Rolling Dice Verpackung Schachtel Abacusspiele Wuerfel Fische Eislock Scholle Netz
+
Rolling Dice erscheint über Abacusspiele und kostet 20-25€.

Geschicklichkeitsspiel Rolling Dice erscheint im XXL-Format

Rolling Dice im Test: Das Brettspiel mit der Würfel-Arena

  • vonSebastian Hamers
    schließen

Abacusspiele setzt mit Rolling Dice auf familienfreundliche Unterhaltung. Die Würfel-Arena läuft insbesondere mit vielen Spielern zu Hochform auf.

  • für 2-6 Spieler ab 8 Jahren geeignet
  • Spieldauer: ca. 30 Minuten
  • Autoren: Peter Wichmann, Albrecht Werstein, Klaus Zoch, Karl-Heinz Schmiel
  • Verlag: Abacusspiele
  • Preis: 20-25€

Mann, ist die Dick, Mann! Nein, die Rede ist diesmal nicht vom beliebten Schokokuss, den der Süßwarenhersteller Storck so einprägsam in den 90er-Jahre-TV-Spots bewarb. In diesem Fall ist die wahrlich riesige Spieleverpackung gemeint, in die Abacusspiele die Frühlingsneuheit Rolling Dice gesteckt hat. Der Blick in die Schachtel sorgt zunächst für Verwunderung. Hmmm, da ist ja gar nicht viel drin. Sechs putzige Marker in Robbenform, dazu ein einfacher Plastikring und 24 Würfel in sechs unterschiedlichen Farben. Das war’s eigentlich auch schon. Wozu also der ganze Gigantismus? Die Lösung ist einfach. Bei Rolling Dice ist die Verpackung zugleich ein Kernelement des Spiels. Mit ein paar Handgriffen verwandelt ihr sie in eine riesige Arena, in der eine Eisscholle das Spielfeld darstellt. Rolling Dice weckt gleich Assoziationen zum Kultsport Curling, der allerdings mit ein paar witzigen Gimmicks aufgepeppt wurde.

Rolling Dice mit Würfelpower

Der Würfelspaß verläuft über mehrere Runden. Ihr werdet dabei mit vier Würfeln einer Farbe ausgerüstet, die ihr im ersten Durchlauf alle in die Arena werft. Passt auf, dass die Würfel möglichst auf dem Spielfeld bleiben. Die äußeren Ränder des Stadions bestehen nämlich aus Eiswasser. Alle Würfel, die ins Wasser plumpsen, werden sofort zu Eisblöcken und bringen euch keine Punkte ein. Es erfordert etwas Geschick, aber auch eine gute Portion Glück, damit die Würfel irgendwo auf der Eisscholle bleiben.

Trotz XXL-Arena kann es auf der Eisscholle in Rolling Dice schnell eng werden.

Solange ihr euren Zug nicht vollständig verhauen habt, dürft ihr jetzt einen Würfel wählen, der nicht im Eiswasser gelandet ist. Dieser wird als Wertungswürfel deklariert. Er verweilt an Ort und Stelle, während die restlichen Würfel eurer Farbe von der Eisscholle gefegt werden. Die anderen Spieler führen auf diese Art ebenso ihre Aktion durch. Im Würfelchaos kann es nun natürlich leicht passieren, dass die Positionen der Würfel noch ein wenig durcheinandergewirbelt werden, was unter Umständen zu Jubelstürmen oder zur genau gegenteiligen Reaktion führen kann.

In der Arena von Rolling Dice sind Glück und Taktik gefragt

Haben alle Spieler ihren Wurf absolviert, kann es direkt zur Wertung der Runde übergehen. Ihr erhaltet zunächst Punkte entsprechend der Augenzahl auf eurem eigenen Würfel. Allerdings ist auch die Position des Würfels innerhalb der Arena relevant. Ihr sackt zusätzlich die Augenzahlen der anderen Spieler ein, sofern sich ihre Würfel näher am Eingang der Arena befinden als euer eigener Würfel. Je weiter ihr euren Würfel auf dem Spielfeld nach hinten bugsiert, desto mehr Punkte springen für euch heraus.

Mit etwas Pech landen Würfel bei Rolling Dice im seitlichen Eiswasser und werden zum Eisblock.

Die Gier nach Punkten kann euch allerdings schnell zum Nachteil werden, zumindest in den folgenden Runden. Ab der zweiten Runde müsst ihr das Ergebnis eures vorherigen Wurfs übertreffen. Der gewertete Würfel bleibt auf der Eisscholle liegen und wird zur besseren Übersicht mit einem Plastikring markiert. Jetzt werft ihr also nur noch drei Würfel in die Arena. Einer dieser Würfel sollte auf der Eisscholle noch ein kleines Stückchen weiter hinten landen. Das Ende der Fahnenstange ist hier also möglicherweise rasch erreicht. Zum Glück gibt es noch eine zweite Möglichkeit, euren vorherigen Wurf zu übertreffen, indem ihr einfach eine höhere Augenzahl mit einem der Würfel erzielt.

Rolling Dice mit Nervenkitzel

Diese einfache Mechanik ermöglicht euch einige taktische Überlegungen. Mit einem Würfel ganz hinten im Feld sahnt ihr in der Regel mächtig viele Punkte ab. Weist dieser aber auch noch eine hohe Augenzahl auf, wird es fast unmöglich, diesen Wurf noch zu übertreffen. Aber vielleicht lohnt sich das Wagnis dennoch? Der Preis für einen Fehlwurf ist jedoch hoch. Gelingt es euch nicht, das vorherige Ergebnis zu toppen, gibt es in dieser Runde null Punkte. Der zuletzt gewertete Würfel wird umgehend zum Eisblock transformiert und bringt allen anderen Spielern Pluspunkte, was natürlich doppelt ärgerlich ist.

