Mehr als nur die Xbox

Microsoft: Alle Fakten und Infos zum Technikriesen hinter der Xbox Series X

  • Jonas Dirkes
    vonJonas Dirkes
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Microsoft ist selbstredend einer der schwersten Spieler im Geschäft, aber was steckt hinter den Entwicklern von Windows, Xbox Series X, Surface, Mixer und Co?

  • Das von Bill Gates gegründete Microsoft ist eines der wichtigsten Unternehmen der Welt.
  • Microsoft besitzt mit Windows, Xbox Series X, Surface und Co. eine große Bandbreite an Produkten.
  • Ende des Jahres erwartet man von Microsoft die Veröffentlichung der Xbox Series X.

Seattle, USA - Microsoft. Wer kennt die Windows-Firma nicht? Man möchte meinen, jeder kennt die Geschichte von Bill Gates und Paul Allen, die gemeinsam in der kleinen Garage in Seattle Microsoft gründen. Nur leider ist das nichts weiter als ein weit verbreiteter Mythos. Genau wie Lord Vader seine Vaterschaft eigentlich nie mit den nun berühmten Worten „Luke, Ich bin dein Vater“ offenbarte, saß Bill Gates nie in der zugerümpelten Garage - das war die andere Seite der Macht: Steve Jobs und Steve Wozniak. Wie wurde Microsoft also dann zum Weltunternehmen hinter Windows, Microsoft Office, Xbox Series X, Surface und Co?

CEO

Satya Nadella (4. Feb. 2014–)

Gründung

4. April 1975, Albuquerque, New Mexico, Vereinigte Staaten

Umsatz

125,8 Milliarden USD (2019)

Gründer

Bill Gates, Paul Allen

Tochterunternehmen

GitHub, Yammer, Softomotive Ltd. und mehr

Microsoft: Gründer Bill Gates, Computer und keine Garage

Alles begann tatsächlich in Seattle, aber an der privaten Lakeside School, die Bill Gates als hochintelligenter Teenager aus gutem Hause zusammen mit Paul Allen besuchte. Anstatt seine Zeit mit Football oder Baseball rumzubringen, war Bill Gates vernarrt in Zahlen. So etwas wie eine Xbox Series X musste noch erfunden werden. Eines Tages im Jahre 1967 Trifft Bill dann auf Computer und Computer auf Gates.

Paul Allen und Bill Gates im Jahre 1981.

Lakeside ist eine der ersten Schulen der ganzen Welt, an der es einen Computer gibt. Die damals noch riesigen Kästen faszinierten Bill Gates. Nahezu jeden Nachmittag verbrachte der Zwölfjährige gemeinsam mit dem zwei Jahre älteren Mitschüler Paul Allen und dem Programmieren des riesigen Ungetüms. Das erste Projekt der baldigen Microsoft-Gang: Ein Programm, das die schwierig getakteten und sich überschneidenden Stundenpläne der Schüler individuell zusammenstellen kann. Die Schule vergütet das maßgeschneiderte Programm mit 500 Dollar - Bill hat Blut geleckt.

Microsoft: Windows zum Greifen nah

Weiter ging es für Bill Gates nach Harvard, dort sollte er in die Fußstapfen seines Vaters treten und die Zahlenspielereien am Computer vergessen. Er sollte etwas aus sich machen und Rechtswissenschaften studieren. Bill Gates verbrachte seine Zeit aber, wie nicht anders zu erwarten, lieber mit dem Programmieren und entwickelte zusammen mit Paul Allen Software für den ersten privat erhältlichen Heimcomputer, dem Altair 8800.

Bill Gates war schon immer in Computer verliebt.

Damals wurde solch ein Heimcomputer noch ohne Betriebssystem ausgeliefert. Wusste man also nicht viel vom Programmieren, war man mit solch einem Gerät vollkommen aufgeschmissen. Bill und Paul witterten eine Lücke, die sie direkt mit Software schließen wollten. Über Wochen hinweg programmierten sie jede Nacht an den eigentlich verbotenen Harvard-Computern, bis sie schließlich ihre Software Altair BASIC fertigstellten. Später wurde diese als Microsoft BASIC bekannt. Microsoft war gegründet und das Studium brach Bill Gates zur Missgunst seiner Eltern ab.

