Ukraine-Konflikt
+
Auch von deutschen E-Sport-Organisationen gab es Solidaritätsbekundungen mit der Ukraine.

Vor Halbfinale in IEM Katowice

Ukrainisches E-Sport-Team Navi: „Sind am Boden zerstört“

Der Angriff Russlands auf die Ukraine wirkt sich auch auf den E-Sport aus: Ein russisch-ukrainisches Team soll im Halbfinale der IEM Katowice antreten. Gleichzeitig gibt es eine Welle der Solidarität.

Kiew - Die ukrainische E-Sport*-Organisation Natus Vincere hat in einem Twitter-Statement ihre Niedergeschlagenheit ob des russischen Angriffs auf die Ukraine mitgeteilt.

„Es ist unmöglich für uns, dass wir während dieses Krieges so tun, als wäre alles okay. Es ist nicht okay. Wir sind am Boden zerstört“, hieß es.

Am Samstag soll die Counter-Strike-Mannschaft der Organisation im Halbfinale der IEM Katowice antreten, einem der wichtigsten Turniere des Taktik-Shooters. Die Mannschaft ist mit ukrainischen und russischen Spielern besetzt. „Unser Hauptziel ist es jetzt, ruhig zu bleiben und uns um uns selbst, unsere Liebsten und die, die Hilfe brauchen, zu kümmern“, hieß es auf Navis Twitter-Account.

Der Star des Teams, der Ukrainer Oleksandr „s1mple“ Kostyliev, schrieb am Donnerstagmorgen auf Twitter: „Meine Stadt wird jetzt gerade beschossen“. Fünf Stunden zuvor, kurz vor dem Beginn der Invasion durch Russland, twitterte er: „Bitte, bitte, es ist genug, ich kann nicht mehr, wir alle brauchen Frieden“.

Ob Navi am Samstag antritt, blieb zunächst offen. Veranstalter ESL kündigte via Twitter an, dass die Spiele im polnischen Kattowitz wie geplant stattfinden sollen. Gleichzeitig sei es Priorität, den betroffenen Beteiligten der IEM Katowice zu unterstützen.

E-Sport-Teams mit Solidarität für Ukraine

Eine große Zahl an E-Sport-Teams drückte darüber hinaus ihre Solidarität mit der Ukraine aus, änderten ihre Logos in den sozialen Medien auf die ukrainischen Farben und verlinkten Spendenkonten für Hilfsorganisationen. Darunter waren etwa die Berliner Organisationen G2 Esports und BIG sowie die Teams Astralis, SK Gaming und Ninjas in Pyjamas.

Der Co-Geschäftsführer von Team Liquid, Victor „Nazgul“ Goossens, bot Freunden und Kollegen eine Unterkunft in Amsterdam an, sollten sie nicht nach Hause in die Ukraine reisen können. dpa

Mehr zum Thema

Kommentare