Test: Shadow – Dein eigener High-End Cloud-PC?

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Cloud-Gaming ist dank Nvidia GeForce Now mal wieder in aller Munde. Shadow bringt jetzt einen Dienst für den deutschen Markt heraus. Wir haben die letzten Wochen damit verbracht, Spiele auf dem Cloud-PC für euch zu daddeln – Ein harter Job, aber einer muss ihn ja machen – und berichten nun, ob Shadow nur ein Luftschloss oder doch die waschechte Alternative zum Gaming-PC gebaut hat. 

Shadow

Mittlerweile lassen sich Cloud-Technologien aus unserem Alltag nicht mehr wegdenken. Doch die Wolke, in der bisher meist nur Urlaubsbilder und Videos landen, entwickelt sich rasant weiter –  und zwar so schnell, dass ihr dank Angeboten wie Shadow euren PC ausmustern könntet. Die Technik? Cloud-Computing, beziehungsweise Streaming, denn mit Shadow streamt ihr den High-End Gaming-PC bequem zu euch nach Hause. Falls ihr mit Cloud-Computing bisher wenig Berührungspunkte hattet, hier die Grundlagen:

Was ist ein Cloud-PC?

Ein Cloud-PC ist ein echter/physischer Computer, der in einem Rechenzentrum steht und auf den ihr via Internet zugreifen könnt. Traditionell ersetzen Cloud-Computing-Technologien die Notwendigkeit, eigene Hardware vor Ort zu haben, in diesem Fall den Gaming Rechner. High-End Gaming-Hardware wird somit als Dienst angeboten.

Warum ein Cloud-PC?

Die Vorteile eines Cloud-PCs liegen auf der Hand. Selbst mit eurem popeligen Steinzeitrechner, oder dem Arbeits-Macbook, nutzt ihr die Leistung eines High-End-Rechners. Das Ganze dann theoretisch von überall und zu jeder Zeit, solange die Internetverbindung stabil steht - Kein ewiges Aufrüsten und Benchmarken der eigenen Kiste mehr und funktioniert mal ein Teil nicht, ist das auch absolut nicht euer Problem. Ihr könnt also sogar mit einem alten Computer Spiele zocken, die ihr normalerweise nicht zum Laufen bekommen würdet. Ebenso könnt ihr Videos rendern oder komplexe rechen-lastige Programme laufen lassen und dies viel schneller als mit dem Computer zu Hause. Außerdem spielt ihr bequem von überall, dafür bräuchtet ihr nicht mal einen eigenen Computer, aber dazu kommen wir später.

Was ist Shadow?

Shadow ist der erste Cloud-PC-Anbieter im deutschen Markt und bietet damit eine Alternative zu Nvidia GeForce Now. Mit Abschluss eines monatliches Abonnements bekommt ihr einen eigenen High-End-Cloud-PC gestellt, mit dem ihr dann sofort starten könnt. Dafür müsst ihr euch nur auf der Shadow-Homepage anmelden und aus einem der drei Abomodelle wählen. Kaum habt ihr euch den Client heruntergeladen und euch eingeloggt, öffnet sich ein Fenster zu dem gestreamten Rechner. Den Cloud-PC könnt ihr dann genauso nutzen wie euren eigenen – nur halt eben ohne selbst auf der Hardware zu sitzen. Übrigens läuft Shadow auf Windows, Mac OS, iOS und Android. Es kann also auf  allen gängigen Betriebssystemen genutzt werden. Seit Neuestem gibt es sogar eine Beta-Version für Ubuntu.

Miete zahlen

Damit wären wir auch schon bei den Kosten, denn Shadow erscheint auf den ersten Blick nicht ganz günstig. Für einen Einzelmonat bezahlt ihr 44,95 Euro. Wollt ihr Shadow langfristig nutzen, reduzieren sich die Kosten selbstverständlich. Ein 3-monatiges Abonnement kostet nur noch 34,95 Euro pro Monat und das Jahresabo senkt den monatlichen Beitrag zusätzlich auf 29,95 Euro. Das mag sich jetzt erstmal nach einer Menge Geld anhören 359,40 Euro im Jahr für den Streaming-Dienst abzudrücken, aber schauen wir doch erstmal, was wir für unser Geld denn eigentlich bekommen.