Microsoft: Bill Gates Windows Erfolgszug

Nachdem Microsoft 1975 ihr Betriebssystem MS-DOS exklusiv an IBM verkaufte, ist der Rest des weltweiten Phänomens Geschichte. Ursprünglich nur als eine graphische Erweiterung für MS-DOS, bestimmt fortan der Name Windows die Windrichtung des Computers weltweit. Das Betriebssystem wurde nahezu zum Synonym für das Wort Betriebssystem. Von anderen Vertretern wie Linux oder Mac OS hatte der normale Verbraucher meist nicht einmal gehört. Während der schwindelerregende Marktanteil der Windows basierten Computer in den 90er Jahren noch stets die 90% überschritt, sieht der Markt mittlerweile ein wenig anders aus.

Microsofts Windows 95 erobert die Welt im Flug.

Laut der Statistik-Website Statista.com, liegt der Marktanteil von Windows-Systemen Stand März 2020 nur noch bei 77,1% während Apples Mac OS mit 18,34% aufschließen konnte. Dennoch ist Microsoft immer noch eine der führenden und reichsten IT-Kräfte in der Branche und ihre verschiedenen Betriebssysteme sind die Basis für viele Plattformen - sei es das mittlerweile von der Bildfläche verschwundene Windows Phone oder die im Winter 2020 erscheinendeXbox Series X.

Betriebssystem

Erscheinungsjahr

Windows 1.0

1985

Windows 2.0

1987

Windows 3.0/ Windows 3.1

1990

Windows 95/ Windows 98/ Windows ME

1995/1998/2000

Windows 2000/ Windows XP

2000/2001

Windows Vista

2007

Windows 7

2009

Windows 8

2012

Windows 10

2015

Microsoft: Office, Surface, Mixer und Co

Weitere Produktsparten für die Windows-Firma sind die Microsoft Office Produkte. Früher oder später ist wohl nahezu jeder schon einmal mit dem ein oder anderen Update der Textverarbeitung von Word oder der Zahlenjongliermaschine Excel in Kontakt gekommen. Spricht man heute von einer am Computer erstellten Präsentation, spricht man wie durch Zauberhand automatisch von einer Powerpoint. Hoch im Kurs der Microsoft-Produkte steht derzeit auch die hauseigene Surface-Reihe, die immer wieder mit neuen Updates bedacht wird. Microsofts Surface bietet eine interessante Gratwanderung zwischen Laptop und Tablet und hat sich in viele Herzen der User einprogrammieren können.

In der Vergangenheit machte Microsoft außerdem Schlagzeilen mit ihrem Streamingdienst Mixer. Mit einer exklusiven (und höllisch teuren) Abwerbung des berühmten Fortnite Streamers Ninja, versuchte man Konkurrenten wie Twitch den Kampf anzusagen und aus Mixer die Anlaufstelle für Streaming zu machen. Generell ist Gaming für Microsoft ein wichtiges Thema. Gerade bereitet man sich auf die baldig erscheinende Xbox Series X vor. Den Videospielmarkt hat die Firma aber schon viel früher für sich entdeckt.

Microsoft: Die Xbox wird geboren

Ende der 90er Jahre hatte man bereits Segas Dreamcast mit dem hauseigenen Betriebssystem Microsoft Windows CE gefüttert. Zudem hatte man mit der Spiele-Schnittstelle DirectX in der Vergangenheit einiges an Erfahrungen mit Videospielen gesammelt. Warum also nicht mit Microsoft selbst in den Konsolenmarkt einsteigen? Unter dem vorläufigen Prototypnamen „Box“ schraubte man also an einer Hardware, die einen Windows-PC zum Spielen in die Wohnzimmer der Menschen bringen sollten. Der zugegebenermaßen nicht sehr einfallsreiche Prototypname wurde später mit dem X von DirectX ergänzt und Microsofts Xbox wurde geboren.

Dwayne The Rock Johnson und Bill Gates präsentieren die erste Xbox.

Die neue Konsole war allerdings keinesfalls der sofortige Erfolg, den man sich sicher erhofft hatte. In Deutschland kam die Xbox im März 2002 für einen damals astronomischen Preis von 479€ auf den Markt. Bereits sechs Wochen später senkte man diesen auf 299€, später dann auf 249€. Schon 2004 war die erste Xbox für einen Preis von 149€ zu haben - das ist ein Preisverfall von 330€ in nur zwei Jahren. 

