Bei The Game: Quick & Easy müsst ihr insgesamt nur noch 50 Karten loswerden.
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Bei The Game: Quick & Easy müsst ihr insgesamt nur noch 50 Karten loswerden.

Die Serie wird fortgesetzt

The Game Quick & Easy im Test: Kooperatives Kartenspiel geht in die vierte Runde

  • vonSebastian Hamers
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Nach einer kleinen Auszeit wird die The-Game-Reihe endlich fortgeführt. Der neue Ableger ist diesmal besonders einsteigerfreundlich ausgefallen.

The Game und kein Ende! Mit so einem bombastischen Erfolg des kleinen Kartenspiels hätten wohl selbst Autor Steffen Benndorf und der Nürnberger Spielkartenverlag nicht gerechnet. The Game eroberte schnell die Herzen vieler Spieler und wurde 2015 sogar zum Spiel des Jahres nominiert. In der Folge wurde die Marke vom Verlag immer weiter gepflegt. Zuerst erschien die kleine Erweiterung „On Fire“, im Jahr 2016 kam der erste echte Nachfolger The Game Extreme in den Handel. Die Zwei-Spieler-Variante The Game: Face to Face bildete 2017 den vorläufigen Abschluss der Reihe. Nach einer mehrjährigen Pause wurde zu Jahresbeginn nun der vierte Serienteil nachgeschoben. The Game: Quick & Easy bildet das Gegenstück zur Extreme-Variante und zeigt sich somit besonders einsteigerfreundlich.

Noch nie The Game gespielt? Dann hier meine dringende Empfehlung: unbedingt nachholen! Oder vielleicht doch zunächst zum neuen Quick & Easy greifen, denn die neue Version ist… nunja… schnell und einfach. Die Grundidee von The Game findet sich natürlich auch im vorliegenden Titel wieder. Ihr spielt kooperativ gegen das Spiel. Auf dem Papier liest sich die Aufgabe gar nicht mal so schwer. Gemeinsam versucht ihr einen Stapel mit durchnummerierten Karten von 1-100 abzulegen.

Bewährtes The-Game-Gefühl

In der Tischmitte liegen zwei Stapel. Auf dem einen Stapel ordnet ihr die Karten in aufsteigender Reihenfolge ab, auf dem zweiten geht es in die andere Richtung. Das Problem besteht natürlich darin, dass ihr nicht wisst, welche Karten eure Mitspieler auf der Hand haben. Die Kommunikation ist im Spiel ziemlich stark eingeschränkt, über konkrete Zahlen dürft ihr euch nicht unterhalten.

Four of a kind: Quick & Easy ist bereits das vierte Spiel der Reihe.

Bei The Game: Quick & Easy kommen ebenfalls wieder ein aufsteigender und ein absteigender Stapel als Ablageplätze zum Einsatz. Das Kartendeck besteht jetzt aber nur noch aus Karten mit Nummern von 1-10, diese jedoch in fünf unterschiedlichen Farben. Statt hundert Karten müsst ihr nun nur noch 50 Karten loswerden, um das Spiel in die Knie zu zwingen. Verändert hat sich ebenfalls die Zahl der Handkarten. Statt 6-8 Karten verfügt ihr in Quick & Easy nur noch über zwei Karten auf der Hand. Die Auswahl ist also ziemlich limitiert. Das macht das Spiel deutlich schneller, da ihr nie allzu lange über eure Optionen grübeln müsst.

Schmerzhafte Entscheidungen

Seid ihr am Zug, müsst ihr eine oder zwei Karten ausspielen. Dieser Spielzwang fordert häufig ziemlich unangenehme Entscheidungen von euch ab. Habt ihr mit der Kartenauswahl etwas Pech, könnt ihr einen Stapel mit einem Schlag „dicht“ machen. Es ist schon ziemlich schmerzhaft, wenn ihr vielleicht gerade zwei Einser auf der Hand habt und diese nur auf den absteigenden Stapel spielen könnt. So kann aus einer komfortablen Zehn schnell eine Eins werden und das Ende der Fahnenstange ist schon erreicht.

