Safehouse - Das Würfelspiel ist über den Moses-Verlag erschienen und kostet rund 15€.
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Safehouse - Das Würfelspiel ist über den Moses-Verlag erschienen und kostet rund 15€.

Sebastian Fitzek returns

Safehouse - Das Würfelspiel im Test: Kooperativer Krimi mit Würfeln

  • vonSebastian Hamers
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Ein wahnsinniger Killer ist euch dicht auf den Fersen. Schafft ihr es noch rechtzeitig ins Safehouse oder findet der Verfolger doch noch ein Opfer?

Als Krimi-Autor ist Sebastian Fitzek sicher den meisten bekannt. Doch habt ihr gewusst, dass er vor rund drei Jahren auch sein eigenes Brettspiel veröffentlicht hat? In Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Brettspieldesigner Marco Teubner erzielte Sebastian Fitzeks Safehouse mehr als nur einen Achtungserfolg. Nun taucht Fitzeks Name erneut auf der Verpackung eines Brettspiels auf. Safehouse – Das Würfelspiel bedient sich der gleichen Idee. Ein wahnsinniger Killer ist euch dicht auf den Fersen. Noch habt ihr einige Meter Vorsprung und zum Glück ist das rettende Safehouse nicht mehr weit entfernt. Vor euch liegt eine packende Hetzjagd. Erreicht ihr das Safehouse unbescholten oder packt sich der Mörder vorher doch noch sein Opfer?

Das Safehouse-Brettspiel hatte die spannende Flucht der Spieler vor einem durchgeknallten Killer spielerisch sehr eindrucksvoll dargestellt. Das Spielbrett kam sehr detailverliebt in Form eines Buches daher. Auf der letzten Seite wurde das namensgebende Safehouse in Form eines Pop-Up-Elements ins Spiel gebracht. Zusätzlicher Nervenkitzel brachte zudem der beigefügte Soundtrack zum Spiel, der für die passende musikalische Untermalung sorgte. In Sachen Inszenierung spielte Safehouse in der ersten Liga. Das Spiel setzte euch allerdings auch unter einen immensen Zeitdruck. Habt ihr nicht schnell genug ausreichend Meter zurückgelegt, hatte euch der Verfolger gepackt und euch erwartete ein grausames Ende. Da spielt sich das Würfelspiel schon deutlich entspannter.

Safehouse im Test: Verfolgungsjagd ohne Zeitdruck

Im Gegensatz zum großen Brettspiel dürft ihr euch eure Züge im Safehouse-Würfelspiel in aller Ruhe überlegen. Das aufwändige Spielbrett-Buch ist außerdem einem einfachen Ankreuz-Block gewichen. Außer dem wirklich sehr umfangreichen Block liegen dem Spiel lediglich noch zehn Würfel in fünf unterschiedlichen Farben bei. Mit Hilfe der Würfel versucht ihr gemeinsam die Wegstrecke bis zum Safehouse möglichst schnell zu bewältigen. Leider befinden sich auf den Würfel aber auch einige Symbole, die den Verfolger vorrücken lassen.

Einmal verwendete Würfel müssen beiseite gelegt werden. Ihr könnt sie euch für einen teuren Preis zurückholen.

Euer Verfolger befindet sich bei Spielbeginn genau vierzig Felder vom Safehouse entfernt. Ein kleiner Vorsprung sei euch gegönnt, so dass ihr schon bei Feld 17 starten dürft. Jeder Spieler steuert im Safehouse-Würfelspiel seine eigene Figur und erhält dazu sein ganz persönliches Blatt, auf dem der Spielverlauf dokumentiert wird. Die Darstellung der Akteure ist simpel. Alle Felder, die ihr selbst zurückgelegt habt, werden durch einen Querstrich angezeigt. Rückt der Verfolger näher, macht ihr aus dem Querstrich ein Kreuz.

