Tech-Gigant Apple

Apple: Alles zur Geschichte, dem Mac, iPhone, und Betriebsystemen iOS und MacOS

  • Peer Schmidt
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Apple gehört zu den größten Technik-Firmen der Welt. Das Unternehmen aus Cupertion stellt unter anderem das iPhone, das iPad und verschiedene Mac-Computer her.

Cupertino – Die Firma Apple dürfte so gut wie jedem Menschen ein Begriff sein. Das Unternehmen mit seinem Sitz in Cupertino, Kalifornien, das im Frühjahr 1976 vom weltberühmten Steve Jobs und seinen beiden Kollegen Steve Wozniak und Ronald Wayne gegründet wurde, ist einer der größten Tech-Giganten auf der ganzen Welt. Nachdem Apple in den späten 1970er Jahren den weltweit ersten PC entwickelte und diesen mit dem Macintosh in den 1980er Jahren massentauglich machte, revolutionierte in den darauffolgenden Jahren mit dem iPod, dem iPhone* und dem iPad den Markt für MP3-Player, für Handys und Smartphones sowie für Tablets.

UnternehmenApple Inc.
GründerSteve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne
Gründungsjahr1976
SitzCupertino, Kalifornien, USA
CEOTim Cook
BrancheHard- und Softwareentwicklung, Online-Handel

Apple: Die Anfänge der Firma - Entwicklung von Apple I und Apple II von Wozniak und Jobs

Die Erfolgsgeschichte Apples startete am 01. April 1976, als die Firma von Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne gegründet wurde. Jobs und Wozniak erhielten bei der Gründung einen Geschäftsanteil von jeweils 45 Prozent, Wayne bekam die übrigen 10 Prozent. Bereits kurz nach der Firmengründung verließ Ronald Wayne Apple allerdings wieder. Seinen Anteil an Apple, der heutzutage circa 300 Milliarden US-Dollar wert wäre, verkaufte Wayne daraufhin für gerade einmal 2.300 US-Dollar.

Das Archivfoto von 1976 zeigt Steve Wozniak (l) und Steve Jobs an einem Computer. Foto: Apple/dpa

Jobs und Wozniak leiteten die Firma nach dem Ausstieg von Wayne zu zweit weiter und entwickelten mit dem „Apple I“ den ersten PC der Welt. Dieser wurde ab Juli 1976 verkauft, ehe 1977 der „Apple II“ erschien. Sowohl der „Apple I“ als auch der „Apple II“ wurden allein von Steve Wozniak entworfen. In den folgenden Jahren startete Apple dann die Entwicklung eines Computers, der einfach zu bedienen war als der „Apple I“ oder der „Apple II“ und so für die breite Masse der Bevölkerung interessant sein sollte. Im Zuge dessen erschien 1984 der erste Macintosh. Dieser wurde zu einem Erfolg und verkaufte sich schnell in großen Mengen.

Apple: Krise zwischen Jobs und Sculley - Unternehmen schreibt Verluste

Im Frühling 1983 wurde John Sculley zum neuen Firmenchef von Apple ernannt. Allerdings entwickelten sich zwischen ihm und Steve Jobs mit der Zeit einige Konflikte. Aufgrund dieser Konflikte innerhalb des Unternehmens startete Jobs einen Putsch, um Sculley von seinen Aufgaben bei Apple zu entbinden. Allerdings scheiterte dieser Plan, woraufhin Jobs Apple im September 1985 verließ. Ohne die beiden Gründer Steve Jobs und Steve Wozniak, der sich seit Februar 1985 ebenfalls aus der Firma zurückgezogen hatte, rutschte Apple in eine Krise.

Gründer Steve Jobs und Apple Präsident John Sculley mit ihren Apple-Computern

So wurde das Newton MessagePad, das selbstständig Handschriften erkennen konnte, aufgrund von unausgereifter Technik zu einem großen Flop. Gleichzeitig geriet Apple unter Druck, da die Firma durch die Entwicklung von Windows 3.0 große Marktanteile an Konkurrent Microsoft verlor. Diese Entwicklungen führten dazu, dass Apple 1993 nach vielen Jahren des Erfolgs erstmals wieder Verluste hinnehmen musste. Daraufhin wurde Geschäftsführer John Sculley durch Michael Spindler ersetzt, der seinen Posten 1996 wiederum für Gil Amelio räumen musste. Weder unter Spindler noch unter Amelio fand Apple allerdings zu neuer Stärke zurück.

Apple: Steve Jobs kehrt als CEO zum Unternehmen zurück

Im Dezember 1996 übernahm Apple für 400 Millionen US-Dollar die Firma NeXT. NeXT stellte Computer und Software her und wurde 1985 von Steve Jobs gegründet, nachdem dieser Apple verlassen hatte. Durch diese Übernahme wurde Steve Jobs Weg für die Rückkehr zu Apple geebnet. Zunächst hatte Jobs in seiner alten Firma dabei eine beratende Position inne, ehe er, nachdem Gil Amelio als CEO von Apple entlassen wurde, die Position des Interims-CEO übernahm.

Apple übernahm 1996 für 400 Millionen Dollar die Firma NeXT, die von Steve Jobs gegründet wurde.

