Das Logitech G432 Gaming-Headset im Test

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Was ist schwarz, blau und hat einen satten Sound? Richtig, das noch recht frische Logitech G432. Dies ist zwar schon seit einiger Zeit auf dem Markt, hat sich aber mittlerweile als Vorzeigemodell der Mittelklasse etabliert. Ob es seinem Ruf wirklich gerecht wird, haben wir für herausgefunden.

Ein Understatement

Dem, der das Headset von Logitech zum ersten mal in der Hand hält wird auffallen, das es kaum Auffälliges gibt. Das G432 gehört nicht zu denen, die durch krasse Optik und LED-Leuchtpanels eure Aufmerksamkeit gewinnen. Vielmehr gibt es sich im eleganten Schwarz mit dem für Logitech typischen hellblau als Akzentfarbe in den Ohrmuscheln und an den Ohrpolstern.

Neben dem silbernen Logo auf beiden Seiten und einer kleinen Modellnummer auf dem Bügel, hat das Headset darüber hinaus nichts weiter, was ihr in irgendeiner Form als Blickfänger bezeichnen könntet. Die braucht es aber auch nicht. Wer nämlich etwas genauer hinschaut, findet schnell die vielen Stärken des G432. Es verfügt gegenüber den meisten anderen Gaming-Headsets statt über 40mm Lautsprecher über ganze 50mm Lautsprecher. Das mag im ersten Moment nicht nach viel klingen. Spätestens jedoch wenn ihr die großen Ohrmuscheln für einige Zeit an den Ohren habt, wisst ihr dieses Detail sehr zu schätzen. Einzig negativ ist uns hier aufgefallen, dass die bewegbaren Teile des G432 schnell anfingen zu quietschen. Nicht besonders nervig, aber an solchen bewegbaren Stellen, hätten wir uns - wie am Kopfbügel - gerne Metall anstatt Plastik gewünscht.

Ein paar Fakten zum G432

Neben den bereits angesprochenen großen 50mm Lautsprechern hat Logitech im G432 noch ein paar andere nette Teile für euch verbaut.

Wo wir gerade von Größe sprechen, habt ihr zufällig einen großen Kopf? Falls ja, müsst ihr das G432 keineswegs aus der Hand legen, der Kopfbügel besitzt auf beiden Seiten ganze 15 Einstellungsstufen, mit denen ihr die Lauscher an eure Kopfform anpassen könnt. Um dann auch noch mit euren Freunden kommunizieren zu können, wurde ein 6mm Mikrofon mit kippbarer Halterung angebracht. Wenn ihr euch also mal stumm stellen wollt, reicht es das Mikrofon nach oben zu klappen. Neben der vertikalen, könnt ihr das Mikrofon auch durch eine biegsame Halterung horizontal bewegen, und es so besser ausrichten.

Direkt neben dem Mikrofon befinden sich außerdem ein stufenloser Lautstärkeregler. Dieser funktioniert einwandfrei, fühlt sich aber nicht so wertig an wie das restliche Produkt, hier hätte man zum Beispiel mit einem anderen Material oder einem angenehmeren Widerstand arbeiten können. Auf einen zusätzlichen Regler am Kabel selbst müsst ihr im gleichen Atemzug allerdings verzichten. Zu den genauen Maßen: Das Headset ist 172mm hoch, 81,7mm breit und 182mm tief. Dabei erreicht es ein erstaunliches Gewicht von nur 259 Gramm. Damit ist das Logitech G432 recht leicht, was auf das hauptsächlich verbaute Plastik zurückzuführen ist.

Basta, jetzt ist Bass da!

Kommen wir nur Kerndisziplin, dem Sound. Hier muss sich das G432 keineswegs verstecken. In unserem Test liefert es eine saubere Audioqualität mit neutralen Höhen und Tiefen. Hier wurde also nichts über- oder untersteuert. Auch der Bass ist angenehm unauffällig und fängt selbst bei höherer Belastung nichts zu Wummern an. Wer will kann hier aber natürlich im der hauseigenen Software von Logitech an einigen Stellschrauben drehen und ordentlich Bass auf die Ohren bekommen. Hier können die 50 mm Lautsprecher ihr volles Potential und Soundspektrum entfalten. Auch bei Filmen und Spielen überzeugt das Headset von Logitech mit für ein Gaming-Headset erstaunlich ausgewogenen Bässen.

G HUB in Aktion

Über das sogenannte G HUB, in dem auch alle weiteren Geräte von Logitech konfiguriert werden können, bekommt ihr die Möglichkeit, die Akustik weiter anpassen. Hierfür muss das Headset jedoch mit dem mitgelieferten USB- Adapter an den Computer angeschlossen werden. Dann lassen sich einfach Equalizer wie Shooter, Team-Chat oder Bassverstärkung auswählen. Natürlich könnt ihr auch eigene erstellen. Im einfachen Modus lassen sich dabei lediglich Höhen und Tiefen beeinflussen, bei den erweiterten Einstellung habt ihr darüber hinaus Zugriff auf die einzelnen Hertzfrequenzen.  Zudem lässt sich mit dem sogenannten DTS Headphone:X 2.0 Surround Sound, das Gefühl von dreidimensionalem Sound erzeugen, was gerade bei Egoshootern nützlich sein kann. Bedenken müsst ihr hierbei aber, das eure Profile nicht auf dem Headset, sondern dem Computer gespeichert werden. Bei einem Wechsel vom PC zur Konsole wird sich also eventuell der Sound verändern.

Das G Hub besitzt noch weitere Funktionen, wie Einstellung des DTS Super Stereo Modus oder das Entfernen von Hintergrundrauschen, diese verändern das Klangbild jedoch nur minimal und sind für den normalen Verbraucher fast unmerklich. Aufgefallen ist uns dann noch in der Software, dass der angezeigte Lautstärkeregler nicht mit dem Rad am Headset gekoppelt ist. Mit den Lautstärkeeinstellung des Computers, des Headsets, dem G HUB und eventueller weiterer Software wie Spotify oder einem Spiel hat man  da schnell vier oder mehr Lautstärkeregler. Dies kann zum Übersteuern des Headsets führen und fühlt sich auch nicht so recht sinnvoll an. Vor allem da jeder Regler verschieden stark die Lautstärke beeinflusst, kann es schon mal passieren, dass einem beim Einschalten von Musik oder dem Starten eines Spiels die Ohren weg fliegen.

Pros

  • Schlichtes Design
  • Große Lautsprecher
  • Gute Verarbeitung
  • Schöner neutraler aber kräftiger Sound

Cons

  • Quietscht an den Gelenken
  • Kein Lautstärkeregler am Kabel
  • Qualität des Volume-Rädchen

Fazit

Das Logitech G432 hat unsere Redaktion überzeugen können. Hinter der schlichten Optik zeigt sich ein tolles Headset, vom Klang bis zur Verarbeitung. Mit einem Preis von derzeit 64€ erhält man ein grundsolides Headset mit angemessener Qualität ohne große Schnörkel oder Fehler.

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