Lohnt sich Kino: Avengers: Endgame (Filmkritik)

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Über zehn Jahre, 22 Filme und nun endlich ein Endspiel. Marvel's Avengers: Endgame schließt die Infinity Saga in über drei Stunden Laufzeit ab. Wer am Ende übrig bleibt verraten wir euch zwar nicht, aber dafür kurz, knackig und ohne Spoiler, ob es sich lohnt, dies im Kino herauszufinden.

Thanos im Ruhestand?

Nach den Ereignissen von Avengers: Infinity War sieht es nicht nur leer in Sachen Superhelden und Menschheit aus, sondern auch, wenn man auf die Gesamtpopulation im Universum schaut. Mit dem letzten Fingerschnipp des letzten Avengers Abenteuers fehlen nämlich plötzlich überall 50 Prozent und das ganz egal ob Held, Mensch, Kree, Skrull oder sonst wer. Thanos (Josh Brolin) hat also schlussendlich sein Ziel erreicht, begibt sich lächend in den Ruhestand, wären da nicht doch ein paar Superhelden wie Captain America (Chris Evans), Black Widow (Scarlett Johansson) oder Thor (Chris Hemsworth) übrig geblieben.

Endgame

Wie schon von Doctor Strange (Benedict Cumberbatch) angekündigt, hätte vieles anders laufen können, jedoch scheint genau dieses Szenario die einzige Chance unter Millionen von Möglichkeiten zu sein, um Thanos doch noch irgendwie aufhalten zu können. Und genau hier setzt Endgame an und zwar in dem erzählerischen Ton, den Infinity War vorgegeben hat - tragisch, düster und im Grunde mit wenig Platz für Heldentum. Gerade der Beginn wird euch zweifeln lassen, ob hier überhaupt noch was zu retten ist. Nach ein bisschen Zeit und Marvel-typischen erzählerischen Kniffen schlägt die Stimmung dann aber um und Hoffnung keimt auf , dass vielleicht doch nicht alles verloren scheint.

Dabei schaffen es die Russo Brüder mal wieder, enorm viele Charaktere und Storylines unter einen Hut zu bringen und zu einem spannenden und emotionalen Ende zu führen, das sich gewaschen hat. Dass dabei immer noch der gewohnte "Superheldenquatsch" bleibt und mit jeder Menge Pathos, Logikfehlern, Plotholes usw. einhergeht, ist hierbei ziemlich nebensächlich. Denn die drei Stunden Laufzeit gehen fast wie im Flug vorbei und enden immer wieder in einer echten Achterbahn der Gefühle, wobei ihr mehr als einmal Pipi in den Augen haben werdet.

Manchmal ein Witz zu viel

Ein bisschen schade, aber auch nicht wirklich schlimm ist jedoch, dass stellenweise die Ernsthaftigkeit, welche Infinity War so stark gemacht hat, auf der Strecke bleibt. Das liegt am Humor, den Endgame an vielen Stellen an den Tag legt und manche Charaktere ein wenig zu flapsig erscheinen lässt, ohne die Kurve kriegen zu wollen. Jedoch zünden die Gags immer und treffen ins Schwarze. Insofern ist der comic relief vielleicht sogar ganz passend gewählt, , um die Schwere einiger Szenen wieder ausgleichen zu können.

Bam Bam Bam

Passend zu Geschichte dreht auch alles andere zur Höchstform auf. Die Rede ist natürlich von Effekten, Kostümen und den Überraschungen, die damit einhergehen. Glücklicherweise liefern die Marvel Studios ein echtes Endspiel ab und lassen gerade gegen Ende einfach nur die Kinnlade auf den Kinoboden krachen. Kurzgefasst: Alles an Avengers: Endgame sieht einfach nur endgeil auf der Leinwand aus - von Effekten, Make Up bis hin zu den Kostümen. Mal ganz davon abgesehen, dass ihr wahrscheinlich lange nicht mehr so einen riesigen und hochkarätigen Cast gemeinsam auf einer Leinwand zu sehen bekommt.

Da wären wir auch beim letzten Punkt angekommen, der Endgame mehr als sehenswert macht: Die Masse an Charakteren mit den jeweiligen Schauspielern und Geschichten, die nunmehr durch 22 Filme erzählt worden sind. So fühlt sich der Film ein bisschen wie eine Art Märchenbuch Marvel an, das in drei Stunden auf der Leinwand in seiner schönsten Form durchgeblättert wird. Wer mit dem MCU schon immer nichts anfangen konnte, den wird auch das große Finale kalt lassen, der Rest bekommt aber den Fanservice, den ihr euch schon immer gewünscht habt.

Avengers: Endgame: Sehr zur Freude von uns und euch ein großes Finale, was an Emotionalität und Größe alles zuvor in den Schatten stellt. Somit warten auf euch drei Stunden mit jeder Menge Spannung, Lachern und auch Tränen, die ihr unbedingt auf der großen Leinwand erleben solltet. Hier gibt es also nur ein Fazit: Ab ins Kino! Avengers: Endgame startet am 24. April in die deutschen Kinos

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