Trotz massivem Widerstand

Activision Blizzard: Gehaltskürzung von CEO Bobby Kotick geht schief

  • Jonas Dirkes
    VonJonas Dirkes
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Activision Blizzard ist einer der erfolgreichsten Publisher der Welt. Nun wollten Shareholder das Gehalt des CEOs Bobby Kotick anpassen. Die Aktion ging jedoch schief.

Santa Monica – Die Bobby Kotick-Saga geht in die nächste Runde. In den letzten Wochen gab es immer wieder Kontroverse um den Activision Blizzard CEO. Zankapfel der Diskussion: Das immense Gehalt des Manns hinter Spielen wie Diablo, Call of Duty oder World of Warcraft. Nun kam es zu einer Abstimmung über die Zukunft von Bobby Kotick. Die sieht allen Anschein nach aber weiterhin ziemlich goldig aus.

Name des UnternehmensActivision Blizzard, Inc.
HauptsitzSanta Monica, Kalifornien, USA
Gründung09. Juli 2008
GeschäftsführungRobert Kotick
Mitarbeiterzahl9.200 (2019)
Umsatz8,09 Milliarden USD (2020)

Activision Blizzard: CEO Bobby Kotick behält sein Mega-Gehalt

Investoren und Shareholder waren in den letzten Wochen alles andere als zufrieden mit Bobby Kotick. Zwar sorgte der Langzeit-CEO stets für klingelnde Kassen, nahm sich aus dem Goldtopf aber selbst auch immer einen erheblichen Anteil davon für die eigenen Taschen. Sein neu angedachtes Grundgehalt laut den Kollegen von Gamerant: Schlappe 155 Millionen Dollar.

Diese gewaltige Summer, von dem 99 Prozent der Gesellschaft in einem ganzen Leben wohl nur träumen kann, stieß nun auch den Investoren sauer auf. Dafür, dass Bobby Kotick viele Probleme innerhalb der Firma nicht ausreichend in Angriff nahm, sei die gewaltige Summe einfach viel zu groß. Die Verhältnismäßigkeit für dieses Gehalt sei im Falle Kotick einfach nicht gegeben. Zudem gäbe es im Vertrag keine adäquate Möglichkeit das Gehalt von Kotick zu kürzen, sollten die Leistungen des CEOs abnehmen.

Acticvison Blizzard: CEO Bobby Kotick bleibt unverschämt reich

Was man in solch einer Streitigkeit nun macht? Man stimmt darüber ab, wie es denn nun weiter gehen soll. Und genau das ist jetzt passiert. Investoren und Shareholder standen vor der Wahl: Entweder behält Bobby Kotick sein Gehalt von 155 Millionen Dollar (Bonuszahlungen nicht ausgeschlossen) oder der Gehaltswahnsinn findet ein Ende. Viele forderten sogar das Ende der Ära Kotick. So weit wird es erst einmal aber wohl nicht kommen. Schlussendlich entschied sich eine knappe Mehrheit von 54 Prozent für das lächerlich hohe Gehalt. 

Activison Blizzard: So rechtfertigt man das Gehalt von Bobby Kotick

Noch im März kündigte Activision Blizzard – natürlich unter der Führung von Bobby Kotick – diversen Mitarbeitern in allen Bereichen des Unternehmens. Laut einem Bericht von Bloomberg betraf die Kündigungswelle knapp 190 Angestellte. In einem offiziellen Statement Activision Blizzards zum Festhalten an der Persona Kotick, gegenüber den Kollegen von Kotaku, lassen sich solche negativen Seiten nicht wieder finden. Die weitere Beschäftigung von Bobby Kotick klingt da nahezu selbstverständlich:

Mr. Kotick, the longest tenured CEO of a public technology company, has transformed Activision Blizzard, achieved record results, doubled the value of the company, and delivered more than $45 billion in additional shareholder value since his employment agreement took effect in October 2016 […] Under his leadership, he has turned Activision Blizzard into one of the most important and valuable entertainment and technology companies in the world, increased jobs, and led major strategic investments that have enabled the company to far outpace most of its peers.

Activision Blizzard

Trotz dieser warmen Worte, wird es wohl Veränderungen bei Activision Blizzard gaben müssen. Immerhin stimmten 46 Prozent der Shareholder gegen Bobby Kotick. Das ist alles andere als eine klare Mehrheit und schreit nach Umwälzungen im Unternehmen. Wie diese aussehen werden, kann nur die Zeit zeigen.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa | Andrew Gombert

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