Längst nicht mehr nur League of Legends

Riot Games: Geschichte, Spiele, Skandale – Alles zum größten Entwickler der Welt

  • vonLisa D.
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Riot Games ist bekannt für League of Legends. Doch der größte Videospielentwickler der Welt hat weit mehr zu bieten. Alles zu Geschichte, Spielen und Skandalen.

  • Geschichte und Informationen rund um den Spielegiganten.
  • Alle Spiele von Riot Games in einer Liste.
  • Riot Games Skandale im Rückblick. 

Los Angeles, USARiot Games ist den meisten PC-Spielern bereits ein Begriff. Das größte Entwicklerstudio der Welt war jedoch nicht immer ein Gigant auf dem Markt. Hier erfahrt ihr alles zur Geschichte von Riot Games, alle Spiele aus den verschiedenen Studios und mit welchen Skandalen sich die Firma schon herumschlagen musste. 

Riot Games: Alle Informationen zum größten Entwickler der Welt

Riot Games ist ein amerikanisches Computerspiel-Entwicklungsunternehmen, welches im Jahre 200& von Marc Merill und Brandon Beck gegründet worden ist, mit dem Ziel, ein Multiplayer Online Battle Arena-Spiel (MOBA) namens League of Legends auf den Markt zu bringen, welches bis 2013 auch das einzige Spiel von Riot Games war. 

Das Firmenlogo von Riot Games.

Mittlerweile gehört das Unternehmen dem chinesischen Internet-Unternehmen Tencent. Es arbeiten etwa 1.500 Mitarbeiter (Stand 2014) bei Riot Games. Die Firma machte 2015 einen Umsatz von über 1,6 Milliarden US-Dollar. 

Viele Jahre lang war League of Legends das Herzstück in der Entwicklung von Riot Games. Mittlerweile ist League of Legends jedoch bei weitem nicht mehr das einzige Spiel vonRiot Games und es wurden zum 10-jährigen Jubiläum eine Menge neuer Spiele angekündigt, darunter auch der neue Taktik-Shooter Valorant, der mit seinen Valorant Points ebenfalls zum finanziellen Erfolg des Studios beitragen soll.

Riot Games Firmengeschichte: Leidenschaft der Gründer

Doch nicht immer war Riot Games so berühmt wie heutzutage. Die Gründungsgeschichte geht auf zwei leidenschaftliche Gamer zurück.

Marc Merill und Brandon Beck waren schon immer zwei Menschen, welche sich für Videospiele begeisterten. Die beiden Gründer von Riot Games lernten sich auf Universitätsveranstaltungen zum Finanzwesen kennen und waren sich schnell einig. Ihre Leidenschaft lag in Multiplayer-Spielen wie StarCraft und EverQuest. Nach dem Abschluss am College gingen Merrill und Beck zunächst getrennte Wege. Beck arbeitete für Bain & Company, einer riesigen Beratungsfirma, während Merrill einen Job bei der US-amerikanischen Bank bekam. 

Doch die Leidenschaft an Computerspielen verging bei beiden nicht und so gingen sie gemeinsam nach Los Angeles, wo sie zusammen in einer kleinen Wohnung lebten. Dort erwachte Riot Games zum Leben. "Wir haben zusammen in einer kleinen Wohnung in West Hollywood gelebt", sagt Beck in einem Interview mit der Gaming-Website Polygon. "Es war tatsächlich dort, wo Riot wirklich angefangen hat. Du würdest in unsere Wohnung gehen, und es gibt so gut wie keine Möbel, nichts an den Wänden, Bilderrahmen, die noch nicht aufgestellt wurden. Und zwei riesige Spielautomaten bei zwei Schreibtischen, die ein kleines "L" bildeten. Das war genau das, was wir damals gerne zusammen gemacht haben."

Nachdem viele Sponsorengelder für Online-Multiplayer weggebrochen waren und der Untergang für Spiele dieser Art drohte, hatten die beiden Gründer vonRiot Games die Idee, ein eigenes Spiel zu entwickeln. Der Name für das Unternehmen entstand damals aus Protest gegenüber den fehlenden Sponsorengeldern. "Riot Games" sollte für eine Revolution stehen. Das Spiel von Riot Games sollte besser sein, eine intensive Community aufbauen und sich aufgrund von Vorschlägen der Fans verbessern können. Beck und Merill rekrutierten daraufhin Steve Feak als Designer für das Spiel. Die drei wurden zu den ersten Riot Games Mitarbeitern und entwickelten ihr erstes Spiel, eine frühe Version von League of Legends.

