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Battle Royale: Von Fortnite bis Warzone – Das Spiele-Genre erklärt

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Von: Anna Heyers

Was macht das Videospiel-Genre Battle Royale und Game-Titel wie Fortnite Battle Royale, Call of Duty: Warzone oder Apex Legends so erfolgreich?

Hamburg - Spätestens seit dem Buch „Tribute von Panem“ von Suzanne Collins ist der Begriff Battle Royale einer breiten Masse bekannt. Viele Spieleentwickler wie etwa EA oder Activision haben längst reagiert und mit Games wie Fortnite Battle Royale und Apex Legends Titel veröffentlicht, in denen es nur um eines geht: Überleben!

NameBattle Royale
Zielals letzer Spieler auf der Map übrig zu sein
bekannt durchBattle Royale (Film), Tribute von Panem (Buch)
erstes Videospielu.a. Minecraft: Hunger Games (Plugin)
Bekannte Battle Royale GamesPUBG, Fortnite Battle Royale, CoD: Warzone, Apex Legends

Battle Royale ist ein beliebtes Spielgenre

Das Spielprinzip der Battle Royale ähnelt sich in den verschiedenen Spielen sehr: Eine Gruppe Spieler*innen wird auf einer Welt, einer Insel oder in einer Stadt abgesetzt. Sie besitzen zu Beginn meist weder Waffen noch Erste-Hilfe-Materialien und auch in Sachen Munition und Schutz sieht es erst einmal schlecht aus. Diese zum Überleben bitter nötigen Gegenstände findet man jedoch häufig in der Umgebung. Und dann heißt es: Gegnern entkommen und die Konkurrenz ausschalten.

„Call of Duty: Warzone 2.0“ Al Mazrah-Map
Es kommen immer neue Herausforderungen: Hier z.B. die neue Map Al Mazrah von Call of Duty: Warzone 2.0 © Activision

Ziel im Battle Royale ist immer, als Letzte*r übrigzubleiben. Dabei stehen aber nicht nur die anderen Spieler*innen im Weg, auch die Umgebung selbst ist in der Regel gegen die Teilnehmer*innen. Häufig sind verschiedene Bereiche auf der Karte verbotene Zonen. Hält man sich darin auf, sinkt die Lebensenergie stetig – ohne äußere Wunden oder Einflüsse. Teilnehmen kann man als Singleplayer oder im Multiplayer auch mit einem Team (Squad). Übrigens: Die Battle Royale ist inzwischen so beliebt, dass der Spielmodus gleichbedeutend mit dem Spielgenre ist.

Das Original Battle Royale kommt aus Japan

Im Jahr 1999 erschien der Roman „Battle Royale“ von Autor Koushun Takami, ein Jahr später folgte die gleichnamige Verfilmung. Die Handlung: In einem zukünftigen Japan müssen Schüler*innen regelmäßig an einem Kampf auf Leben und Tod teilnehmen. Sie werden auf einer Insel ausgesetzt und bekommen Halsbänder mit GPS-Sensor und eine Sporttasche mit zufällig ausgewählten Materialien. Einige haben Glück und finden darin eine echte Waffe, andere Schüler*innen vielleicht nur einen Topfdeckel.

Katniss Everdeen, gespielt von Jennifer Lawrence, in der Hocke, mit Köcher und Pfeilen auf dem Rücken (Filmszene aus „Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele“) – 30183264.jpg
Battle-Royale-Film: Katniss (Jennifer Lawrence) muss in „Die Tribute von Panem“ ihre Gegner ausschalten © StudioCanal

Ein ähnliches Prinzip verfolgte auch die Filmreihe „Hunger Games“, die auf den Tribute-von-Panem-Büchern von Suzanne Collins basieren. Während das japanische Original hier in Deutschland nur einem vergleichsweise kleinen Publikum bekannt war, gehörte etwa der erste Teil der Reihe („Tribute von Panem – Hunger Games“) zu den erfolgreichsten Filmen des Jahres 2012. Eine Entwicklung, die jetzt auch die Spieleentwickler auf den Plan rief.

Die Geschichte der Battle-Royale-Games

Den Battle-Royale-Anfang machte das PC-Game „Minecraft“ 2012 mit einem Server-Plugin namens Hunger Games. Abhängig vom Minecraft-Server gibt es inzwischen verschiedene Starterklassen, die spezielle Gegenstände und Talente mitbringen.

