Test: Xbox One X

  • Marco Kruse
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Nichts liegt uns Zockern mehr als das gegenseitige Kräftemessen. Das fängt natürlich schon bei der Hardware an. Gerade Konsoleros können hier mit dem Kampf der Konsolen ein Liedchen von dem Thema singen. Damit dieses Lied auch nicht endet, zieht Microsoft mit der Xbox One X nun in den Kampf gegen die PlayStation 4 Pro um die Krone der stärksten Konsole der Welt. Ob sie den Kampf für sich entscheiden können, haben wir für euch herausgefunden.

Project Scorpio

Was noch vor nicht allzu langer Zeit unter dem Codenamen "Project Scorpio" lief, kann ab dem 07.11.2017 als Xbox One X bei euch Zuhause stehen. Damit habt ihr nun die Auswahl zwischen drei Xbox One Modellen. Die X bildet hier nun das Flaggschiff im Line-Up und kann mit ordentlich Leistung unter der Haube punkten. Das Stichwort heißt echtes 4K-Gaming und es wurde jede Menge Ingenieurskunst in das eigentliche Generations-Update eingearbeitet, um dies zu erreichen.

Diese Frischzellenkur kostet euch dann 499 Euro und kommt in einem recht handlichen Karton zu euch nach Hause. Dieser zeigt euch schon auf den ersten Blick, was euch im Inneren an Hardware erwartet und welche Leistungsdaten die Xbox One X besitzt. Beim Öffnen der Verpackung erwarten euch keine großen Überraschungen und so gibt es neben der Konsole Zubehör wie HDMI- und Stormkabel zu entdecken. Freuen könnt ihr euch aber zusätzlich über 14 Tage Xbox Live Gold und einen Monat Xbox Game Pass. Hier nochmal der komplette Lieferumfang.

Xbox One X Lieferumfang

- Xbox One X-Konsole (1 TB) - Xbox Wireless Controller - HDMI-Kabel (4K-fähig) - Netzkabel - 1 Monat gültige Xbox Game Pass-Testversion - 14 Tage gültige Xbox Live Gold-Testversion

Understatement

Gleich beim ersten Blick auf die Konsole fällt auf wie kompakt die Xbox One X geworden ist. Mit gerade einmal 299,97 x 239,77 x 59,94 mm ist sie nämlich um einiges kleiner als die Launch Xbox One und fast identisch mit dem S Modell. Das ist umso beeindruckender, wenn ihr bedenkt, wie viel Technik in ihr steckt, doch dazu später mehr. In Sachen Design hat sich Microsoft die größte Mühe gegeben, aus den Fehler der Vergangenheit zu lernen und so ist die X ein echtes Understatement-Prachtstück. Dabei besteht die Konsole aus zwei ungleich großen, aufeinander gesetzten, schmalen Rechtecken, die für ein zeitlos schickes Aussehen sorgen.

ModellLaunch Xbox OneXbox One SXbox One X
Größe(L × B × H)33,3 x 27,4 x 7,9 Zentimeter (=7208,12cm³)29,5 x 22,6 x 6,6 Zentimeter (=4400,22cm³)29,9 x 24,1 x 6,0 Zentimeter (=4323,54cm³)
Gewicht3,5 KG2,9KG3,8KG

Ein Auge für Details

Auch in Punkto Farbe stapelt die Xbox One X tief und kommt lediglich in mattschwarz daher. Erst beim genauen Hinsehen fallen Details wie der Xbox Knopf an der Front und der Laufwerkeinsatz zwischen den beiden Gehäusehälften auf. Ebenfalls schick und ähnlich wie beim S-Modell sind die kleinen Löcher an der Außenseite, die der Daddelkiste einen technisch modernen Look geben. Wer ein Auge für Details hat, der wird noch weitere kleine Gimmicks am Gehäuse finden wie ein kleines "Hallo aus Seattle" oder das Xbox Logo an der perforierten Unterseite. Doch es geht auch noch ein bisschen schicker, nur dafür müsst ihr die Project Scorpio Edition der Xbox One X euer Eigen nennen. Diese bietet neben dem Schriftzug Project Scorpio auch noch einen vertikalen Stand. Ja, richtig gehört, ihr könnt die Xbox One X auch vertikal aufstellen.

