Trotzdem mehr als genug

Activision Blizzard Boss halbiert sein Gehalt — Kotick tut es nicht wirklich weh

  • Laura Gabbert
    vonLaura Gabbert
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Activision Blizzard war in den letzten Monaten häufig wegen Kündigungen in der Presse. Nun halbiert der CEO Bobby Kotick sein Gehalt. Es scheint noch genug übrig zu bleiben.

Santa Monica, Kalifornien – In jedem Unternehmen gibt es, je nach Position und internen Entscheidungen, teilweise immense Gehaltsunterschiede. Auch Activision Blizzard gehört dazu. Es hagelt immer wieder Kritik, vor allem in Anbetracht des überragenden Gehalts von CEO Robert Kotick, der vor allem als Bobby Kotick bekannt ist. Während er ohnehin ein Jahresgehalt bekommt, das sich sehen lassen kann, kommen noch Bonuszahlungen obendrauf. Laut eines neuen Vertrags, habe Kotick sich nun jedoch freiwillig dazu bereit erklärt, sein Grundgehalt zu halbieren.

Name des UnternehmensActivision Blizzard, Inc.
HauptsitzSanta Monica, Kalifornien, USA
Gründung09. Juli 2008
GeschäftsführungRobert Kotick
Mitarbeiterzahl9.200 (2019)
Umsatz8,09 Milliarden USD (2020)

Activision Blizzard: Wegen Bobby Koticks Gehalt steht Activision Blizzard schon länger in der Kritik

Das Gehalt des CEOs sorgte in der letzten Zeit häufiger für Diskussionen, da es in Hinblick auf die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter:innen nicht gerechtfertigt scheint. Im Gegensatz zum Gehalt der normalen Mitarbeitenden ist das des CEOs geradezu enorm. Bisher soll Bobby Kotick jährlich stolze 1.750.000 US-Dollar bekommen haben – und als wenn das Jahresgehalt noch nicht ausreichen würde, gab es für seine Arbeit weitere Boni obendrauf. Es ist also nicht sonderlich verwunderlich, dass das Unternehmen in der Kritik steht, zumal es in den letzten Jahren immer wieder Massenkündigungen bei Activision Blizzard gab. Nicht nur, dass die vielen Mitarbeiter:innen von einem Tag auf den anderen ihren Job verloren haben, als Abfindung bekamen sie Geschenkkarten für den Blizzard-Onlineshop.

Activision Blizzard steht dementsprechend unter recht kritischer Beobachtung. Der Vertrag des gut bezahlten Bobby Kotick sollte Ende diesen Jahres auslaufen, wurde nun jedoch bis 2023 verlängert. Ein Formular zur Vertragsveränderung zeigte jetzt zudem, dass es für den CEO des Unternehmens auch in finanzieller Hinsicht Veränderungen geben soll.

Activision Blizzard: CEO Bobby Kotick halbiert sein Gehalt – Arbeitsbedingungen bleiben.

Laut des Formulars habe Bobby Kotick freiwillig zugestimmt, sein Gehalt von 1.750.000 US-Dollar auf 875.000 US-Dollar zu kürzen. Damit wäre sein Einkommen halbiert – jedoch ist das Grundgehalt nicht das einzige Geld, das der CEO ausgezahlt bekommt. Unter seiner Führung habe sich der Börsenwert des Unternehmens so gut entwickelt, dass Bobby Kotick sich weitere Boni auszahlen lassen konnte, die sein Grundgehalt bei weitem übertroffen haben sollen. Auch mit der Vertragsänderung sollen ihm Zusatzzahlungen von 200 Prozent seines neuen, geringeren Gehalts zustehen, weshalb der CEO sicherlich nicht allzu schwer mit der Halbierung seines Gehalts zu kämpfen haben wird.

Activision Blizzard: Klage wegen angeblichem Verstoß gegen Namensrechte steht weiterhin im Raum

Das Unternehmen steht vor allem wegen der Massenkündigungen und des Gehalts von CEO Bobby Kotick in Kritik. Vor Kurzem machte Activision Blizzard jedoch zudem Schlagzeilen wegen einer Unterlassungserklärung. Das eher kleine Entwicklerunternehmen Fizzer hatte den Konzern verklagt und forderte ein Nutzungsverbot der Marke „Warzone“. Die Betreiber des namensgleichen Browser-Games gaben an, dass Activision Blizzard mit dem im letzten Jahr veröffentlichten Battle Royale-Spiel Call of Duty: Warzone gegen die Namensrechte verstoßen habe. Das Unternehmen sollte den Namen nicht mehr verwenden dürfen und darüber hinaus eine Geldleistung zahlen. Activision Blizzard setzte sich dagegen zur Wehr und führte auf, dass bei den Spielen keinerlei Verwechslungsgefahr und kein Verstoß gegen Rechte bestehe. Ganz vom Tisch ist die ganze Sache jedoch noch nicht. Wie sich die Klage entwickeln wird, bleibt abzuwarten.

Rubriklistenbild: © dpa/Michael Nelson/Andrew Gombert (Montage)

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