Das Versprechen

Dem Anbieter zufolge wird euer Wolkenrechner immer auf dem neusten Stand der Technik gehalten, die monatlichen Kosten sollen sich auch bei Hardwaresprüngen nicht verändern. Die Zahlen des Dienstes klingen erstmal vielversprechend. Stand 06.12.2018 befinden sich folgende Komponenten unter der Haube des Wolken-PCs:

  • GPU: NVIDIA (Gleichwertig zu einer GTX 1080). Da es sich um ein System in einem Rechenzentrum handelt, kommen hier NVIDIA-Karten zum Einsatz die man für Heim-PCs nicht verwenden würde. Um die Serverkarte für den Endnutzer vergleichbar zu machen, wird hier die handelsübliche GTX 1080 Karte genannt.
  • CPU: Intel XEON E5-2678 v3 mit 8 dedizierten Threads, die auf einer Taktung von 2,5GHz laufen
  • RAM: 12 GB DDR4
  • Speicherplatz: 256 GB (auf 1 TB erweiterbar)
  • Internetverbindung: 1GBit/s

Laut Anbieter sollen alle aktuellen Titel in hochwertiger Grafik und bis zu 4k-Auflösungen damit spielbar sein. Die Hardware des Shadow-Systems wird immer auf einem aktuellen High-End-Stand gehalten. Das bedeutet, dass Hardware, die nicht mehr 'zeitgemäß' für ein High-End-System ist, ausgetauscht und durch bessere Hardware ersetzt bzw. erweitert wird. Kommt also neue Hardware auf den Markt, die für den Endnutzer keine nennenswerte Verbesserung bedeuten würde, wird diese nicht zwangsweise sofort verbaut.

Die Benchmarks

Natürlich haben wir das Anbieterversprechen nicht einfach so stehen gelassen, sondern den Dienst auf Herz und Nieren geprüft. In unseren Test verbrauchte der Service dabei nie mehr als 50mb Arbeitsspeicher auf unseren Endgeräten und dürfte damit auf so ziemlich jedem besseren Toaster laufen. (Getestet haben wir die Dienste auf High-End-Gaming Rechnern, iOS und Android Smartphones, einem MacBook Pro aus 2015 sowie auf der "Uralt-Schüssel" unseres Praktikanten.)

An dieser Stelle gleich mal ein Blick auf den Firerstarter-Benchmark. Hier erzielen wir zwar keine absoluten Spitzenwerte, können aber stabil mehr als 60 Frames pro Sekunde erreichen. Die Servergrafikkarte Nvidia Quadro P5000 liefert im durchschnittlichen Nutzer Benchmark insignifikant schlechtere Ergebnisse als die GTX 1080.

Aussagekräftige Vergleichswerte für die Xeon(R) CPU E5-2678 CPU zu finden, gestaltet sich hingegen um einiges schwieriger. Durch die 12 Kerne bringt es der Xeon natürlich auf wesentlich bessere Multitaskingwerte als beispielsweise die 8. Intel Generation. Allerdings ist die Performance auf dem Single Thread schwächer als bei den Retail Verwandten.

Hierbei sei gesagt, dass es durchaus denkbar ist, dass die höhere Multithreading Leistung und Belastbarkeit der Server-CPU höhere RAM-Taktungen zulässt als der i7-8700. Somit könnten die Server-GPU und -CPU den potentiellen Flaschenhals minimieren, der im Zusammenspiel mit dem i7 der 8. Generation und 1080GTX entstehen kann.

Im Test konnten wir aktuelle Spiele in 1920x1080 problemlos auf über 60 FPS spielen. Auch 1440p Auflösungen waren flüssig spielbar. Das Anbieterversprechen, die neuesten Titel in 4k spielen zu können, scheint uns allerdings etwas optimistisch. Natürlich ist es möglich, dass Shadow in naher Zukunft die Hardware ihrer Wolke aufrüstet, aber mit der uns zur Verfügung stehenden Maschine kamen wir nicht auf stabile 60 Frames bei einer 4K Auflösung. Exemplarisch haben wir hier den Shadow of the Tomb Raider Becnhmark in 1920x1080 und 4K  laufen lassen.

Aber was heißt das jetzt? Ist Shadow teurer, oder günstiger als der eigene Gaming Rechner und für wen lohnt sich das Abonnement?

Wir haben zum Preisvergleich mal eine virtuelle Maschine zusammengestellt.

Ausgehend davon, dass ein Spieler, der die neusten Titel auf aktuellen Auflösungen und hohen Grafikeinstellungen spielen möchte, spätestens nach drei Jahren seinen Computer aufrüsten wird, stünden uns drei Jahre Shadow-Kosten 'zur Verfügung' (1078,20 Euro).