Sehr erfreulich ist zudem, dass wie bei der Xbox One S auch bei X das Netzteil direkt in der Konsole verbaut worden ist. Somit müsst ihr einen abgeflachten Netzstecker hinten in die Box stecken und schon kann es losgehen. Und auch wenn alles schmaler, schlanker und schöner wirkt, zeigt sich beim Blick auf die Waage eine deutliche Gewichtszunahme auf 3,81 Kilo. Dies ist aber alles andere als ein Negativpunkt und sorgt beim In-die-Hand-Nehmen und Positionieren für zusätzliche Wertigkeit.

Keine Kratzer

Erfreulicherweise ist nicht nur der Look super geworden, sondern auch die Materialwahl und deren Verarbeitung. So besteht die komplette Außenhülle aus einem wertigen und matten Kunststoff, der eine tolle Haptik besitzt. Dieser sieht und fühlt sich nicht nur toll an, sondern ist auch praktisch in Punkto Staub und Fingerabdrücke. Heißt, ihr müsst nicht mehr ganz so vorsichtig sein, dass eure Konsole Kratzer bekommt und auch das tägliche Staubwischen ist nun nicht mehr nötig.

Größenvergleich

Um nochmal deutlich zu machen, welche Schlankheitskur die Xbox One X hinter sich hat, haben wir für hier mal ein paar Größenvergleiche für euch vorbereitet.

Was die Techniknerds unter euch freuen wird, ist die Tatsache, dass das Design die Technik unterstützt und so vor allem dafür sorgt, dass der Hochleistungs-Scorpio-Chip nicht zu heiß läuft. Um dies zu erreichen, schlummert nämlich auf dem Chip sogar eine flüssig Kühlkammer, über der wiederum ein leistungsstarker Zentrifugalventilator sitzt, der das komplette System auf Temperatur hält. Von diesen technischen Innovationen stecken in der Xbox One X noch einige mehr wie beispielsweise die "Hovis-Methode", welche für ein optimiertes Energiemanagement sorgt.

Die Inneren Werte

In blanken Zahlen ausgedrückt, bekommt ihr mit der Xbox One X 6 TeraFLOPS an Grafikleistung, satte 12GB GDDR Speicher und einen Achtkern Prozessor mit einer Taktrate von 2,3GHz. Doch das ist noch nicht alles, denn auch die Festplatte wurde um ein Terabyte erweitert und ein UHD-Blu-ray Laufwerk ist selbstverständlich mit an Board. Somit lässt sich ohne jeden Zweifel sagen, dass die Xbox One X die Mitbewerber wie die PlayStation 4 Pro ohne Probleme aussticht und Microsoft somit ab sofort das stärkste Pferd im Stall hat.

