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BIG-Spieler Tizian „tiziaN“ Feldbusch kann die Rückkehr zu Offlineturnieren in CS:GO kaum erwarten.

Rückkehr zu Offlineturnieren

BIG-Spieler tiziaN: „Online spielen auf Dauer langweilig“

Anfang Juli wird das Berliner Counter-Strike-Team BIG bei der IEM Summer wieder offline spielen. Im Interview verrät tiziaN, welchen Unterschied die Umstellung macht und ob sein Team davon profitiert.

Berlin - Nach knapp eineinhalb Jahren findet mit der IEM Cologne erstmals wieder ein Counter-Strike-Turnier offline statt. Im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur erklärt Tizian „tiziaN“ Feldbusch vom Berliner Team BIG, wie sein Team dort in die Topform von 2020 zurückkehren will.

Frage: Ihr hattet in den letzten zwei Wochen spielfrei. Wie sehr hilft es Ihnen im vollen Turnierkalender, mal eine Pause zu haben?

Antwort: Es hilft enorm, auch wenn es nur zwei oder drei Tage sind. Besonders für die Coaches, oder unseren Kapitän Johannes „tabseN“ Wodarz, die auch außerhalb der Trainingsphasen viel zusammen machen müssen. Jeder Tag hilft uns, uns zu verbessern. Wenn in einer starken Turnierphase Tag und Nacht gearbeitet wird und Fehler nicht wirklich verbessert werden, kann das schon schwer werden.

Wie kommt BIG zurück in Topform?

Frage: Letztes Jahr wurden Sie zwischenzeitlich auch als bestes Team der Welt gezählt, seitdem ging es wieder bergab. Wie versuchen Sie, wieder an diese Form heranzukommen?

Tizian „tiziaN“

Tizian „tiziaN“ Feldbusch aus Berlin spielt seit 2018 für das deutsche CS:GO-Team BIG. Die Mannschaft gewann im vergangenen Jahr den cs_summit 6 sowie die Dreamhack Masters und galt zwischenzeitlich als als bestes Team der Welt. Derzeit tritt er beim Turnier Blast Premier Spring Finals an.

Antwort: Wir sind ein bisschen als Personen abgeschweift, und sind daher oft früh rausgeflogen und haben unnötig verloren. Wir mussten wieder an den Punkt kommen, wo keiner Probleme miteinander hatte. Wir hoffen, dass jeder ins Bootcamp kommt, auch wenn keiner dazu gezwungen ist, aber wir wollen das Team zusammenbinden. Wir wollen uns nicht nur als Arbeitskollegen treffen, sondern dass ein Freund vor dir steht, der dir auch sagen kann, wenn du Fehler machst.

Frage: Bei der IEM Cologne wird zum ersten Mal seit langem wieder offline gespielt. Was für einen Unterschied macht das Ihrer Meinung nach, auch wenn noch keine Fans vor Ort sind?

Antwort: Wir haben sehr Bock darauf, wieder in einer Turnierumgebung zu spielen. Auch wenn keine Fans da sind, ist es sehr wichtig, so etwas zu haben, gerade wenn man zwei Jahre nur online gespielt hat. Das ist auf Dauer auch sehr langweilig, alle Turniere kommen einem gleich vor, weil man außer bei der Produktion keinen Unterschied sieht. So sieht man wenigstens mal die Leute hinter den Kulissen.

Offline im Vorteil

Frage: Sehen Sie sich offline im Vorteil gegenüber anderen Teams?

Antwort: Was wir in der Hinterhand haben, sind die zwei gewonnene Offlineturniere vor Corona. Wir waren uns noch nie so sicher in einer BIG-Aufstellung, besser Offline als Online zu sein, aber jetzt ist es so. Das denken wir immer noch, und das macht in unseren Köpfen etwas aus, dass sich jetzt wieder alles Richtung Offline bewegt, und wir diese Leistungen dort wieder zeigen können. dpa

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