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„Blind zum Bus“: Die Welt aus Sicht blinder Menschen

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Wie finde ich nur zum Bus?
Wie finde ich nur zum Bus? Hier bei „Blind zum Bus“ muss der Weg über den Marktplatz gefunden werden. © wildfuchs-ia.de/woche-des-sehens.de/dpa-tmn

Glaukom, Grauer Star, altersbedingter Sichtverlust - es gibt viele Ursachen, warum Menschen schlecht sehen. Zwei Browser-Spiele machen Sehbehinderungen und Blindheit eindrucksvoll erlebbar.

Berlin - Nicht jede Behinderung ist sofort sichtbar. Manche Betroffene von schlechter Sicht bemerken den schleichenden Sichtverlust nicht einmal sonderlich. Und ob Glaukom, Grauer Star, Makuladegeneration oder andere Beeinträchtigung: Irgendwie muss man ja in der Welt klarkommen.

Wie sich Menschen mit eingeschränkter Sicht im Alltag orientieren und was es da für Probleme gibt, zeigen zwei Spiele der Kampagne „Woche des Sehens“ - einem Zusammenschluss von Patientenorganisationen, Fachverbänden und Hilfswerken.

Wie komme ich denn ans richtige Gleis?

Bereits seit 2020 gibt es online und jetzt auch als Apps für Android und iOS „Zug in Sicht“. Hier navigiert man sich als Sehbehinderter über einen verschachtelten Bahnhof, sucht Ticketautomaten und muss das richtige Gleis finden. Gar nicht so einfach. Und wer dabei noch in andere Passagiere läuft, bekommt noch ein paar gehässige Kommentare ab: „Blind, oder was?“, „Pass mal auf!“, „Vorsicht ey!“.

Ganz blind? Dann helfen nur Hören und Tasten

Wie man sich als komplett blinder Mensch in der Welt zurechtfindet, versucht das neue Spiel „Blind zum Bus“ zu zeigen. Hier wird auf Tasten und Hören gesetzt - also am besten Kopfhörer aufsetzen. Im Browser oder per App für Android und iOS wird der Weg zum Bus gesucht und gefunden. Das beginnt mit dem Suchen der Schlüssel in einer Schublade und geht weiter zum Auffinden des Gehwegs - mit Taststock.

Viel hören und tasten
Wie Sie sehen, sehen Sie nichts. In „Blind zum Bus“ muss man viel hören und tasten - das Spiel simuliert eindrucksvoll einen kleinen Teil des Alltags blinder Menschen. © wildfuchs-ia.de/woche-des-sehens.de/dpa-tmn

Bis man am Bus angekommen ist, vergeht viel Zeit - und man bekommt einen kleinen Einblick in die Lebenswirklichkeit blinder Menschen. Und vielleicht weiß man dann auch die weißen Bodenplatten mit den Rillen künftig besser zu schätzen. Und auch das eigene Glück, einfach normal sehen zu können. dpa

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