Test: Wat'n dat...

  • VonSebastian Hamers
    schließen

Mit einem kreativen Spiel, das sich auch für größere Gruppen eignet, möchte der Nürnberger Spielkartenverlag zur Messezeit auf sich aufmerksam machen. Von der Schachtel her ist es auch das größte Spiel des fränkischen Verlags. Neben den 60 Spielkarten befinden sich auch noch ein paar Holzteile im Karton. Mit diesen sollt ihr euren kreativen Fantasien freien Lauf lassen. Wat'n dat... könnten sich eure Mitspieler fragen, wenn ihr versucht aus den paar Holzteilen ein Känguru zu formen.

Wat'n dat... so lautet auch der treffende Name des neuen Spiels vom Nürnberger Spielkartenverlag. Das Ganze erinnert ein wenig an die Montagsmaler. Zu Stift und Papier müsst ihr im vorliegenden Fall jedoch nicht greifen. Um die vorgegebenen Begriffe darzustellen, dürft ihr lediglich die kleinen Teilchen aus Holz verwenden.

Wat'n dat... fordert Kreativität und Fantasie

Am besten spielt sich Wat'n dat in einer etwas größeren Runde ab vier Spielern. Nach oben sind eigentlich keine Grenzen gesetzt, ihr könnt auch problemlos mit acht oder noch mehr Spielern gemeinsam spielen. Zwei Spieler bilden dabei immer das Kreativ-Team. Aus der Tischmitte wird eine Karte gezogen, auf dem sich insgesamt sechs Begriffe befinden. Welcher der Begriffe das Team wählen muss, entscheidet die nächste Karte, die nun auf dem Nachziehstapel oben liegt. Dort findet ihr eine Zahl zwischen eins und sechs und schon habt ihr den Begriff, der mit den Holzteilen dargestellt werden soll.

Die Auswahl der Begriffe ist breit gefächert. Bei 360 unterschiedlichen Begriffen geht euch der Nachschub nicht so schnell aus. In der Komplexität gibt es große Unterschiede. Eine Axt ist vielleicht etwas leichter zu basteln als ein Känguru. Letztlich hängt es aber davon, ob das Kreativ-Team eine zündende Idee findet, um den Begriff darzustellen.

Kooperation ohne Absprache

Doch als wäre es nicht auch so schon schwer genug, ein Känguru, eine Axt oder eine Sandale mit den vorgegebenen Teilchen zu bauen, gibt es sogar noch eine weitere Einschränkung. Der Begriff wird immer von zwei Spielern gleichzeitig gelegt. Beide haben Einblick in die gezogene Karte und müssen immer abwechselnd ein Holzteil auslegen. Leider dürfen sie sich dabei nicht miteinander absprechen. Der Begriff muss zwar gemeinsam dargestellt, jedoch muss dabei intuitiv auf die Ideen des anderen eingegangen werden. Gar nicht so einfach, wenn euer Partner eine ganze eigene Vorstellung davon hat, wie denn nun ein Känguru auszusehen hat.

Bevor es mit dem Legen der Teile losgeht, wird das Material gleichmäßig unter den beiden Bastlern aufgeteilt. Jeder bekommt fünf lange Stäbe sowie drei kurze Stäbe in schwarzer Farbe. Hinzu kommen noch jeweils ein kleiner roter und ein etwas größerer blauer Kreis. Das war es dann auch schon. Mehr Material steht euch für euer Werk nicht zur Verfügung.

Rate- und Kreativ-Team mit dem gleichen Ziel

Das Rate-Team versucht nun natürlich zu erraten, welche Figur gerade gelegt wurde. Der Spieler, der den richtigen Begriff zuerst nennt, bekommt einen Punkt. Ebenso einen Punkte bekommen beide Mitglieder des Kreativ-Teams. Anschließend werden die Aufgaben neu aufgeteilt, so dass sich alle Spieler am Ende gleich oft am Legen der Figur beteiligen konnten.

Hinsichtlich der Spielzeit seid ihr bei Wat'n dat also ziemlich variabel. Für das Legen einer Figur braucht ihr eigentlich kaum mehr als eine Minute. Mögt ihr lieber etwas mehr Zeit investieren, könnt ihr einfach weitere Karten nachziehen und so das Spiel fast beliebig verlängern.

Pros

Cons

Fazit

Leider sind meine Fähigkeiten in den darstellenden Künsten seit jeher ein wenig verkümmert. Basteln, Malen, Werken... das sind alles Tätigkeiten, die nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen zählen. Auf Wat'n dat konnte ich mich aber trotzdem ganz gut einlassen. Die Möglichkeiten die gewünschte Figur darzustellen sind ohnehin recht beschränkt. Dies ist natürlich in erster Linie dem reduzierten Material geschuldet. Mit ein paar Geraden und Kreisen lässt sich eben kein Picasso erstellen. Das ist auch ganz gut so. Denn so sind selbst weniger begnadete Künstler wie ich vom Spiel nicht ausgeschlossen. Pluspunkte gibt es auf jeden Fall für die Variabilität. Die Zahl der Mitspieler lässt sich ebenso beliebig gestalten wie Spieldauer. Es regt zudem die Kreativität und die Fantasie an, erfüllt somit sogar auch einen pädagogischen Auftrag. Vielleicht wird so ja sogar aus mir noch ein kleiner Künstler...

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare