Lohnt sich Kino: Black Panther

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Das Marvel Cinematic Universe hat mittlerweile jede Menge Helden, unter denen sich für jeden der Passende finde sollte. Das müsste man zumindest meinen? Doch wer genau hinsieht, wird feststellen, dass hier eine gewisse Note bisher immer fehlte, welche Black Panther nun fabelhaft hinzufügt.

Versteckt und doch weit voraus

Kurz gesagt: Alle bisherigen Helden sind doch eher blass auf ihre Hautfarbe bezogen, weshalb Chadwick Boseman in Form des wakandsischen Prinzen T'Challa nun richtige Farbe ins Spiel bringt. Dabei setzt die Geschichte an, wo Civil War aufgehört hat. König T’Chaka ist tot, womit  T'Challa nun seinen rechtmäßigen Platz einnehmen soll.  Schon in den ersten Minuten wird klar, dass die Heimat des Black Panther, Wakanda, ein ganz besonderer Ort ist. Durch etwas außerirdisches Glück besitzt die bisher bewusst verstecke Nation im Herzen von Afrika ein hohes Vorkommen eines ganz besonderen Metalls: Vibranium - Der Rohstoff, aus dem beispielsweise Captain Americas Schild besteht oder hinter dem Ultron in seinem Avengers Teil hinterher war. Mit Hilfe eben dieses Metalls konnte sich Wakanda zu einer Nation entwickeln, welche Tony Starks Spielzeuge ziemlich „oldschool“ wirken lässt.

Endlich Farbe

Doch das ist bei Weitem nicht alles, was Zuhause auf den schwarzen Prinzen wartet, denn seine stolze und vielschichtige Nation ist wie erwähnt führungslos. Somit ist es höchste Eisenbahn, dass ihr neuer König seine Thronfolge antritt. Denn es gibt einige Probleme zu lösen - wie die verschiedenen Stämme zu einen, die Kräfte und Rolle des Black Panther zu meistern, Wakandas politische Rolle zu klären,  Familienprobleme zu entwirren und nebenbei einen pikanten Vibranium-Diebstahl aufzuklären.

Hört sich nach viel an, ist aber jederzeit unterhaltsam, wenn auch Regisseur Ryan Coogler stellenweise der Focus auf den Helden leider ein bisschen verloren geht. Gut gefallen hat uns hingegen, dass der Film wirklich seine losgelöste Rolle komplett annimmt und gar nicht erst versucht, Punkte mit anderen Marvel Superhelden zu sammeln. Damit ist Black Panther zwar sehr wichtig für das Cinematic Universe und seine Weiterentwicklung, doch in keinster Weise davon abhängig.

Jede Menge Vielfalt

Auf ganzer Linie überzeugt hat uns das komplette Ensemble an Schauspielern. Gerade der schwarze Cast mit Chadwick Boseman, Michael B. Jordan, Letitia Wright oder Forest Whitaker bringt so viel Sympathie und Lässigkeit auf die Leinwand, dass das Bild von einem befreiten, stolzen Wakanda zu keiner Zeit bröckelt. Ganz nebenbei hat Black Panther mit Andy Serkis und dem schon erwähnten Michael B. Jordan, die wohl besten Bösewichte abbekommen, die Marvel bisher zu Stande gebracht hat.

Leinwand ist ein gutes Stichwort, denn über wirklich jeden Zweifel erhaben ist der Look des Film auf eben dieser. Allem voran: Die Kostüme sind einfach großartig geworden und passen nicht nur wunderbar ins Thema Afrika und seiner Kultur samt Menschen, sondern gleichzeitig auch in das von Marvel geerdete Superhelden Universum. Ähnlich stark und facettenreich sind auch die Sets des Films geworden. So verschlägt euch die wilde Reise nämlich nicht nur in die hochtechnologische und gleichzeitig naturbelassene Hauptstadt von Wakanda, sondern auch durchaus in ein südkoreanisches Casino. Hierbei entstehen schöne Kontraste die die Heimat des Black Panthers weiter glaubwürdig erscheinen lassen.

https://www.youtube.com/watch?v=pCIUeUtSJs8

Afrika statt Gangsta

Nach dem ersten coolen Trailer zum Film hatten wir jedoch etwas Angst, dass der Soundtrack des Streifens zu stark Hip Hop-lastig ausfallen könnte. Doch erfreulicherweise sind zwar viele Künstler aus der Szene für die Klänge zuständig, jedoch fallen diese deutlich traditionell afrikanischer aus als wir gedacht hätten. So passen die Klänge punktgenau zur Szenerie und spiegeln auch hier wieder super die Aspekte der farbigen Kultur wieder. Mit Black Panther hat das Marvel Cinematic Universe nun endlich echte Farbe bekommen. Ist der Film vielleicht nicht der Beste seiner Zunft, bleibt er jedoch wichtig für die Weiterentwicklung der gesamten Heldensaga. Besonderes erfrischend ist aber vor allem, dass die Charaktere eigentlich ihre schicken Superhelden Kostüme nicht brauchen, um zu glänzen. Lohnt sich der Gang ins Kino? In jedem Fall.

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