Lohnt sich Kino: Mary Poppins' Rückkehr (Filmkritik)

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Mary Poppins ist zurück. Das bezaubernde Kindermädchen kommt ab dem 13. Dezember 2018 zurück auf die Kinoleinwand. Disney hat den Geist von 1964 nicht nur wiederbelebt, sondern auch noch die neuste Technik mit ins Spiel gebracht, um die Szenen so authentisch wie möglich zu gestalten. Was euch ungefähr im Film erwartet, ohne natürlich zu spoilern, erfahrt ihr hier.

[]https://www.youtube.com/watch?v=UfXj-dZ82GM[/]

Selber Ort, andere Zeit

London in den 1930er Jahren, mitten in der Wirtschaftskrise. Der kleine Micheal Banks (Ben Whishaw) ist mittlerweile Familienvater und Witwer. Er arbeitet als Kassierer in der Bank, in der schon sein Vater im ersten Teil arbeitete. Zusammen mit seinen drei Kindern: Annabel (Pixie Davies), Georgie (Joel Dawson), John (Nathanael Saleh) und der Haushälterin Ellen (Julie Walters) lebt er in seinem Elternhaus in der Cherry Tree Lane 17. Jane Banks eifert mittlerweile ihrer Mutter nach und setzt sich für die Rechte der Arbeiter ein. Als die Familie davor steht, ihr Elternhaus zu verlieren, tritt Mary Poppins wieder zurück ins Leben der Banks. Es folgt eine verrückte Reise, viel Gesang und wilde Tanzeinlagen im Stil des ersten Teils. Natürlich darf auch Marys alter Freund und neuer Gesangspartner Jack (Lin-Manuel Miranda) nicht fehlen.

„Big Ben geht immer noch 5 Minuten vor!“

Wer sich an den ersten Teil von Mary Poppins erinnern kann, der sollte jetzt etwas hellhöriger werden, denn in die Storyline von „Mary Poppins' Rückkehr“ sind viele alte Figuren verflochten. Unter anderem auch der Kapitän, Nachbar des Blanks, der zu jeder vollen Stunde seine Kanone abfeuert. Aber auch kleine Elemente wie die Schneekugel aus dem ersten Teil finden wieder ihren Platz in der Verfilmung des zweiten Teils. So wird die Rückkehr des bezaubernden Kindermädchens nicht nur für das junge Publikum, sondern auch für alle Elternteile, die den ersten Teil in ihrer Kindheit liebten, zum Kinoerlebnis.

Neues Duett: Jake und Mary

War im ersten Teil noch Bert (Dick van Dyke) der stete Duettpartner von Mary Poppins, zieht die Gute jetzt seinen ehemaligen Lehrjungen Jake (Lin-Manuel Miranda) vor. Die beiden sehen sich sehr ähnlich, nur arbeitet Jake als Laternenanzünder und nicht als Schornsteinfeger. Er und seinen Kollegen sind bei jedem Lied mit von der Partie und sorgen mit ihren Gruppen-Tanzeinlagen für jede Menge Bewegung und Bildgewalt. Ob an der Laterne oder auf dem Fahrrad, Disney bringt wieder einmal mehr das Gefühl des Musicals in den Kinosaal.

Zielgruppe im einstelligen Bereich

Der Film ist definitiv für Kinder geeignet. Viele bunte Farben, eine liebevolle, wenn auch etwas durchschaubare Story und die Mischung zwischen Cartoon und Normalbild bringen sehr viel Potenzial für Familiennachmittage im Kino mit sich. Aber auch Musicalfans kommen bei der großen Menge an Tanzeinlagen und Gesangsszenen sicherlich auf ihre Kosten. Viele Elemente des Films wurden auch vom Disney-Musical, das zurzeit in Hamburg aufgeführt wird, übernommen.

Mary Poppins' Rückkehr flimmert ab dem 20. Dezember über die deutschen Kinoleinwände.

„Fans von Mary Poppins oder Musicals kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten. Die Story des Films ist nicht anspruchsvoll gestaltet, das muss sie aber auch gar nicht. Die eigentliche Zielgruppe steht in den Kinderschuhen und wird durch diesen Film, mit verschiedenen Tanz- und Cartoonszenen im bewährten Stil ins Boot geholt. Alles in allem ein sehr schöner Familienfilm, mit dem man sich graue Winternachmittag vertreiben kann.“

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