Netflix and Beef

Activision Blizzard: Klage gegen Netflix – Der Grund dafür ist extrem kurios

  • vonLars Bendixen
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Netflix hat aktuell eine Klage von Activsion Blizzard am Hals. Der Publisher verklagt die Streaming-Plattform wegen eines Mitarbeiter-Vertrags.

  • Netflix hat einen Klage von Activision Blizzard am Hals (Alle Activision News).
  • Grund für die Klage ist eine dubiose Personalentscheidung.
  • Activision fordert Schadensersatz von Netflix.

Irvine, Kalifornien – Der Streaming-Anbieter Netflix und Spiele-Publisher Activision treffen aufeinander: Vor Gericht. Grund dafür ist eine von Activision eingereichte Klage. Die Klage wurde erhoben, da aus Activisions Sicht Ungereimtheiten bei einer Personalentscheidung im Jahr 2018 vorliegen. Für Netflix ist es nicht die erste Klage, welche auf einer Personalie beruht. Noch hält sich der Streaming-Dienst bedeckt. Activision geht hingegen sehr forsch an das Thema heran und fordert Schadensersatz.

UnternehmenBlizzard Entertainment
ZentraleIrvine, Kalifornien, Vereinigte Staaten
Gründung8. Februar 1991
DachorganisationActivision Blizzard
Mitarbeiterzahl4.700 (2012)
GründerFrank Pearce, Michael Morhaime, Allen Adham

Activision Blizzard: Klage gegen Netflix – wegen dubioser Personalentscheidung

Rollen wir die Geschichte von vorne auf. Im Jahr 2018, am 31. Dezember, trat Spencer Neuman von seinem Job als Finanzvorstand bei Activision Blizzard zurück. Seine Vertragslaufdauer belief sich allerdings auf den 30. April 2020. Das Skandalöse – Neuman nahm zwei Tage nach seiner Kündigung einen Job bei Netflix an. Seit jeher ist er der Finanzvorstand des Streaming-Anbieters, trotz des noch bis zuletzt laufenden Vertrages. Vor zwei Jahren noch unkommentiert gelassen, hat Activision nun eine Klage gegen Netflix und Neuman eingereicht.

Laut der Gesetzeslage im Bundesstaat Kaliforniens darf ein befristeter Arbeitsvertrag nicht ohne konkrete Gründe gebrochen werden. Genau deshalb sieht sich Activision Blizzard im Recht. Denn der Wechsel von Spencer Neuman zu Netflix innerhalb der noch laufende Vertragslaufzeit verstößt gegen besagtes Gesetz. In der Anklageschrift ist klar herauszulesen, dass Activision definitiv nicht mit dem Handeln von Netflix einverstanden war. Folgende Textpassagen belegen dies:

Netflix rekrutiert Talente ohne Rücksicht auf ethischen und rechtlichen Verpflichtungen. Um die Belegschaft nach eigenen Wünschen zu formen, entlässt Netflix nicht nur rücksichtslos eigene Mitarbeiter, was man für „angemessen“ hält, sondern führt auch eine jahrelange Kampagne der unrechtmäßigen Abwerbung von Führungskräften von Netflix‘ Konkurrenten durch, ungeachtet ihrer vertraglichen Verpflichtungen. Dabei missachtet Netflix absichtlich etablierte kalifornische Gesetze, einschließlich des kalifornischen Arbeitsgesetzes selbst, das die Durchsetzung von Arbeitsverträgen auf bestimmte Zeit ausdrücklich anerkennt und erlaubt.

via Deadline

Activision Blizzard: Klage gegen Netflix – Das sind die möglichen Folgen

Zudem wirft Activision Netflix einen Gesetzesverstoß vor, als der Publisher versuchte mithilfe Neumans mit dem Streaming-Dienst über eine kommerzielle Partnerschaft zur Verbreitung der linearen Medieninhalte zu verhandeln. Dadurch und dem Fakt geschuldet, dass anschließend Neuman sein Amt niederlegte, sah Activision einen unfairen, sowie unethischen Vorteil für den Konkurrenten Netflix. Netflix baut unterdessen seine Verfügbarkeit mehr und mehr aus: Sony bestätigte den Streaming-Dienst ebenfalls für die PS5.

Bewusst betitelte Activision in diesem Zusammenhang der Klage Netflix auch als Konkurrenten, obwohl man auf den ersten Blick vielleicht nicht eine Menge Parallelen zwischen dem Streaming-Dienst und dem Publisher feststellen würde. Beide Firmen sind aber ein Teil der Entertainment-Industrie und kämpfen darum die Freizeit ihrer potenziellen Kunden für sich zu gewinnen. Auch deswegen fordert Activision eine Entschädigung für den ihrer Meinung nach großen, durch Netflix entstandenen, Schaden.

Activision Blizzard: Klage gegen Netflix – wegen dubioser Personalentscheidung

Die Forderungen beinhalten folgende zwei Punkte. Erstens: Netflix darf keine Mitarbeiter von Activision abwerben, wenn diese bestehende Verträge haben. Zweitens: Netflix soll Schadensersatz an Activision zahlen. Bisher hat sich Netflix noch nicht zu den Unterstellungen von Activision geäußert. Doch es ist nicht das erste Mal, dass Netflix Klagen wegen abgeworbenen Mitarbeiter erhielt. Aber auch Activision selbst kam in letzter Zeit nicht gut weg: Blizzard wurde beschuldigt Angestellte auszubeuten.

Rubriklistenbild: © Netflix / Activision / Pixabay (Montage)

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