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Wortfabrik ist das neue Knobelspiel für Wortakrobaten. Das Spiel erscheint über Piatnik und kostet 8-10€.

Wortfabrik ist eine flotte Buchstabenwürfelei für Rätselfreunde

Wortfabrik im Test: Das Würfelspiel für Wortakrobaten

  • VonSebastian Hamers
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Piatniks Wortfabrik versprüht den Charme des Klassikers Scrabble und kombiniert es mit modernen Brettspiel-Mechaniken.

Es sind nicht zwingend verschrobene Deutschlehrer, die gerne mit Wörtern und Buchstaben jonglieren. So ziemlich jeder dürfte sich gelegentlich mit einem Kreuzworträtsel beschäftigt oder mal eine Runde Scrabble gespielt haben. Letztgenanntes Spiel ist einer der ganz großen Klassiker in der Welt der Brettspiele. Scrabble gibt es schon seit dem Ende der 40er Jahre, fand über 100 Millionen Abnehmer und wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Kein Wunder also, dass die Grundidee dieses Kultspiels von vielen Autoren aufgegriffen und weiterentwickelt wurde. Ein ganz neuer Scrabble-Verwandter ist Wortfabrik von Mathias Spaan, der über Piatnik in den Handel kommt. Wortfabrik greift die Tugenden von Scrabble auf und erweitert die Spielidee um ein paar moderne Brettspiel-Mechaniken.

Wortfabrik – Mehr als nur ein Kreuzworträtsel

Das Regelheft von Wortfabrik führt euch zunächst in eine lockere Rahmenhandlung ein. Das Spiel begrüßt euch als neue Facharbeiter in der Fabrik, in der - keine Überraschung - Wörter produziert werden. Das Werk liefert dazu die nötigen Bauteile in Form von Buchstaben. Bevor ihr euch an die Wortproduktion macht, solltet ihr einen Moment innehalten und die eigenen Möglichkeiten prüfen. Lange Wörter bringen euch viele Punkte ein. Es kann also nicht schaden, ein wenig Buchstabenmaterial auf Halde zu haben. Seid ihr mit den Rohstoffen aber zu verschwenderisch, mahnt euch die Fabrikleitung ab und zieht euch die unnötigen Kosten wieder vom Lohn ab.

In Wortfabrik haltet ihr eure Ergebnisse auf dem Lieferschein fest.

Außer dem schmalen Regelwerk liegen dem Spiel nur noch fünf Buchstabenwürfel und ein dicker Spielblock mit doppelseitigen Lieferscheinen bei. Jeder Facharbeiter schnappt sich zu Spielbeginn einen dieser Lieferscheine und dann kann es auch schon direkt losgehen. Der Startspieler wirft alle fünf Würfel, die in der kommenden Runde von allen Spielern genutzt werden dürfen. So bleibt ihr durchgehend aktiv, selbst wenn ihr gerade nicht am Zug seid.

  • für 1+ Spieler ab 12 Jahren geeignet
  • Spieldauer: 15 Minuten
  • Autor: Mathias Spaan
  • Verlag: Piatnik
  • Preis: 8-10€

Keine Wartezeiten bei Wortfabrik

Der Lieferschein besteht aus insgesamt sechs Reihen, in denen im Spielverlauf Wörter entstehen sollen. Gefordert sind Wörter unterschiedlicher Länge, je nach Reihe müssen sie aus zwei bis sechs Buchstaben bestehen. Die Anforderungen des Lieferscheins sollen dabei punktgenau erfüllt werden. Nur die sechste und letzte Reihe stellt hier eine Ausnahme dar. Sie bietet Platz für sieben Buchstaben, die allerdings nicht zwingend in vollem Umfang genutzt werden müssen. Hier seid ihr also ein wenig flexibler als bei den anderen Wortreihen.

Bei Wortfabrik zählt ihr am Ende eure Punkte zusammen und lasst euch das Ergebnis vom Prüfer unterzeichnen.

Nun liegen die fünf Buchstabenwürfel vor euch aus. Auf jeder Würfelseite sehr ihr genau einen Buchstaben. Mindestens vier davon sollt ihr auf dem Lieferschein unterbringen. Welche Felder ihr dafür verwendet, ist euch vollkommen freigestellt. Die Buchstaben müssen nicht von links nach rechts angeordnet werden und lassen sich zudem frei auf alle Reihen verteilen. Doch wählt die Position der Werkteile mit Bedacht. Es wird keine Möglichkeit geben, einzelne Buchstaben später noch einmal umzustellen.

Wortfabrik mit Ersatzteillager

Daher ist es möglicherweise sinnvoll, einen Buchstaben erstmal ins Ersatzteillager zu stellen. Bis zu fünf Produktionsteile lassen sich hier für den späteren Gebrauch aufheben. Wenn euch ein zwischengelagerter Buchstabe gerade gut in den Kram passt, schiebt ihr diesen einfach vom Lager an eine beliebige Stelle in einer Produktionsreihe. Wer sparsam mit der Verwendung des Zwischenlagers umgeht, darf sich am Spielende über einen Siegpunkt pro freigelassenen Lagerplatz freuen. Es kann sich also durchaus lohnen, auch hier etwas geizig mit den Ressourcen umzugehen.

