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Call of Duty-Stimme wegen Sexismus-Skandal gekündigt — Ghost-Sprecher geht

  • Janik Boeck
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Die Charaktere in Call of Duty wie Captain Price oder Makarov sind den Fans bekannt. Wegen eines Sexismus-Skandals ist dem Sprecher von Simon „Ghost“ Riley in Warzone und Modern Warfare nun gekündigt worden.

Santa Monica, USA – Die Community schreit auf. Und Activision reagiert. Ein Synchronsprecher der Call of Duty-Reihe musste kürzlich seine Sachen bei Activision packen. Der Konzern hatte die Zusammenarbeit mit ihm beendet, nachdem mehrere Clips die Runde machten, in denen er sich sexistisch und frauenfeindlich geäußert hatte.

CEORobert Kotick
ZentraleSanta Monica, Kalifornien, USA
Gründung9. Juli 2008
Umsatz8,09 Milliarden USD (2020)
GründerRobert Kotick
MuttergesellschaftActivision Blizzard

Call of Duty: Sexismus-Skandal bei Activision – Ghost bekommt eine neue Stimme

Sexismus ist, völlig zurecht, immer wieder Teil der öffentlichen Diskussion. Dass Gaming als Teil der Gesellschaft davon nicht unberührt bleibt, zeigt sich auch im aktuellen Vorfall. Jeff Leach, Synchronsprecher von Ghost aus Call of Duty: Modern Warfare, äußerte sich in mehreren Sitationen sexistisch. Activision sah sich deshalb gezwungen, die Arbeit mit ihm zu beenden.

Auslöser war ein Tweet von @NitroLukeDX, in dem er einige Clips von Jeff Leach zeigte, wie dieser sich frauenverachtend äußerte. Im ersten Clip beleidigt der ehemalige Synchronsprecher aus Call of Duty die Twitch-Partnerin TheZombiUnicorn. Diese hatte die Teilnahme an einem Livestream abgesagt, nachdem sie gehört hatte, dass auch Leach teilnehmen würde. Twitch bannte ihn daraufhin von der Plattform.

Im Tweet sind außerdem die großen Partner verlinkt, mit denen Jeff Leach zu diesem Zeitpunkt zusammenarbeitete. Neben Activsion ist das auch Facebook Gaming. Während Activsion reagierte und den Synchronsprecher nach den Sexismus-Anschuldigungen aus Call of Duty entließ, steht eine Stellungnahme von Facebook noch aus.

Auch TheZombiUnicorn bezog Stellung zu den Clips, indem sie Facebook und Activision direkt ansprach. In ihrem Video prangert sie vor allem die Scheinheiligkeit an, mit der Konzerne teilweise agierten. Regenbogenflaggen an LGBTQ+-Feiertagen zu posten reiche bei weitem nicht aus. Die Glaubwürdigkeit dieser Firmen, wie dem Call of Duty-Herausgeber, leide darunter.

Call of Duty: Activision schmeißt Synchronsprecher nach Sexismus-Skandal raus.

Call of Duty: Sexismus-Skandal bei Activision – Synchronsprecher blockt ab

Jeff Leach selbst hat öffentlich noch keine Stellung zu den Sexismus-Vorwürfen und dem Rausschmiss bezogen. Auf Twitter rechtfertigte er allerdings seine Kommentare in den Clips. Er habe lediglich einen toxischen Troll angegangen, der versucht haben soll, seine Community anzugreifen. Er habe dasselbe auch schon Männern gegenüber getan. Die Kommentare seien aus dem Kontext gerissen und zu einer genderspezifischen Grundsatzdiskussion geworden.

Activision zeigt mit der Entlassung des Synchronsprechers aus Call of Duty eine starke, wenn auch überfällige, Reaktion. Die gezeigten Kommentare von Jeff Leach sind keine Ausnahmen, sondern vielmehr eine traurige Konstante in seinem Content. Eine Entlassung durch den Konzern aus Santa Monica ist daher sowohl gerechtfertigt als auch konsequent.

Nichtsdestotrotz ist die Entlassung in Anbetracht der letzten Schlagzeilen eher ein Tropfen auf den heißen Stein. Schließlich hat Activision auch noch mit einer Klage um die Namensrechte zu Call of Duty: Warzone zu kämpfen. Für Activision steht aber auch in Zukunft noch einiges an Arbeit an, nicht nur wegen des aktuellen Sexismus-Skandals. Erst vor kurzem kündigte Activision an, dass 2.000 neue Stellen geschaffen werden sollen.

Eine solche Offensive stellt den Konzern sicherlich vor eine Herausforderung, bietet jedoch auch Chancen. Mit den 2.000 neuen Stellen hat der Publisher aus Santa Monica nicht nur die Möglichkeit sich nach außen besser darzustellen, sondern tatsächlich auch interne Strukturen umzugestalten und mehr Vielfalt abzubilden. Nachdem Jeff Leach nun aus seinen Diensten für Call of Duty entlassen wurde, hat Activision die Chance das gesendete Signal weiter zu verstärken. Bleibt also nur zu hoffen, dass der Konzern es nach dem Sexismus-Skandal nicht bei einem Signal belässt.

Rubriklistenbild: © Activision

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