Riot Games Sitze und Studios auf der Welt

Ein typischer Konferenzraum in einem der Riot Games Studios

Mittlerweile ist Riot Games in über 15 Ländern auf der ganzen Welt vertreten. Der Hauptsitz befindet sich in Los Angeles.

Stadt

Land

Barcelona

Spanien

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Deutschland

Dubai

Vereinigte Arabische Staaten

Dublin

Irland

Hongkong

China

Istanbul

Türkei

London

Vereinigtes Königreich

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Vereinigte Staaten

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Mexiko

Moskau

Russland

Neu-Delhi

Indien

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Frankreich

San Francisco

Vereinigte Staaten

Saint Louis

Vereinigte Staaten

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Chile

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Shanghai

China

Singapur

Singapur

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Australien

Tokio

Japan

Riot Games: Traumberuf beim größten Entwickler der Welt verwirklichen – Jobs und Praktika

Längst sind Beck, Merill und Feak nicht mehr die einzigen Mitarbeiter bei Riot Games. Natürlich sucht Riot Games immer wieder Möglichkeiten, zu expandieren. Dazu gehört es auch, neue Stellen zu besetzen und alte Jobs am Laufen zu halten. Mittlerweile arbeiten bei Riot Games rund 1.500 Mitarbeiter auf der ganzen Welt. Auf der offiziellen Riot Games Jobliste kann man alle verfügbaren Angebote einsehen. Dabei sind die ausgeschriebenen Jobs sehr vielseitig.

Von 3D-Zeichnern zu Personalmanagement bis hin zu Data Engineers wird bei Riot Games auf der ganzen Welt nach talentierten Köpfen gesucht. Bei vielen der angebotenen Stellen geht es natürlich um League of Legends oder ein anderes Spiel, welches Riot Games ins Leben gerufen hat. Allerdings treten auch immer vereinzelte Jobangebote auf, die nicht wirklich etwas mit der Gamingbranche zu tun haben. So braucht Riot Games auch Buchhalter oder Personalleiter. 

Dabei fordert das kalifornische Unternehmen die meiste Zeit einen Universitätsabschluss und mehrere Jahre Erfahrung in der spezifischen Branche. Für alle, die ein Schülerpraktikum oder ein Praktikum während ihres Studiums suchen, ist bei Riot Games leider keine genaue Aussage zu finden. Zwar gibt es eine intensive Ausschreibung für Studenten auf der ganzen Welt, diese ist allerdings aus dem Jahr 2017 und somit nicht mehr aktuell. 

Riot Games: Die Philosophie des Mammut-Entwicklers

Riot Games hat über die vielen Jahre eine ganz eigene Firmenphilosophie aufgestellt, nach welcher jeder Mitarbeiter arbeitet. So schreibt Riot Games auf der eigenen Website: "Unsere Werte sind unser Fixstern. Sie leiten uns auf dem Weg, das zu werden, was wir sein wollen. Sie dienen als Orientierung, wenn wir unsere Ziele nicht erreichen, und sie sind die Grundlage jeder Entscheidung, die wir treffen."

  • Fokus auf das Spielerlebnis:

Diese Aussage steht bei Riot Games auf der Nummer 1. Die Firma versucht in jeglichen Spielen, das Erlebnis an erste Stelle zu setzen. Jeder einzelne Spieler soll dabei im Mittelpunkt stehen und die Mitarbeiter von Riot Games sollen den Spielern ein bestmögliches Spielerlebnis mit ihrer Arbeit ermöglichen. Der Zusammenhalt durch die Spiele soll Mitarbeiter und Spieler prägen und stark ausgebaut werden. Indem Riot Games sich dazu verpflichtet, jedem Spieler auf der Welt zuzuhören und das individuelle Spielerlebnis zu verbessern, soll etwas Einmaliges geschaffen werden.

  • Mut zum Träumen: 

Riot Games glaubt daran, dass man selbst unmögliche Ideen umsetzen kann, auch wenn sie noch so unglaublich scheinen. Mithilfe von kühnen und zielgerichteten Entscheidungen gelingt es der Firma, die Gaming-Welt aktuell zu halten. Durch die Verbindung von Fachwissen und sozialen Kompetenzen glaubt die Firma, eine gute Grundlage für alle Ideen zu schaffen.