Unter seiner Führung schaffte es Apple, an den alten Erfolg anzuknüpfen. So stellte Jobs unter anderem die Entwicklung des Newton MessagePads ein. Außerdem verkleinerte er das Apple-Sortiment und beendete die Produktion der erfolglosen Macintosh-Modelle. Ein weiterer wichtiger Schritt bei der Rettung der finanziell stark angeschlagenen Firma Apple, der unter Steve Jobs vollzogen wurde, war der Verkauf von stimmlosen Aktien im Wert von 150 Millionen US-Dollar an den Konkurrenten Microsoft.

Apple: Aufschwung dank iPod, iPhone, iTunes und iMovie und dem Betriebssystem iOS

Dank der Entscheidungen von Jobs konnte Apple ab 1998 wieder Gewinne einfahren. Neben der Weiterentwicklung von MacOS führte Apple in den folgenden Jahren die Programme iMovie, iTunes und iPhoto ein. Ein weiterer Meilenstein in Apples Erfolgsgeschichte war die Entwicklung des iPods, der sich schnell zum Marktführer unter den MP3-Playern entwickelte. Im Jahr 2007 stellte Apple dann das Produkt vor, das wohl am meisten zum heutigen Erfolg der Firma beigetragen hat: Das iPhone. Dieses iPhone sollte den iPod und ein mobiles Telefon in einem Gerät kombinieren. Schnell wurde es mit dem innovativen Betriebssystem iOS zu einem großen weltweiten Erfolg und prägte den Smartphone-Markt nachhaltig.

Steve Jobs bei der Präsentation von Apples iPhones 2007

Im Jahr 2010 erweiterte Apple sein Sortiment dann um das iPad. Bereits seit den 1980er Jahren wurden erste mobile Tabletcomputer entwickelt. Allerdings wurde keines der ersten Tablet-Modelle aufgrund von mangelnder technischer Ausreifung zu einem wirklichen Erfolg. Das iPad von Apple war nach seiner Vorstellung 2010 das erste Tablet überhaupt, das in größeren Mengen verkauft wurde. Viele weitere Hersteller folgten Apple daraufhin und stellten eigene Tablets her, woraufhin diese Geräte endgültig einen Platz im Markt für mobile Computer einnahmen.

Apple: Steve Jobs verlässt das Unternehmen aufgrund seiner Krebserkrankung

Im Januar 2011 endete bei Apple eine Ära. Knapp 35 Jahre, nachdem Steve Jobs zusammen mit seinen beiden Kollegen Wozniak und Wayne Apple gegründet hatte, verließ er das Unternehmen aufgrund einer Krebserkrankung. Schon in den Jahren zuvor hatte sich der Geschäftsführer immer wieder für einige Monate aufgrund eines schlechten Gesundheitszustandes zurückziehen müssen. Zwar blieb Jobs zunächst weiterhin CEO in der Firma, seine Aufgaben übertrug er allerdings an Tim Cook, der Jobs bereits bei dessen vorherigen Rückzügen vertreten hatte. Erst Ende August 2011 trat Jobs dann endgültig als CEO von Apple zurück.

Apple Watch SE

Eineinhalb Monate nach diesem Rücktritt, am 05. Oktober 2011, starb Jobs an den Folgen seiner Krebserkrankung. Nach dem Rücktritt von Steve Jobs wurde Tim Cook zum neuen CEO von Apple befördert. Unter seiner Führung wurden einige neue Produkte entwickelt. So stieg Apple 2014 in den Markt für Smartwatches ein und stellte die erste Apple Watch vor, die dann ab 2015 verkauft wurde, ein großer Erfolg wurden zudem die AirPods, kabellose In-Ear Kopfhörer. Außerdem wurden das iPhone, das iPad oder das MacBook und der iMac beständig weiterentwickelt. So wurde zum Beispiel das iPad mini oder das iPhone Pro eingeführt.

Apple: Firmenphilosophie und Unternehmenswerte - Von Datenschutz bis Zugänglichkeit

Der Blick auf die Geschichte des Unternehmens zeigt, wie sich Apple von einer kleinen Firma mit einem Startkapital von 1.300 US-Dollar zu einem der weltweit größten Tech-Giganten entwickelte. Eine wichtige Rolle spielen bei dieser Entwicklung die Philosophie und die Leitsätze, die Apple verfolgt. Insgesamt werden dabei genau sechs Unternehmenswerte festgesetzt, die verfolgt werden sollen. Diese lauten:

  • Bildung
  • Datenschutz und Sicherheit
  • Integration und Vielfalt
  • Umwelt
  • Verantwortung von Zulieferern
  • Zugänglichkeit

Viele dieser Werte erklären sich dabei von selbst.

Tim Cook, CEO von Apple ist ein Verfechter der Firmenphilosophie

So punktete Apple bei seinen Geräten in der Vergangenheit immer wieder damit, dass die Daten der Benutzer in einem besonderen Maße geschützt werden. Auch durch die Zugänglichkeit der Geräte punktet Apple. So wird darauf geachtet, das iPhone, das iPad oder auch Mac-Computer so barrierefrei wie möglich zu entwickeln. Dank der Funktion VoiceOver wird der Inhalt des Bildschirms vorgelesen, sodass die Geräte auch von blinden Menschen genutzt werden können, ohne dass diese fremde Hilfe benötigen. Darüber hinaus gibt es weitere Hilfen, die die Nutzung von Apple Produkten für Menschen mit einer Behinderung vereinfachen sollen.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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