Activision stockt auf

Activision Blizzard: Fast ein Drittel der Spieler:innen weg – trotzdem 2000 neue Stellen

  • Janik Boeck
    vonJanik Boeck
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Activision Blizzard dreht auf – Trotz Verlust großer Teile der Spielerbasis werden massig neue Stellen geschaffen. Der Konzern hat ein klares Ziel vor Augen.

Santa Monica, USA – Bei Activision Blizzard regt sich dieser Tage einiges. Die Tage, in denen man sich mit EA um die Pole Position im Shooter Genre streiten musste, sind vorerst vorbei. Call of Duty ist unangefochtener Platzhirsch auf dem Bolzplatz der First-Person-Shooter. Das zeigt auch der aktuelle Finanzbericht des Konzerns. Während es Activision immer besser geht, schwindet Blizzard Entertainment immer mehr in ein Schattendasein dahin.

CEORobert Kotick
ZentraleSanta Monica, Kalifornien, USA
Gründung9. Juli 2008
Umsatz8,09 Milliarden USD (2020)
GründerRobert Kotick
TochtergesellschaftenActivision, Blizzard Entertainment und weitere

2021 begann für den in Santa Monica ansässigen Konzern fantastisch. Activision Blizzard hat allein im ersten Quartal 2,28 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht. 2 Milliarden davon stammen aus digitalen Angeboten, wie Season Passes. Mit 150 Millionen monatlich aktiven Spielern sticht vor allem Call of Duty heraus. Kein Wunder also, dass Activision Blizzard möchte, dass World of Warcraft, Overwatch und Co. mehr werden wie Call of Duty.

Activision Blizzard: Spieler:innen kommen nach – nur bei Blizzard nicht

Bobby Kotick, CEO und Gründer von Activision, möchte Call of Duty deswegen als Blaupause für weitere Franchises nutzen. Wie genau das geht, verrät er zwar nicht, Vermutungen lassen sich aber anstellen. So hat Activision zum Beispiel erst kürzlich angekündigt an mehreren Free-to-play Titeln aus dem Warcraft-Universum zu arbeiten. Dabei handele es sich um Mobile Games. Ein ähnliches Konzept hatte auch bei Call of Duty schon funktioniert. Der Launch von Call of Duty Mobile in China hatte zig Millionen weitere Spieler:innen gewinnen können.

Es liegt die Vermutung nahe, dass derlei Geschichten auch für World of Warcraft, Overwatch und Co. geplant sind. Damit würde man der stetig fallenden Spielerzahl Rechnung tragen, die Blizzard Entertainment seit drei Jahren bei seinen Titeln zu verbuchen hat. Wie schwerwiegend die Verluste der Spieler:innen sind, zeigt eine Übersicht von massivelyop. In dieser wird die Zahl der monatlich aktiven Spieler:innen seit 2018 nach Quartal aufgelistet. Besondere Ereignisse sind ebenfalls vermerkt:

  • 38M im Q1 2018
  • 37M im Q2 2018
  • 37M im Q3 2018 (Battle for Azeroth Release)
  • 35M im Q4 2018 (Massenkündigungen)
  • 32M im Q1 2019
  • 32M im Q2 2019
  • 33M im Q3 2019 (WoW Classic Release)
  • 32M im Q4 2019 (Blitzchung-Affäre)
  • 32M im Q1 2020 (COVID-19)
  • 32M im Q2 2020 (COVID-19)
  • 30M im Q3 2020 (COVID-19)
  • 29M im Q4 2020 (COVID-19, Shadowlands Release)
  • 27M im Q1 2021

Anhand dieser Zahlen wird eines ganz deutlich. Blizzard Entertainment hat ein Problem. Die Tochtergesellschaft von Activision Blizzard hat innerhalb von drei Jahren ganze 11 Millionen aktive Spieler:innen verloren. Das entspricht einem Rückgang von fast 30%. Ein Teil davon lässt sich vermutlich mit dem Ausbleiben großer neuer Titel in Verbindung bringen. Und auch einige öffentliche Skandale werden Ihren Teil dazu beigetragen haben.

Activision Blizzard: Mehr Spieler:innen durch mehr Mitarbeiter:innen

Dass der Schwund ab 2018 losging, ist auch kein Wunder. In diesem Jahr fand die, für Fans wohl enttäuschendste, Blizzcon statt. Diese hatten voller Vorfreude eine große Ankündigung um ein neues Diablo erwartet, nur um dann mit einem Mobile-Ableger vertröstet zu werden. Sinnbildlich dafür steht der legendäre Clip eines Fans, der die Moderatoren fragte, ob es sich bei der Ankündigung um einen verspäteten Aprilscherz handele.

Activision Blizzard: Über 2000 neue Mitarbeiter:innen sollen wieder mehr Spieler:innen ranholen

Um diesem Trend entgegenzuwirken, werden jetzt weltweit über 2000 neue Stellen geschaffen. Die neuen Mitarbeiter:innen sollen diverse Teams erweitern. Einige Standorte werden aber auch neu gegründet. Was ebenfalls dafür spricht ist, dass Activision Blizzard kürzlich zwei Tochtergesellschaften zusammengeführt hat. Vicarious Visions wird fortan unter dem Banner von Blizzard Entertainment laufen.

Vicarious Visions ist unter anderem für Tony Hawk‘s Pro Skater 1+2 sowie die Crash Bandicoot N.Sane Trilogie verantwortlich. Der Fokus von Activison Blizzard ist also klar: Blizzard Entertainment und dessen Spiele sollen wieder gestärkt und mehr Spieler:innen gewonnen werden.

Rubriklistenbild: © Michael Nelson

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