Kooperative Flucht: Die Essenz von Safehouse

Als Flüchtling seid ihr in erster Linie selbst dafür verantwortlich, den Verfolger nicht zu nahe an euch heranrücken zu lassen. Völlig eigensinnige Aktionen nutzen euch aber dennoch wenig. Ihr gewinnt und verliert das Spiel immer gemeinsam. Sobald der Mörder auch nur einen einzigen Spieler eingeholt hat, ist das Spiel sofort vorbei und ihr habt verloren. Nur wenn ihr es alle bis ins Safehouse schafft, dürft ihr gemeinsam den Sieg feiern. Dazu braucht ihr neben etwas Würfelglück auch eine gute Taktik und natürlich auch eine ebenso gute Absprache untereinander.

Erfüllt ihr eine dieser acht Aufgaben, dürft ihr euch dem Safehouse wieder ein kleines Stück nähern.

Um mit eurer Figur auf dem Weg ins Safehouse vorzurücken, müsst ihr zunächst einige Aufgaben erfüllen. Meist müsst ihr Würfelergebnisse in aufsteigender Reihenfolge anordnen. Klingt erstmal gar nicht so schwer. Allerdings müsst ihr nebenbei auch noch die passenden Farben bedienen. In rote Felder dürft ihr nur somit die Ergebnisse von roten Würfeln eintragen. Besonders knifflig sind die letzten drei Herausforderungen auf dem Spielbogen. Diese fordern gleich sechs Einträge, die in der Mitte zusätzlich von einer schon voreingetragenen "Sechs" unterbrochen sind. In die Felder auf der rechten Seite der „Sechs“ können somit nur Ergebnisse mit einem Wert von ebenfalls sechs Punkten oder höher eingetragen werden.

Safehouse im Test: Gut geplant ist halb geflohen

Ihr könnt tatsächlich recht problemlos auf Werte jenseits der sechs Punkte gelangen. Werft ihr mehrere Würfel einer Farbe, werden die Ergebnisse immer addiert. Ihr dürft die Würfelergebnisse auch nicht einzeln verwenden, es findet immer die „Zwangsaddition“ statt. Spekuliert ihr auf kleine Ergebnisse, solltet ihr also vielleicht besser nicht gleich beide Würfel der gewünschten Farbe werfen. Blöderweise haben die Flüchtlinge hier oft gegensätzliche Interessen. Ein Spieler kann gerade ein hohes rotes Ergebnis gebrauchen, der andere wartet hingegen dringend auf eine niedrige rote Zahl. Da sich die Spielbögen immer ein wenig von den anderen unterscheiden, geratet ihr fast zwangsläufig in solche Konfliktsituationen.

Außer dem wirklich ziemlich dicken Spielblock liegen Safehouse nur noch diese zehn farbigen Würfel bei.

Ohne gute Planung und Absprache seid ihr ziemlich verloren. Ein wenig entschärft wird das Spiel jedoch durch die zwei weißen Würfel, die als Joker fungieren. Weiße Würfel könnt ihr mit einer beliebigen anderen Farbe kombinieren. Mit diesem eleganten Trick könnt ihr möglicherweise dem ersten Spieler eine hohe rote Zahl bescheren und Spieler zwei ein niedriges rotes Ergebnis. Natürlich hat die Sache noch einen kleinen Haken…

Kein Safehouse weit und breit: Der Verfolger rückt näher

Bei Spielbeginn habt ihr noch vollen Zugriff auf alle zehn Würfel. Ihr entscheidet frei, welche Würfel der aktive Spieler werfen soll. Anschließend werden jedoch alle verwendeten Würfel beiseitegelegt, sie dürfen im nächsten Zug nicht wiederverwendet werden. Spätestens wenn euch die Würfel ausgehen, müsst ihr wieder sie wieder zurückkaufen und einen ziemlich teuren Preis dafür bezahlen. Ihr holt die Würfel wieder zurück ins Spiel, dafür rückt euch der Verfolger wieder ein paar Schritte dichter auf die Pelle.

Nutzt die Joker weise und behutsam, sie könnten euer Leben retten.

Wie viele Schritte genau, hängt von der Anzahl eurer angefangenen, aber noch nicht abgeschlossenen Aufgaben ab. Für die Wertung ist natürlich der Spieler relevant, der über die meisten offenen Aufträge verfügt. Wollt ihr Würfelergebnisse auf eurem Blatt verwenden, solltet ihr euch also lieber nicht zu sehr verzetteln. Sonst läuft euch der Verfolger schon bald im Stechschritt nach.