Hier mal die Zahlen in der Übersicht

ModellXbox One XXbox OnePlayStation 4 ProPlayStation 4
CPU\"AMD Jaguar\" mit 8 Kernen\n2,30 GHz, 4 MB L2 CacheAMD Jaguar\" mit 8 Kernen\n1,75 GHz, 4 MB L2 Cache\"AMD Jaguar\" mit 8 Kernen\n2,10 GHz, 4 MB L2 Cache\"AMD Jaguar\" mit 8 Kernen\n1,60 GHz, 4 MB L2 Cache
GPU\"AMD Radeon HD\"\n40 Compute Units, 2.560 Shader, 1.172 MHz\n6,0 TFLOPS\"AMD Radeon HD\" 12 Compute Units, 853 MHz, 768 Shader\n1,31 TFLOPS\"AMD Radeon HD\" 36 Compute Units, 2.304 Shader, 911 MHz\n4,2 TFLOPS\"AMD Radeon HD\" 18 Compute Units, 800 MHz, 1.152 Shader\n1,84 TFLOPS
RAM12 GB GDDR5 326 GB/s Bandbreite8 GB DDR3 mit 68,3 GB/s\n32 MB eSRAM mit 218 GB/s8 GB GDDR5 mit 176 GB/s Bandbreite8 GB GDDR5 mit 176 GB/s Bandbreite
DirectXDirectX 12DirectX 11.2, „erweitert“eigene APIeigene API
Speicher1 TB500 GB1 TB500 GB
LaufwerkeUHD-Blu-ray, DVDBlu-ray, DVDBlu-ray, DVDBlu-ray, DVD
WLANIEEE 802.11 b/g/n/ac, Wi-Fi DirectIEEE 802.11 b/g/n, Wi-Fi DirectIEEE 802.11 b/g/n/acIEEE 802.11 b/g/n
Bluetooth4.0 -4.02.1
Netzteil245 Watt220 Watt310 Watt240 Watt
Anschlüsse3× USB 3.0, 1× HDMI in, 1× HDMI out, Gigabit LAN, S/PDIF (Toslink), IR-Out3× USB 3.0, 1× HDMI in, 1× HDMI out, Gigabit LAN, S/PDIF (Toslink), IR-Out, Kinect3× USB 3.1, 1× HDMI, 1× LAN, S/PDIF (Toslink), AUX (PS-Kamera)2× USB 3.0, 1× HDMI, 1× LAN, S/PDIF (Toslink), AUX (PS-Kamera)
Preis(UVP akutell)499,- Euro249,- Euro399,- Euro349,- Euro

Inbetriebnahme

Entgegen der ursprünglichen Xbox One verläuft das erste Anschließen der X deutlich einfacher. Grund dafür ist hier die kompromisslose Auslegung auf das Thema Gaming. So müsst ihr keine zusätzliche Kinect-Kamera anschließen oder ähnliches. Einfach nur Storm und HDMI Kabel einstöpseln und schon kann es losgehen. Doch keine Angst, solltet ihr eine Kinect Kamera euer Eigen nennen und diese weiter nutzen wollen, ist die dies auch mit der neuen Konsole möglich, da auch ein HDMI-In Anschluss an der Rückseite vorhanden ist. Und wie schon erwähnt, kann die Konsole nun auch vertikal hingestellt werden, obwohl der Stand hierfür erstmal exklusiv der Project Scorpio Edition beiliegt.

Wie in der heutigen Zeit üblich, müsst ihr mit dem ersten Update erst einmal die Grundeinstellungen der Konsole vornehmen und diese mit dem Internet verbinden. Dies ist zwingend von Nöten, da ihr gleich zu Beginn ein größeres Systemupdate downloaden und installieren müsst. Dafür solltet ihr ein bisschen Zeit einplanen und euch am besten schon mal ein Pausenbrot bereitlegen. Habt ihr das aber hinter euch gebracht, erwartet euch eine überarbeitete Benutzeroberfläche, die nicht nur hübsch, sondern auch wirklich übersichtlich geworden ist.

Multimedia

Zudem hat sich auch einiges an der Geschwindigkeit getan und so gehören lange Denkpausen des Systems nun endlich der Vergangenheit an. Ein weiterer positiver Punkt auf der Liste ist auch die Unterstützung und Erkennung aller neuen Fernseh- und Tonformate. Hier ist nun von 4K Auflösung in 60 Hertz mit HDR bis hin zu Dolby Atmos alles mit an Board. Das ist natürlich nicht nur fürs Zocken super, sondern auch für die Multimedia-Wiedergabe astrein. Leider ist komplette Ausnutzung der Möglichkeiten dann nicht bis zum Ende durchdacht. Denn unglücklicherweise spielt die Xbox One X nur wenige Mediaformate ab und kann damit kaum als richtiger Mediaplayer genutzt werden. Auch das Dashboard wird "nur" auf 4K hochskaliert und einige Apps wie beispielsweise Youtube oder Amazon unterstützen leider keine HDR-Inhalte. Dafür gibt es für die Netflix App aber den vollen Support.