  • Gemeinsam Durchstarten

Auch die Gemeinschaft ist Riot Games wichtig. Dazu zählen in der Firma ein freundliches Miteinander und ein offenes, integratives Team. Ebenfalls wird viel Wert auf gegenseitigen Respekt und Einfühlungsvermögen gelegt. 

  • Umsetzung auf höchstem Niveau 
Mithilfe von exzellenter Ausführung und einer Zusammenarbeit von allen Teambranchen möchte Riot Games jegliche Arbeiten auf höchstes Niveau umsetzen. Dabei arbeiten die Mitarbeiter laut der hauseigenen Philosophie effizient und konzentriert.
  • Hungrig bleiben und die Bodenhaftung nicht verlieren 

Riot Games glaubt daran, nie ausgelernt zu haben. Durch Problemlösungen und Optimierungsbedarf gibt es immer etwas dazuzulernen. Auch Feedback schätzt das Unternehmen sehr und verewigt es in der eigenen Philosophie. 

Riot Games: Alle Spiele des Studios im Überblick

Von der Firmengründung im Jahr 2006 bis in den März 2013 konnte das Unternehmen Riot Games seinem Namen nie so wirklich gerecht werden. Bis zur Veröffentlichung des Minispiels Astro Teemo, ebenfalls eine Auskopplung aus dem League of Legends-Universum, hatte das Studio schließlich nur ein Spiel im Portfolio: League of Legends. Seitdem hat sich jedoch viel getan und spätestens nach dem 10-jährigen Jubiläum des erfolgreichen MOBA hat sich Riot das "s" hinter dem "Game" redlich verdient. Inzwischen blickt das Studio auf ein breites Portfolio von Spielen, auch wenn League of Legends noch immer das Aushängeschild des Unternehmens ist. Hier alle Spiele von Riot Games im Überblick:

Riot Games: League of Legends noch immer der Star

League of Legends ist wohl eins der bekanntesten Online-Spiele der Welt. Jeder, der schon einmal mit Computerspielen etwas zu tun hatte, kennt dieses Spiel. League of Legends, umgangsprachlich auch LoL oder League genannt, ist der Star von Riot Games. Mit diesem Spiel haben Merill und Beck damit begonnen, die Computerspielszene für immer zu prägen. Am 27. Oktober 2009 ging das Spiel das erste Mal online. 

Im beliebtesten Spielmodus von League of Legends treten zwei Teams mit jeweils 5 Mitgliedern gegeneinander an. Dabei können diese vor Beginn des Spiels aus über 140 sogenannten "Champions" auswählen, welche alle über verschiedenen Rollen und Fähigkeiten verfügen. Einige haben besonders viel Leben und sind daher robuster im Kampf. Einige können mithilfe eines Bogens von weiter hinten Schaden austeilen und noch andere sind durch ihre hohe Mobilität fast überall schnell zur Stelle. 

Nachdem jeder seinen Champion gewählt hat, wird in der sogenannten "Kluft der Beschwörer" gekämpft. Dabei handelt es sich um die Karte, auf der die 5v5-Matches ausgetragen werden. 

Nachdem jeder Spieler seinen Champion gewählt hat, wird in der sogenannten "Kluft der Beschwörer" gekämpft. Dabei handelt es sich um die Karte, auf der die 5v5-Matches ausgetragen werden. Ziel des Spiels ist es, das Hauptgebäude der Gegner zu zerstören. Dieses wird auch Nexus genannt. Den Weg zum Nexus bieten drei verschiedene Wege. Einer oben, einer in der Mitte und einer unten. Rund um diese Wege liegt ein Dschungel. Um den Nexus zu zerstören, muss man einerseits seine Gegner töten und andererseits Türme zerstören, welche auf dem Weg zu Nexus im Weg stehen und jeden Spieler in kürzester töten.

