnen Spieler dar. Was für den ersten Spieler schon raketenschnell ist, zählt für den zweiten Spieler vielleicht noch zur Normalgeschwindigkeit. Vor allem wenn unterschiedliche Spieler die Roboterkontrolle übernehmen, kann es zu Differenzen kommen.

Roboter ist über den Nürnberger Spielkartenverlag erschienen und kostet zwischen 8€ und 10€.

Für Anfänger schlägt das Regelwerk deshalb optional vor, dass es pro Partie immer nur einen Roboterspieler gibt. Alternativ könnt ihr natürlich auch auf die unterschiedlichen Geschwindigkeitsstufen verzichten. Wenn es dann zu leicht wird, lässt sich das Spiel dann immer noch etwas schwerer gestalten. Weiterhin bietet Roboter ebenfalls noch einen kompetitiven Modus an. Hier gibt jeder Spieler einzeln seinen Tipp ab. Auch der Roboterspieler wird belohnt, wenn er möglichst viele Spieler zum korrekten Ziel gelotst hat.

Roboter vereint Lernen und Spielen und verdient sich diese Wertung

Roboter im Test: So gut schneidet der Nominee für das Kinderspiel des Jahres 2020 ab.

Roboter vermittelt den Kindern spielerisch ein Gefühl für Geschwindigkeit und Zeit. Der kooperative Ansatz sorgt zudem für ein Gemeinschaftsgefühl bei den jungen Spielern. Damit hat das kleine Kartenspiel vom NSV seinen pädagogischen Auftrag voll und ganz erfüllt. Roboter ist für zwei bis sechs Spieler ab fünf Jahren geeignet. Eine Partie ist einem Rutsch vorbei. Mehr als eine Viertelstunde müsst ihr für einen Durchlauf nicht einplanen. Damit eignet sich Roboter auch gut als Spielesnack oder als Spiel auf Reisen. Roboter steht ab sofort im Handel und kostet zwischen 8€ und 10€.

Pros

Cons

+ sehr zugänglich

- ist zu zweit nicht ganz so spaßig

+ kooperativer Spielansatz

+ anpassbarer Schwierigkeitsgrad

+ vermittelt Kindern ein Gefühl von Zeit und Geschwindigkeit


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