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Atomic Heart: Killer-Roboter in der Preview – So heftig knallt das Sowjet-Bioshock

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Von: Janik Boeck

Bioshock trifft Far Cry im Sowjet-Look? Atomic Heart lässt den Angriff der Maschinen samt ralliger Roboter auf uns los. Unsere Preview zeigt, wie gut das ist.

Hamburg – Lange mussten Fans warten, jetzt ist es endlich so weit. Atomic Heart verlässt nach mehr als fünf Jahren der Entwicklung die Werkstatt und wird auf die Spieler*innen losgelassen. Die müssen sich der Robo-Apokalypse stellen. Aber taugt das Game was oder ist es doch nur ein Bioshock-Abklatsch? Wir verraten es euch in der Preview nach unserem ersten Anspielen.

Name des SpielsAtomic Heart
Release (Datum der Erstveröffentlichung)21. Februar 2023
Publisher (Herausgeber)Focus Home Interactive
EntwicklerMundfish
PlattformPS5, PS4, Xbox Series X, Xbox One, PC
GenreAction-Rollenspiel, Open-World

Atomic Heart Preview: Neuro-Netzwerk, um Roboter zu kontrollieren – was kann schon schiefgehen?

Worum geht es in Atomic Heart? Atomic Heart spielt in einer alternativen Realität im Jahr 1955. Die Nazis wurden schon 1941 besiegt. Alles dank Polymer, einer wissenschaftlichen Entdeckung, die es Robotern ermöglicht, sich im Netzwerk „Kollektiv“ zu verbinden. Mit „Kollektiv 2.0“ sollen 1955 auch Menschen Zugang zu diesem Netzwerk bekommen.

Die Stadt in den Wolken von Atomic Heart
Atomic Heart Preview: Der Anfang der Handlung erinnert stark an Bioshock Infinite © Focus Entertainment

Der Launch geht aber in die Binsen. Den Robotern knallen die Sicherungen durch und sie fangen an, Menschen anzugreifen. Wir müssen uns deshalb durch eine Welt des Chaos hacken, schießen und schocken, um den Ursprung des fatalen Fehlers zu finden. Und eins sei vorweggesagt – in Atomic Heart haben nicht nur die Roboter eine Schraube locker.

Atomic Heart Preview: Bioshock trifft Far Cry – Gameplay scheppert richtig

Wie spielt sich Atomic Heart? Atomic Heart wurde im Vorfeld häufig als Sowjet-Bioshock bezeichnet. Den inoffiziellen Untertitel wird sich das Spiel auch nach Release noch gefallen lassen müssen. Atomic Heart spielt sich wie ein Bioshock, das als Kind in ein Far Cry gefallen ist. Schon die ersten Minuten von Atomic Heart erinnern an Bioshock Infinite, einen der besten Shooter 2023 für PS5, Xbox Series X und PC. Wolkenstadt, frohlockende Bewohner und das ungute Gefühl, dass hier irgendetwas nicht stimmt.

Recycling ist überlebenswichtig: Nachdem die Synapsen der Roboter den Abgang gemacht haben, müssen wir dem Altmetall zeigen, wie Recycling geht. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Entweder geben wir dem durchgeknallten Elektroschrott die eigenen Kleinteile in Form von gecrafteten Schuss- und Schlagwaffen zu schmecken oder man haut ihnen Schock-, Frost und Telekinese-Fähigkeiten um die Mikrofone.

Ein Zombie in Atomic Heart
Atomic Heart Preview: Roboter und Zombies werden mit allem planiert, was das Herz begehrt © Focus Entertainment

Neben Robotern fetzt man sich in Atomic Heart auch durch Zombies. Nach dem Kollaps von „Kollektiv 2.0“ hat das Polymer auch das Grünzeug der Welt befallen. Das reproduziert sich dadurch schneller als Nick Cannon und pflanzt sich in Leichen, um sie mutiert auferstehen zu lassen.