Support auf ganz andere Ebene gibt es auch in Sachen AMD FreeSync, welches die Xbox One X von Haus aus unterstützt - Ein Feature, was eigentlich bisher nur auf dem PC zu finden ist und dafür sorgt, dass Fernseher und Konsole in Sachen Bildausgabe immer aufeinander abstimmt sind. Mit dem entsprechenden Monitor oder Fernseher könnte dies dafür sorgen, dass Tearing der Vergangenheit angehört.

 Es muss nicht immer 4K sein

Und obwohl das Stichwort 4K ja schon stellenweise gefallen ist, müsst ihr nicht zwangläufig einen 4K Fernseher besitzen. Denn die Xbox One X bringt von Haus aus Supersampling mit sich, heißt, wenn ein Spiel mit höherer Auflösung läuft, wird diese auf 1080p runterskaliert. Die Folge: Viele Treppchenbildungen sind nicht mehr zu sehen sind und so wirkt das Bild insgesamt ein wenig schärfer. Zudem bleiben auch noch alle weiteren Verbesserungen wie schärfere Texturen oder stabilere Framerate erhalten. Manche Spiele wie Gear of War 4 haben sogar einen extra 1080p-Modus, der euch weitere Vorteile bietet - Aber dazu später mehr.

Nicht optimiert aber trotzdem besser

Bei all den Zahlen ist natürlich bleibt natürlich die Frage welche wirklichen nutzen ihr davon in der Praxis habt. Profitieren von der Leistung tut davon tatsächlich eure gesamte Bibliothek an Xbox One Spielen und sogar die mit Abwärtskompatibilität. Dies läuft ein wenig wie der Boost-Modus auf der PlayStation 4 Pro ist aber bei der Xbox One x doch ein wenig mehr. Bei den Ergebnissen müsst ihr jedoch bedenken das dieser Modus noch weit vom Optimum entfernt ist und so stellt die X hier mehr Hardware-Power zur Verfügung und davon noch nicht einmal 100 Prozent denn denn bei nicht optimierten Spielen ist die Grafikliestung auf etwa 3 TeraFLOPS beschränkt.

Zudem gibt es noch eine weitere Besonderheit und so wird V-Sync automatisch bei allen Spielen erzwungen, was dafür sorgt, das bei allen Spielen Tearing verschwindet. Außerdem sorgt die rohe Leistung der Xbox One X dafür das viele Spiele mit deutlich besseren Bildraten laufen. Dank dem schnellen Arbeitspeicher und der schnelleren Festplatten werden zudem Ladezeiten deutlich verkürzt und auch Texturen können schneller geladen werden. Doch das ist nicht alles denn manche Spiele laufen sogar ohne Patches sondern direkt von Start weg in höhren Auflösungen von bis 1080p.

Welchen Effekt ihr dabei zu sehen bekommt hängt ein bisschen davon ab welches Spiel ihr einlegt und welche Technolgie die jeweilige Engine des Spiel nutzt. Gerade Spiele die eine dynamischen Auflösung nutzen bieten zeigen hier sichtbare Steigerungen. So sind die Ladenzeiten bei The Witcher 3 stellenweise um die Hälfte verkürzt die Auflösung von 900p auf 1080p gesteigert und die Bildrate bei konstanten 30 Bildern in der Sekunden. Ähnlich sieht es auch bei DOOM aus, welches ohne Patch auf endlich auf 1080p mit fast stabilen 60 Bildern in der Sekunde läuft. Doch es gibt auch beispiele in denen auch die Xbox One X in ihrem nicht optimierten Modus an ihre Grenzen kommt wie beim Just Cause 3. Leider habt ihr beispielsweise keine Sprung in Bezug auf die Auflösung aber eine etwas stabiliere Bildrate die trotzdem immer leicht unter die 30 Bilder in der Sekunde gebracht werden kann. Der Grund ist simpel, denn viele Effekte gerade bei den Explosionen sind nämlich nicht GPU sondern CPU basiert und hier ist die Xbox One X gar nicht so viel schneller als ihre Grundversion.

