Lohnt sich Kino: Star Wars - Die letzten Jedi

  • Marco Kruse
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Der Dezember steht für kalte Temperaturen, bei denen ihr eigentlich freiwillig nicht vor die Tür wollt. Dass viele von euch dies für einen Kinobesuch wahrscheinlich trotzdem machen werden, liegt an zwei einfachen Worten: Star Wars. Denn dank Disney bekommen wir die Sternen-Saga nun im dritten Jahr in Folge auf der großen Leinwand präsentiert. Mit "Die letzten Jedi" geht es da weiter, wo uns "Das Erwachen der Macht" allein gelassen hat. Ob sich auch hier der Gang ins Kino für euch lohnt, haben wir herausgefunden.

*An dieser Stelle natürlich wie immer die obligatorische Spoilerwarnung*

Wo ist Skywalker?

Auf dem Inselplaneten Ahch-To wo ihn Rey (Daisy Ridley) zum Ende von  "Das Erwachen der Macht" gefunden hat. Diese ist nämlich nach ihrem Kampf mit Kylo Ren (Adam Driver) auf der Suche nach seiner Hilfe, um ihre neu gewonnen Kräfte zu verstehen. Doch schnell wird klar, Luke hat weder Interesse daran, die auf ihm liegenden Hoffnungen, Frieden für die Galaxis zu bringen, zu erfüllen, noch Ray als seine Schülerin aufzunehmen. Doch das ist nicht die einzige Zwickmühle, denn auch die "Neue Republik" unter der Führung von General Leia Organa (Carrie Fisher) ist in Gefahr und befindet sich auf der Flucht vor dem Imperium, welche gleich zu Beginn des Films die Basis des Widerstandes mit einer Flotte von Sternenzerstörern zunichtemacht.

Die dunkle Seite kommt

Doch die Rebellen können sich gerade noch auf ihre Schiffe retten, was die Lage aber nicht ungefährlicher macht, denn ein erfolgreiches Entkommen scheint selbst mit Lichtgeschwindigkeit unmöglich. Eine neue Basis muss her und das möglichst, bevor ihnen der Sprit ausgeht. Verfolgt werden Sie dabei von General Snoke höchstpersönlich, der neben der Ausrottung der Rebellion auch noch seinen Musterschüler Kylo Ren auf den Pfad der Vader bringen möchte. Damit das nicht so einfach wird, stellen sich Poe Dameron (Oscar Isaac) und Finn (John Boyega), die sich auf dem Schiff der Rebellen befinden, ihnen entgegen. Doch nicht gemeinsam, denn Poe hat alle Hände voll damit, waghalsige Flugmanöver im X-Wing durchzuführen und an der Seite von Leia in seine Führungsrolle zu finden. Finn hingehen begibt sich auf eine Spezialmission, von der maßgeblich das Überleben der Rebellion abhängen könnte.

Die lustigen Jedi

Dadurch ensteht ein Katz und Maus Spiel, welches sich bis zum Ende über 151 Minuten zieht. Leider merkt ihr "Die letzten Jedi" die Laufzeit im Kino deutlich an, denn der Film hat durchaus seine Längen. Das liegt vor allem daran, dass versucht wird, zu viele Handlungsstränge und Charaktere halbwegs sinnvoll zusammenzubringen. Leider gelingt das Regisseur Rian Johnson stellenweise nicht wirklich gut. Glänzen können vor allem Luke Skywalker (Mark Hamill) und Generalin Leia, die mit starken emotionalen Momenten aufwarten. Aber auch der Rest des neuen Cast schlägt sich gut, kann aber nicht restlos überzeugen. Doch das liegt nicht am Cast selbst, sondern eher an vielen Dialogen, die stellenweise durch unsinnigen Klamauk in ihrer Ernsthaftigkeit dezimiert werden.

Star Wars eben

Ähnliches gilt auch für einige der großen Handlungsstränge sowie Charaktere, die entweder viel zu schnell eingeführt oder viel zu schnell weggestrichen werden. Wir sehen schon jetzt einige Fan-Theorien über "Das Erwachen der Macht" sterben. Über eine Sache lässt sich jedoch nicht streiten und zwar wie "Die letzten Jedi" aussieht und der Film sich anhört: Einfach Star Wars eben mit großem Orchestersound und den einzigartigen Soundeffekten. Erfreulicherweise wurde auch diesmal viel Wert darauf gelegt, den ursprünglichen Look einzufangen und von dort an den richtigen Stellen weiterzuentwickeln.

CGI Schlacht

So werdet ihr das ein oder andere neue Raumschiff sehen, dessen Brücken aber immer noch die gleichen Konsolen haben, bei denen HD-Flatscreens samt Touchscreens weiterhin fehlen. Schön ist auch, dass nicht alles im Computer entstanden ist und so viele echte Schauorte und Sets zu sehen sind. Natürlich bekommt ihr trotzdem die geballte Ladung Star Wars CGI, die stellenweise einfach fanatisch aussieht, leider aber auch gelegentlich etwas daneben liegt. So gibt es beispielsweise einen Charakterauftritt, der zuerst in CGI passiert, welche ein bisschen merkwürdig aussieht und danach wieder mit realen Mitteln umgesetzt ist, was deutlich besser aussieht. "Star Wars - Die letzten Jedi" kann leider nicht da anknüpfen, wo "Das Erwachen der Macht" aufgehört hat und zwar, echtes Star Wars Feeling wieder auf die Leinwand zu bringen und neues Feuer zu entfachen. Leider ist der Dezember Blockbuster etwas zu lang geworden, die Geschichte an sich deutlich zu flach und einige Charaktere zu gezwungen lustig. So bleibt am Ende ein Film, der sich zwar sehr nach Star Wars anhört und auch so aussieht, sich nur leider nicht so anfühlt.

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