Atomic Heart Preview: Waffen oder Fähigkeiten – Robos fachgerecht zerlegen

Mit Fähigkeiten geht’s den Robos an die Schaltkreise: Für die Fähigkeiten im Kampf haben wir an der linken Hand einen Handschuh. Die Fähigkeiten, die der tolle Handschuh mitbringt, reichen von Schock, über Frost bis Telekinese und machen eine Menge des Kampfsystems in Atomic Heart aus. So lassen sich beispielsweise Frost und Schock verbinden, um Fallen auf dem Boden aufzustellen. In diesen werden Roboter und Zombies betäubt, um dann von der Telekinese eine Gratis-Flugstunde samt Crashkurs im Landen zu bekommen.

Eine Hand verschießt Blitze in Atomic Heart
Atomic Heart Preview: Schock, Frost und Telekinese lassen sich zu mächtigen Fähigkeiten kombinieren © Focus Entertainment

Das ist aber nicht alles, was der Handschuh kann. Ihr könnt mit ihm nämlich per Knopfdruck ganze Räume looten, ohne jedes Item einzeln auswählen zu müssen. Darüber gibt er uns die Fähigkeit Türschlösser zu knacken, Roboter zu hacken oder einfach die Einsamkeit zu vertreiben. Der Handschuh nennt sich nämlich Char-les und lässt keine Situation aus, um uns mit sarkastischen Kommentaren auf die missliche Lage aufmerksam zu machen.

Weil viel abgedreht viel gut ist, ist Char-les auch nicht der Einzige in Atomic Heart, der dusselig quatschen kann. Level-Ups kaufen wir zum Beispiel bei Nora. Das ist eine Maschine in Kühlschrank-Optik, die unglaublich viel Bock auf unsere Spielfigur zu haben scheint. Oder in ihren eigenen Worten „Squirt that Polymer into me“.

Atomic Heart Preview: Musik macht alles besser

Musik zum Niederknien: Untermalt wird das abgedrehte Setting von Atomic Heart mit einer Symphonie, die zwischen Gänsehaut und Freudentränen alles bewirken kann. Die Musik ist in den von uns gespielten Abschnitten immer auf die Umgebung und die aktuelle Handlung angepasst.

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Sie dringt aus Radios, Fernsehern oder anderen Boxen und gibt jedem Setting ein völlig neues Gefühl von Absurdität. Da kann es schon mal sein, dass man umringt von blutigen Leichen mit Machete-Säge-Kombi auf einen ausdruckslosen Roboter mit Schnurrbart einprügelt, während im Hintergrund ein fröhliches Liedchen geträllert wird.

Atomic Heart Preview: Fazit nach 4 Stunden – taugt das was?

Zwischenfazit zu Atomic Heart: Atomic Heart macht vieles richtig. Die Grafik ist wunderschön und das Setting überrascht mit Detailtiefe. Die Musik würzt die vom Chaos befallene Welt mit einer weiteren Prise Wahnsinn – alles in feinster Bioshock-Manier.

Das Gameplay ist flüssig und von Anfang an fordernd. Das Ganze erinnert an eine Mischung aus Bioshock und Far Cry, nur etwas flüssiger und wuchtiger. Roboter und andere Gegner reagieren unterschiedlich auf Treffer an Körper, Kopf und Extremitäten – all das lässt sich auch zerteilen.

Das Kombinieren von Fähigkeiten macht Spaß und erweitert das Kampfsystem sinnvoll. Darüber hinaus wird endloses Durchsuchen von Kisten nach Materialien mit der Loot-Mechanik endlich in die Hölle verbannt. Knopf drücken, Loot ansaugen, weiterknüppeln – Dankeschön.

Zwei Menschen in Atomic Heart
Atomic Heart Preview: Das einzige Fragezeichen nach den ersten Stunden – wie gut ist die Story? © Focus Entertainment

Die Musik ist die Kirsche auf der Torte und bringt uns regelmäßig zum Innehalten und Staunen. Es bleiben nur zwei Fragezeichen. Das erste ist die Story. Mit ihr wird Atomic Heart stehen oder fallen. Und das zweite kommt vom Entwickler selbst: „Was heißt eigentlich Atomic Heart?“

Aber eins steht fest: Atomic Heart scheppert richtig. Vom Sound über Kulisse und Gameplay könnte sich das Spiel aus der zweiten Reihe zum Spiele-Highlight mogeln – auf der Liste der 10 heißesten Releases 2023 steht es auf jeden Fall. Wir freuen uns auf jeden Fall auf den Release am 21. Februar.

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