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YouTuber ätzt gegen LGBTQ-Flaggen in Call of Duty – Wird auf Twitter dafür hops genommen

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Von: Janik Boeck

Ein YouTuber jammert über LGBTQ+-Flaggen in Call of Duty und will sie zensieren. Auf Twitter kassiert er dafür neben Kritik vor allem eines: Spott.

Santa Monica, Kalifornien – Call of Duty hatte schon immer das Potenzial, Spieler*innen in einen Wutausbruch zu treiben. Egal ob durch unfaire Waffen, schlechte Teammates oder Bugs, nur FIFA lässt mehr Controller fliegen. Für einen YouTuber scheint die Diversität im Spiel aber ein größeres Problem zu sein. Er meckerte wegen der LGBTQIA+-Flaggen und will sie zensieren – dafür kassiert er ordentlich Kritik und Spott auf Twitter.

Name des SpielsCall of Duty: Warzone 2.0
Release16. November 2022
PublisherActivision
ReiheCall of Duty
EntwicklerInfinity Ward
PlattformPS5, Xbox Series X, PC
GenreFirst Person Multiplayer-Online-Shooter, Battle Royale
GeschäftsmodellFree to Play

CoD-YouTuber will keine LGBTQ-Flaggen im Spiel sehen – wünscht sich Zensur wie im mittleren Osten

Um welchen CoD-YouTuber geht es? Bei dem YouTuber handelt es sich um Call of Shame. Normalerweise veröffentlicht er Videos, in denen er große CoD-Streamer*innen als Cheater*innen „entlarvt“, indem er angebliche Beweisvideos präsentiert. Sein Gesicht zeigt er dabei nie und seine Texte werden per Roboter-Stimme gesprochen. Auch sein bürgerlicher Name ist nicht bekannt. In der Community kommt er damit nicht gut an.

Eine Regenbogenflagge unter dem Logo von Call of Duty
Call of Duty: Pride-Flaggen stören YouTuber – er will sie zensieren © Activision / Unsplash (Montage)

Was ist sein Problem? Das weiß niemand so genau. Auf Twitter meldete sich der Hacker-Hunter zu den LGBTQ+-Flaggen, die in Modern Warfare 2 und Warzone 2 als Visitenkarte eingestellt werden können. In einem Tweet jammerte er darüber, dass man die Pride-Flaggen nicht optional zensieren könne. Im mittleren Osten seien die schließlich standardmäßig zensiert. Christ*innen und Muslim*innen sollten „diesem Unsinn“ seiner Meinung nach nicht „ausgesetzt“ sein.

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Wo sind die Landesflaggen? Warum brauchen wir 20 Pride-Flaggen, um andere über die Sexualität zu informieren?“ wundert er sich. Dass Landesflaggen sehr wohl im Spiel sind, die aber offenbar kaum jemand benutzen will, scheint ihm nicht in den Sinn gekommen zu sein.

CoD-YouTuber will LGBTQ-Flaggen im Spiel zensieren – schafft es nicht, die Killcam wegzudrücken

So reagieren die CoD-Fans: Für den Tweet, in dem er eine Regenbogen-Flagge in einer Killcam zeigt, hat Call of Shame die Kommentare ausgeschaltet. Auf Twitter sammeln sich etliche User*innen, die den YouTuber kritisieren und verspotten.

Activision, Infinity Ward und Raven Software haben bislang (Stand: 25.01.2023) nicht auf den Tweet reagiert. Stattdessen wetterte Call of Shame weiter „Meine Rechte werden von Aktivist*innen bedroht“. Welche Rechte genau das sein sollen, verrät er nicht. Die Killcam einfach wegzudrücken, wenn ihn die LGBTQIA+-Flaggen stören, ist wohl keine Option.

Andernfalls hat Twitter-User*in Sarah Burssty einen guten Tipp: „Vielleicht hörst du auf, unsere Flaggen zu sehen, wenn du aufhörst schlecht zu sein lol“.

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