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Test: Twenty One

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Von: Sebastian Hamers

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Der Nürnberger Spielkartenverlag ist für schnelle Brettspiele mit einfachen Regeln bekannt. Der Verlag selbst spricht in diesem Zusammenhang von seinen Middys. Brandfrisch in dieser Reihe ist jetzt Twenty One erschienen, mit dem sich die Autoren Benndorf und Staupe auf den Spuren des Klassikers Qwixx bewegen. Wieder gibt es farbige Würfel und einen Block zum Ankreuzen. Twenty One bietet allerdings genug Eigenheiten, um sich einen Platz im Programm des Spielkartenverlags aus Franken zu sichern.

In Sachen Spielmaterial zeigt sich Twenty One eher sparsam. Sechs Würfel in den Farben grün, rot, blau, gelb, weiß und schwarz, dazu ein Spielblock mit Abreißzetteln. Dafür müsst ihr euch aber auch nicht in Unkosten stürzen, um in den Genuss des Spiels zu kommen. Mit 8-9€ seid ihr dabei.

Schnelles Spiel auch für größere Runden

Bis zu sechs Spieler können sich gleichzeitig an einer Partie Twenty One beteiligen. Jeder erhält einen Abreißzettel, der sich stets ein wenig von den Blättern der Mitspieler unterscheidet. Entsprechend stehen die Blätter in sechs leicht unterschiedlichen Ausführungen zur Verfügung. Auf den Spielzetteln findet ihr fünf Reihen wieder, die nacheinander durchlaufen werden müssen. Jede Reihe zeigt euch die sechs farbigen Würfel, jedoch mit unterschiedlichen Augenzahlen.

Im Spielverlauf versucht ihr nun die Würfel auf eurem Blatt anzukreuzen. Dazu würfelt zunächst der aktive Spieler alle sechs Würfel. Sollte dieser mit seinem Wurf nicht zufrieden sein, darf er einen zweiten Wurf wagen. Lediglich die geworfenen Einser müssen dabei stehen bleiben. Ihr habt dabei nicht wie bei Kniffel, die Möglichkeit, einzelne Würfel liegen zu lassen. Ihr seid mit dem ersten Wurf also entweder zufrieden oder ihr müsst alle Würfel, bis auf die Einser, noch einmal neu werfen. Spätestens nach dem zweiten Wurf ist Schluss und das Endergebnis steht fest.

Eine Reihe nach der anderen

Jetzt muss jeder Spieler mindestens einen der ausliegenden Würfel verwerten. Ihr wählt also einen der farbigen Würfel und tragt das Ergebnis auf dem entsprechenden Würfel auf eurem Blatt ein. Leider dürft ihr immer nur die aktuelle Reihe dabei verwenden. Erst wenn eine Reihe komplett abgeschlossen wurde, wird die nächste Reihe freigeschaltet.

Im Optimalfall stimmen die Augenzahl auf dem Würfel und auf eurem Blatt dabei überein. Solltet ihr mal weniger Glück haben, müsst ihr Abstriche in Kauf nehmen. In diesem Fall darf die Zahl auf dem Würfel in keinem Fall höher sein als der farblich entsprechende Würfel auf eurem Blatt. Hat der aktive Spieler eine rote fünf gewürfelt und in der aktuellen Reihe auf dem Blatt befindet sich eine rote drei, so dürft ihr diese auch nicht anstreichen. Nehmen wir jedoch an, dass der aktive Spieler eine rote fünf geworfen habt und auf dem Blatt findet sich die farblich gleiche sechs, dürft ihr die fünf nun in diesem Feld eintragen. Die ersten fünf Punkte sind euch sicher.

Volltreffer sorgen für Bonuspunkte

Sind die Augen auf dem Würfel und auf dem Blatt identisch, habt ihr einen Treffer gelandet. In diesem Fall schreibt ihr die Zahl genauso in das jeweilige Feld, dürft aber zusätzlich das kleine Kästchen, das sich direkt neben dem Würfel befindet, ankreuzen. Dieses gibt euch bei der Auswertung der Reihe Bonuspunkte. Je mehr Treffer ihr in einer Reihe gelandet habt desto mehr Extrapunkte bekommt ihr auch. Da die Bonuspunkte progressiv ansteigen, kann es sich durchaus lohnen, auf zusätzliche Treffer zu warten.

Beim Eintragen der Würfelergebnisse ist es euch auch erlaubt, mehr als einen Eintrag pro Wurf vorzunehmen. So ist es auch möglich, dass sich die Spieler im Verlauf des Spiels in unterschiedlichen Reihen bewegt. Sobald ein Spieler alle fünf Reihen abgeschlossen hat, endet das Spiel sofort. Die verbleibenden Spieler dürfen nur noch ihre laufende Reihe werten, dann geht es schon ans Zusammenzählen der Punkte. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt die Partie. Rund zwanzig Minuten dauert ein Durchlauf. Da nicht nur der aktive Spieler ein Ergebnis ankreuzen kann, ist die Spieldauer auch nicht sonderlich abhängig von der Zahl der Teilnehmer.

Pros

Cons

Fazit

Twenty One ist dem Klassiker Qwixx schon recht ähnlich. Nicht die schlechteste Referenz, schließlich ist das Würfelspiel nicht umsonst ein Evergreen. Im Spiel steht ihr immer wieder vor der Frage, ob ihr ein vielleicht nicht ganz optimales Würfelergebnis noch mitnehmt und auf dem Zettel ankreuzt oder lieber doch auf einen Treffer wartet. Auf der anderen Seite besteht natürlich auch das Risiko, eine kleine Zahl auf dem Block einzutragen, obwohl eine höhere Zahl durchaus möglich gewesen wäre. Mindestens einen Würfel müsst ihr schließlich immer wählen. In den Überlegungen spielt sicherlich auch eine Rolle, wie weit die anderen Spieler schon auf ihrem Weg fortgeschritten sind. Ansonsten gelten die gleichen Vorzüge, die auch schon Qwixx zu einem Hit gemacht haben. Dazu gehören die einfachen Regeln, die erhöhte Teilnehmerzahl sowie natürlich der Wegfall von Wartezeiten und der günstige Preis.

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