Die Fischernetze geben in Rolling Dice ein paar hübsche Bonuspunkte.

Echte Zocker werden sich davon aber doch nicht abschrecken lassen? In Rolling Dice fordert ihr euer Glück in jeder Runde aufs Neue heraus. Das Spiel hält zudem noch ein paar weitere Fallen für euch bereit, was den Nervenkitzel zusätzlich erhöht. Ihr könntet etwa den eigenen Wertungswürfel mit euren Würfeln ins Wasser schubsen. Ein blödes Missgeschick, das euch viele Punkte kosten wird. Der rausgeschubste Würfel wird zum Eisblock und somit wieder zum Punktelieferanten für die Mitspieler. Die restlichen drei Würfel werden ebenfalls nicht zur Wertung gebracht.

Rolling Dice hat eine Arena mit Schikanen

Die Wertungswürfel der anderen Spieler könnt ihr natürlich ebenfalls ins kalte Wasser werfen. Der Mitspieler wird sich möglicherweise dafür sogar bei euch bedanken. Der Würfel kommt direkt wieder auf die Eisscholle. Der Besitzer darf sich eine beliebige Position für seinen Würfel aussuchen, lediglich die Augenzahl darf nicht verändert werden. Das kleine Versehen kann sich also für euren Mitspieler zu einem warmen Punkteregen entwickeln.

Bei Rolling Dice nutzt ihr die Schachtel auch gleich als Punktezähler.

Als neue Position für den Würfel empfehlen sich möglicherweise die vier Fischernetze auf der Eisscholle. Wertungswürfel, die am Ende der Runde diese Netze berühren, bringen euch ein paar Bonuspunkte ein. Mit den Eislöchern gibt es allerdings auch einige Negativfelder. Ein Wertungswürfel, der dort landet, wird mit Punktabzug bestraft.

Partyspaß mit Rolling Dice

Nach der Wertung bleiben alle neuen Wertungswürfel auf der Eisscholle liegen. Anschließend kann direkt die nächste Runde beginnen. Wer im aktuellen Durchlauf als Erster einen Würfel zum Eisblock verwandelt hat, wird Startspieler in der nächsten Runde. Hat diesmal kein Spieler diesen Fauxpas begangen, geht das Startrecht an den Besitzer des Würfels über, der dem Arenaeingang am nächsten liegt.

Der aktuelle Wertungswürfel wird bei Rolling Dice mit einem Plastikring markiert.

Die Partie endet, sobald der erste Spieler eine vorgegebene Punktzahl erreicht. Nehmt ihr die im Regelheft vorgeschlagene Punktgrenzen, dauert ein Spiel ungefähr eine halbe Stunde. Für längere oder kürzere Matches könnt ihr die Punktzahl nach euren Bedürfnissen anpassen. Rolling Dice ist für zwei bis sechs Spieler ab acht Jahren geeignet und erscheint über Abacusspiele. Das Spiel ist ab sofort im Handel verfügbar und kostet 20-25€.

Fazit: Rolling Dice ist ein unkomplizierter Partyspaß, der sich über folgende ingame-Wertung freuen darf

Rolling Dice ist ein unkomplizierter Partyspaß, der sich über folgende ingame-Wertung freuen darf.

Rolling Dice ist so ein Spiel, bei dem der Spielspaß wächst, je mehr Leute daran teilnehmen. Das Spiel profitiert ungemein vom Chaosfaktor, sorgt für starke Emotionen am Tisch, ohne dass sich jemand allzu sehr ärgern müsste. Als leicht zugänglicher Familienspaß also ein echter Volltreffer. Sicher, einen kleinen taktischen Einschlag bringt Rolling Dice schon mit. Ihr könnt zumindest versuchen, euren Würfel die passende Richtung und den nötigen Schwung mitzugeben, um ein optimales Ergebnis zu anzupeilen. Eine gute Kontrolle über die Würfel wird aber selbst der geschickteste Werfer nicht erreichen. Deutlich mehr Einfluss habt ihr da schon bei der Wahl des Wertungswürfels. Ein Würfel in den hinteren Bereichen der Arena verspricht viele Punkte, birgt allerdings ein hohes Risiko. Läuft die nächste Runde schlecht, steht ihr am Ende mit leeren Händen da. Ein wenig Zockergeist gehört bei Rolling Dice also auch dazu. Diese Mixtur machen Rolling Dice zu einem tollen Familienspiel, das gerade in etwas größeren Spielrunden zündet.

ProCon
+ schnell erklärt- wird erst ab 3-4 Spielern richtig spaßig
+ gute Mischung aus Glück, Geschick und Taktik
+ Chaosfaktor sorgt für Emotionen
+ spielt sich super in größeren Gruppen
+ beeindruckende Größe der Arena

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Cthulhu Death: May Die im Test – Der vollkooperative Dungeon-Schocker
Cthulhu Death: May Die im Test – Der vollkooperative Dungeon-Schocker
Cthulhu Death: May Die im Test – Der vollkooperative Dungeon-Schocker
Tippi Toppi - Das kooperative Kartenspiel im Test
Tippi Toppi - Das kooperative Kartenspiel im Test
Tippi Toppi - Das kooperative Kartenspiel im Test
RES2k: Mehr als 30 Retro-Systeme in einer Konsole
RES2k: Mehr als 30 Retro-Systeme in einer Konsole
RES2k: Mehr als 30 Retro-Systeme in einer Konsole
Test: Lovecraft Letter
Test: Lovecraft Letter
Test: Lovecraft Letter

Kommentare