Die Karten sind in fünf verschiedenen Farben mit Ziffern zwischen einem und zehn Punkten verfügbar.

Zum Glück wurde in The Game: Quick & Easy auch wieder der Rückwärtstrick eingebaut. Bislang war dieser kleine Kniff deutlich schwerer anzuwenden. Auf den Stapeln konnten Karten in der entgegengesetzten Richtung abgelegt werden, wenn sie einen Abstand von genau zehn Punkten zur ausliegenden Karte eingehalten haben. Bei der aktuellen Variante von The Game könnt ihr den Rückwärtstrick sicher deutlich häufiger anwenden.

Mehr Erfolgserlebnisse

An dieser Stelle kommen die fünf verschiedenen Farben der Karten ins Spiel. Könnt ihr die Farbe einer ausliegenden Karte bedienen, spielt die Zahl auf der Karte nun gar keine Rolle mehr. Auf eine grüne Zwei könnt ihr also eine beliebige andere grüne Karte spielen. Das verändert natürlich auch die Form der Kommunikation. Während ihr euch über konkrete Zahlenwerte, wie im Original, nicht unterhalten dürft, könnt ihr über eure Farben ganz frei plaudern. „Ich habe eine hohe blaue Karte auf der Hand.“ Eine solche Aussage ist bei The Game: Quick % Easy also völlig legitim.

Bei The Game: Quick & Easy müsst ihr insgesamt nur noch 50 Karten loswerden.

Damit steigen die Chancen deutlich, das Spiel auch tatsächlich mal zu bezwingen. Bei The Game oder gar The Game: Extreme passiert das nur im Ausnahmefall. Wenn ihr mögt, lässt sich der Schwierigkeitsgrad bei Quick & Easy aber auch noch etwas nach oben hin anpassen. Etwas schwerer wird das Spiel, wenn ihr euch darauf einigt, in jeder Runde nur noch eine Karte zu spielen oder sämtliche Andeutungen über die Zahlenwerte tabu sind. Unter dem Strich sind die Erfolgschancen im Vergleich zu den Vorgängern deutlich gestiegen.

The Game: Quick & Easy von Steffen Benndorf ist über den Nürnberger Spielkartenverlag erschienen und ist ab sofort verfügbar. Das Spiel ist für zwei bis vier Spieler ab acht Jahren geeignet. Für eine Partie benötigt ihr in der Regel kaum mehr als zehn Minuten. Preislich müsst ihr mit etwa 7-10€ rechnen.

Fazit: Im Test hat sich The Game: Quick & Easy die folgende Note erspielt

The Game Quick&Easy im Test: So gut schneidet die vierte Runde ab.

Als The Game 2015 in den Handel kam, habe ich mit dem kleinen Kartenspiel sehr viel Zeit verbracht. Obwohl ich die siegreichen Partien an einer Hand abzählen kann, kam The Game bei uns immer wieder auf den Tisch. Die beiden Nachfolger Extreme und Face to Face haben sich ebenfalls einen sicheren Platz in meiner Spielesammlung erobert, auch wenn sie nicht mehr den ganz großen Innovationssprung geboten haben. Gleiches gilt auch für The Game: Quick & Easy. Die Grundidee und das Spielgefühl sind erhalten geblieben. Wenn ihr die anderen The-Game-Varianten schon ordentlich durchgenudelt habt, dann wird euch das neue Quick & Easy vermutliche eine Spur zu leicht sein. Da der Rückwärtstrick deutlich häufiger angewendet werden kann, steigen die Erfolgschancen doch erheblich. Das originale The Game spielt sich herausfordernder. Viele Spieler mag es sicher auch gestört haben, ständig gegen The Game zu verlieren. Diese haben jetzt eine gute Gelegenheit, sich am Spiel zu revanchieren. Ich schätze The Game: Quick & Easy als schöne und vor allem flotte Variante, die gute Chancen besitzt, regelmäßig auf den Spieletisch zu kommen.

Pros

Cons

+ kooperatives Spielen

- keine Solospieler-Modus mehr

+ einsteigerfreundlich

+ höhere Erfolgschancen

+ Spielgefühl des Originals bleibt erhalten

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