https://www.youtube.com/watch?v=jYuvL6bO04Q

Optimiert für Xbox One X

Doch wie sieht es eigentlich mit Spielen aus, die direkt für die Xbox One X optimiert oder entwickelt worden sind? Gerade für diese Titel gibt es jetzt auf den Packungen der Xbox Spiele neue Symbole wie 4K Ultra HD, HDR und optimiert für Xbox One X - wobei nicht alle Spiele auch alle Features ausnutzen. Während unserer Tests fehlten einigen Spielen noch diese Patches, weshalb wir die Eindrücke für euch noch weiter updaten werden. Spiele, die aber einen Patch bekommen haben, findet ihr in eurer Bibliothek unter dem Extra-Reiter "Optimiert für Xbox One X".

Habt eins dieser Spiele bei euch in der Sammlung, könnt ihr euch mit dem entsprechenden Fernseher über massive Upgrades freuen. Ein gutes Beispiel ist hier Gear of War 4, welches nun mit nativem 4K, HDR und Dolby Atmos Support glänzt. Alleine die gesteigerte Auflösung lässt das Spiel nun deutlich schärfer und klarer wirken. Damit einher geht auch eine Verbesserung der Texturen sowie Licht-und Schatteneffekte, die das Gear of War in neuem Glanz erstrahlen lassen. Doch das sind nicht alle Verbesserungen, denn zudem gibt es auf der Xbox One X auch noch einen Performance Modus, bei dem ihr euch zwar mit 1080p zufrieden geben müsst, ihr aber dafür 60 Bilder in der Sekunde bekommt, egal ob Kampagne oder Horde Modus.

https://www.youtube.com/watch?v=guZDShkTIZw

Ähnlich beeindruckend sind auch die Ergebnisse bei Halo 5, welches dank seiner dynamischen Auflösung stellenweise in der vollen 4K-Auflösung daherkommt. Damit lässt sich auch hier ein deutlicher Anstieg in Schärfe und Klarheit des Gesamtbildes feststellen. Und ähnlich wie bei Gears of War 4 gibt es auch sonst einen sichtbaren Anstieg in den Bereichen Texturen und Schatten. Erfreulicherweise ändert sich eine Sache nie und zwar die konstanten 60 Bilder in der Sekunde.

Ein weiteres Beispiel ist Forza Motorsport 7, welches dank fast 100 GB Download alle Top-Texturen der PC-Version beinhaltet. Genau wie eben diese läuft Forza dann auch auf der Xbox One X in nativem 4K und butterweichen 60 Bildern in der Sekunde. Doch das ist auch hier nicht alles, denn sowohl Beleuchtungsmodell, Schatten und mehr haben auch hier ein Upgrade bekommen. So wirken gerade die Automodelle stellenweise fast schon erschreckend fotorealistisch.

https://www.youtube.com/watch?v=PvBoXdawzYY

Die Liste an Verbesserung zieht sich allerdings immer weiter fort. Wer hier einen genauen Überblick bekommen möchte, für den hat Microsoft mittlerweile eine Liste vorbereitet, die stetig aktualisiert wird. Eine besondere Erwähnung wollen wir an dieser noch der Abwärtskompatibilität geben, denn auch hier können eigene Spiele von der Power der Xbox One X profitieren. Beispielsweise erreichte Bayonetta auf der normalen Xbox One nur schwer seine 60 FPS und läuft auf X butterzart.

https://www.youtube.com/watch?v=WjujIm7qN2g

Vergleich zu PS4 Pro

An dieser Stelle wollen wir natürlich noch einen kleinen Vergleich zur PS4 Pro ziehen, da diese ohne jeden Zweifel die direkte Konkurrenz darstellt. Und wie zu erwarten hat die Xbox One X hier stellenweise die Nase vorne. Dies wird deutlich bei Mutiplattformtiteln wie Assasssin's Creed Origins oder Mittelerde: Schatten des Krieges. Im Fall Assassin's Creed gewinnt die Xbox One X hier klar bei der Auflösung und etwas höheren Schärfe. Bei Mittelerde kommt neben der nativen 4K-Auflösung zusätzlich noch eine Steigerung der Texturqualitäten hinzu. Aber wie ihr sicher schon merkt, fällt dies stellenweise bisher nur im direkten Vergleich auf. Wir sind gespannt wie sich die Differenz in Bezug auf Leistung in kommenden Titeln äußern wird.

