Lohnt sich Kino: Jumanji - Willkommen im Dschungel

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Vor 22 Jahren kam der Originalfilm Jumanji in die Kinos. Damals noch mit Robin Williams und einem Brettspiel, das ein Eigenleben entwickelt hat. Nun, über zwei Jahrzehnte später, versucht Warner Bros. die alten Zeiten wieder aufleben zu lassen und verfrachtet die Geschichte in die moderne Zeit. Dabei gibt es ein Star-Aufgebot, das sich sehen lassen kann. Neben dem aktuell fast in jeder Komödie vertretenen Dwayne Johnson geben sich auch Kevin Hart, Jack Black und die aus Doktor Who bekannte Karen Gillan die Ehre.

Ein gefährliches Spiel

Vier Schüler einer High School werden dazu verdonnert, den Keller zu entrümpeln. Darauf haben sie natürlich allesamt herzlich wenig Lust. Deswegen ist es eine umso größere Freude, als sie dabei eine Entdeckung machen. Eine alte Spielkonsole mit vier Controllern und nur einem einzigen Spiel, Jumanji. Nach kurzem Zögern nehmen sich alle einen Controller und suchen sich ihren Charakter aus. Der nerdige Steve wählt Dr. Smolder Bravestone, der Football-Spieler Fridge entscheidet sich hingegen für Moose Finbar, die  Wahl der etwas giftigen Martha fällt auf Ruby Roundhouse und das schöne IT-Girl Bethany sucht sich Professor Shelly Oberan aus. Es kommt, was kommen muss, wenn man bedenkt, dass der Film sich an dem ursprünglichen Jumanji orientiert. Die Vier werden in das Spiel hinein gesogen.

Mitten im Dschungel

Der Beiname "Willkommen im Dschungel" kommt nicht von ungefähr, denn einige Momente später fallen sie genau in diesem vom Himmel. Aber das nicht in ihren eigenen Körpern. Sie sind in ihre Charaktere geschlüpft. Dadurch entstehen aberwitzige Situationen, da die Jugendlichen alle in Personen gesteckt werden, die genau das Gegenteil von ihrem eigentlichen Ich darstellen. So wird zum Beispiel Bethany, der Schwarm aller Highschool-Schüler zum korpulenten Kartenleser Shelly Oberan (Jack Black). Der Nerd Steve, welcher zuvor noch die Hausaufgaben von seinem Kumpel Fridge machen musste, vollzieht einen Rollentausch, so wird Steve zum bulligen Muskelprotz Smolder Bravestone (Dwayne Johnson) und Fridge hingegen zu dem kleinen Zoologen Moose Finbar (Kevin Hart). Martha findet sich als Blickfang und professionelle Kämpferin Ruby Roundhouse wieder. Direkt von einer Herde Nilpferde verfolgt merken sie, dass hier etwas nicht stimmt. Jeder von ihnen hat nur 3 Leben, welche als Striche auf den Armen gekennzeichnet werden. "Stirbt" man, hat man eines weniger. Sind alle verbraucht, ist das Spiel vorbei und damit auch ein realer Tod die Folge.

Willkommen in Jumanji

Nachdem die Vier diesen Angriff weitestgehend unbeschadet überstanden haben, fährt in einem Geländewagen Nigel (Rhys Darby) vor. Dieser begrüßt sie herzlich in Jumanji und erzählt die Geschichte, welche gleichzeitig die Aufgabe für das Team darstellt. Denn als der Abenteurer Van Pelt vor einiger Zeit mit seinem Team hier her kam, war es sein Ziel, das Juwel von Jumanji zu bekommen. Nachdem er sich dieses zu Eigen gemacht hat, besitzt er die Kontrolle über alle Tiere in dieser Welt. Doch sein Machthunger ergreift Besitz von seinem Geist und um Schlimmeres zu verhindern, stahl man ihm das Juwel. Durch die Wut über den Verlust getrieben, versuchen er und sein Gefolge nun alles, um es wieder zu bekommen. Die Gruppe rund um Dr Smolder Bravestone hat nun die Aufgabe, es an seinen alten Platz zurück zu bringen und so Jumanji zu dem zu machen, was es einmal war.

Ein aufregendes Abenteuer

Dass dies natürlich nicht einfach so geht, sollte jedem klar sein. Um an ihr Ziel zu kommen, müssen alle zusammenarbeiten und die Spezialitäten ihrer Charaktere zu ihrem Nutzen anwenden. Einer Prophezeiung zufolge müssen sie jedoch das fünfte Glied finden. Ohne dies ist es unmöglich, alle "Level" zu bestehen, um Jumanji und ihr eigenes Leben zu retten. Im Laufe des Abenteuers bemerken sie, wie viel sie doch gemeinsam haben. Jeder kann dem anderen etwas beibringen oder ihm durch seine eigene Sicht auf die Person etwas mit auf den Weg geben. Die dort entstehenden Zwischenmenschlichkeiten sind zwar vorausschaubar, erwärmen einem aber trotzdem ein wenig das Herz. Natürlich erwartet man, wenn man in den Film geht kein neues Jumanji. Das ist auch schlicht und einfach unmöglich, da der Film allein durch seinen nostalgisches "Kindheits"-Flair nicht überboten werden kann. Trotz allem verleihen ein herausragender Jack Black, der unerwartet gut mit Kevin Hart synergiert, dem Film einen sehr witzigen Touch. So kann man den Film nicht direkt als Action -oder Abenteuerfilm einstufen, sondern mehr als Popcornkino für die ganze Familie. Wenn es für einen nicht wichtig ist, dass ein Film extrem realistisch ist oder dramatisch ist, dann sollte er sich Jumanji-Wilkommen im Dschungel auf jeden Fall nicht entgehen lassen.

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