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Unverschämt – Freundschaft Plus im Test: Das Partyspiel

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Von: Sebastian Hamers

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Unverschämt: Freundschaft Plus ist der neueste Streich der Dreister-Macher. © ATM Gaming

ATM Gaming möchte mit Unverschämt: Freundschaft Plus den Erfolg der Dreister-Reihe wiederholen. Wir haben das Kartenspiel ausprobiert.

Hat der große Erfolg von „Dreister: Das Partyspiel“ und „Dreister: Unzensiert und ungeniert“ die Crew von ATM Gaming dazu animiert, die Sache auf die Spitze zu treiben und den Schlüpfrigkeitsfaktor in ihrer neuen Spielidee auf die Spitze zu treiben? Könnte gut sein! Mit Unverschämt: Freundschaft Plus wollen es die Kreativköpfe aus München wieder ordentlich krachen lassen. Herausgekommen ist erneut ein dickes Spielkarten-Paket, das allerdings einen etwas anderen Ansatz verfolgt als die Spiele aus der Dreister-Reihe.

Unverschämt: Freundschaft Plus sorgt für Partyfreuden

Falls ihr mit den Dreister-Spielen bisher noch keine Bekanntschaft geschlossen habt, könnt ihr euch über das Konzept in unserem Testbericht informieren. Im Wesentlichen werdet ihr bei Dreister vor eine Aufgabe gestellt, die in gerade einmal acht Sekunden bewältig werden muss. „Nenne 3 Dinge für ein besseres Sexleben, die du selbst nicht machen würdest!“ oder „Nenne die 3 Berufe mit dem größten Sexappeal!“ sind etwa Herausforderungen, die es in Dreister: Unzensiert und ungeniert“ zu meistern gilt.

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Unverschämt: Freundschaft Plus stellt euch vor so manche pikante Herausforderung. © ATM Gaming

Das neue Unverschämt: Freundschaft Plus funktioniert ein wenig anders. Die Acht-Sekunden-Regel wurde komplett über Bord geworfen. Ein Spieler schlüpft in die Rolle des allmächtigen Imperators, der sich standesgemäß mit einem Satz pinker Spielkarten bewaffnet. Sie stellen die restliche Spielgruppe vor eine ziemlich pikante und natürlich nicht immer ganz so jugendfreie Aufgabe.

Die ganze Welt des Social Media in Unverschämt: Freundschaft Plus

Die pinken Karten bringen gewagte Bilder, Kommentare, Posts und sonstige Statements aus sozialen Netzwerken ins Spiel. Ähnlichkeiten zu realen Social Medias wie Facebook, Instagram oder Tinder sind dabei natürlich rein zufällig. Die Form des Mediums spielt ohnehin keine große Rolle, viel wichtiger ist der Inhalt der… äh… Botschaft. „Komm einfach um 19:30 bei mir vorbei. Um 18:00 und 18:45 bin ich bereits gebucht.“, textet etwa eine gewisse Rosi per „binder“. Ein Sonnenbrillen-Typ namens Thor hingegen kontaktiert euch über einen Messenger-Service: „Man nennt mich auch Deckhengst. Soll ich dir zeigen warum?“.

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Der Umfang von Unverschämt: Freundschaft Plus kann sich sehen lassen. Das Spiel besteht aus 480 Spielkarten. © ATM Gaming

Unverschämt: Freundschaft Plus ist vollgestopft mit eindeutig zweideutigen Anspielungen und jeder Menge schlüpfrigem Kram. Erstaunlich ist dabei dennoch die Vielseitigkeit, mit denen die Posts zum Einsatz gebracht werden. Es gibt eben nicht nur einfache Textbotschaften, sondern eben auch ein paar ziemlich schräge Netzwerk-Profile, Rezensionen seltsamer Etablissements und ein paar weitere Überraschungen mehr.

Wer findet bei Unverschämt: Freundschaft Plus die frechste Antwort?