Gibt es einen Haken?

Bleibt natürlich die Frage: Wo müsst ihr bei der Sache eigentlich Abstriche machen? Unser erster Gedanke war hier natürlich die Lautstärke und Wärme der Konsole, gerade wenn ihr den Formfaktor in die Gleichung mit einbezieht. Aber auch hier macht die X einen beeindruckenden Job und wird kaum lauter als die Xbox One S und ist somit beim Zocken so gut wie kaum hörbar und dies gilt nicht nur für die Action, sondern auch für Ladezeiten und Dialogszenen. Damit einher geht auch das beeindruckende Wärmemanagement der Konsole. Zwar blasen die Lüfter ordentlich warme Luft aus dem Gehäuse, doch wird die Konsole selbst meist nie wärmer als 46-48 Grad. Das hängt natürlich immer ein bisschen davon ab, wo ihr die Konsole aufstellt, doch bisher ändern sich die Beobachtungen auch dann nicht, wenn die Xbox One X in einem Side- oder Tv-Board aufgestellt wird. Das einzige Zünglein an der Waage ist der Stromverbrauch, der dank der starken Hardware nun merklich angestiegen ist.

Stromverbrauch

Xbox One XXbox One
Rest Mode26W-39W15W-25W
Dashboard Ruhezustand50W48W
Blu-ray55W60W
DOOM131W110W
Gears of War 4128W/175W - 4K Modus110W

Kein VR - Kein Problem

Im Übrigen geht Mircosoft ähnlich wie bei der Kincet auch in Sachen VR den gleichen Weg und lässt dies vorsorglich erst einmal weg. Hier kann man natürlich geteilter Meinung sein, ob diese Vorgehensweise gut oder schlecht ist, doch wir begrüßen diesen Schritt, weil so der Fokus ganz klar auf dem liegt, was wichtig ist und zwar den Spielen an sich und, dass diese möglichst sauber auf der Konsole laufen.

 Generation X

Wie vielleicht schon aus den vielen Worten zuvor ersichtlich, sind wir durchweg positiv überrascht von der neuen Xbox. Und genau hier liegt unser kleines Aber, welches wir mit der Konsole haben. Diese fühlt sich nämlich fast schon eher an wie eine neue Generation. Damit bleibt am Ende immer die Frage im Hinterkopf: Wie würden die Spiele eigentlich aussehen, wenn sie speziell nur auf diese Maschine abgestimmt wären. Doch dies ist dank permanenter Verbesserungen von Konsolen-Generation zu Konsolen-Generation wahrscheinlich eine Frage, auf die wir keine richtige Antwort finden werden.

Pros

Cons

Fazit

Wir machen es kurz: Die Xbox One X ist eine beeindruckende Konsole. Das fängt beim Design an und hört bei den inneren Werte wie dem Scorpio-Chip oder dem speziell entwickelten Kühlsystem auf. Selten hatten wir ein Gerät in den Händen, das so kompromisslos auf Gaming getrimmt ist, ohne Schnicksnack wie Kinect oder VR auskommt und zudem noch versucht, viele der üblichen Schwächen wie Lüfterlautstärke konsequent zu eliminieren. Schade nur, dass gerade die CPU-Leistung das System gefühlt ein bisschen im Zaum hält, was aber nur in seltenen Fällen auffallen wird. Erfreulich ist auch, dass ihr nicht zwangläufig einen 4K-Fernseher euer Eigen nennen müsst, um ordentlich von der schieren Leistung der Konsole zu profitieren – viel besser sogar: Viele Spiele brauchen nicht einmal Patches, um erheblich besser auf der X zu laufen. Somit können wir die Frage, ob sich der Kauf lohnt, mit einem eindeutigen Ja beantworten, weil Microsoft mit der Xbox One X endlich ihr Mojo zurückgefunden hat.

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