Wie viel kostet ein vergleichbarer Rechner Marke Eigenbau also? (Zur Orientierung haben wir die günstigsten Preise von geizhals.de - Stand 06.12.2018 - genommen):

  • Intel Core i7-8700, 6x 3,20GHz 345,06 Euro (Crowdfox)
  • Gigabyte GeForce GTX 1080 Windforce OC 8G 525,12 Euro (Amazon)
  • G.Skill RipJaws V schwarz DDR4-3200 DIMM Kit 16GB 128,49 Euro (Mindfactory)
  • Samsung SSD 860 EVO 500GB 74,90 Euro (Mindfactory)
  • Cooler Master Hyper 212 Evo 29,84 Euro (Mindfactory)
  • ASUS ROG Strix Z390-F Gaming 212,94 Euro (Mindfactory)
  • EVGA SuperNOVA G3 750 750W ATX 124,99 Euro (Proshop)

1441, 34 Euro

In jedem Falle, kommt ihr mit eurem Abonnement bei Shadow also günstiger weg als beim Selbstbau. Unsere virtuelle Maschine ist sicherlich nach unten und oben optimierbar, zeigt aber, dass ihr für vergleichbare Rechenpower unterm Schreibtisch deutlich tiefer in die Tasche greifen müsst. Wohlgemerkt ist die Lebensdauer von drei Jahren für die angeführte Hardware ziemlich optimistisch. Gewählt haben wir bewusst keine absoluten High-End Komponenten, um eine Vergleichbarkeit mit dem Shadowsystem zu gewährleisten. Hinzu kommen etwaige Kosten für euer Lieblingsgehäuse oder ggf. Mehrkosten, die durch höheren Stromverbrauch anfallen. Außerdem müsstet ihr euch mit der Materie entweder schon auskennen, oder aber einlesen, um die Hardware selbst vergleichen und verbauen zu können.

Wir meinen: Selbst wenn Shadow ähnlich teuer, wie die eigene Hardware wäre, würde sich der Dienst für alle lohnen, die Einfachheit und Komfort bevorzugen. Diejenigen, die sowieso leidenschaftlich an ihren Kisten herumschrauben, sind am Ende auch nicht das Zielpublikum für die Software. Beim Cloud-Gaming-Service zahlt ihr also vor allem auch den Komfort mit und das zu einem fairen Preis wie wir finden.

Und wie bedient sich das Ganze?

Die Shadow-Software ist schlicht und intuitiv gehalten. Nach der Installation von Shadow trennen euch nur wenig Einstellungen von eurem Mietrechner. Sobald ihr verbunden seid, läuft alles wie gewohnt. Wollt ihr nicht mit zwei Systemen gleichzeitig rumfrickeln, könnt ihr Shadow natürlich auch direkt im Vollbild starten, damit ersetzt der Dienst praktisch die Nutzeroberfläche eurer eigenen Maschine. Richtig super: Dank der Netzwerkanbindung des Servers ladet ihr Spiele und andere Software mit bis zu 1 GBit/s. Natürlich ist hier zu bedenken, dass die Downloadgeschwindigkeit auch von der Uploadgeschwindigkeit des Servers abhängig ist, der die Datei zur Verfügung stellt – unter 100 Mbit/s fallen wir dabei aber nie.

Tatsächlich hatten wir keine Schwierigkeiten Battlefield V, Call of Duty Blackout 4, Shadow of the Tomb Raider, SCUM oder vergleichbar anspruchsvolle Titel über den Shadow Rechner innerhalb kürzester Zeit herunterzuladen und zu spielen. Die Nvidia Quadro P5000 kommt wunderbar mit dem neuesten Grafiktreiber der GTX 1080 zurecht, womit auch alle aktuellen Spiele problemlos laufen. Natürlich kommt der Mietrechner mit den wichtigsten Treibern daher, alle weitere Software oder nachfolgende Treiberversionen müsst ihr allerdings selbst beschaffen.

Da die Eingaben, die ihr beim Spielen tätigt, natürlich erst beim Cloudrechner ankommen müssen, bevor sie von dort aus weiterverarbeitet werden, kommt es immer wieder zu leichten Verzögerungen. Im Test hat sich die leicht erhöhte Latenz allerdings nur selten bemerkbar gemacht. Gerade im Mehrspieler Shooter müsst ihr aber etwaige Verzögerungen in Kauf nehmen. Dem Casual Spieler dürften die Verzögerung dabei vermutlich gar nicht auffallen. Lebt und atmet ihr das Gunplay eures Lieblingstitels hingegen, könnte euch die minimale Verzögerung durchaus eure Geduld kosten.

Call of Duty bei Oma

So flexibel ihr mit Shadow auch seid, um eine stabile Internetverbindung kommt ihr nicht herum. Wir können euch aber beruhigen, ihr braucht absolut keine 100 mbit/s Leitung, um den Dienst einwandfrei nutzen zu können. In unseren Test konnten mit circa 24 Mbit/s schon verzögerungsfrei spielen. Allerdings muss eure Verbindung natürlich konstant bleiben. Im Anwendungsfall würden wir daher eine 50 Mbit/s Leitung empfehlen, auch wenn ihr definitiv mit weniger Leistung auskommt. Hearthstone könnt also auch auf Omis 16 Mbit/s Leitung spielen, zu motorisch feineren eSport-Titeln würden wir aber nur raten, wenn ihr Oma dazu bringen könnt, den Vertrag aufzurüsten.

Natürlich könnt ihr Shadow auch über euren mobilen Datentarif laufen lassen. Tatsächlich waren wir im Test überrascht wie gut das funktioniert. Mit einer Bandbreite von 4G konnten wir auf dem iPhone 8 größtenteils flüssig spielen.

Beim Spielen von komplexen Games wird es jedoch etwas schwierig, ohne passende Peripherie zurecht zu kommen. Eine Tastatur könnt ihr euch einblenden lassen und eine Maus mit dem Smartphone problemlos verbinden. Alternativ könnt ihr mit einem OTG-Kabel und passendem Adapter auch euren Xbox- oder PS4-Controller ans Telefon oder Tablet anschließen. Bei unseren Versuchen hat das aber zu deutlich mehr Problemen geführt als die Steuerung mit Maus und Tastatur. Da die meisten Controller nicht für den Gebrauch auf dem Smartphone ausgelegt sind, tun sich die Pads häufig schwer, eine Verbindung zu den Mobilen Geräten aufzubauen. Hier empfiehlt sich eindeutig der Griff zu optimierten Modellen wie dem Tronsmart G02 Bluetooth Controller zum Beispiel.

Wie sieht es mit der Datensicherheit aus?

Datensicherheit ist wie bei allen cloudbasierten Diensten auch bei Shadow ein wichtiges Thema. Zu allen Angaben geben wir vorab zu bedenken, dass das eigentliche Unternehmen in Frankreich sitzt und somit sowohl die deutsche, französische als auch die europäische Rechtslage berücksichtigt werden muss. Das Rechenzentrum, in dem eurer Wolken-PC steht, operiert auf dem selben Sicherheitslevel wie Banken – lediglich drei Mitarbeiter haben Schlüssel. Uns wurde versichert, dass die Shadow-Software weiterhin keine Eingaben speichere und die Sicherheit des Cloudrechners komplett in eurer Hand liegt.

Es ist damit an euch, ob ihr Bankdaten im Browser speichert, eine Antivirensoftware installiert etc. Als Schnittstelle zwischen Rechenzentrum und Nutzer ist der Video-Stream selbstverständlich verschlüsselt. Wie sensibel eure Daten nach Beendigung des Abonnements behandelt werden, konnten wir bedauerlicherweise nicht in Erfahrung bringen. Sollte die Shadowsoftware allerdings tatsächlich keine persönlichen oder personenbezogenen Daten in der Cloud speichern scheint es uns äußerst unwahrscheinlich, dass die Rechner im Nachgang ausgelesen werden. Wie immer im Umgang mit cloud- und internetbasierten Technologien gilt auch hier: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Lest euch also am Besten selbst die entsprechende Datenschutzverfügung durch. Gerade da Shadow auch noch in den Kinderschuhen steckt, ist es durchaus denkbar, dass die Nutzungsbedingungen im Nachgang noch einmal angepasst werden. Tatsächlich haben uns die Jungs und Mädels von Shadow auch flott auf etwaige Nachfragen geantwortet. Alternativ könnt ihr auf Twitter unter @ShadowDE verfolgen wie sich die Software weiterentwickelt.

Die Zukunft also schon heute? 

Ihr habt es sicher schon gemerkt, Shadow gefällt uns alles in Allem ziemlich gut. In vielen Momenten funktioniert der Service so einfach, dass es wir es kaum glauben konnten. Problemlos wechselt ihr innerhalb von Sekunden zwischen verschiedenen Geräten und streamt aktuelle AAA-Titel auch auf eurem Smartphone. Der Gerätewechsel muss dabei nur mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung von euch genehmigt werden und schon geht's los. Soviel Zukunftsmusik der Dienst aber auch spielt, ist Shadow bisher leider noch keine Big Band. Viele andere Dienste und Spieleanbieter, haben ihre Produkte noch lange nicht für die Cloudnutzung optimiert. In Ring of Elysium beispielsweise konnten wir uns nicht mit der Mehrspieler-Lobby verbinden, da der Titel Shadow als Cheatingsoftware identifiziert.

Aus nicht weiter definierten Gründen, stürzte unsere Verbindung zu Shadow im Test gelegentlich ab. Der Neustart funktioniert zwar meist binnen Sekunden, kostet euch aber vermutlich trotzdem den Teamfight oder das heiße Feuergefecht. Seid ihr also Vielspieler oder fallt auch sonst in die Power-Nutzer-Kategorie, empfehlen wir euch den Dienst erstmal für eure Lieblingssoftware zu testen, bevor ihr gleich das Jahresabo abschließt. Besonders wenn ihr euch jeden Tag auf den Service verlassen wollt, solltet ihr bedenken, dass der Dienst natürlich auch gewartet wird. Das heißt es ist durchaus möglich, dass ihr ab und zu für einige Stunden auf euren Schatten verzichten müsst. Wollt ihr Shadow selbst mal ausprobieren, könnt ihr den Dienst bis zum 9. Januar für 30 Euro ohne Vertragslaufzeit testen.

Shadow "Ghost"

Wir hatten eingangs ja schon erwähnt, dass ihr für die Nutzung von Shadow nicht zwingend einen eigenen Rechner benötigt. Mit Shadow "Ghost" bietet der Entwickler eine Streaming-Box an, die ihr einmalig für ca. 120 Euro zu Shadow dazukaufen könnt. Ghost funktioniert dabei so ähnlich wie die Steam-Box. Per HDMI stöpselt ihr einen beliebigen Monitor an den kleinen Geist an, außerdem sind Ausgänge für Tastatur, Maus oder Controller vorhanden. Dabei kommuniziert die Box sowohl über Wifi als auch Ethernet oder Bluetooth. Habt ihr also eine stabile Internet Verbindung, allerdings keinen Computer, könnt ihr mit der Shadow "Ghost" euren Fernseher endlich mal wieder für was sinnvolles nutzen. Da Shadow aber wirklich auf jeder Möhre läuft, dürfte die Box nur für die wenigsten Käufer in Frage kommen.

Der Service selbst macht im Test aber eine gut Figur und bietet vor allem eine Menge Potential. Cloud-Gaming wird mit größter Wahrscheinlichkeit Einfluss auf die Zukunft der Zocker haben, daher ist es auch unbedingt wichtig, dass sich international verschiedene Akteure im Markt herausbilden. In der absoluten Mehrheit haben wir diesen Schritt schon in der Softwareindustrie erlebt. Heute gibt es so gut wie keine Software mehr zu kaufen, lediglich Dienste. Wird im nächsten Schritt auch die Hardware zum Service, führt das zur flächendeckenden Enteignung in Punkto Rechenpower. In Zeiten der Digitalisierung mit Sicherheit ein kontroverses Thema. Wir finden es jedenfalls schön, jetzt einen weiteren Player auf dem Cloud-Gaming Markt zusehen.

Pros

  • Immer technisch auf dem neuesten Stand
  • Hardcore-Gaming von überall
  • Komfortabel zu bedienen

Cons

  • Konstante Internetverbindung benötigt
  • Höhere Latenz als bei direkten Verbindungen - allerdings kaum spürbar

Fazit

Habt ihr keinen High-End Rechner zu Hause und auch kein Interesse einen zusammenzupuzzeln, ist Shadow eine echte Alternative! Solange eure Internetleitung stabil steht, zockt ihr schon eine halbe Stunde nach Freischaltung eure Lieblings-Games – und aufs Klo könnt ihr die jetzt auch noch mitnehmen. Sicher hat die Technologie noch ihre Kinderkrankheiten und empfiehlt sich bis dato noch nicht für die Nutzung im professionellen eSport-Bereich, ist aber beispiellos angenehm auf allen Geräten zu bedienen. Die neuesten Titel könnt ihr aktuell schon in HD und 4K zum fairen Preis zocken, wenn die einschlägigen Software Hersteller ihre Produkte jetzt noch für die Cloudnutzung umstellen, ist der Dienst absolut empfehlenswert, Seid ihr noch skeptisch empfehlen wir Shadow einmal selber zu testen, schließlich ist das Abo ja monatlich kündbar

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