Dass es so weit kommen muss

Battlefield 2042 bald Free-to-Play? Insider spricht über Notlösung von EA

  • Joost Rademacher
    VonJoost Rademacher
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Battlefield 2042 verliert so viele Spieler:innen, dass schon ein Free-to-Play-Modell denkbar ist. Tom Henderson hat jetzt neue Hinweise zu einer Notlösung von EA.

Update vom 25.01.2022: Die Lage um Battlefield 2042 scheint für EA ziemlich angespannt zu sein. Schon letzte Woche sprach Insider Tom Henderson einmal davon, dass der Publisher überlege, den in die Kritik geratenen Shooter auf absehbare Zeit kostenlos zu machen. Nachdem Henderson zuletzt über Twitter von EAs Bemühungen gesprochen hatte, hat er in einem Video noch einmal genauer erklärt, was er sich von einem Free-to-Play-Modell für Battlefield 2042 erwartet.

Name des SpielsBattlefield 2042
Release19. November 2021
PublisherElectronic Arts (EA)
EntwicklerDICE, Criterion, Ripple Effect
PlattformPS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X|S, PC
GenreFirst-Person-Shooter

Battlefield 2042: Spiel soll nicht komplett gratis werden – Free-to-Play nur für Battlefield Portal

In seinem aktuellen YouTube-Video geht Tom Henderson etwas tiefer in die Materie rund um seinen vorherigen Free-to-Play-Tweet zu Battlefield 2042. Schnell macht der Insider in seinem Video die Angabe, dass er nicht damit rechnet, dass das volle Spiel mit einem Schlag kostenlos würde. So ein Schritt könnte, seinen Aussagen nach, zu einem PR-Albtraum führen. Schließlich müsste man damit rechnen, dass alle Spielerinnen und Spieler, die Battlefield 2042 zum vollen Preis gekauft haben, auf die Barrikaden gehen würden.

Stattdessen wäre es laut Tom Henderson wesentlich wahrscheinlicher, dass EA lediglich den Sandbox-Modus Battlefield Portal auf Free-to-Play umstellt. In diesem Spielmodus können Fans sich Matches nach ihren eigenen Regeln zusammenstellen und bekommen dafür die Maps, Klassen und Waffen früherer Battlefield-Spiele zur Verfügung gestellt. Nähere Informationen erwartet Henderson sich durch Analysten, die bei EA im Februar ein Konferenz-Anruf über aktuelle Finanzen teilnehmen. Für seine Kontakte zeichnet sich ein Free-to-Play-Modell bei BF Portal aber ebenfalls schon als wahrscheinlichste Option für Battlefield 2042 ab.

Battlefield 2042 bald Free-to-play? EA und DICE sind völlig verzweifelt

Hazard Zone wäre die zweite Alternative, mit der Battlefield 2042 in den Free-to-Play-Markt einsteigen könnte, aber das sieht Henderson eher unwahrscheinlich. Von einem Kontakt bei EA soll er erfahren haben, dass der Spielmodus nur ein paar hundert Spieler:innen pro Tag hätte, es scheint sich also niemand wirklich für Hazard Zone zu interessieren. Außerdem soll dem Modus die nötige Tiefe fehlen, um jemanden vom Free-to-Play-Modell zum Kauf der Vollversion zu überzeugen. Battlefield Portal scheint für den Moment also die beste Adresse zu sein, um neue Fans zu Battlefield 2042 zu bringen.

Erstmeldung vom 21.02.2022: Stockholm, Schweden – Wie heißt es so schon? In der Not frisst der Teufel Fliegen. Diese Form von Verzweiflung dürfte auch bei Publisher EA gerade in der Luft liegen. Ausgerechnet Battlefield, der Flaggschiff-Shooter des Unternehmens, fällt mit Battlefield 2042 bei den Fans in allen Aspekten durch. Neue Hinweise besagen, dass Electronic Arts nach dem bisherigen Scheitern des Spiels maßlos enttäuscht ist. EA soll sogar so verzweifelt in Sachen Battlefield 2042 sein, dass der Publisher jetzt einen drastischen Schritt in Betracht zieht.

Battlefield 2042: EA ist äußerst enttäuscht – wägt „alle Optionen“ ab

Woher kommt die Info? Wenn die Worte „Battlefield“ und „Insider“ in kurzer Folge hintereinander fallen, dann es eigentlich nur um Tom Henderson gehen. Der Leaker hat sich besonders mit seinen Informationen rund um Battlefield 2042 überhaupt erst einen Namen gemacht. Regelmäßig postet er auf Twitter sein aktuellstes Insiderwissen und seit einigen Monaten verpackt er dieses auch in Videos für YouTube. Inzwischen konzentriert Henderson sich nicht mehr nur auf Battlefield, aber oft ist er dennoch einer der ersten, die neue Hinweise auf den Shooter haben – So auch jetzt mit EA‘s weiterem Verfahren bei BF2042.

Was plant EA mit Battlefield 2042? Wie Tom Henderson am 20. Januar 2022 bei Twitter mitteilte, ist EA wohl äußerst enttäuscht darüber, wie Battlefield derzeit läuft. Kein Wunder, wo Battlefield 2042 ständig Spieler:innen verliert, die lieber zu älteren Teilen der Reihe wechseln. Daher soll der Publisher wohl gerade einige Optionen überdenken, wie das Spiel wohl noch gerettet werden könnte. Dabei scheint EA sich wohl für nichts zu schade zu werden. Laut Henderson soll sogar im Raum stehen, ob Battlefield 2042 in Zukunft Free-to-Play werden soll, um neue Spielerinnen und Spieler anzulocken.

Battlefield 2042: Dem Shooter gehen Fans verloren – Könnte Free-to-Play helfen?

Wie stehen die Dinge um den Shooter? Mit Battlefield 2042 hat DICE sich wahrhaft nicht mit Ruhm bekleckert. Seit Release war das Spiel von Bugs und technischen Schnitzern verseucht, die bei vielen Fans den Spielspaß arg gehemmt haben. Aber die Probleme mit dem Spiel gehen noch viel weiter – von den umstrittenen Operatoren über leblose Maps bis hin zu unzähligen gestrichenen Features. Zuletzt hat DICE eine Roadmap für Battlefield 2042 gezeigt, aber selbst die geplanten Updates scheinen die Fans nicht überzeugen zu können.

Battlefield 2042: EA verzweifelt an Shooter – Drastischer Schritt bahnt sich an

Könnte Free-to-Play dem Spiel helfen? Die Idee, Battlefield 2042 auf ein Free-to-Play-Modell umzustellen, dürfte dem Spiel nur bedingt helfen. Für den Moment würden sicherlich neue Leute den Shooter ausprobieren, gleichzeitig würde EA aber auch alle Fans anfeinden, die BF2042 seit Release gekauft haben. Außerdem ist fraglich, ob das Spiel die neuen Spieler:innen auch über längere Zeit halten kann.

Twitter-User:in @TheAutotheist denkt genauso über die Probleme des Spiels. Er:sie schreibt unter Hendersons Post: „Es [Battlefield 2042, Anm. d. Red.] F2P zu machen wird nur 10K neue Spieler:innen bringen, die nach 2 Wochen auch wieder verschwinden“. Damit Battlefield 2042 sich also wirklich erholen kann, dürfte also noch mehr Arbeit für EA und DICE anfallen.

Rubriklistenbild: © EA/DICE (Montage)

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