Test: Stone Age Junior Kartenspiel

  • VonSebastian Hamers
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Vor rund zehn Jahren veröffentlichte der Hans-im-Glück-Verlag das Brettspiel Stone Age, das vor allem bei Vielspielern Anklang fand. Inzwischen richtet sich die Marke jedoch auch an junge Spieler. Im Jahr 2016 erschien mit Stone Age Junior ein Ableger, der sich an diese Zielgruppe richtete und sogar den prestigeträchtigen Titel „Kinderspiel des Jahres“ absahnte. Ende des letzten Jahres schob der Verlag mit dem Stone Age Junior Kartenspiel sogar noch eine weitere Variante nach.

Kurze Regeln, geringe Spieldauer, am besten auch ein wenig lehrreich und trotzdem spaßig - all das sind gute Attribute für ein Kinderspiel. Gekrönt wird das Kinderspiel, wenn auch Erwachsene bei einer Partie unterhalten werden und gemeinsam Spaß mit den Kleinen haben. Diesen Spagat hat Stone Age Junior ziemlich gut gemeistert, entsprechend hoch sind auch die Erwartungen an die Kartenspiel-Version.

Hüttenbau im Steinzeitalter

Wie der Name schon vermuten lässt entführt euch das Stone Age Kartenspiel in der Geschichte weit zurück, in die Steinzeit. Eure Aufgabe lautet, möglichst schnell drei Hütten aufzubauen, in dem das Volk Unterschlupf finden kann. Bis zu vier Spieler versuchen, diesen Job als erstes zu erfüllen, um das Spiel zu gewinnen.

Dazu erhalten alle Spieler zunächst eine Hüttenkarte. Auf jeder dieser Karten befindet sich eine Angabe mit drei Zutaten, die zum Bau der Hütte benötigt werden. Diese drei Zutaten gilt es jetzt möglichst rasch zu entdecken. Finden lassen sich die benötigten Bestandteile auf den Wiesenkarten. Die Wiesenkarten legt ihr bei Spielbeginn kreisförmig in der Tischmitte aus. Dabei werden immer genau neun Karten verdeckt ausgelegt. Die restlichen Wiesenkarten platziert ihr einfach in der Mitte des Kreises. Sie stellen den Nachziehstapel dar.

Mammut Martin ist Kult

Dann gibt es noch ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten. Kult-Mammut Martin ist auch wieder mit dabei. Martin liegt dem Spiel als große Holzfigur bei. Bei Beginn des Spiels stellt ihr Martin einfach auf eine beliebige Wiesenkarte. Seid ihr am Zug, könnt ihr Martin ein bis vier Wiesenkarten im Kreis weiterziehen. Die Karte, auf der das Mammut zum Stehen kommt, dürft ihr herumdrehen.

Auf der Rückseite der Wiesenkarte findet ihr nun eine Zutat wieder, die ihr möglicherweise für den Bau eurer Hütte gebrauchen könnt. Insgesamt befinden sich fünf unterschiedliche Zutaten im Spiel: Beeren, Fische, Krüge, Pfeilspitzen und Zähne. Dazu kommt noch Hund Guff, der als Joker fungiert.

Suche nach Baumaterial

Habt ihr eine Zutat aufgedeckt, die auf eurer Hüttenkarte angegeben ist? Dann legt sie jetzt einfach zu eurer Hütte. Sobald ihr alle drei benötigten Zutaten gesammelt habt, wurde die Hütte fertiggestellt und ihr zieht eine neue Hüttenkarte. Die aufgenommene Wiesenkarte wird direkt durch eine neue ersetzt, die natürlich ebenfalls wieder verdeckt ausgelegt wird.

Deckt ihr hingegen eine Zutat auf, die ihr nicht für den Bau der eigenen Hütte verwenden könnt oder ihr diese Zutat schon besitzt, legt ihr die Karte verdeckt wieder an den alten Platz im Kreis zurück. Für die anderen Spieler bedeutet dies nun natürlich, dass sie eine wertvolle Information gewonnen haben. Da sich Mammut Martin bis zu vier Felder weit bewegen lässt, bekommt ein anderer Spieler nun möglicherweise die Chance, sich eine brauchbare Karte zu sichern.

Durch diese Funktion erhält das Stone Age Kartenspiel eine Memory-Mechanik. Wer sich die aufgedeckten Karten der anderen Spieler gut einprägt, kann sich schnell eine benötigte Zutat für seine Hütte sichern. Damit ist das Kartenspiel ein gutes Konzentrationstraining, bei dem die Kinder nicht selten die besseren Chancen haben. Die Merkfähigkeit wird so auf spielerische Art geschult.

Sobald der erste Spieler drei Hütten vervollständigt hat, endet das Spiel. Dies dauert in der Regel nicht länger als eine Viertelstunde. Damit ist das Kartenspiel zu Stone Age Junior sogar noch etwas kürzer und einfacher zu erlernen als das Junior-Brettspiel. Das Kartenspiel könnt ihr optional außerdem noch als kleine Erweiterung des Brettspiels einsetzen. Es kommen ein paar einfache Regeln hinzu, so dass es nicht zu einer Überfrachtung des einfachen Spielkonzepts kommt.

Das Stone Age Junior Kartenspiel ist für zwei bis vier Spieler ab vier Jahren geeignet. Preislich müsst ihr mit etwa 12-15€ rechnen.

Pros

Cons

Fazit

Natürlich ist das vorliegende Kartenspiel sehr weit entfernt vom großen Bruder aus dem Jahr 2008. Stone Age Junior - Das Kartenspiel richtet sich an junge Spieler. Im Vergleich zum Junior-Brettspiel ist die Kartenspielvariante sogar noch ein kleines Stück leichter geworden. Mit gerade mal einer Viertelstunde Spielzeit ist es zudem ein schneller Spielehappen für zwischendurch. Die oben schon erwähnten Attribute: Geringe Spieldauer, wenig Regeln, lehrreich und dennoch spaßig, erfüllt das Stone Age Kartenspiel in jedem Fall mit Bravour. Es ist schön zu beobachten, wie man dem Ziel des Aufbaus der drei Hütten immer ein kleines Stück näherkommt. Im Zentrum des Spiels steht aber natürlich der Memory-Anteil. Mit diesem wird die Merkfähigkeit der Kinder (und der Erwachsenen) spielerisch geschult. Das Stone Age Junior Kartenspiel ist ein kindgerechtes Spiel, das aber auch die Großen gut unterhält.

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