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Bund will Mikroelektronik-Branche unterstützen

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Carsten Schneider und Reiner Haseloff
Der Ostbeauftragte Carsten Schneider (SPD, l) und Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) treten gemeinsam vor die Presse. © Peter Gercke/dpa-Zentralbild/dpa

Die Ansiedlung von Intel in Magdeburg und andere Projekte im Bereich der Mikroelektronik sollen finanziell gefördert werden. Ministerpräsident Haseloff setzt bei der Fachkräftegewinnung auf Zuwanderung.

Magdeburg - Der Ostbeauftragte Carsten Schneider (SPD) hat angekündigt, dass der Bund die Mikroelektronik-Branche in Deutschland mit einem Milliardenbetrag unterstützen wird.

In den Haushaltsberatungen im Bundestag habe man sich darauf verständigt, Investitionsvorhaben in diesem Jahr mit rund 2,7 Milliarden Euro zu begleiten, sagte Schneider am Dienstag nach seinem Antrittsbesuch bei der Landesregierung von Sachsen-Anhalt in Magdeburg. In den darauf folgenden Jahren könnten weitere rund zwölf Milliarden Euro fließen.

Im Gespräch mit weiteren Investoren

Mit den Mitteln soll unter anderem die geplante Ansiedlung des US-Herstellers Intel in Magdeburg unterstützt werden, wo ab 2027 Chips produziert werden sollen. In einer ersten Ausbaustufe sollen zwei benachbarte Halbleiterwerke gebaut werden, mehrere Tausend Arbeitsplätze könnten entstehen. Intel will dafür zunächst rund 17 Milliarden Euro investieren. Der Bau soll im nächsten Jahr beginnen.

Man sei zudem mit weiteren Investoren im Gespräch, um den Bereich der Mikroelektronik zu stärken, so der Ostbeauftragte der Bundesregierung. Das europäische Zentrum der Mikroelektronik werde in Ostdeutschland sein, sagte Schneider. „Das ist schon Wahnsinn.“

Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) verwies darauf, dass Sachsen-Anhalt in den nächsten Jahren verstärkt um Fachkräfte werben müsse. Aufgrund gesunkener Geburtenraten nach der Wiedervereinigung reiche das Potenzial der Erwerbspersonen perspektivisch nicht aus. Schon jetzt habe man faktisch eine Vollbeschäftigung. „Wir brauchen Zuwanderung“, sagte Haseloff. Außerdem sollen verstärkt Pendler gewonnen werden. dpa

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