Amiibos: Speichern Daten, bringen DLC und öffnen U-Bahn-Tore

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Am heutigen Tage kommen sie auch in unsere Läden, die kleinen NFC-Figuren mit dem Namen Amiibos. Die Spielfiguren von Nintendo schalten spezielle Inhalte in diversen Spielen frei oder lassen sich wahlweise in Super Smash Bros. Wii U hochtrainieren. Doch die Figuren können noch viel mehr, wie uns nun neuste Meldungen aus den Vereinigten Staaten verraten. Beispielsweise könnt ihr mit euren Amiibos auch U-Bahn-Tore öffnen und andere elektronische Verriegelungen lösen. Demnach taugen Mario und Konsorten also auch als Türöffner.

So ein Amiibo ist sehr vielfältig

Wer nicht wissen sollte, worum es sich bei den Amiibos handelt, der hat wahrscheinlich das letzte halbe Jahr unter einem Stein gelebt. Da wir uns in diesem Artikel aber nicht mit den Amiibos selbst, sondern viel mehr mit ihren Verwendungsmöglichkeiten beschäftigen wollen, verweisen wir für alle Unwissenden auf einen älteren Artikel, der alles Nötige zu den kleinen Figürchen erzählen sollte.

Vieles gab Nintendo bisher zu den Amiibos bekannt: Es wird mehrere Wellen an Figuren geben, Nintendo plant einige Amiibos in limitierter Auflage zu veröffentlichen und auch zu den Inhalten, die man in den kompatiblen Spielen freischalten kann, verlor man bereits einige Worte. Nur dass man mit den Amiibos auch elektronische Türschlösser umgehen kann, das verheimlichte Nintendo uns bisher. Kein Witz! In einem neu aufgetauchten Videoclip fungieren die NFC-Figuren als elektronischer Schlüssel für U-Bahn-Tore.

So hackte Samus Aran den Moskauer Untergrund

Tatsächlich ist das gar nicht mal so unlogisch, denn die Amiibos verwenden die sogenannte NFC-Technologie (Near Field Communication), um mit der Konsole zu kommunizieren. Die gleiche Technik wird aber auch in diversen Ticket-Abfrage-Systemen, wie man sie beispielsweise an Bahnhöfen oder Freizeitparkeingängen findet, verwendet. Kein Wunder also, dass sich die Geräte mit der eigentlich nicht dafür gedachten Amiibo-Software manipulieren lassen.

Einen entsprechenden Beweis nahm der Russe Yollych auf, nachdem er kurz zuvor seine erste Amiibo-Figur beim Händler seines Vertrauens erwarb. Auf dem Weg nach Hause stellte er dann fest, dass er sich sein U-Bahn-Ticket sparen konnte, denn das entsprechende Drehkreuz-Tor in der Station ließ sich auch mit seinem brandneuen Samus-Amiibo öffnen. Man könnte fast denken, der junge Herr befand sich in einer Metroid-Station.

  Wie konnte das mit den Amiibos passieren?

Warum sich das elektronische Schloss auf diese Weise entriegeln ließ, dazu gibt es momentan zwei Theorien:

1. Die Samus-Figur enthält Code-Daten, die, auf welche Weise auch immer, mit dem Metro-Ticket-System der Moskauer U-Bahn kommunizieren.

oder 2. Yollych hat seine Amiibo-Figur in irgendeiner Weise modifiziert oder den Amiibo-Chip mit einem selbstprogrammierten Datenträger ausgetauscht, der in der Lage war, mit dem Ticket-System zu kommunizieren.

Heute kommen Nintendo-Highlights noch und nöcher

Eine dritte Möglichkeit, die aber sehr unwahrscheinlich sein dürfte, ist, dass sich die Daten einer naheliegenden Ticket-Karte (vermutlich die von Yollych selbst) per NFC auf das Amiibo übertragen haben, während Yollych noch auf dem Weg zum Tor war. Welche dieser drei Möglichkeiten dem Russen letztendlich Tür und Tor geöffnet hat, ist bislang noch unbekannt. Auch bleibt spekulativ, ob entsprechendes hierzulande möglich wäre und ob auch andere Amiibos elektronische Schlösser überbrücken können.

Hier bei uns sind seit heute die ersten 12 Amiibos der ersten Welle im Handel erhältlich. Dabei handelt es sich um Yoshi, Mario, Link, Peach, Samus, Fox, Marth, Bewohner, Wii Fit-Trainerin, Kirby, Donkey Kong und Pikachu. Erhältlich sind sie für je knapp 15 Euro das Stück. Außerdem erscheint heute das neue Super Smash Bros. Wii U in Europa, welches auch gebundelt mit einer Amiibo-Figur erhältlich ist. Weiterhin könnt ihr ab heute die beiden neuen Pokémon-Editionen Omega Rubin und Alpha Saphir erwerben.

Wir werden wohl auch nach Feierabend noch auf Shopping-Tour gehen, denn zumindest die beiden Nintendo-Spiele sind ein absoluter Muss für jeden halbwegs bewanderten Spieler da draußen. Aber vielleicht landet auch der ein oder andere Amiibo in unserem Warenkorb. Schlagt ihr auch beim Händler eures Vertrauens zu? Oder habt ihr gar vorbestellt? Vielleicht haben auch die Amiibos euer Interesse geweckt? Und was haltet ihr von der skurrilen U-Bahn-Geschichte? Wir sind gespannt auf eure Meinung.

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