Microsoft: Die Xbox steckt den Kopf nicht in den Sand

Las sich die Xbox auf dem Papier mit seiner Online-Anbindung, PC-Rechenkraft und erster eingebauter Festplatte in einer Konsole noch als potentieller Gamechanger, stellte sich die Hardware für Spieler schnell als Flop heraus. Es fehlten Microsoft neben den Halo-Spielen exklusive Titel. Die ursprünglichen Controller mit ihrem klobigen Design waren mehr als unbeliebt und DVD’s ließen sich anders als auf der konkurrierenden Sony PlayStation 2 aus unerfindlichen Gründen nur mit einer separat erhältlichen Fernbedienung auf der Xbox abspielen. Also ließ man seitens Microsoft die Xbox so schnell wieder fallen, wie sie in den Markt eingetreten war.

Bill Gates, Xbox und Cheeseburger - Was will man mehr?

Man steckte den Kopf aber nicht in den Sand, sondern konzentrierte seine Kraft auf die nachfolgende Xbox 360, die all die Fehler der ersten Xbox bereinigen sollte. Und in der Tat wurde die Xbox 360 ein voller Erfolg, den das Unternehmen weiter in die Gaming-Branche glauben ließ. Im Jahr 2013 erschien die Xbox One und mit der Xbox Series X wird Ende 2020 bereits Microsofts vierte Konsolengeneration erwartet.

Konsole

Verkaufszahlen

Release Date

Xbox

21,9 Millionen

15.11.2001

Xbox 360

85,8 Millionen

22.11.2005

Xbox One

46,83 Millionen

22.11.2013

Microsoft: Die Xbox Series X steht in den Startlöchern

Die lang erwartete Xbox Series X wird dort weiter machen, wo Microsofts Xbox One gerade begonnen hatte: Nach der Akquirierung diverser Entwickler-Studios soll die Zukunft der Xbox Series X vermehrt auf Microsoft-exklusive Titel gesetzt werden. Hardwaretechnisch scheint die Xbox Series X auf einem Level mit den Kapazitäten der Konkurrenzkonsole PlayStation 5 zu sein.

Mit der Xbox Series X setzt Microsoft auf eine stetige Verbesserung ihrer Stärken, nicht auf einen Neuanfang. Das lässt sich besonders gut am Controller der Xbox Series X erkennen, der noch immer am Design der vergangenen Xbox Konsolen festhält und mit Detailverbesserungen wie einem neuen D-Pad oder einer Share-Taste bedacht wird. Wie sich die Konsole letztendlich am Markt und bei den Spielern macht, wird der Release der Xbox Series X Ende 2020 zeigen.

Microsoft: Die Windows-Firma an der Börse

Auch am Börsenmarkt ist Microsoft natürlich eine Größe. Wie Fool.de berichtet hätte ein 10.000€ starkes Investment in Aktien der Windows-Firma vor 20 Jahren heute einen ordentlichen Gewinn eingefahren. Über die zwei Jahrzehnte wäre die Aktie zwar durch einige Berg- und Talfahrten manövriert, Heute wäre das 10.000€ Investment allerdings ganze 48.919,68€ wert. Seit Jahren befindet sich der Microsoft Aktienkurs im Aufschwung, auch wenn es immer wieder Rückschläge zu vermelden gibt. Im Juni 2020 steht die Microsoft-Aktie bei 165,08€ und wird gerade in Anbetracht der baldig erwarteten Xbox Series X vermutlich weiter wachsen. 

Microsoft: Jobs und Karriere beim Xbox-Konzern?

Bei der positiven Entwicklung Microsofts an der Börse, könnte man die Windows-Firma unter Umständen auch als Arbeitgeber in Betracht ziehen. In Deutschland ist Microsoft derzeit mit ganzen sieben Standorten vertreten:

  • München
  • Köln
  • Berlin
  • Stuttgart
  • Hamburg
  • Bad Homburg
  • Walldorf

In Deutschland beschäftigt Microsoft knapp 2700 Mitarbeiter. Gesuchte Studienabschlüsse für das Unternehmen sind Bachelor und Master in Informatik, BWL und Ingenieurwissenschaften, aber generell stehe das Unternehmen auch Talenten und Bewerbern aus anderen Disziplinen offen gegenüber. Weiter wirbt Microsoft mit einem flexiblen Arbeitsmodell und einer zukunftsgewandten und frischen Ausrichtung. Interessierte sollten einen Blick auf die abwechslungsreichen Stellenausschreibungen auf der Karriere-Seite der Firma werfen. Vielleicht lässt sich ja einer der begehrten Jobs beim Technikriesen erhaschen.   

Rubriklistenbild: © Microsoft

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