Lohnt sich Kino: Thor – Tag der Entscheidung

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Vier Jahre ist es her seit der Thor seinen letzten Solo-Auftritt im Marvel Cinematic Universe hatte. Doch gerade die Ereignisse im letzten The Avengers-Film ließen erahnen, was auf den Gott des Donners als nächstes wartet. Die Rede ist von Ragnarok, oder wie der deutsche Titel lautet „Tag der Entscheidung“. Ob sich der Gang ins Kino lohnt, haben wir für euch herausgefunden.

„An dieser Stelle folgt wie immer unsere obligatorische Spoiler Warnung! Wer also so wenig wie möglich vorab erfahren möchte, der springt direkt zum Fazit“

Götterdämmerung

Wer besonders in den letzten Avengers Teilen gut aufgepasst hat, der wird festgestellt haben, dass Thor (Chris Hemsworth) ab und zu mit Abwesenheit glänzte, um seinen eigenen Problemen nachzugehen. Und diese könnten größer nicht sein, denn Odin(Athony Hopkins) ist im Exil auf der Erde und Loki sitzt derzeit auf dem Thorn seiner Heimat Asgard. Doch das ist nicht alles, denn unter der Oberfläche des nordischen Götterreiches wartet etwas noch gefährlicheres auf alle Beteiligten und zwar Surtur, der Ragnarok, das Ende aller Tage herbei führen möchte.

Familienprobleme

Sich der Gefahr bewusst macht sich Thor auf, dem Bösewicht den Garaus zu machen, was wunderlicherweise kaum ein Problem darstellt. Mit dieser frohen Kunde kehrt er nach Hause zurück, wo ihm schnell klar wird, dass sich einiges verändert hat. Kein Wunder denn Loki (Tom Hiddleston) hat mal kurzerhand seit der Abwesenheit seines Vaters das Zepter an sich gerissen. Was nach etwas Zwist folgt, ist ein gemeinsamer Abstecher auf die Erde, um ihren Vater aus dem Exil zu befreien, welches in Konfrontation mit der eigentlichen Bösewichtin Hella (Cate Blanchet) endet.

Thor auf Abwegen

Bei diesem Kampf wird schnell deutlich, dass Hella die Oberhand hat und schließlich dafür sorgt, dass Thors Hammer zu Bruch geht und auf dem abgeschlagenen Planet Sakaar endet . Hier wird er zum Spielzeug des Großmeisters (Jeff Goldblum), der legendäre Kämpfer aus dem gesamten Universum gegeneinander antreten lässt. Dies führt zum bildgewaltigen Showkampf zwischen Hulk und Thor. Von dort an versucht der Gott des Donners verzweifelt nach Asgard zurückzukehren, um erstens Hella Einhalt zu gebieten und zweitens Ragnarok endgültig zu verhindern.

Alles für die Lacher

Was sich auf dem Papier spannend anhört, passt leider am Ende des Tage nicht wirklich zum Science-Fiction-Fantasy- und Buddykomödien-Konzept, welches Director Taika Waititi auf die Leinwand bringt. Entgegen der vorherigen Thor-Filme ist „Tag der Entscheidung“ nämlich ein konstantes Gag-Feuerwerk, in welches krampfhaft versucht wird, eine Superhelden-Geschichte einzuflechten. Das kann funktionieren wie Guardians of the Galaxy beweisen hat, endet aber bei Thor – Tag der Entscheidung schnell im Klaumauk. Dieser ist zwar stets lustig, zerstört aber die Vision vom Ende aller Tag komplett.

Fehlender Ernst

Stellenweise sogar so stark, dass wir im Kino schon immer auf den nächsten Gag gewartet haben. In wirklich jeder Szene muss jemand, egal ob Haupt oder Nebencharakter, einfach einen dummen Spruch ablassen. Und so verkommt vor allem Thor stellenweise zum Pausenclown und das vor allem bei Szenen und Momenten die so wichtig für das Marvel Cinematic Universe sind. Das ist doppelt schade, da Thor - Tag der Entscheidung ein wichtiger Baustein für den Kampf um die Inifinity Steine ist. Das ist auch der Grund, warum sich wahrlich gerade Comic-Nerds die Zähne am dem Film ausbeißen könnten.

Guardians 2.5

Worauf ihr euch aber trotzdem verlassen könnt, ist die Action und Inszenierung. Denn auch der neuste Thor Streifen ist ein echtes Effektgewitter. Aber auch hier müssen wir Kritik üben, denn zu oft bedient sich Director Taika Waititi am "Guardians Look", welcher irgendwie so gar nicht mit dem Untergangsszenario zusammenpassen will. Zudem zünden viele Actionszenen am Ende kaum, da gerade die Portion Ernsthaftigkeit fehlt und es so nie zu echten Heldenmomenten kommen kann.

Einige Fehlschläge

Auch viele der Kämpfe laufen zu sehr nach Schema F ab und bedienen sich stellenweise bei Einstellungen, die in vorherigen Szenen schon eingesetzt worden sind. Hier tut auch der Schnitt sein Übriges, der zwar die Gags auf den Punkt bringt, aber die Action stellenweise ungewohnt auseinander reißt. Dafür ist der Synthi-Soundtrack zu jeder Zeit stimmig und untermalt die Szenen auf der Leinwand einwandfrei.

Unser letzter Kritikpunkt gilt den Effekten an sich, denn deren Niveau ist unerwartet schwankend. Überwiegend bekommt ihr natürlich High-Class Marvel Niveau geboten, aber genau deshalb fallen manche Momente doppelt negativ auf. Gerade einige Hulk Szenen wirken etwas daneben und andere Stellen des Films wirkten einfach zu greenscreenig.

Thor – Tag der Entscheidung ist eine Science-Fiction-Fantasy- und Buddykomödie wie sie im Buche steht. Das Problem ist nur, dass dies unserer Meinung nach so gar nicht zum Thema Ragnarok und dem Charakter Thor passt. So bleibt am Ende nur ein lustiger Film mit guter Action und viel verschenktem Potenzial. Vor allem echte Superhelden-Fans werden sich mit dem Film schwer tun und sollten hier lieber auf den Heimkino-Release warten. Wer aber auf ein flaches Gag und Actionfeuerwerk abfährt, der sollte sich mit seinen Kumpels ein paar Bier schnappen und sich in den Kinosessel hauen.

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