Auch kleine Hilfskrieger (Minions/Vasallen), welche computergesteuert sind, machen dem Spieler auf dem Weg zum Nexus das Leben schwer. Wenn man sie, einen Turm oder einen Gegner tötet, erhält man Gold. Mit dem erhaltenen Gold kann man Gegenstände kaufen, die im Kampf gegen andere Champions hilfreich sind. So kann man sich beispielsweise mehr Leben kaufen oder erhöhtes Angriffstempo. Das Online-Spiel an sich hat dabei keine Zeitvorgabe, ein Sieg ist technisch gesehen schon nach mehreren Minuten möglich. Die meisten Spiele dauern allerdings zwischen 20 und 40 Minuten. Einige Spiele sind manchmal sehr ausgeglichen. In seltenen Fällen kann ein Spiel also auch mehr als Stunde andauern.

League of Legends ist der Star von Riot Games mit über 100 Millionen Spieler

Das Free-to-play-MOBA League of Legends ist eins der meistgespielten Spiele der Welt und wurde 2016 von über 100 Millionen Spielern im Monat gespielt. Durch das Spiel machtRiot Games einen Großteil seines Einkommens. Man kann bei League of Legends kosmetische Veränderungen kaufen, sogenannte Skins, welche den gewählten Champion anders aussehen lassen. Diese kosten in der Regel ein paar Euro. Seltene Skins werden teilweise im Internet für mehrere 100€ verkauft. Auch die eSport-Szene von League of Legends wächst stetig. Das Finale der League of Legends Weltmeisterschaften in 2019 beispielsweise verfolgten in der Spitze stolze 44 Millionen Menschen gleichzeitig – und das über den Fernseher, Twitch oder live in der AccorHotels Arena in Paris

Riot Games in der Presse: Die Skandale

Eine so großes Unternehmen wie Riot Games ist durch die vielen Mitarbeiter und Niederlassungen jedoch nicht nur mit positiven Schlagzeilen in den Nachrichten. So gab es in der Vergangenheit von Riot Games bereits einige Skandale

  • Seximus Vorwürfe

In einem Interview mit Kotaku spricht sich 2018 eine anonyme Ex-Mitarbeiterin gegen Riot Games und deren Leitung aus. Sie selbst habe mehrfach versucht, Frauen in Führungspositionen einzustellen und wurde dabei immer wieder abgewiesen. Viele der Frauen seien nicht Gaming-affin genug, andere wollen nur die Karriereleiter hochsteigen, heiß es von der Chefetage. Die Mitarbeiterin selbst habe auch sexistische Bemerkungen auf der Arbeit abbekommen. Sie wurde öfter gefragt, ob es schwer sei, beiRiot zu arbeiten, wenn man so süß ist. Nachdem die Website noch andere Mitarbeiter von Riot Games interviewt hatte, viele darunter Frauen, fügte Riot Games auf ihrer Website eine neue Inklusionsseite ein. So schreibt die Firma "Wir setzen aggressiv eine Null-Toleranz-Richtlinie in Bezug auf Diskriminierung, Belästigung und allgemeine Toxizität durch. Es ist unglaublich wichtig, dass unsere Führungskräfte dieses Engagement verkörpern und diese Erwartung in ihren Teams verstärken.“

Laut eigenen Aussagen habe Riot Games diese Ansicht schon immer vertreten. 

  • Arbeitsverträge bei Riot Games

Allerdings gibt es noch einen weiteren Skandal bei dem Gamingriesen. So soll es in den Arbeitsverträgen von Riot Games-Mitarbeitern eine Klausel geben, welche als "Zwangsschlichtungsklausel" betitelt wird. Diese Klausel soll verhindern, dass Angestellte juristisch gegen Riot Games vorgehen können. Ist man also Mitarbeiter bei Riot Games und befindet sich in einem rechtlichen Streit mit der Firma, muss man sich außergerichtlich einigen. Genau gegen diese Klausel haben mehrere Mitarbeiter im Mai 2019 protestiert, als sie im Rahmen eines Leaks an die Öffentlichkeit gelangte. Mittlerweile ist Riot Games auf die Proteste der Angestellten eingegangen und so ist es neuen Mitarbeitern mittlerweile freigestellt, die Zwangsschlichtungsklausel aus dem Vertrag zu unterzeichnen oder wegstreichen zu lassen. 

Sollte man also bei Riot Gamesarbeiten wollen, inbesondere als Frau, kann man sich also auf einige besondere Umstände einstellen, glaubt man den Aussagen der Ex-Mitarbeiter.

Rubriklistenbild: © Riot Games

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