Alleinstellungsmerkmal von Safehouse: Lebensrettende Joker

Zwischenzeitlich bleibt der wahnsinnige Killer natürlich auch nicht stur auf einer Stelle. Auf jedem Würfel befindet sich ein Verfolger-Symbol, das den Mörder um einen weiteren Schritt nach vorne rücken lässt. Glücklicherweise gibt es ein paar wenige Joker, mit denen ihr euch etwas Luft verschaffen könnt. Der erste Joker erlaubt euch einmalig, alle geworfenen Verfolger-Symbole zu ignorieren. Beim zweiten Joker dürft ihr hingegen sogar eine beliebige Anzahl Würfel noch einmal werfen.

Safehouse - Das Würfelspiel ist über den Moses-Verlag erschienen und kostet rund 15€.

Mit den Chamäleons kommen zudem noch, je nach Zahl der Mitspieler, bis zu drei weitere Hilfeoptionen hinzu. Die Chamäleons könnt ihr unabhängig von den anderen Spielern einsetzen, um die Farbe eines gewürfelten Ergebnisses zu verändern. Dank der Chamäleons könnt ihr euch so manchmal aus einer prekären Situation retten, wenn der Verfolger gleich mehreren Spielern unmittelbar im Nacken sitzt, aber völlig verschiedene Würfelergebnisse benötigt werden.

Erst wenn alle Spieler das Safehouse erreicht haben, gewinnt ihr das Spiel gemeinsam. Holt der Verfolger auch nur einen von euch ein, so habt ihr das Spiel verloren. Safehouse – Das Würfelspiel ist für ein bis vier Spieler ab zwölf Jahren geeignet. Für eine Partie braucht ihr ungefähr zwanzig Minuten. Ihr findet das Spiel ab sofort zum Preis von etwa 15€ im Handel.

Fazit: Die packende Verfolgungsjagd von Safehouse im Test – Folgende Note gibt's für das Würfelspiel

Safehouse im Test: So schneidet das Krimi-Würfelspiel ab.

Schon das Safehouse-Brettspiel hat in meinen Spielerunden viel Anklang gefunden. Der starke Zeitdruck trifft aber sicherlich auch nicht jedermanns Geschmack. Safehouse – Das Würfelspiel spielt sich da schon deutlich entspannter. Ihr könnt eure Züge in Ruhe planen und gemeinsam überlegen, wie die nächsten Aktionen aussehen sollen. Eine Partie verläuft dadurch etwas weniger dramatisch, aber dennoch ziemlich spannend. Etwa Glück kann sicherlich nicht schaden, um alle Spieler unbescholten ins Safehouse zu bringen. Ein guter Schuss Planung und Absprache hilft bei der Flucht vor dem Verfolger aber durchaus. In unseren ersten beiden Partien wurde ich vom Killer schon recht frühzeitig eingeholt, während mir die Mitspieler schon enteilt waren. Ich musste also ein wenig egoistischer spielen, wenn wir das Spiel bezwingen wollten. Die folgenden Runden verliefen schon etwas vielversprechender, da wir alle schon etwas besser aufeinander aufgepasst hatten. Bis wir alle das Safehouse sicher erreicht hatten, vergingen aber schon einige Partien. Eigentlich wollten wir das Safehouse-Würfelspiel nur als kleines Warm-Up ausprobieren. Letztlich sind wir dann aber doch sehr lange daran hängengeblieben und haben gleich sechs Runden nacheinander gespielt. Bei uns hat die kooperative Variante eines Würfel-und-Ankreuzspiels gut funktioniert, so dass es in den nächsten Tagen noch mehrfach auf den Tisch gekommen ist. Glücklicherweise ist der beigelegte Block wirklich sehr sehr dick…

Pros

Cons

+ kooperatives Würfelspiel

- weniger dramatisch als das Brettspiel

+ reichlich Spielbögen beiliegend

+ schöne große Würfel

+ kein Zeitdruck mehr

+ kommunikativ

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