Test: Creative Sound BlasterX AE-5 interne Soundkarte

  • INGAME Redaktion
    VonINGAME Redaktion
    schließen

Interne Soundkarten werden immer seltener. Viele Nutzer steigen auf externe USB-Soundkarten um, da diese meist günstiger sind. Dann gibt es noch Nutzer, die behaupten, dass zwischen USB-, Onboard- und internen Soundkarten kein Unterschied bei der Klangqualität mehr besteht. Diese Aussagen können wir spätestens jetzt verneinen. Creative Labs beweist mit der neuen AE-5 Gaming-Soundkarte wie klar sich Klang am Computer anhören kann und holt wirklich alles aus euren Kopfhörern raus.

Das schicke und farbige Paket, in dem ihr die sicher verpackte Creative Sound BlasterX AE-5 Soundkarte zusammen mit einem LED-Streifen und einem Haufen Papierkram findet, ist jedoch nicht ganz billig. Für das gute Stück müsst ihr nämlich derzeit noch knappe 150 Euro auf den Tisch legen. Doch keine Angst, die Investition lohnt sich wie herausfinden konnten. Hier noch die komplette Übersicht des Verpackungsinhaltes.

Paketinhalt

Ein bisschen schrauben

Bevor ihr jedoch starten könnt, müsst ihr den Einbau der Karte meistern. Und obwohl die Bedienungsanleitung auf den ersten Blick ein bisschen kompliziert aussieht, ist der Einbau in unter fünf Minuten gemacht.  Wer bereits zuvor eine Grafikkarte montiert hat, wird mit einer PCIe Soundkarte nicht viele Probleme haben. Im Grunde müsst ihr die Karte nämlich nur auf den PCIe Slot stecken und schon kann es losgehen. Lediglich für die Beleuchtung der Karte, den beiliegenden LED-Streifen und die eventuellen Verbindung mit Front-Anschlüssen müsst ihr noch zusätzliche Pin-Connectoren anschließen. Im Grunde genommen ist das aber eigentlich nur einfaches Plug and Play.

Der Trumpf

Die Creative SoundblasterX AE-5 kurz AE-5 kommt mit dem „Xamp“-Feature. Das bedeutet, anders als bei anderen Soundkarten, wird der Sound für beide Seiten vom Headset einzeln verstärkt. Bei herkömmlichen Soundkarten wird der Sound erst verstärkt und dann in Links und Rechts aufgespalten. Das Xamp-Feature verbessert die Klangtreue stark und wirkt sich auf alle Kopfhörer, egal ob günstig, durchschnittlich oder High-End, aus.

Des weiteren kann die AE-5 mit einer extrem niedrigen Impedanz von 1 Ohm herkömmliche 16-600 Ohm Kopfhörer und Headsets perfekt bedienen. Durchschnittliche Kopfhörer haben ca. 30 Ohm, denn Smartphones und Notebooks unterstützen meist nur so viel. Studiokopfhörer mit 600 Ohm könnt ihr nur an Soundkarten benutzen, die 600 Ohm unterstützen.

Das Beste vom Besten

Den Kern der AE-5 Soundkarte bildet der verbesserte Sound Core3D DSP, welcher schon in den Soundkarten der Recon3D und Z-series  zum Einsatz kam.

Ein weiterer Trumpf der AE-5 ist der SABRE Ultra Class Digital Audio Controller. Dieser hat die Funktion, euer digitales Signal in ein analoges Signal umzuwandeln. Der SABRE DAC ist ein absoluter High-End DAC (Digital Audio Controller) für Computer. 384kHz bei 32Bit ist nicht nur gut, es schießt weit über das Ziel hinaus. Herkömmliche Soundkarten und Onboard-Soundkarten kommen mit höchstens 192kHz bei 24Bit. Dies wird euch vor allem freuen, wenn ihr vorhabt, Lautsprecher an die Soundkarte anzuschließen. Mit herkömmliche Kopfhörern werdet ihr jedoch niemals 192kHz, geschweige denn 384kHz erreichen.

Die Soundkarte von Creative Lab schafft locker bis zu 122dB und läuft ganz einfach über einen PCIe Slot ohne zusätzliche Stromzufuhr. Wenn ihr das RGB-Feature nutzen wollt, benötigt ihr jedoch eine 4-Pin Verbindung mit dem Netzteil.

Virtuelles 7.1 vom Feinsten

Wer behauptet, dass virtuelles 7.1 viel schlechter ist als 7.1 Lautsprecher? Diese High-End Soundkarte macht aus jedem Kopfhörer spitzen Surround-Lauscher, egal ob ihr ein Headset oder Kopfhörer benutzt. Die AE-5 besitzt fünf 3,175mm Buchsen, wovon drei für echte 5.1 Lautsprecher und zwei für ein Headset, also Mikrofon und Kopfhörer, gedacht sind. Das bedeutet, ihr könnt eure Heim(kino)anlage über diese Soundkarte laufen lassen. Da es sich jedoch um eine interne Soundkarte handelt, können nur Headsets mit 3,175mm Klinkenstecker verwendet werden

Für alles den richtigen Equalizer

Auf der offiziellen Website von Creative könnt ihr euch die „Sound Blaster Connect 2“-Software direkt herunterladen. Diese ermöglicht eine Menge an Einstellungen und Möglichkeiten. Über die Software lassen sich ganz einfach Equalizer erstellen und speichern. Nach Installation stehen jedoch bereits viele voreingestellte Equalizer zur Auswahl. Desweiteren könnt ihr eure eigene Klangqualität weiter verbessern, durch z.B. „Noise Reduction“ oder Acoustic Echo Cancallation“ mit denen Hintergrundgeräusche und Echos raus gefiltert werden.