Nachdem der Imperator eine pinke Karte ausgelegt hat, kommen die restlichen Partygäste ins Spiel. Jeder erhält einen Satz mit zehn schwarzen Karten, die hoffentlich die ein oder andere passende Reaktion auf den gespielten Post enthalten. Die verheißungsvolle Nachricht von binder-Rosi ließe sich doch beispielsweise treffend mit einem „Bitte wisch noch einmal feucht durch, bevor ich komme.“ kontern, oder? Eure Aufgabe besteht darin, eine möglichst unverschämte Antwort von der Hand auszuwählen und zunächst verdeckt auszuspielen.

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Unverschämt: Freundschaft Plus belohnt besonders unverschämte Antworten. © ATM Gaming

Eure Mitspieler versuchen natürlich das Gleiche und wollen eure Antwort an Dreistigkeit überbieten. Wer die Mission am besten gemeistert hat, darüber entscheidet am Ende der Imperator. Als Belohnung für die unverschämteste Antwort wird die bereits ausliegende pinke Karte vergeben. Anschließend wird das Amt des Imperators auch schon an den nächsten Spieler weitergereicht, der sich die pinken Karten schnappt und einen neuen Social-Media-Beitrag zum Besten gibt.

Wer zuerst sechs pinke Karten gesammelt hat, gewinnt die Partie. Jedenfalls schlägt es so das knackig-kurze Regelwerk vor. Die Spieldauer kann je nach Verlauf recht unterschiedlich ausfallen. ATM Gaming selbst gibt sie mit fünfzehn bis sechzig Minuten an. Wie lange ihr mit dem Spiel verbringt, bestimmt ihr natürlich selbst… und vielleicht auch euer Alkoholpegel. Unverschämt: Freundschaft Plus ist für drei bis zehn Personen ausgelegt und eignet sich damit perfekt für den Partyeinsatz. Wegen der expliziten Inhalte empfiehlt der Verlag ein Mindestalter von sechzehn Jahren. Kostenpunkt: ca. 30€.

Fazit: Unverschämt – Freundschaft Plus sorgt für Partylaune und verdient sich damit diese feucht-fröhliche ingame-Testwertung

Wertungsgrafik Unverschaemt Freundschaft Plus
Unverschämt: Freundschaft Plus ist absolut partytauglich und verdient sich so diese ingame-Testwertung. © ingame.de

Mit den Dreister-Spielen haben ATM Gaming bereits ein glückliches Händchen bei der Entwicklung von unterhaltsamen Partyspielen bewiesen. Unverschämt: Freundschaft Plus schlägt in dieselbe Kerbe. Geboten werden haufenweise doppeldeutige und oftmals nicht ganz jugendfreie Inhalte, mit denen sich die Spaßkurve exponentiell zum Alkoholkonsum entwickelt. Bei der Gestaltung der Social-Media-Posts haben die Macher viel Kreativität bewiesen. Auf den Karten finden sich Anspielungen auf Tinder, Facebook, Whatsapp und einigen anderen Diensten wider. Der große Spaß entsteht allerdings erst durch die Kombination mit den Antwortkarten. Da euch in jeder Runde jeweils zehn Reaktionsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, habt ihr gute Chancen, ein paar echte Kracher rauszuhauen. Die Optionen zur freien kreativen Entfaltung sind bei Dreister allerdings größer, schließlich müsst ihr euch hier die Antworten selbst auf den Fingern saugen. Unverschämt ist in dieser Hinsicht restriktiver, was aber nicht zwingend ein Nachteil sein muss. So mancher Partygast ist vielleicht ganz froh, etwas mehr an die Hand genommen zu werden und nicht zu tiefe Einblicke in seine schmutzige Seele geben zu müssen.

ProCon
+ absolut partytauglich- nicht für Partygäste unter 16 Jahren zu empfehlen
+ einfache Regeln
+ kommunikativ
+ starker Umfang

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