Die Buchstaben-Würfel stehen bei Wortfabrik im Mittelpunkt des Spiels.

Lagert ihr zwei gleiche Buchstaben ein, lassen sich diese in einen Joker umwandeln. Dieser muss noch nicht einmal direkt eingelöst werden. Geduldige Spieler warten in aller Ruhe ab und halten sich so alle Möglichkeiten offen. Der passende Zeitpunkt für seinen Einsatz wird mit Sicherheit kommen. Einige Joker-Symbole finden sich ebenfalls auf den Würfeln selbst wieder. Sobald ein Joker als Teil eines Worts verwendet wird, verwandelt sich dieser in den gewünschten Buchstaben und darf nicht mehr verändert werden.

Produktion von Mangelware in der Wortfabrik

Direkt unterhalb des Ersatzteillagers befindet sich auf dem Lieferschein noch der Raum für produzierte Mangelware. Manchmal ist euch das Würfelglück vielleicht nicht so hold, so dass ihr das ein oder andere Ergebnis überhaupt nicht gebrauchen könnt. Da ihr mindestens vier Würfel pro Runde verwenden müsst, werden so leider auch mal diese mangelhaften Produktionsstoffe gefertigt. Unerwünschte Buchstaben lassen sich in dieser Zeile festhalten und werden am Spielende mit Punktabzug quittiert.

Die Fragezeichen lassen sich bei Wortfabrik als Joker verwenden.

Gespielt wird insgesamt sechs Runden, bevor die Lieferscheine ausgewertet werden. Eine Produktionsreihe bringt euch nur Punkte ein, wenn alle Buchstabenfelder ausgefüllt wurden und ein sinnvolles deutsches Wort entstanden ist. Bedingung erfüllt? Dann ist jeder Buchstabe jetzt einen Siegpunkt wert. Weitere Punkte werden für nicht verwendete Plätze im Ersatzteillager vergeben. Einen Minuspunkt gibt es hingegen für jedes hergestellte Mängelexemplar.

Der effektivste Spieler wird zur Fachkraft des Monats gekürt und gewinnt das Spiel. Eine Partie dauert in der Regel nicht viel länger als eine Viertelstunde. Bei der Zahl der Mitspieler gibt es im Grunde keine Begrenzung. Das Spiel funktioniert alleine ebenso gut wie in einer größeren Runde. Wortfabrik erscheint über Piatnik und ist ab sofort im Handel zum Preis von etwa 8-10€ zu finden.

Fazit: Die ingame-Wortakrobaten haben für Wortfabrik diese Testwertung produziert

Die ingame-Wortakrobaten haben für Wortfabrik diese Testwertung produziert.

Den Klassiker Scrabble habe ich als Jugendlicher zwar immer ganz gerne gespielt, wurde aber inzwischen doch sehr viele Jahre nicht mehr auf den Tisch gebracht. Das liegt weniger an der mangelnden Qualität von Scrabble, sondern vielmehr an den zahlreichen attraktiven Alternativen. Eine davon ist jetzt Wortfabrik von Piatnik geworden. Das Spiel ist nicht nur physisch deutlich kompakter, sondern auch in Sachen Spieldauer. Eine Partie dauert maximal eine Viertelstunde, lässt sich also prima mal zwischendurch spielen. Notfalls sogar ganz ohne Mitspieler. Alleine knobelt es sich genauso schön wie in geselliger Runde. Auf die Spieldauer hat das keinen Einfluss. Da das Befüllen des Lieferscheins bei allen Spielern parallel abgehandelt wird, gibt es bei Wortfabrik nahezu keine Wartezeiten. Als Vielschreiber mag ich das Jonglieren mit Buchstaben und Worten sehr. Folglich habe ich auch mit Wortfabrik viel Freude gehabt. Das Spiel hat den Charme eines klassischen Kreuzworträtsels, erlaubt aber ein paar taktische Kniffe. Dank des Ersatzteillagers lassen sich einzelne Buchstaben erstmal auf Halde legen und dann bei Bedarf einsetzen. Mit etwas Geschick haltet ihr euch bis zuletzt viele Möglichkeiten offen und zurrt erst in letzter Sekunde die finalen Wörter zusammen. Das klappt natürlich nicht immer, denn ein wenig Würfelglück gehört natürlich auch zum Spiel. Bei einer Spieldauer von nur fünfzehn Minuten geht das aber vollkommen in Ordnung… denn die nächste Partie kommt bestimmt.

ProCon
+ gut alleine spielbar- schlichtes Design
+ kurze Spieldauer
+ einfache Regeln
+ mit dem Charme von Scrabble

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