2015 folgte „H1Z1“ mit dem Modus „King of the Hill“. Entwickler Brendan Greene, in der Szene auch als PlayerUnknown bekannt, konnte sich hier schon mal ein wenig im Genre Battle Royale austoben. Richtig erfolgreich wurde er dann 2017 mit „PlayerUnknown‘s Battleground“ (PUBG) unter anderem für Windows, Xbox One und PlayStation 4.

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Brendan Greene ist in der Gamer-Szene als PlayerUnknown bekannt und Schöpfer des Battle Royale-Spiels PUBG. © ALBERTO E. RODRIGUEZ/AFP

Zusammen mit Fortnite Battle Royale wurde PUBG zum regelrechten Medienhype. Videos und Streamings bei YouTube und Twitch erreichten ein Millionenpublikum und sorgten für hohe Verkaufszahlen und eine bis heute ständig wachsende Fangemeinde.

Die beliebtesten Battle-Royale-Spiele auf dem Markt

Heute zählt allein Fortnite mit mehr als 200 Millionen registrierter Spieler*innen zu einem der erfolgreichsten Namen im Genre Battle Royale.

Battle Royale: Ein Gaming-Genre, welches Spiele wie PUBG, Fortnite, Warzone und Apex Legends hervorgebracht hat.
Battle Royale: Ein Gaming-Genre, das Spiele wie PUBG, Fortnite, Warzone und Apex Legends hervorgebracht hat. © Epic Games / Activision / PUBG Corporation / EA

„Call of Duty: Warzone“ von 2020 ist, ebenso wie Fortnite und Minecraft, ein free-to-play-Spiel und mit seiner Version 2.0 (Release voraussichtlich 16. November 2022) bald auch für die PS5 verfügbar. Warzone wurde alleine im ersten Monat mehr als 50 Millionen Mal heruntergeladen und gehört bei Battle Royal Fans mit zu den absoluten Lieblingsspielen.

Konsole, PC oder Mobiltelefon – wo spielt sich Battle Royale am besten?

Mit welchem Medium man Battle Royale am besten erlebt, kommt ganz auf die eignen Vorlieben an. Viele der Games sind inzwischen konsolenübergreifend und können mit einem Account auch unterwegs in einer Handy-App weitergespielt werden.

Ob man sich jetzt aber mit einem Controller von einer Playstation oder Xbox wohler fühlt, oder doch auf die bewährte WASD-Steuerung der Computer-Tastatur setzt – Spaß und ein gewisses Maß an Nervenkitzel bringt jede Variante.

Battle Royale: USK und Alterfreigabe

Für die altersgerechte Kennzeichnung von Computer- und Videospielen ist in Deutschland die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) zuständig. Die verschiedenen Stufen sind im Jugendschutzgesetz festgeschrieben (§14, Abs. 2). Hat ein Spiel kein USK-Label, ist es wie ein Spiel „ab 18 Jahren freigegeben“ zu behandeln.

Die Altersfreigaben der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) auf den Spielehüllen geben Eltern Orientierung, ob ein Spiel für den Nachwuchs geeignet ist. Foto: Andrea Warnecke
Die bunten Label der USK auf den Spielen geben Eltern Hinweise darauf, ob sie für den Nachwuchs geeignet sind © Andrea Warnecke

Da bei einer Battle Royale das Ziel immer das Ausschalten aller Gegner*innen ist, ist auch ein gewisses Maß an Gewalt und Waffennutzung gegeben. Je nach Spiel ist die Darstellung allerdings mehr oder weniger explizit.

So darf etwa PUBG nicht von Jugendlichen unter 16 Jahren gespielt werden. Fortnite: Battle Royale ist hingegen bunter, im Comic-Design und bietet durchaus lustige Momente. Trotzdem werden auch hier die Waffen sehr realistisch dargestellt. Deswegen raten Experten dazu, dass Jugendliche etwa 14 Jahre alt sein sollten, bevor sie dieses Spiel spielen – trotz eines grünen USK-Labels (freigeben ab zwölf Jahren). Das liegt aber im Ermessen der Eltern.

Was hat Battle Royale mit Wrestling zu tun?

Im Grunde ähnelt sich hier nur der Name, deswegen sollte man immer auf das „e“ bei Royale achten.

Battle RoyaleVideospielmodus, -genre, Kampf auf Leben und Tod, bis zu 100 Spielende, gleichzeitiger Beginn
Battle Royaleine Wrestlingform, Gegner müssen aus dem Ring geworfen werden, ab einer Teilnehmerzahl von sechs Wrestlern, ggf. kein gleichzeitiger Start

Sonst hat man ganz schnell statt der neusten Gaming-News einen Artikel voller Wrestling-Stars vor der Nase. (Anna Heyers)

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