Die Beleuchtung

Seid ihr Fan von RGB Beleuchtung?  Dann haben wir tolle Neuigkeiten für euch, denn die Soundkarte fungiert gleichzeitig auch noch als Steuereinheit für Beleuchtung. Die Karte selbst besitzt ein leuchtendes RGB Logo und ihr bekommt einen LED-Streifen gratis zum Kauf dazu. Weitere Streifen könnt ihr euch dazu bestellen. Da die LED-Streifen eine Magnetfläche haben, könnt ihr sie problemlos in eurem Gehäuse verteilen. Mit der leistungsstarken Software und dem Aurora Reactive Tool könnt ihr den PC also bis ins kleinste Detail nach euren Ansprüchen anpassen.

Die Praxis

Gaming

Natürlich haben wir die Creative Sound BlasterX AE-5 bei unserem Lieblingshobby, dem Zocken, probiert. Spiele wie Call of Duty World War II und Battlefield 1 hören sich mit der richtigen Anlage oder Lauschern einfach klasse an. Das gilt im Übrigen auch für andere Genres, doch gerade Shooter profitieren von der Kraft der Karte enorm. Bei allen anderen löst die Karte enorm gut selbst die kleinsten Details im Klang auf, für welche ihr jedoch wirklich die entsprechende Hardware benötigt, um sie auch wahrnehmen zu können. Egal ob Action oder nicht, die Karte befeuert euer jeweiliges Endgerät mit ordentlich Druck, der ohne jede Verzögerung punktgenau einschlägt.  Durch realistisch detailreiche Explosionen und klare Gespräche konnten wir die Spiele auf einer ganz anderen Ebene genießen.

Ein besonderes Feature ist der Scout Mode 2.0, welcher schon oft auf E-Sport Events verboten wurde. In First-Person-Shootern kann die AE-5 sofort Schritte erkennen und lokalisieren. So bekommt ihr auf euer Handy eine Karte, auf der Gegner, die sich in eurer Nähe befinden, angezeigt werden. Ob das Feature als Cheaten gilt, ist noch ungeklärt. Eins ist aber sicher: Gebannt werdet ihr deshalb in keinem Spiel.

Musik

Musik hört ihr mit der AE-5 mindestens auf Studioniveau. Dank Xamp, dem SABRE Ultra Class DAC und einer 32Bit Abtastrate könnt ihr eure Musik erneut entdecken. Besonders hat es uns die Klangtreue angetan. Wir haben die Soundkarte hauptsächlich mit den Sennheiser Momentum On-Ear getestet. Hier ein paar Dinge, die uns beim Testen der Musik besonders aufgefallen sind; Bei hohen Lautstärken behalten Kopfhörer einen klareren Klang, Bässe hören sich qualitativer und klarer an, die gesamte Musik wirkt voluminöser. Mit 600 Ohm Kopfhörern entfaltet die AE-5 ihr volles Potential.

Sprache

Eure eigene Soundaufnahme für Teamspeak oder Skype könnt ihr leider nur mit drei kleinen Features ein wenig verbessern. Crystal Voice kann Sprache und Geräusche hervorheben, was auch sehr gut klappt. Der restliche Sound rückt in den Hintergrund und verzerrt sich ganz leicht.

Kleinere Features

Crystal Voice ist nützlich für Telefonate, Konferenzen oder andere Momente, wenn ihr Stimmen glasklar verstehen müsst. Besonders bei Störgeräuschen könnt ihr mit Crystal Voice Stimmen ganz einfach verstärken und so einfach verstehen. Besonders nützlich ist diese Funktion in Teamgames, wenn man sich auf den Voicechat konzentieren muss aber auf den Spielsound nicht verzichten will.

Geheimtipp: Wenn ihr das Features bei Spielen wie Counter Strike nutzt, werden Schritte und Nachladegeräusche ebenfalls hervorgehoben, was zu einem echten Vorteil für euch werden kann. Jedoch wird der restliche Klang dafür ein wenig gedämpft. Ausprobieren solltet ihr es in jedem Fall.

Pros

Cons

Fazit

Mit rund 150 Euro Kaufpreis ist die AE-5 eine der teuersten Soundkarten, die es momentan auf dem Markt gibt. Für den Preis bekommt ihr jedoch glücklicherweise nur das Beste geboten. Unglaublich starke Tools wie Xamp, der Sound Core3D DSP und der SABRE DAC bringen euren PC-Sound auf ein ganz neues Level und lassen selbst Budget-Kopfhörer gut klingen. Wer sich selbst und seinem PC etwas Gutes tun möchte und dafür auch mal tiefer in die Tasche greift, ist bei der AE-5 genau richtig.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare