Test: Turtle Beach Ear Force XO THREE

  • INGAME Redaktion
    vonINGAME Redaktion
    schließen

Mittlerweile sind Headsets weit mehr als nur simple Kopfhörer mit Mikrofon. Sie sind Statussymbole. Wer hat das neuste? Welches eSport-Team nutzt welche Marke? Welches hat den besten Sound? Das sind die Fragen, die sich gerade die jüngere Generation von Gamern momentan stellt. Wer möchte denn auch nicht immer den besten Klang aus seinen Spielen herausholen und optimal gerüstet sein, wenn es mal wieder aufs Schlachtfeld geht? Ob das Turtle Beach Ear Force XO Three genau das richtige für eure Bedürfnisse ist, das lest ihr bei uns. Wir haben das Headset für euch auf Herz und Nieren, beziehungsweise auf Sound und Komfort, getestet.

Optimiert für Xbox Spieler und Windows 10 Nutzer

Das neue Turtle Beach rühmt sich damit, Surround Sound an der Xbox One und auf Windows 10 zu präsentieren. Dieses geschieht über Windows Sonic. Zwar kann das Headset an allen beliebigen Geräten genutzt werden, die über einen 3,5mm Klinkenstecker verfügen, aber nur auf diesen beiden Endgeräten funktioniert die angesprochene Technik. Turtle Beach besteht seit 2008 und hat das XO Three direkt für Xbox Spieler entwickelt. Das schlägt sich auch in der schönen Farbgebung nieder, welche wir später noch einmal aufgreifen werden. So sind die Hardware-Hersteller offizieller Partner von eSport-Mannschaften wie etwa Splyce, die sich regelmäßig in Halo mit anderen Spielern messen. Auch sie nutzen die Turtle Beach Techniken. Ebenso schwören die beiden Youtuber: DrDisRespect und Miss Mae auf die Produkte der in Valhalla, New York, ansässigen Firma.

Die Optik ist beeindruckend

Das Headset ist überwiegend in Schwarz gehalten, hat aber auch in typischem Xbox-Grün gehaltene Elemente, die das Design deutlich hervorheben. So befindet sich an der äußeren-Ohrmuschel eine Stoff bezogene, im bereits erwähnten Grün gehaltene, Verzierung und das Turtle Beach Logo. Der Kopfbügel ist mit gefüttertem Leder und schicken Nähten ausgestattet. Das ansteckbare Mikro ist beweglich und weist eine drahtige, aber stabile Form auf. Die Innenmuscheln sind besonders weich gepolstert, um das Eindringen von Schall zu verhindern. Auch von der Optik her sind diese recht grobmaschig ,aber passlich zum Rest des doch im Allgemeinen recht großen Headsets. Im Inneren der Ohrmuscheln befindet sich ebenfalls noch einmal das Turtle Beach Logo. Dieses befindet sich auch ein drittes Mal auf dem Gerät und zwar direkt auf dem Lautstärkeregler, wo sich auch die Stummschaltung befindet.

Funktionalität im Test

Das Headset hat einen festen Sitz auf den Kopf, was es zum einen stabil, aber gleichzeitig auch sehr mühsam macht. Im Test haben wir das XO THREE mit langen Runden Tom Clancy's: The Division unter die Lupe genommen. Während der Testphasen waren sogar noch 6 Party Mitglieder anwesend, was die Bedingungen noch erschwerte. Der Sound des Spiels und die Gespräche wurden jedoch ohne Probleme gut abgewogen. So konnten wir jedes noch so leise Fluchen unserer Mitspieler hören und das obwohl um "uns" herum die Post abging. Und dank der sauberen Ortung konnten wir uns gezielt auf Konfrontation vorbereiten. Der Klang des XO THREE ist klar und druckvoll und  - wie für ein Gaming-Headset gewohnt - mit deutlicher Betonung auf den Bässen. In Sachen Klangqualität könnt ihr mit den investierten 60€ also sehr zufrieden sein. Selbst bei hohen Lautstärken konnten wir keine Verzerrungen im Ton feststellen.

Des Weiteren haben wir das Headset auch als simple Kopfhörer an einem Samsung Galaxy S7 ausprobiert, denn laut der Verpackung sollte auch dies funktionieren. Hier wurden wir ein wenig überrascht. Das Klangbild war nämlich auch hier erstaunlich kraftvoll, zwar sind auch hier im Vordergrund Bässe  aber auch die Höhen wie Gesang oder Instrumente kommen gut zur Geltung. Ein Surround-Erlebnis gibt es hier dann leider nicht.

Verarbeitung der Bestandteile

Die Ohrmuscheln lassen sich individuell einstellen, so kann man sie drehen und ausfahren. Letzteres allerdings nur sehr minimal. Das Mikro ist, wie schon erwähnt, komplett beweglich, lässt sich aber ein wenig schwer wieder entfernen. Dabei ist auch, auf Nachfrage bei unseren Mitspielern, unsere Stimme immer recht klar und deutlich übersetzt worden. Zur Koppelungen jeglicher kam es im übrigen während unser Tests nicht. Somit bleibt ihr und euer Gegenüber von lästigen Störgeräuschen verschont. Der Klinkenstecker ist stabil mit einem kleinen Knick versehen, welcher ein versehentliches "Picken" verhindert. Das Kabel hat eine vernünftige Länge, um optimale Reichweite zu gewährleisten und trotzdem das Verheddern im eigenen Kabelsalat zu verhindern.

Die kleinen Kissen im Inneren der Ormuscheln, die um die 50mm Lautsprecher liegen, sind recht stabil aber noch nachgiebig genug. Sie liegen nicht direkt auf, sondern über den Ohren, was das Ganze ein wenig angenehmer macht. Dennoch ergibt sich ein kleiner Nachteil, den wir in der nachfolgenden Kategorie aufgeführt haben. Der gefütterte Lederbügel passt sich dem Kopf gut an und ist ganz angenehm zu tragen. Der Lautstärkeregler ist leicht zu bedienen und verstellt sich nicht wenn man mal versehentlich dagegen stößt.

Nachteile

Einen massiven Nachteil hat dieses Headset allerdings. Es ist sehr groß und schwer. Daher ist ein langes, intensives Spielen durchaus schwierig. Schon in unser Langzeit-Test mit über zwei Stunden-Party hatten wir leichte Kopfschmerzen und ein merkwürdiges Brummen im Ohr. Die Muscheln sind leider nur sehr kurz ausklappbar, was ein Tragen um den Hals sehr erschwert. Umwelteinflüsse sind gar nicht bis nur sehr schwer wahrzunehmen - was jedoch auch wieder nicht für jeden ein Nachteil sein muss. Denn um sich möglichst genau konzentrieren zu können, braucht man genau dieses Abtauch-Gefühl. Wer allerdings nicht unbedingt komplett "verschwinden" möchte, der hat mit diesem Headset keine sonderlich große Wahl. Auch als Kopfhörer benutzt, hat man spätestens nach einigen Minuten wieder dieses eingeengte Gefühl.

Pros

Cons

Fazit

Dieses Turtle Beach-Modell eignet sich perfekt für den etwas kürzeren Spielspaß. Die 50mm Treiber und der Surround-Klang sind optimal auf das Spielergebnis angepasst. Das Design in den Typischen Xbox-Farben überzeugt und sieht ansprechend aus. Das freibewegliche Mikrofon ist sehr flexibel bietet aber trotzdem perfekten Halt und rutscht nicht weg. Gutes Abschirmen von eigenen Spiel-Sound aus den Ohrmuscheln gibt es noch oben drauf. Der feste Sitz auf dem Kopf hat allerdings den Nachteil nach einiger Zeit ein drückendes Gefühl und möglicherweise auch leichte Kopfschmerzen zu verursachen. Wer also nur ab und an mal gerne spielt und generell auch mal Pause für die Ohren macht, ist mit dem Ear Force XO THREE gut bedient.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Test: MSI Trident
Test: MSI Trident
Test: MSI Trident
NACON Revolution Unlimited Pro Controller PS4 im Test
NACON Revolution Unlimited Pro Controller PS4 im Test
NACON Revolution Unlimited Pro Controller PS4 im Test
Test: Fanatec CSL Elite Racing Wheel plus Elite Pedale LC
Test: Fanatec CSL Elite Racing Wheel plus Elite Pedale LC
Test: Fanatec CSL Elite Racing Wheel plus Elite Pedale LC

Kommentare